Hallo,
mit meiner Pfaff 230 von 1957 habe ich auch einen Rucksackmotor Efka S1 gekauft, der montiert war und beim Probenähen auch funktioniert hat. Lediglich der lange Pedalweg, bis der der Motor drehte, fiel mir auf.
Ich habe ihn jetzt abgebaut und werde erst einmal im Fußbetrieb nähen, nachdem ich die Maschine überholt habe.
Mit dabei war eine Bedienungsanleitung, die auch für die Efka Motoren S1, S2, S1.1, S2.1, AM-1 und AM2 gilt. Ich habe sie eingescannt:
Die dritte Seite gilt nur für den Anschluß eines Stromkabels für eine 230 V-Leuchte an S1.1 und S2.1, sogar für die Schutzklasse 1, was bei den anderen genannten Motoren nicht möglich ist.
In der Bedienungsanleitung wird auf die Kontrolle der Kohlebürsten hingewiesen, ohne dass die Vorgehensweise erklärt wird.
Ich habe einige Fotos gemacht, nicht nur wegen der Kohlebürsten, sondern um den Motor allgemein zu zeigen:
Das erste zeigt eine gelöste Schraube und ich meine, man erkennt die Kohlebürste und eine Spiralfeder; von der Kohle an sich sehe ich ca. 4 mm, es sollte ausgewechselt werden.
Hier meine Frage: Sehe ich es richtig, dass ich die 4 Schrauben lösen muss, die an beiden Seiten die Motorwelle festhalten und den ganzen Motor herausnehmen muss, wobei einges in Bewegung kommen wird oder sehe ich das falsch?
Und: Die Motorwelle hat ca. 2 mm Spiel in Längsrichtung. Sie dreht sich nicht so frei wie ein Fahrradlaufrad mit Kugellagern, aber sie dreht sich auch nicht schwergängig. Die in der Anleitung genannte Riemenschutzscheibe war nicht dabei.
Es war ein Keilriemen von Continental in der Dimension 5 x 315 montiert.
Grüße von Werner
Rucksackmotor Efka S1.1 Kohlebürsten erneuern
Rucksackmotor Efka S1.1 Kohlebürsten erneuern
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Zuletzt geändert von Werner7 am Samstag 16. Mai 2026, 18:46, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Rucksackmotor Efka S1 Kohlebürsten erneuern
Vielen Dank für die Anleitung.von Werner7 » Samstag 16. Mai 2026, 14:35
Und: Die Motorwelle hat ca. 2 mm Spiel in Längsrichtung. Sie dreht sich nicht so frei wie ein Fahrradlaufrad mit Kugellagern, aber sie dreht sich auch nicht schwergängig.
Das Axialspiel des Rotors kann man mit Scheiben am Lüfterradrad-Lager oder Kollektor-Lager reduzieren und diesen so "vermitteln".
Hatte schon Motoren mit mehr als 2 mm Spiel wo das Lüfterrad schon fast am Gehäuse streifte.
Ein Tröpfchen Öl an beiden Lagern bringt den Motor wieder in Schwung.
Grüße Heinrich
Das Wichtigste ist zu wissen, was das Wichtigste ist.
Re: Rucksackmotor Efka S1.1 Kohlebürsten erneuern
Kommen die Kohlen nicht raus, wie auf Foto #1 unten zu sehen, wenn Du nur die große Schlitzschraube rausdrehst??
So, wie es aussieht, mußt Du dann wohl die Alten ab- und die Neuen anlöten.
So, wie es aussieht, mußt Du dann wohl die Alten ab- und die Neuen anlöten.
Re: Rucksackmotor Efka S1.1 Kohlebürsten erneuern
Ja ... die Orginalkohlen haben nur eine Feder (da ist nichts
ötet) und sind 4x5mm und 10mm lang.
... hier hat die Zensur wieder zugeschlagen ... und aus dem "angelötet" den Smiley + ötet gemacht
Wenn das Lüfterrad am schwarzen Plastikdeckel streift ist der Motor falsch zusammengebaut. Das Gehäuse hat innen eine Leiste und zwei kleine Zapfen angegossen welche den Deckel fixieren sollten. Das ganze Wicklungspaket lässt sich in Achsialrichtung verschieben. Die Motorwelle solle ~1mm achsiale Luft haben (meistens ~1,2mm).
Hinter dem Kollektor ist eine kleine Korkscheibe auf der Welle, beim Lüfterrad sind mindestens zwei dünne Teflonscheiben und ich glaube auch noch eine etwas dickere Scheibe.
Der Motor ist relativ alt, vermutlich die erste Ausführung aus den 1970er Jahren. Ab 1980 waren die Kabel an den Kohleschächten mit kleinen Autosteckern befestigt und zwischen den Kohleschächten ist ein zusätzlicher kleiner Kondensator um den Abbrand zu verbessern.
Ich müsste noch neue Motore von 1980 herumliegen haben, wenn ich einen finde zeige ich Euch Photos davon.
Herzliche Grüsse vom Sputnik
... hier hat die Zensur wieder zugeschlagen ... und aus dem "angelötet" den Smiley + ötet gemacht
Wenn das Lüfterrad am schwarzen Plastikdeckel streift ist der Motor falsch zusammengebaut. Das Gehäuse hat innen eine Leiste und zwei kleine Zapfen angegossen welche den Deckel fixieren sollten. Das ganze Wicklungspaket lässt sich in Achsialrichtung verschieben. Die Motorwelle solle ~1mm achsiale Luft haben (meistens ~1,2mm).
Hinter dem Kollektor ist eine kleine Korkscheibe auf der Welle, beim Lüfterrad sind mindestens zwei dünne Teflonscheiben und ich glaube auch noch eine etwas dickere Scheibe.
Der Motor ist relativ alt, vermutlich die erste Ausführung aus den 1970er Jahren. Ab 1980 waren die Kabel an den Kohleschächten mit kleinen Autosteckern befestigt und zwischen den Kohleschächten ist ein zusätzlicher kleiner Kondensator um den Abbrand zu verbessern.
Ich müsste noch neue Motore von 1980 herumliegen haben, wenn ich einen finde zeige ich Euch Photos davon.
Herzliche Grüsse vom Sputnik
Und sehen wir uns nicht in dieser Welt
dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)
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