Ist das ein Naumann 44 und woher kommt der Motor?

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Flickflak
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Ist das ein Naumann 44 und woher kommt der Motor?

#1 Beitrag von Flickflak »

Ich habe diese Nähmaschine etwa 50 km von mir zum Verkauf angeboten gesehen. Kann jemand bestätigen, dass es sich um eine Naumann 44 handelt?
Naumann 44 - maybe-r.jpg
Außerdem möchte ich noch ein wenig nach dem Motorgehäuse fragen. Von etwa 1950 bis 1975 gab es einen dänischen Hersteller von Motoren für Nähmaschinen, der den gleichen Motorgehäusetyp verwendete und viele ausländische Nähmaschinen in Dänemark waren mit diesen Motoren ausgestattet (Die nationale elektrische Sicherheitszulassung war streng und teuer). Die dänische Motorenmarke war Sytrix. Allerdings habe ich auch einige Beispiele aus Deutschland mit dem gleichen Motorgehäuse gesehen, das aus Bakelit besteht und außen lackiert ist. Ich kann mir also vorstellen, dass es einen anderen und vielleicht deutschen Hersteller dieses Motorgehäuses gegeben hat. Alternativ hat der dänische Hersteller Motoren als Subunternehmer an andere Marken geliefert.
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Peter Hagge
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Re: Ist das ein Naumann 44 und woher kommt der Motor?

#2 Beitrag von Peter Hagge »

Hi.

Wo wir gerade bei dänischen Motoren sind. An meiner Pfaff 133K, die ich gerade aus Flensburg geholt habe, saß auch ein dänisher Motor dran.
Ein Allesch Motor. Daten bitte ich den Bildern zu entnehmen. Super Teil kann ich nur sagen, und man kommt gut an die Bauteile ran falls mal was zu reparieren ist.
Die 133K wurde gebraucht mal in Dänemark gekauft. Kennt jemand diesen Motor?

Gruß

Peter
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Flickflak
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Re: Ist das ein Naumann 44 und woher kommt der Motor?

#3 Beitrag von Flickflak »

Ja, es gab einen Hersteller von Elektromotoren in Dänemark namens Allesh. Die Firma wurde 1951 ins Handelsregister eingetragen, und der Name stammt vom eigenen Namen des Gründers, wobei ich denke, der Ursprung ist deutsch. Vielleicht hat der Mann eine Dänin geheiratet - das passiert ziemlich oft ...

Ich habe auch so einen Motor von Allech, der wohl auf einen Pfaff 30 von 1938 umgerüstet worden sein muss, den ich Anfang des Jahres gekauft habe:
Allesch motor1.jpg
Allesch pedal1.jpg
Motor Allesch marking.jpg
Sytrix-Motoren wurden von Næstved Motor Elektro hergestellt, und ich glaube, sie hatten eine größere Produktion als Allesch. Beide Unternehmen haben ihre Motoren von den nationalen Organisationen für elektrische Sicherheit in Norwegen, Schweden und Dänemark zugelassen, und es war eine Investition für sie.

Mir war nicht bewusst, dass Allech auch solche größeren Motoren für Industrienähmaschinen herstellt.
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Ariadnefaden
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Re: Ist das ein Naumann 44 und woher kommt der Motor?

#4 Beitrag von Ariadnefaden »

Ja, das ist wahrscheinlich eine Naumann 44 oder 45. Es könnte auch eine frühe Veritas sein, aber mit dem „Naumann“- Motor ist das unwahrscheinlich. Genaueres könnte ich Dir sagen, wenn Du ein Bild von der Vorderseite der Maschine einstellst (also die Seite, die man sieht, wenn man näht).

Naumann 44 bzw. 45 können -soweit ich weiss- nur Geradstich, kein Zickzack. Wenn Dir das reicht, sind das sehr gute Maschinen. Für den Schrott ist die Maschine zu schade, aber für viele Näharbeiten ist Zickzack schon von Vorteil.

Motor: Diesen Typ Motorgehäuse kenne ich nicht. Es würde mich aber sehr wundern, wenn die DDR, die eigentlich Alles exportiert hat was irgendwer für Devisen haben wollte, Nähmaschinenmotoren importiert hätte- zumal die DDR da auch selber produziert hat. Viele frühe Nähmaschinenmotoren für Naumann wurden -wie die frühen Naumannmaschinen- in Dresden produziert. Das Werk („VEB Sachsenwerk“) lag in Niedersedlitz, einem Stadtteil im Osten Dresdens.

Aber es gab später noch mehrere Motorenwerke in der DDR, Sachsen war vor dem Krieg eines der industriellen Zentren, und auch zu DDR-Zeiten wurde in dieser Region viel der DDR-Produktion konzentriert. Wittenberge- wo später die grösste Nähmaschinenproduktion der DDR war- liegt allerdings nicht in Sachsen. Das waren die alten, wiederbelebten Singer-Werke

Flickflak
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Re: Ist das ein Naumann 44 und woher kommt der Motor?

#5 Beitrag von Flickflak »

Ariadnefaden hat geschrieben: Samstag 18. September 2021, 21:13 Ja, das ist wahrscheinlich eine Naumann 44 oder 45. Genaueres könnte ich Dir sagen, wenn Du ein Bild von der Vorderseite der Maschine einstellst (also die Seite, die man sieht, wenn man näht).

Motor: Diesen Typ Motorgehäuse kenne ich nicht. Es würde mich aber sehr wundern, wenn die DDR, die eigentlich Alles exportiert hat was irgendwer für Devisen haben wollte, Nähmaschinenmotoren importiert hätte- zumal die DDR da auch selber produziert hat. Viele frühe Nähmaschinenmotoren für Naumann wurden -wie die frühen Naumannmaschinen- in Dresden produziert. Das Werk („VEB Sachsenwerk“) lag in Niedersedlitz, einem Stadtteil im Osten Dresdens.
Das Bild der Nähmaschine stammt von einem Verkäufer in Dänemark, und ich habe ihn dazu gebracht, noch ein paar Fotos zu machen. Und in meinen Augen ist es der Naumann 44 aus dem Nähmaschinenverzeichnis sehr ähnlich, aber mit einer anderen Farbe.
Naumann 44-3.jpg
Meine Vermutung ist, dass ein Importeur in Dänemark oder Skandinavien die dänischen Motoren an den Maschinen angebracht hat und eine Vereinbarung über die Kennzeichnung mit Naumann getroffen wurde.

Ist Naumann 44 mit Pfaff 30 vergleichbar?
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Ariadnefaden
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Re: Ist das ein Naumann 44 und woher kommt der Motor?

#6 Beitrag von Ariadnefaden »

Klar kann es sein, dass der Importeur die dann noch motorisiert hat.

Ich habe noch keine Pfaff 30 in der Hand gehabt. Aber soweit ich weiss, ist das auch eine Geradstichmaschine, somit ist der Funktionsumfang vergleichbar. Qualitativ ist die Naumann von der Mechanik her top, aber was der Motor nach so langer Zeit noch kann ist eine andere Frage.

Manche Pfaff-Maschinen haben eine Schnurkette in der Mechanik, aber ich weiss nicht, ob das bei der Pfaff 30 auch so ist. Diese Schnurketten sind ein Schwachpunkt, da sie deutlich eher verschleissen als eine Pleuel-Mechanik (wie sie die Naumann hat). Aber wie gesagt, ob die Pfaff 30 eine Schnurkette hat, weiss ich nicht, das war ja je nach Modell anders.

Farbe: Ja, die Naumänner gab es in verschiedenen Farben. Du findest dieses Grün im Nähmaschinenverzeichnis bei Fotos von der Naumann 65/70, also, Naumann hat genau auch mit dieser Farbe lackiert.

Noch ein Punkt: Ersatzteilverfügbarkeit. Wenn die Naumann vollständig ist, spricht nix gegen einen Kauf. Einen Motor kann man ersetzen, und die Mechanik der alten Naumänner ist wirklich robust. Da sollte eigentlich Nix kaputtgehen. Es muss aber ehrlicherweise gesagt werden, dass Pfaff einfach viel mehr Maschinen gebaut hat, und es viel leichter ist, eine zweite Maschine zu finden, die man im Bedarfsfall ausschlachtet. Das ist bei der Naumann schwieriger. Trotzdem: Ich versuche gerade, eine Naumann zu demontieren, und das ist so gute Qualität, da weiss ich gar nicht, wie das kaputtgehen soll-nicht umsonst wiegt die Naumann 15kg (ohne Zickzackmechanik), das ist alles schon eher massiv gearbeitet.

Thema Zubehör: Nadelsystem ist bei Beiden das gängige 705. Füsschen: Bei der Naumann 65 und 70 passen Standard-Füsse, das sollte auch für die Naumann 44 zutreffen. Inwieweit es für die Pfaff noch Spezialzubehör gibt, weiss ich nicht. Aber nur, weil es das gibt, heisst das nicht, dass man das auch zu vertretbaren Preisen bekommt, und natürlich auch nicht, dass man das überhaupt braucht. Normalerweise sollte man sich zwar darüber Gedanken machen- aber wenn für Dich eine Geradstichmaschine (erstmal) reicht, wäre der logische nächste Schritt eigentlich erstmal die Zickzack-Funktion, bevor es an „Spielereien“ geht. Naumann hat meiner Meinung nach nicht so viel verschiedenes Zubehör wie andere Hersteller, da ist ja Singer absoluter Spitzenreiter.

Du musst einfach selber entscheiden, was Du wilst und was Dir an einer Maschine wichtig ist. Was willst Du damit machen? Wird es nur bei Geradstich bleiben? Nur weil eine Maschine auch Zickzack kann, muss man den ja nicht nehmen, die kann auch Geradstich. Aber man hat eben für die Zukunft ein paar mehr Möglichkeiten mit Zickzack, und reine Geradstichmaschinen sind auch schwerer verkäuflich als Maschinen, die beides können.

Flickflak
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Re: Ist das ein Naumann 44 und woher kommt der Motor?

#7 Beitrag von Flickflak »

Ariandnefaden - vielen Dank für Ihre Antwort und Ihren Einblick. Der Grund, warum ich nach dieser Naumann 44 frage, ist, dass ich mich für einige der Maschinen interessiere. Ich nähe auch ab und zu etwas stärkere Materialien, und hier kann es vielleicht besser sein, wenn ich nicht in eine Industriemaschine investiere.

Ich besitze eine Pfaff 30 und habe auch andere Zickzackmaschinen. Vielleicht gehe ich fälschlicherweise davon aus, dass die meisten Leute in diesem Forum Pfaff 30 kennen. Deshalb versuche ich, einen Vergleich zu dieser Maschine anzustellen. Im Nähmaschinenverzeichnis können Sie Bilder der Mechanik der Naumann 44 sehen, die der Pfaff 30 sehr ähnlich ist. Ich weiß, dass viele Hersteller auf der ganzen Welt fast identische Maschinen in Bezug auf diese Mechanik hergestellt haben.

Aber im Detail gibt es Unterschiede. Das Handbuch gibt bei Naumann 44 die Nadelstärke bis 120 an, bei Pfaff 30 nur bis 110. Nadelschaft und Fadenhebel wirken bei Naumann 44 auch etwas kräftiger. Bei Pfaff 30 habe ich versucht mit 140er Nadel zu nähen und bis zum Tex 210 Faden, aber dann sieht man natürlich Probleme. Dieses Video zeigt ein bisschen darüber: https://youtu.be/u2D2DEKtgFQ

Gerade bei starken Stoffen kann ich bei Pfaff 30 vermissen, den Druck des Nähfußes weiter anzuheben. Singer 201 und Singer 66 können hier einen 15% höheren Druck geben. Vielleicht ist die Naumann 44 in einigen dieser Punkte etwas leistungsfähiger.
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Re: Ist das ein Naumann 44 und woher kommt der Motor?

#8 Beitrag von det »

Flickflak hat geschrieben: Sonntag 19. September 2021, 21:23Gerade bei starken Stoffen kann ich bei Pfaff 30 vermissen, den Druck des Nähfußes weiter anzuheben.
Ich habe mal ein Federnset bei iirc Polo gekauft. Eine der Federn passt genau auf die Drückerstangen und erhöht dadurch den erzielbaren Druck etwas, wenn man wirklich noch ein bisschen herauskitzeln muss.

Aber eigentlich ist es natürlich sinnvoller, eine Klasse höher zu gehen, also (1)34 statt 30 o.ä.

Gruß
Detlef
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Re: Ist das ein Naumann 44 und woher kommt der Motor?

#9 Beitrag von dieter kohl »

Ariadnefaden hat geschrieben: Sonntag 19. September 2021, 01:09 Klar kann es sein, dass der Importeur die dann noch motorisiert hat.

Ich habe noch keine Pfaff 30 in der Hand gehabt. Aber soweit ich weiss, ist das auch eine Geradstichmaschine, somit ist der Funktionsumfang vergleichbar. Qualitativ ist die Naumann von der Mechanik her top, aber was der Motor nach so langer Zeit noch kann ist eine andere Frage.

Manche Pfaff-Maschinen haben eine Schnurkette in der Mechanik, aber ich weiss nicht, ob das bei der Pfaff 30 auch so ist. Diese Schnurketten sind ein Schwachpunkt, da sie deutlich eher verschleissen als eine Pleuel-Mechanik (wie sie die Naumann hat). Aber wie gesagt, ob die Pfaff 30 eine Schnurkette hat, weiss ich nicht, das war ja je nach Modell anders.

Farbe: Ja, die Naumänner gab es in verschiedenen Farben. Du findest dieses Grün im Nähmaschinenverzeichnis bei Fotos von der Naumann 65/70, also, Naumann hat genau auch mit dieser Farbe lackiert.

Noch ein Punkt: Ersatzteilverfügbarkeit. Wenn die Naumann vollständig ist, spricht nix gegen einen Kauf. Einen Motor kann man ersetzen, und die Mechanik der alten Naumänner ist wirklich robust. Da sollte eigentlich Nix kaputtgehen. Es muss aber ehrlicherweise gesagt werden, dass Pfaff einfach viel mehr Maschinen gebaut hat, und es viel leichter ist, eine zweite Maschine zu finden, die man im Bedarfsfall ausschlachtet. Das ist bei der Naumann schwieriger. Trotzdem: Ich versuche gerade, eine Naumann zu demontieren, und das ist so gute Qualität, da weiss ich gar nicht, wie das kaputtgehen soll-nicht umsonst wiegt die Naumann 15kg (ohne Zickzackmechanik), das ist alles schon eher massiv gearbeitet.

Thema Zubehör: Nadelsystem ist bei Beiden das gängige 705. Füsschen: Bei der Naumann 65 und 70 passen Standard-Füsse, das sollte auch für die Naumann 44 zutreffen. Inwieweit es für die Pfaff noch Spezialzubehör gibt, weiss ich nicht. Aber nur, weil es das gibt, heisst das nicht, dass man das auch zu vertretbaren Preisen bekommt, und natürlich auch nicht, dass man das überhaupt braucht. Normalerweise sollte man sich zwar darüber Gedanken machen- aber wenn für Dich eine Geradstichmaschine (erstmal) reicht, wäre der logische nächste Schritt eigentlich erstmal die Zickzack-Funktion, bevor es an „Spielereien“ geht. Naumann hat meiner Meinung nach nicht so viel verschiedenes Zubehör wie andere Hersteller, da ist ja Singer absoluter Spitzenreiter.

Du musst einfach selber entscheiden, was Du wilst und was Dir an einer Maschine wichtig ist. Was willst Du damit machen? Wird es nur bei Geradstich bleiben? Nur weil eine Maschine auch Zickzack kann, muss man den ja nicht nehmen, die kann auch Geradstich. Aber man hat eben für die Zukunft ein paar mehr Möglichkeiten mit Zickzack, und reine Geradstichmaschinen sind auch schwerer verkäuflich als Maschinen, die beides können.
serv

kannst du bitte erläutern, woher du das weißt ?
gruß dieter
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Re: Ist das ein Naumann 44 und woher kommt der Motor?

#10 Beitrag von dieter kohl »

serv

die Pfaff Modelle haben seit der Einführung des Doppelumlaufgreifers Schnurketten

die waren früher aus Schnur (Paket Schnur) die haben sich mit Öl vollgesogen, sind geschrumpft und machten Schwergang
Einzelne sind geplatzt

dann kamen die vermaledeiten Synchroflex-Riemen auf
die hat man monatelang sogar in Ölbädern laufen lassen zum testen
leider sind die im Dauerbetrieb in den verbauten Serien wegen Ausdünstung des Weichmachers dann alle zerbröselt

seither werden Schnurketten aus Nylonfasern hergestellt und die Halten

in den neuesten Modellen sind Zahnriemen verbaut
gruß dieter
der mechaniker

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