Hallo Nico,
grundsätzlicher Unterschied ist dessen "Wicklung": Sie gibt es linksrum und rechtsrum. Was auch noch mindestens passen sollte ist der Durchmesser, wobei ich glaube, daß der Durchmesser eigentlich immer gleich ist - egal welche
Nähmaschine.
Den Rest kann man sich auch aus einer nicht passenden oder der "Alten" (meistens ist der Draht gebrochen) selber zurecht biegen. Selbst sollte man bei einer "Alten", wo der Draht gebrochen ist, vielleicht ein bis zwei Windungen "abspulen" müssen um damit den "abgebrochenen Teil" nachzuformen, so wird sie wieder funktionieren.
Kritisch könnte solch "selbst reparierte" Fadenanzugsfeder werden, wenn man Stoffe näht, wo nur eine sehr geringe Fadenoberspannung eingestellt werden darf.
Grundsätzlich hat die Fadenanzugsfeder keinen direkten Einfluß auf die Naht!
Aber einen nicht zu vernachlässigen indirekten Einfluss.
Schauen wir uns mal den Faden und dessen Spannung zwischen der Einstellung der Oberfadenspannung und dem Nadelöhr der Nadel mal genau an: Beim Einstechen der Nadel in den Stoff geht der obere Hebel nach unten, um genügend Faden freizugeben, damit dieser vom Greifer erfaßte Oberfaden einmal um "die Spule mit dem Unterfaden laufen kann" für die Nahtbildung.
Wichtig dabei ist es, daß immer genügend Länge des Fadens in nahezu "ungespannter Form" für die Nahtbildung zur Verfügung steht.
Bei "Uralt-Nähmaschinen" mit nur "Gerade" und einer Stichlänge von vielleicht etwas über 3mm wird man sowas kaum finden. Zwar schwankt der Faden da auch immer ein wenig herum, aber er ist ordentlich geführt.
Wer schon mal den Faden solcher
Nähmaschine eingefädelt hat, wird wissen, was ich meine - O-Ton: "Und noch so´n sche... Loch ...."
Auch "verhäddert" sich da der Faden nicht, selbst wenn er "Schlaufen bildet", weil da nichts ist, wo er sich "verhäddern" könnte.
Zurück zur Pfaff 130 - es könnte auch eine andere sein:
Auf Grund weiterer möglicher Nähstiche wie "ZickZack" steigt die "genügende Länge". (?) Auch muß man nicht mehr alles mühselig durch ein "Löchlein" einfädeln, man "klippt" es einfach ein, was sich auch durchaus mal "Ausfädeln" kann.
Eine Pfaff 130 macht auch ohne Fadenzugfeder eine gute Naht, sofern man langsam näht.
Man kann auch einen Finger als Ersatz dafür nehmen, nach bißchen Übung funktioniert der Finger wahrscheinlich besser als das Original.
Damit´s nicht blutig wird, vielleicht einen Fingerhut verwenden.
Grüsse.