Eine Phoenix? Eine Adler? Oder ganz was anderes?
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- Edelschrauber
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Eine Phoenix? Eine Adler? Oder ganz was anderes?
Am Wochenende musste ich diesen Nähmaschinenkopf leider stehen lassen. Hätte ich die Singer nicht bereits unter dem Arm gehabt, wäre sie definitiv mit nach Hause gekommen.
Die Maschine war wirklich dreckig, das Handrad bewegt sich praktisch nicht und die Spule für den Brillengreifer fehlte. Aber man konnte sehen dass das Dekor unter dem Dreck wirklich noch gut erhalten war. Ich denke nach einer intensive Kur würde diese Maschine wieder gut funktionieren.
Die Form erinnerte mich an eine Wheeler & Wilson und ich meine mal eine Phoenix Klasse 8 (?) gesehen zu haben die ähnlich aussah. Ich bin mir ja sicher dass die Maschine aus einer Bielefelder Fabriken stammt. Eine Fabrikations-/ Herstellermarke konnte ich nicht entdecken. Auf dem Arm oben steht nur ein Händlername. Die Telefonnummer der Händlers habe ich noch und er lebt auch im gleichen Landkreis. Über den Endpreis müssten wir noch mal reden. Die Maschine wäre auf jeden Fall ein interessantes Restaurationsprojekt.
Vielleicht hat einer von euch ja schon mal diese Maschine gesehen und kann mir mehr berichten?
Die Maschine war wirklich dreckig, das Handrad bewegt sich praktisch nicht und die Spule für den Brillengreifer fehlte. Aber man konnte sehen dass das Dekor unter dem Dreck wirklich noch gut erhalten war. Ich denke nach einer intensive Kur würde diese Maschine wieder gut funktionieren.
Die Form erinnerte mich an eine Wheeler & Wilson und ich meine mal eine Phoenix Klasse 8 (?) gesehen zu haben die ähnlich aussah. Ich bin mir ja sicher dass die Maschine aus einer Bielefelder Fabriken stammt. Eine Fabrikations-/ Herstellermarke konnte ich nicht entdecken. Auf dem Arm oben steht nur ein Händlername. Die Telefonnummer der Händlers habe ich noch und er lebt auch im gleichen Landkreis. Über den Endpreis müssten wir noch mal reden. Die Maschine wäre auf jeden Fall ein interessantes Restaurationsprojekt.
Vielleicht hat einer von euch ja schon mal diese Maschine gesehen und kann mir mehr berichten?
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Ich habe zu viele Maschinen, die passen nicht alle in die Signatur! 

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- Edelschrauber
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Re: Eine Phoenix? Eine Adler? Oder ganz was anderes?
So,
ich kann es ja nicht lassen und obwohl ich über eine Woche mit mir gerungen habe, habe ich dann am Dienstag dieser Woche doch den Händler angerufen und gefragt ob die Maschine noch da sei. Auf seine Antwort die Maschine sei schon weg, hatte ich zwar insgeheim gehofft (ich hab ja mehr als genug), aber ein klein wenig enttäuscht war ich nichts desto Trotz. Dass ich am nächsten Morgen allerdings einen (unbeantworteten) Anruf auf dem Handy hatte, war etwas unerwartet. Also flugs zurück gerufen, nur um zu erfahren dass er sich verwählt hatte. In einem Nebensatz kam dann: "Warten se mal, Sie hatten doch da was wegen einer Nähmaschine gefragt" und reichte mich flugs an einen weiteren Herrn weiter der, wie sich herausstellte der richtige Verkäufer vom Flohmarkt war. Mein erster Telefonpartner hatte auf dem Flohmarkt neben ihm gestanden und just in diesem Moment wieder. Den Hänger mit der Telefonnummer den ich fotografiert hatte, war der falsche gewesen. Nachdem dann alle Unklarheiten beseitigt waren und ich den Fügungen des Schicksals nachgab, wurde flugs ein Abholtermin vereinbart und seit Donnerstag habe ich nun eine weitere Maschine in meiner kleinen Sammlung.
Wie oben bereits erwähnt war die Maschine komplett festgefressen. Da ging nichts, aber auch wirklich gar nichts! Also die schön warme Sonne genutzt und reichlich WD40, Nähmaschinenöl und Petrolium benutzt und nach nur 1,5 Stunden schnurrte die Dame wieder wie am Schnürrchen. Unglaublich! Ich hatte im Gefühl dass die Maschine mit etwas Pflege wohl wieder rund gehen würde, aber dass sie so schnell und effektiv reagieren würde, hätte ich mir nicht vorstellen können.
Die Oberfläche habe ich erst mal nur grob gereinigt. Das Dekor ist in weiten Teilen noch wirklich schön erhalten, auch wenn man natürlich sieht dass die Dame ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel hat und in den letzten Jahren wohl auch eher auf der Schattenseite stand. Eine Herstellermarke war aber trotz intensiver Suche nicht zu entdecken. Auf dem Arm kann man noch den Händlernamen erkennen, den uns bereits bekannte Leipziger Händler H. Schube. Ich erinnere gerne an die Mundlos Original Victoria, die uns HAD in einem anderen Thread vorgestellt hatte, und die ebenfalls durch diesen Händler verkauft worden war.
Die Maschine trägt die Seriennummer 23219, die sowohl auf dem Stichlängenversteller rechts unten auf der Platte, als auch auf der ersten Stichplatte rückwärtig eingestanzt ist. Die Stichplatte selbst besteht aus drei Teilen, an denen ich meine Polierfähigkeiten noch ordentlich üben kann.
Natürlich habe ich weiter im Internet geforscht von wem die Maschine hergestellt worden sein könnte. Die Namen Adler und Phoenix hatte ich ja bereits im Verdacht, wegen der doch typischen Wheeler & Wilson-Bauweise mit dem Brillengreifer. Im Nähmaschinenverzeichnis ist eine Adler Klasse 8 beschrieben, und wer die Maschinen nebeneinander stellt, findet eine Menge Gemeinsamkeiten. Es sind genug Gemeinsamkeiten, dass ich auch ohne eine definitive Herstellerkennung sagen würde, diese Maschine entstammt der Koch'schen Fabrik. Falls ich mich damit jetzt zu weit aus dem Fenster lehne und jemand einen anderen Hersteller für diese Maschine kennt, möge er mich doch bitte in die richtige Richtung stupsen. Diese Maschine muss aber deutlich älter sein, was sich nicht nur in der Seriennummer widerspiegelt. Der Stichlängenversteller ist unten rechts in der Grundplatte integriert, die (wirklich kleine) Wartungsöffnung befindet sich auf dem Arm oberhalb davon und nicht, wie sonst bei vielen Maschinen auf der Rückseite. An insgesamt drei Stellen gibt es größere Öffnungen um in das Innere des Armes zu schauen. Auf der Vorderseite unten, etwas darüber hinter der Plakette, und vorne am Kopf kann man von Oberhalb die Mechanik sehen. Dort ist auch nicht wie bei anderen Adler-Maschinen eine Plakette, sondern ein kleiner metallener Stopfen, der wie durch ein Wunder noch in seiner Öffnung saß. Ein Motor kann nicht angebracht werden, eine entsprechende Bohrung fehlt. Allerdings befindet sich dort ein kleines Zeichen, dessen Bedeutung mir noch nicht klar ist. Der Spulapparat wird bequemer weise durch den Riemen betrieben.
Ich freue mich dass die Maschine wieder ruhig und leicht läuft und kann mich nun an die Ersatzteilbeschaffung und die Optik machen. Die Spule fehlt und rechts unten an der Grundplatte fehlt eine Öse. Einen Tisch und weiteres Zubehör gibt es natürlich auch nicht. Auch wenn sie bei mir nicht mehr zum Einsatz kommen sollte, bin ich begeistert und freue mich sie gefunden zu haben.
ich kann es ja nicht lassen und obwohl ich über eine Woche mit mir gerungen habe, habe ich dann am Dienstag dieser Woche doch den Händler angerufen und gefragt ob die Maschine noch da sei. Auf seine Antwort die Maschine sei schon weg, hatte ich zwar insgeheim gehofft (ich hab ja mehr als genug), aber ein klein wenig enttäuscht war ich nichts desto Trotz. Dass ich am nächsten Morgen allerdings einen (unbeantworteten) Anruf auf dem Handy hatte, war etwas unerwartet. Also flugs zurück gerufen, nur um zu erfahren dass er sich verwählt hatte. In einem Nebensatz kam dann: "Warten se mal, Sie hatten doch da was wegen einer Nähmaschine gefragt" und reichte mich flugs an einen weiteren Herrn weiter der, wie sich herausstellte der richtige Verkäufer vom Flohmarkt war. Mein erster Telefonpartner hatte auf dem Flohmarkt neben ihm gestanden und just in diesem Moment wieder. Den Hänger mit der Telefonnummer den ich fotografiert hatte, war der falsche gewesen. Nachdem dann alle Unklarheiten beseitigt waren und ich den Fügungen des Schicksals nachgab, wurde flugs ein Abholtermin vereinbart und seit Donnerstag habe ich nun eine weitere Maschine in meiner kleinen Sammlung.
Wie oben bereits erwähnt war die Maschine komplett festgefressen. Da ging nichts, aber auch wirklich gar nichts! Also die schön warme Sonne genutzt und reichlich WD40, Nähmaschinenöl und Petrolium benutzt und nach nur 1,5 Stunden schnurrte die Dame wieder wie am Schnürrchen. Unglaublich! Ich hatte im Gefühl dass die Maschine mit etwas Pflege wohl wieder rund gehen würde, aber dass sie so schnell und effektiv reagieren würde, hätte ich mir nicht vorstellen können.
Die Oberfläche habe ich erst mal nur grob gereinigt. Das Dekor ist in weiten Teilen noch wirklich schön erhalten, auch wenn man natürlich sieht dass die Dame ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel hat und in den letzten Jahren wohl auch eher auf der Schattenseite stand. Eine Herstellermarke war aber trotz intensiver Suche nicht zu entdecken. Auf dem Arm kann man noch den Händlernamen erkennen, den uns bereits bekannte Leipziger Händler H. Schube. Ich erinnere gerne an die Mundlos Original Victoria, die uns HAD in einem anderen Thread vorgestellt hatte, und die ebenfalls durch diesen Händler verkauft worden war.
Die Maschine trägt die Seriennummer 23219, die sowohl auf dem Stichlängenversteller rechts unten auf der Platte, als auch auf der ersten Stichplatte rückwärtig eingestanzt ist. Die Stichplatte selbst besteht aus drei Teilen, an denen ich meine Polierfähigkeiten noch ordentlich üben kann.
Natürlich habe ich weiter im Internet geforscht von wem die Maschine hergestellt worden sein könnte. Die Namen Adler und Phoenix hatte ich ja bereits im Verdacht, wegen der doch typischen Wheeler & Wilson-Bauweise mit dem Brillengreifer. Im Nähmaschinenverzeichnis ist eine Adler Klasse 8 beschrieben, und wer die Maschinen nebeneinander stellt, findet eine Menge Gemeinsamkeiten. Es sind genug Gemeinsamkeiten, dass ich auch ohne eine definitive Herstellerkennung sagen würde, diese Maschine entstammt der Koch'schen Fabrik. Falls ich mich damit jetzt zu weit aus dem Fenster lehne und jemand einen anderen Hersteller für diese Maschine kennt, möge er mich doch bitte in die richtige Richtung stupsen. Diese Maschine muss aber deutlich älter sein, was sich nicht nur in der Seriennummer widerspiegelt. Der Stichlängenversteller ist unten rechts in der Grundplatte integriert, die (wirklich kleine) Wartungsöffnung befindet sich auf dem Arm oberhalb davon und nicht, wie sonst bei vielen Maschinen auf der Rückseite. An insgesamt drei Stellen gibt es größere Öffnungen um in das Innere des Armes zu schauen. Auf der Vorderseite unten, etwas darüber hinter der Plakette, und vorne am Kopf kann man von Oberhalb die Mechanik sehen. Dort ist auch nicht wie bei anderen Adler-Maschinen eine Plakette, sondern ein kleiner metallener Stopfen, der wie durch ein Wunder noch in seiner Öffnung saß. Ein Motor kann nicht angebracht werden, eine entsprechende Bohrung fehlt. Allerdings befindet sich dort ein kleines Zeichen, dessen Bedeutung mir noch nicht klar ist. Der Spulapparat wird bequemer weise durch den Riemen betrieben.
Ich freue mich dass die Maschine wieder ruhig und leicht läuft und kann mich nun an die Ersatzteilbeschaffung und die Optik machen. Die Spule fehlt und rechts unten an der Grundplatte fehlt eine Öse. Einen Tisch und weiteres Zubehör gibt es natürlich auch nicht. Auch wenn sie bei mir nicht mehr zum Einsatz kommen sollte, bin ich begeistert und freue mich sie gefunden zu haben.
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- Edelschrauber
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Re: Eine Phoenix? Eine Adler? Oder ganz was anderes?
noch ein paar Detailansichten
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- Klaus aus A
- Edelschrauber
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Re: Eine Phoenix? Eine Adler? Oder ganz was anderes?
Hallo Twassbrake,
das hast Du gut gemacht! (nochmal anzurufen)
Ich glaube diese Situation hatten schon viele. Ich auch. Aber wenn das Bauchgefühl sagt, daß Du sie willst, kannst Du nichts machen!
Es wäre schade wenn sie nicht vollständig instandgesetzt werden würde. Ich gehe aber davon aus, daß Du es machst.
Ich mag die alten Industriemaschinen auch gerne und hoffe, daß Du uns einen ganz persöhnlichen Testbericht schreibst.
Ich glaube die hätte ich beim ersten mal schon nicht stehen lassen können.
Obwohl Du ja praktisch schon fertig bist mit Putzen - trotzdem weiter viel Spaß damit.
Grüße
Klaus
das hast Du gut gemacht! (nochmal anzurufen)
Ich glaube diese Situation hatten schon viele. Ich auch. Aber wenn das Bauchgefühl sagt, daß Du sie willst, kannst Du nichts machen!
Es wäre schade wenn sie nicht vollständig instandgesetzt werden würde. Ich gehe aber davon aus, daß Du es machst.
Ich mag die alten Industriemaschinen auch gerne und hoffe, daß Du uns einen ganz persöhnlichen Testbericht schreibst.
Ich glaube die hätte ich beim ersten mal schon nicht stehen lassen können.
Obwohl Du ja praktisch schon fertig bist mit Putzen - trotzdem weiter viel Spaß damit.
Grüße
Klaus
Pfaff 260, 130-6, 30, 31, 11, K, A(B), ADLER 67-73, Dürkopp 207-5, Singer 15-1 (IF), 15-30, 15-D88, 18-2, 66, 206, Mundlos 77, Phönix "F", Anker MMZ
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- Edelschrauber
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Re: Eine Phoenix? Eine Adler? Oder ganz was anderes?
Danke. Ich werde auf jeden Fall weiter berichten. Diese ist bisher mit Abstand meine älteste Maschine. Da kann auch meine 48K1 nicht mithalten.
Beim ersten Mal konnte ich sie ja nicht mitnehmen da ich ja schon meine Singer 66 mit mir rumschleppte und der Weg zum Auto noch weit war. Für nochmal zurück war die Zeit zu knapp.
Aber wir haben ja doch noch zusammen gefunden.

Beim ersten Mal konnte ich sie ja nicht mitnehmen da ich ja schon meine Singer 66 mit mir rumschleppte und der Weg zum Auto noch weit war. Für nochmal zurück war die Zeit zu knapp.
Aber wir haben ja doch noch zusammen gefunden.

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- Klaus_Carina
- Edelschrauber
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- Registriert: Samstag 30. Januar 2016, 12:15
- Wohnort: Deutschlands Toscana - der Kraichgau
Re: Eine Phoenix? Eine Adler? Oder ganz was anderes?
Schönes Teil ist in richtige Hände gekommen...
Anker DZ-BR, F, RZ Auto,
ELNA II (BR1 u.3), Transforma,
Gritzner FK, FZ, GU, GU-K, HZB, VG, VZ,
Haid & Neu LZ, Primatic,
Necchi 512, 542, 545, 559, 592, Nora
Phoenix 353 A, 383 8K, ZZ Gloria,
Singer 18, 28, 316 G
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- Klaus aus A
- Edelschrauber
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Re: Eine Phoenix? Eine Adler? Oder ganz was anderes?
Hallo Twassbrake,
das ist natürlich was ganz Anderes!
Eine Singer 66 ist ein echter Konkurrent. Die Singer 66 ist für meine Begriffe eine richtig gute Maschine mit der man sogar gerne was näht. Ich habe auch eine vom Flohmarkt für 10 Euro. Ich hatte es auf den Kasten abgesehen.
der Motor war durchgebrannt, der Spuler abgebrochen und der übliche Rost. Der Verkäufer hat mehrmals betont, daß sie absolut irreparabel wäre. Nach 20 Minuten hat sie genäht. In dem Kasten war ein Anlasser mit Kniehebel!!
Helmut hat mir eine Lampe und einen Spuler geschenkt. Wenn Die vor mir steht bekomme ich Gänshaut!
Hattest Du Deine 66 schon gezeigt?
Grüße
Klaus
Ich habe nachgeschaut was das bedeuten könnte "Twassbrake"
Das bedeutet im übertragenen Sinn Querkopf.
das ist natürlich was ganz Anderes!
Eine Singer 66 ist ein echter Konkurrent. Die Singer 66 ist für meine Begriffe eine richtig gute Maschine mit der man sogar gerne was näht. Ich habe auch eine vom Flohmarkt für 10 Euro. Ich hatte es auf den Kasten abgesehen.
der Motor war durchgebrannt, der Spuler abgebrochen und der übliche Rost. Der Verkäufer hat mehrmals betont, daß sie absolut irreparabel wäre. Nach 20 Minuten hat sie genäht. In dem Kasten war ein Anlasser mit Kniehebel!!
Helmut hat mir eine Lampe und einen Spuler geschenkt. Wenn Die vor mir steht bekomme ich Gänshaut!
Hattest Du Deine 66 schon gezeigt?
Grüße
Klaus
Ich habe nachgeschaut was das bedeuten könnte "Twassbrake"
Das bedeutet im übertragenen Sinn Querkopf.
Pfaff 260, 130-6, 30, 31, 11, K, A(B), ADLER 67-73, Dürkopp 207-5, Singer 15-1 (IF), 15-30, 15-D88, 18-2, 66, 206, Mundlos 77, Phönix "F", Anker MMZ
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- Edelschrauber
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Re: Eine Phoenix? Eine Adler? Oder ganz was anderes?
Hallo,
Ja eine Singer 66 ist schon was anderes. Meine hat aber noch eine Handkurbel! Nix da mit neumodischem SchnickSchnack wie Elektrizität.
Kurz vorgestellt hatte ich sie schon meine kleine schottische Lady, auch wenn sie mittlerweile noch eine Schönheitsbehandlung hatte. Da muss ich noch mal neue Fotos machen, aber das kann noch einige Tage dauern.
http://naehmaschinentechnik-forum.de/vi ... =26&t=1720
Der Name passt doch!
Als junge Frau "erwartet" man von mir ja eher die Freude am Nähen (und am besten noch mit eine hochmodernen Schnickschnackplastebombercomputer-maschine) und nicht das basteln und schrauben an alten, fettigen, verrosteten Überbleibseln vergangener Tage. Außerdem bin ich Ostwestfälin durch und durch und dass darf sich dann auch mal im Namen widerspiegeln.
LG
Ja eine Singer 66 ist schon was anderes. Meine hat aber noch eine Handkurbel! Nix da mit neumodischem SchnickSchnack wie Elektrizität.

Kurz vorgestellt hatte ich sie schon meine kleine schottische Lady, auch wenn sie mittlerweile noch eine Schönheitsbehandlung hatte. Da muss ich noch mal neue Fotos machen, aber das kann noch einige Tage dauern.

http://naehmaschinentechnik-forum.de/vi ... =26&t=1720
Der Name passt doch!

Als junge Frau "erwartet" man von mir ja eher die Freude am Nähen (und am besten noch mit eine hochmodernen Schnickschnackplastebombercomputer-maschine) und nicht das basteln und schrauben an alten, fettigen, verrosteten Überbleibseln vergangener Tage. Außerdem bin ich Ostwestfälin durch und durch und dass darf sich dann auch mal im Namen widerspiegeln.
LG
Ich habe zu viele Maschinen, die passen nicht alle in die Signatur! 

- det
- Moderator
- Beiträge: 7660
- Registriert: Freitag 20. Februar 2015, 11:01
- Wohnort: unterer linker Niederrhein
Re: Eine Phoenix? Eine Adler? Oder ganz was anderes?
Hallo Twassbrake,
als Ostwestfälin passen die Bielefelder Maschinen ja perfekt zu dir.
Ich bin mir ziemlich sicher, das dein Flohmarktfund eine sehr frühe Adler ist, ich tippe ihr Alter auf etwa 125 Jahre.
Koch's Adler und Baer & Rempel Phoenix Maschinen waren häufig nahezu baugleich, die hier beschriebene Phoenix D hat auch den Stichsteller in der Grundplatte, ihr Baubeginn wird mit 1888 angegeben.
Die Phoenix hat aber eine andere Form, besonders auffällig am Grund des Ständers, der ist bei der Phoenix D praktisch quadratisch, bei der Adler aber abgerundet.
Meine Adler 8 hat die S/N 76549 und bereits den Stichsteller im Ständer verbaut, aber dieselbe Ständergrundform.
Beide (deine und meine) Maschinen haben auf der Stichplattenunterseite die Seriennummer eingraviert.
als Ostwestfälin passen die Bielefelder Maschinen ja perfekt zu dir.
Ich bin mir ziemlich sicher, das dein Flohmarktfund eine sehr frühe Adler ist, ich tippe ihr Alter auf etwa 125 Jahre.
Koch's Adler und Baer & Rempel Phoenix Maschinen waren häufig nahezu baugleich, die hier beschriebene Phoenix D hat auch den Stichsteller in der Grundplatte, ihr Baubeginn wird mit 1888 angegeben.
Die Phoenix hat aber eine andere Form, besonders auffällig am Grund des Ständers, der ist bei der Phoenix D praktisch quadratisch, bei der Adler aber abgerundet.
Meine Adler 8 hat die S/N 76549 und bereits den Stichsteller im Ständer verbaut, aber dieselbe Ständergrundform.
Beide (deine und meine) Maschinen haben auf der Stichplattenunterseite die Seriennummer eingraviert.
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Maschinen: viel zu viele - Zeit dafür: viel zu wenig
- Bekennender Schneckenversender, habt Geduld mit mir -
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- Edelschrauber
- Beiträge: 1461
- Registriert: Montag 25. April 2016, 15:52
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Re: Eine Phoenix? Eine Adler? Oder ganz was anderes?
Danke Det,
deine Adler hatte ich bereits im anderen Forum bewundert und sie auch für meine Recherchen herangezogen. Ich denke mit dem Zeitraum 1890-1895 liegen wir für unsere Maschinen richtig.
Interessant finde ich ja die Unterschiede die sich im Laufe einer Modellproduktion ergeben und das unter Umständen auch zeitlich relativ nah beieinander. Zwischen unseren Maschinen liegen ja nur wenige Jahre, wenn überhaupt.
Unter die rechte Stichplatte kann ich noch nicht drunter schauen, die sitzt noch fest und rührt sich nicht, aber unter der mittleren ist bei meiner keine S/N eingeschlagen. Den Stichlängenversteller hattest du ja bereits selbst erwähnt. Die Wartungsöffnung oben auf dem Kopf ist bei dir schon mit einer Platte verschlossen, bei mir befindet sich dort noch ein, mit einem Stopfen verschlossenes Loch. Bei den frühen Wheeler & Wilson 9 kann man das ebenfalls finden. Auch interessant ist das meine Maschine noch mit einem einfachen Garnrollenstift ausgestattet ist, während deine Maschine bereits den "neueren" U-förmigen besitzt. Hat deine Maschine unterhalb des Handrades auch eine kleine Markierung? Wäre interessant zu wissen was sie bedeutet.
Ach ja, zu den Unterschieden zwischen Adler und Phoenix ist mir noch aufgefallen dass Adler die S/N auf der Vorderseite und Phoenix auf der Rückseite eingestanzt hat.
Schöne Maschinen haben wir da ...
deine Adler hatte ich bereits im anderen Forum bewundert und sie auch für meine Recherchen herangezogen. Ich denke mit dem Zeitraum 1890-1895 liegen wir für unsere Maschinen richtig.
Interessant finde ich ja die Unterschiede die sich im Laufe einer Modellproduktion ergeben und das unter Umständen auch zeitlich relativ nah beieinander. Zwischen unseren Maschinen liegen ja nur wenige Jahre, wenn überhaupt.
Unter die rechte Stichplatte kann ich noch nicht drunter schauen, die sitzt noch fest und rührt sich nicht, aber unter der mittleren ist bei meiner keine S/N eingeschlagen. Den Stichlängenversteller hattest du ja bereits selbst erwähnt. Die Wartungsöffnung oben auf dem Kopf ist bei dir schon mit einer Platte verschlossen, bei mir befindet sich dort noch ein, mit einem Stopfen verschlossenes Loch. Bei den frühen Wheeler & Wilson 9 kann man das ebenfalls finden. Auch interessant ist das meine Maschine noch mit einem einfachen Garnrollenstift ausgestattet ist, während deine Maschine bereits den "neueren" U-förmigen besitzt. Hat deine Maschine unterhalb des Handrades auch eine kleine Markierung? Wäre interessant zu wissen was sie bedeutet.
Ach ja, zu den Unterschieden zwischen Adler und Phoenix ist mir noch aufgefallen dass Adler die S/N auf der Vorderseite und Phoenix auf der Rückseite eingestanzt hat.
Schöne Maschinen haben wir da ...

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