PFAFF 134 oder 234

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Haegar
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PFAFF 134 oder 234

#1 Beitrag von Haegar »

Hallo,

ich habe ja nun den Luxus angel alles hier stehen zu haben.

Eine (grau-grüne) 134 und eine 234 (sowie eine weitere "Opfermaschine"). Beide laufen, beide haben unterschiedliche Konfigurationen an Transporteur, Stichplatte und ggf Fuss (wobei alle der 46682), da habe ich noch nicht umgeschraubt und verglichen. Die 134 hatte ich als Beigabe eingepackt und nach kleinen Fixes, z. B. Austausch der Stange für den Kniehebel, weil die so verbogen war, dass die unten an der Welle schliff boewu ) läuft sie IMHO gut.

Die 234 hatte ich mir als Paket auch wegen des neuen Tisches (mintfarbene Platte ohne Tretmechanik) und des besseren Servomotors abgeholt und weil ich gerne testen und vergleichen wollte. Die Kappnähte mit allen Kreuzungen hat sie ganz wunderbar genäht, aber irgendwann haben mich so kleine Details genervt und ich bin nun nochmal für ein paar Tage auf die 134 gewechselt. Siehe da, viel (Lauf)ruhe und div. mehr kommen durch den Tisch inkl. der Gummipuffer, des anderen Motors usw. und weniger durch die Maschine. Die nervenden Details an der 234 sind
  • Schutzabdeckung über Fadenhebel - damit muss ich mich bei jedem Stop leicht verbiegen, um zu sehen, ob die Nadeln ganz oben ist, div. versucht, Sitzposition ändern, ... bleibt unverändert
  • Der Hebel zum Anheben des Fusses wird gedreht und nicht nach hinten raus hochgedrückt … einfach extrem ungewohnt. Der hat auch irgendwie 2 "Rastungen" (ob das so soll keine Ahnung): in der ersten ist der Fuss oben, aber nicht die Fadenspannung frei. Dann kräftig Weiterdrücken, Fadenspannung frei. Wenn hier nur etwas weiter zu weit, dann nix mehr frei huh
  • Auch wenn der Kniehebel schon die Rolle im Kontakt zur Maschine hat, wirkt es trotz aller Einstellerei nie so ergonomisch passend. Es ist fast unmöglich den Handhebel aus der 2. Rastung zu lösen. Dagegen löst die Fadenspannung per Kniehebel deutlich besser aus.
  • insgesamt finde ich das Sichtfeld bei der schlankeren 134 besser
Ansatzweise scheint das bei der Opfer 234 auch so zu sein, auch wenn diese nicht unbedingt nähbereit ist.


Btw. die 234 hat oben unter der Abdeckung KEIN Ölbecken oder so, wie die 238, sondern es sind Dochte direkt im Deckel eingesteckt. Die 134 hat vorne an der Nadelstange usw. ebenfalls (schon?) 2 Dochte verbaut (oder nachgerüstet?). Die 234 läuft insgesamt noch leiser, bis kaum wahrnehmbar, während die 134 bemerkbarer bei der Arbeit ist. Nix lautes, alarmierendes, man hört einfach, dass sich da was bewegt, die Nadel in den steifen Stoff gedrückt wird usw. (Ggf. muss ich doch noch mal Transporteur, Stichplatte und Fuss kreuzweise tauschen und horchen)


Gibt es irgendwelche Details im Unterschied zwischen der 134 und 234, die es sinnvoller erscheinen lassen, langfristig die 234er zu nutzen? Weil optisch hätte ich da einen klarer Favoriten dodgy


Zusatzfrage: Die 134 hat genau so ein kleines Handrad, wie die 234. Die beiden 138er haben das große Handrad, was ich für einiges angenehmer finde. Könnte man ohne Problem, das Handrad der Opfer-138 auf die 134 bauen?
Pfaff 138-6 (schwarz), Bernina B530, Bernette Overlock

sputnik
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Re: PFAFF 134 oder 234

#2 Beitrag von sputnik »

Könnte man ohne Problem, das Handrad der Opfer-138 auf die 134 bauen?
Wenn die Maße passen (was ich vermute) ja.

Die grossen Handräder waren für Fussbetrieb (Schwungrad) die kleinen für Motorbetrieb (schnellerer Start und bremsen).
Eventuell musst/kannst Du dann am Motor noch was optimieren? (hängt davon ab was und wie Du nähst)

Wegen dem nicht sehen das Fadenhebels ... (fragen sie Ihren Augenarzt oder Optiker) wink
das ist reine Gewöhnungssache ... Du kannst ja einfach die Nadel bis zum (gehobenen) Fuss runterdrehen (dazu brauchst Du keinen Fadenhebel beobachten). wink

Wenn Du einen Servomotor verwendest kannst Du mit einem Positionsgeber die Stoppositionen oben/unten vorgeben.
siehe auch -> https://www.naehmaschinentechnik-forum. ... 86#p164386
Normaler Stop unten zum um die Ecke drehen ... bei Pedal retour treten Position oben.

Herzliche Grüsse vom Sputnik
Und sehen wir uns nicht in dieser Welt
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Haegar
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Re: PFAFF 134 oder 234

#3 Beitrag von Haegar »

sputnik hat geschrieben: Dienstag 27. Januar 2026, 16:07 Die grossen Handräder waren für Fussbetrieb (Schwungrad) die kleinen für Motorbetrieb (schnellerer Start und bremsen).
Eventuell musst/kannst Du dann am Motor noch was optimieren? (hängt davon ab was und wie Du nähst)
Ich nähe aktuell schweres Ventile bzw. etaProof 400, als nächstes dürfte dann 12oz Waxed Cotton / Denim kommen usw … neben den üblichen Dingen, also Leistentaschen usw. i. d. R. recht viele Kappnähte. Da würde meine Bernina B530 bei dem Material spätestens sehr gequält wirken mx … ansonsten muss ich in der Zukunft schauen, was ich wo lieber nähe. Wenn nähe ich eher langsam, aktuell steht der Motor auf max. 1200 U/s rufe ich aber fast nie ab.

Ich habe an dem alten Tisch mit dem (noch einfacheren) Servomotort schon zwischen 134 (klein) und 138 (groß) gewechselt und mir ist da kein Unterschied aufgefallen, habe aber da auch keine Beschleunigungsorgien gefeiert :lol27:

sputnik hat geschrieben: Dienstag 27. Januar 2026, 16:07 Wegen dem nicht sehen das Fadenhebels ... (fragen sie Ihren Augenarzt oder Optiker) wink
das ist reine Gewöhnungssache ... Du kannst ja einfach die Nadel bis zum (gehobenen) Fuss runterdrehen (dazu brauchst Du keinen Fadenhebel beobachten). wink
Das würde noch mehr meinen üblichen "Flow" stören, aber ja, eine Idee.

sputnik hat geschrieben: Dienstag 27. Januar 2026, 16:07 Wenn Du einen Servomotor verwendest kannst Du mit einem Positionsgeber die Stoppositionen oben/unten vorgeben.
siehe auch -> https://www.naehmaschinentechnik-forum. ... 86#p164386
Normaler Stop unten zum um die Ecke drehen ... bei Pedal retour treten Position oben.
Problem war … weil der Motor mit Tisch und Maschine ist nun nicht mehr da … das bei der alten 138 (schwarz) der Positionsgeber nach Händler aus "irgendeinem Grund" nicht montierbar war. Bei der neuen 138er stimmten das Gewinde von der "Schraub" die beim Positionsgeber dabei war nicht mit dem der verbauten überein. Habe das also erstmal verworfen.

So wie ich es jetzt sehe, müsste sowohl die 134 und die 234 das gleiche Gewinde haben, wie die 138 (neu) - nur jetzt habe ich zu dem Sewper Motor keinen Positionsgeber dabei. Wäre ggf. die Chance, da ein passendes Set zu suchen.


Hast Du noch irgendeine Anmerkung zu der Frage, was an einer 234 sinnvoller / besser / ... wäre, um mit den Nachteilen und der Optik zu leben?
Pfaff 138-6 (schwarz), Bernina B530, Bernette Overlock

sputnik
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Re: PFAFF 134 oder 234

#4 Beitrag von sputnik »

Nein ... für die 234 habe ich keine Argumente ... und ich kann Dich gut verstehen weil ich sie auch nicht mag, obwohl ich weiss das sie eine gute Maschine ist.

Was mir dann wieder besser gefiel waren die 400er und 500er serien. Die finde auch optisch nicht besonders ansprechend, aber da hab ich mir vor 45 jahren eine neue gekauft und war absolut begeistert davon. Die habe ich dann leider einer Freundin geschenkt. Jetzt steht eine spezielle 467 in meiner Werkstatt, die ich aber erst einmal zusammenbauen und einstellen muss. Die ist nur für dünnes Material und ich bin mir sicher dass sie mir viel Freude bereiten wird.

In dem Link in meinem letzten Posting beschreibe ich den Selbstbau eines eingebauten Positionsgebers. Der kostet fast nichts. Ob Du Dir das zutraust kannst nur Du selbst entscheiden.

Herzliche Grüsse vom Sputnik
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