Vielen Dank für Ihre Anmerkungen, Sputnik.
Sie heben die ersten Seiten der Serviceanleitung hervor, die ich gestern tatsächlich gelesen habe. Sie sind sehr wichtig für das Verständnis des restlichen Anleitung. Die angegebenen Hilfsmittel zur Überprüfung der Nähmaschine wurden von den Vorbesitzern nicht weitergegeben. Welchen Durchmesser hat der Stahlstift zur Positionierung (5 mm?)?
Ansonsten werde ich mit Ihrer (Sputniks) Checkliste beginnen, insbesondere in Bezug auf die Greiferposition und die Nadelstangenhöhe.
Ja, im Oktober habe ich auch die Tabelle der Untertypen gepostet. Darin ist vermerkt, dass E1 nur mit der begrenzten Nadelstärke 110 und den Garnen NM 65/2 oder NM 70/3 spezifiziert ist. (Ich habe etwas Schwierigkeiten, diese Garnbezeichnungen zu interpretieren.) Ich habe hier keine eindeutige Antwort darauf erhalten, ob dies eine ernsthafte Einschränkung darstellt. Ich habe die Fadenspannung der beiden in Reihe geschalteten Fadenspannungsregler gemessen, die problemlos bis zu 15 N liefern (ich habe sie auch gereinigt und überprüft).
Ich habe jedoch Vorversuche bis Nadelstärke 160 und Garnstärke Tex 205 durchgeführt. Diese deuten darauf hin, dass es mit Garnstärke Tex 135 möglich sein sollte, was ich benötige. Ich hoffe daher, dass dies keine größeren Probleme verursachen wird.
Nun zu einigen weiteren Fragen:
Die Pinolschraube, die die Nadel hält, ist ziemlich abgenutzt:
Ich habe die Nadel bereits einmal nicht fest genug angezogen, wodurch sie heruntergerutscht ist und die Nähmaschine leicht hätte beschädigen können. Glücklicherweise habe ich es schnell bemerkt. Deshalb mache ich mir etwas Sorgen, ob zukünftige Benutzer die Nadel korrekt anziehen können. Sie ist ca. 3 mm lang und hat einen Durchmesser von 3,25 mm (sie hat also kein normales Millimetergewinde). Ist es einfach, ein solches Ersatzteil zu finden? Handelt es sich um dieselbe Schraube, die auch in anderen Dürkopp-Adler-Nähmaschinen verwendet wird? In der Teileliste wird sie als „Gewindestift“ bezeichnet 291105. Es wäre wahrscheinlich gut, wenn diese Schraube mit einem Inbusschlüssel bedienbar wäre.
Ich habe auch versucht, den Nähfußdruck wie hier gezeigt zu messen:
Zuerst ist die Einstellschraube für den Nähfuß auf minimalen Druck eingestellt. Hier heben sich beide Füße bei einem Zug von 10,6 kg und senken sich bei einem Zug von 7,2 kg wieder ab. Der Unterschied ist auf die Reibung der Nähfußbewegung zurückzuführen, der Durchschnittswert liegt hier jedoch bei 8,9 kg. Wenn ich die Schraube auf maximalen Druck einstelle, erhalte ich einen Druck von 22 kg. Für mich ist das ein sehr hoher Druck, da Haushaltsnähmaschinen typischerweise 1,2 kg haben und einige sogar bis zu 2,5 kg eingestellt werden können – dazu habe ich ein kurzes Video gemacht:
https://youtu.be/YG2CS_Oc3lU
Die Serviceanleitung gibt jedoch Folgendes an:
Kann ich die 4 kg hier als Richtwert verwenden?
Grüß, Viggo
Dürkopp 291 für offene Werkstatt
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Re: Dürkopp 291 für offene Werkstatt
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Re: Dürkopp 291 für offene Werkstatt
Lieber Viggo,
nach dem ich Dich schon die ganze Zeit, wie auch alle anderen hier Duze (per Du Anrede), würde ich mich sehr freuen wenn Du mich auch Duzen würdest.
Ich habe mit dieser Maschine selbst das Problem vieles dabei nicht zu verstehen. Deshalb habe ich mich auch ziemlich zurückgehalten in der Hoffnung dass berufenere hier weiterhelfen können. Leider war das bisher nicht der Fall.
Ich kenne von Dürkopp nur wenige Maschinen wirklich gut, für einige habe ich die Kurse in Bielefeld besucht.
Die Klasse 291 kenne ich nur von meinen Kunden wo ich einige Male um Hilfe gebeten wurde ... das ist aber auch schon über 30 Jahre her.
Von Adler, Pfaff oder Juki kenne ich viele Maschinen viel besser weil ich da längere Zeit bei deren Generalvertretungen gearbeitet habe. Dadurch sind mir natürlich viele Grundlagen bekannt, die aber bei dieser Dürkopp nur teilweise weiterhelfen.
Bei Adler oder Pfaff gibt es Abstufungen für welches Material die Unterklasse konstruiert und ausgestattet ist.
Z.B. meine Pfaff 138-6/21 BS ist eine Maschine für leichtes bis mitteschweres Material und für Stoff optimiert.
A = leichtes Material ... B = leicht bis mittelschwer ... C = noch etwas schwerer ... S = Stoff ... L = Leder usw.
Früher gab es einen Greifer für AS und einen vermutlich einen für AL ... dann gab es Greifer für BS und BL ... dann gab es Greifer für Cs und CL ... usw.
Irgendwann wurde die Vielfalt aus ökonomischen Gründen etwas reduziert ... und deshalb z.B. in meine B Maschine wahlweise nach Zufall entweder ein A oder ein C Greifer eingebaut. Ähnlich war es auch bei Adler und vielen anderen Firmen, weshalb ich bei Adler oft mit 10 unterschiedlichen Greifern zu einem neuen Kunden gefahren bin, weil ich nicht wusste was der Kunde für eine Unterklasse hat/benötigt.
Ich hab jetzt länger gesucht, die Teileliste und Anleitungen studiert und finde nirgends einen Hinweis darauf wie das bei Dürkopp funktioniert.
Ich weiß aber, das ein unpassender Greifer zu wenig Platz für den Faden bietet was zu Problemen führt und das die Gegenspitzen für Stoff und Leder normalerweise unterschiedlich sind.
Deshalb habe ich mich bisher auch nicht dazu geäussert, weil ich es einfach nicht weiß.
Was ich weiß ist das der Greifer leichtgängig und richtig eingestellt sein muss, nicht zu sehr ausgeschlagen/abgenutzt und das ALLE Stellen mit Fadenkontakt spiegelglatt sein sollten.
Das Abstecken mit einem Stift/Bohrer/Durchschlag habe ich einige Male gemacht, kann mich aber an den Durchmesser nicht mehr erinnern. Ich glaube ich habe das mit einem Durchschlag gemacht, was ein rundes Mass vermuten lässt und 5mm könnte gut sein. Ausprobieren was reinpasst.
Was die Nadelschraube angeht wird die vermutlich bei vielen Dürkopp Maschinen gleich sein und möglicherweise auch bei vielen Adler und Pfaff Maschinen. Vielleicht könne wir über Google schon etwas finden, wenn nicht in einem Nähmaschinengeschäft fragen. Ich kann auch bei meiner Dürkopp einmal schauen was da für eine Nadelschraube eingebaut ist und ob die mit meinen Pfaff Schrauben kompatibel ist. Wichtig ist das es sich um eine Nadelschraube handeln sollte weil die vorne gehärtet sind damit sie nicht vom runden Nadelkolben eingedrückt werden und dann nach wenigen Nadelwechseln nicht mehr richtig halten.
Die Angabe mit dem Nähfussdruck erscheint mir auch schon wieder sehr seltsam, weil wir bei Adler und Pfaff immer gesagt haben das es am besten für die Maschine ist mit möglichste geringem Nähfussdruck zu arbeiten. wenn es zu wenig ist merkt man es ohnehin gleich.
Ich würde in diesem Fall die erwähnten 21mm Abstand ausprobieren.
Auf jeden Fall darauf achten das alles ausreichend mit dem in der Bedienungsanleitung angegebenen Esso Spinesso 10 oder einem möglichst gleichwertigen unlegierten Spindelöl. Das gleich Öl wird auch bei Adler als "Eigenmarke" verkauft.
Ich persönlich würde als erstes versuchen die Maschine mit guten 30er Fäden auf normalem Stoff mit 4 Lagen perfekt zum laufen zu bringen. Das erscheint mir durchaus realistisch. Wenn da mindestens 50 Meter mit gewünschter Höchstgeschwindigkeit perfekt funktionieren, kannst Du ja mit dickeren Fäden und stärkeren Materialien weiter experimentieren.
Falls es Probleme gibt auch einmal einen anderen Faden und eine andere Nadel probieren. Die Nadel sollte so dick sein, dass sie eingefädelt am Faden hängend von alleine nach untern rutscht. Natürlich muss auch das Loch im Transporteur gross genug dafür sein. Bei Fäden kommt oft vor das eine Farbe besser und eine andere schlechter funktioniert. Auch zu alte Fäden können problematisch sein. Auch darauf achten das die Unterfadenspule in Ordnung, sauber und gleichmässig fest gewickelt ist.
Ich wünsche Dir auf Jeden Fall ein gutes Gelingen und hoffentlich auch ein wenig Freude beim ausprobieren!
Liebe Grüsse vom Sputnik
P.S.: Was ich noch gefunden habe:
Serviceanleitung Seite 11 - Punkt 6. ein 5mm dicker Stift
Wegen dem Fussdruck vermute ich das es bei voller Geschwindigkeit notwendig sein könnte den Druck auf maximal zu stellen.
Die Nadelstangenhöhe ist auf Seite 40 abgebildet - Wenn die Greiferspitze auf Nadelmitte steht soll von Spitze Unterkante bis Öhr Oberkante 1,4mm Abstand sein.
nach dem ich Dich schon die ganze Zeit, wie auch alle anderen hier Duze (per Du Anrede), würde ich mich sehr freuen wenn Du mich auch Duzen würdest.
Ich habe mit dieser Maschine selbst das Problem vieles dabei nicht zu verstehen. Deshalb habe ich mich auch ziemlich zurückgehalten in der Hoffnung dass berufenere hier weiterhelfen können. Leider war das bisher nicht der Fall.
Ich kenne von Dürkopp nur wenige Maschinen wirklich gut, für einige habe ich die Kurse in Bielefeld besucht.
Die Klasse 291 kenne ich nur von meinen Kunden wo ich einige Male um Hilfe gebeten wurde ... das ist aber auch schon über 30 Jahre her.
Von Adler, Pfaff oder Juki kenne ich viele Maschinen viel besser weil ich da längere Zeit bei deren Generalvertretungen gearbeitet habe. Dadurch sind mir natürlich viele Grundlagen bekannt, die aber bei dieser Dürkopp nur teilweise weiterhelfen.
Bei Adler oder Pfaff gibt es Abstufungen für welches Material die Unterklasse konstruiert und ausgestattet ist.
Z.B. meine Pfaff 138-6/21 BS ist eine Maschine für leichtes bis mitteschweres Material und für Stoff optimiert.
A = leichtes Material ... B = leicht bis mittelschwer ... C = noch etwas schwerer ... S = Stoff ... L = Leder usw.
Früher gab es einen Greifer für AS und einen vermutlich einen für AL ... dann gab es Greifer für BS und BL ... dann gab es Greifer für Cs und CL ... usw.
Irgendwann wurde die Vielfalt aus ökonomischen Gründen etwas reduziert ... und deshalb z.B. in meine B Maschine wahlweise nach Zufall entweder ein A oder ein C Greifer eingebaut. Ähnlich war es auch bei Adler und vielen anderen Firmen, weshalb ich bei Adler oft mit 10 unterschiedlichen Greifern zu einem neuen Kunden gefahren bin, weil ich nicht wusste was der Kunde für eine Unterklasse hat/benötigt.
Ich hab jetzt länger gesucht, die Teileliste und Anleitungen studiert und finde nirgends einen Hinweis darauf wie das bei Dürkopp funktioniert.
Ich weiß aber, das ein unpassender Greifer zu wenig Platz für den Faden bietet was zu Problemen führt und das die Gegenspitzen für Stoff und Leder normalerweise unterschiedlich sind.
Deshalb habe ich mich bisher auch nicht dazu geäussert, weil ich es einfach nicht weiß.
Was ich weiß ist das der Greifer leichtgängig und richtig eingestellt sein muss, nicht zu sehr ausgeschlagen/abgenutzt und das ALLE Stellen mit Fadenkontakt spiegelglatt sein sollten.
Das Abstecken mit einem Stift/Bohrer/Durchschlag habe ich einige Male gemacht, kann mich aber an den Durchmesser nicht mehr erinnern. Ich glaube ich habe das mit einem Durchschlag gemacht, was ein rundes Mass vermuten lässt und 5mm könnte gut sein. Ausprobieren was reinpasst.
Was die Nadelschraube angeht wird die vermutlich bei vielen Dürkopp Maschinen gleich sein und möglicherweise auch bei vielen Adler und Pfaff Maschinen. Vielleicht könne wir über Google schon etwas finden, wenn nicht in einem Nähmaschinengeschäft fragen. Ich kann auch bei meiner Dürkopp einmal schauen was da für eine Nadelschraube eingebaut ist und ob die mit meinen Pfaff Schrauben kompatibel ist. Wichtig ist das es sich um eine Nadelschraube handeln sollte weil die vorne gehärtet sind damit sie nicht vom runden Nadelkolben eingedrückt werden und dann nach wenigen Nadelwechseln nicht mehr richtig halten.
Die Angabe mit dem Nähfussdruck erscheint mir auch schon wieder sehr seltsam, weil wir bei Adler und Pfaff immer gesagt haben das es am besten für die Maschine ist mit möglichste geringem Nähfussdruck zu arbeiten. wenn es zu wenig ist merkt man es ohnehin gleich.
Ich würde in diesem Fall die erwähnten 21mm Abstand ausprobieren.
Auf jeden Fall darauf achten das alles ausreichend mit dem in der Bedienungsanleitung angegebenen Esso Spinesso 10 oder einem möglichst gleichwertigen unlegierten Spindelöl. Das gleich Öl wird auch bei Adler als "Eigenmarke" verkauft.
Ich persönlich würde als erstes versuchen die Maschine mit guten 30er Fäden auf normalem Stoff mit 4 Lagen perfekt zum laufen zu bringen. Das erscheint mir durchaus realistisch. Wenn da mindestens 50 Meter mit gewünschter Höchstgeschwindigkeit perfekt funktionieren, kannst Du ja mit dickeren Fäden und stärkeren Materialien weiter experimentieren.
Falls es Probleme gibt auch einmal einen anderen Faden und eine andere Nadel probieren. Die Nadel sollte so dick sein, dass sie eingefädelt am Faden hängend von alleine nach untern rutscht. Natürlich muss auch das Loch im Transporteur gross genug dafür sein. Bei Fäden kommt oft vor das eine Farbe besser und eine andere schlechter funktioniert. Auch zu alte Fäden können problematisch sein. Auch darauf achten das die Unterfadenspule in Ordnung, sauber und gleichmässig fest gewickelt ist.
Ich wünsche Dir auf Jeden Fall ein gutes Gelingen und hoffentlich auch ein wenig Freude beim ausprobieren!
Liebe Grüsse vom Sputnik
P.S.: Was ich noch gefunden habe:
Serviceanleitung Seite 11 - Punkt 6. ein 5mm dicker Stift
Wegen dem Fussdruck vermute ich das es bei voller Geschwindigkeit notwendig sein könnte den Druck auf maximal zu stellen.
Die Nadelstangenhöhe ist auf Seite 40 abgebildet - Wenn die Greiferspitze auf Nadelmitte steht soll von Spitze Unterkante bis Öhr Oberkante 1,4mm Abstand sein.
Und sehen wir uns nicht in dieser Welt
dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)
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