Dürkopp 291 für offene Werkstatt
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Flickflak
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Re: Dürkopp 291 für offene Werkstatt
Vielen Dank für Ihre Anmerkungen, Sputnik.
Sie heben die ersten Seiten der Serviceanleitung hervor, die ich gestern tatsächlich gelesen habe. Sie sind sehr wichtig für das Verständnis des restlichen Anleitung. Die angegebenen Hilfsmittel zur Überprüfung der Nähmaschine wurden von den Vorbesitzern nicht weitergegeben. Welchen Durchmesser hat der Stahlstift zur Positionierung (5 mm?)?
Ansonsten werde ich mit Ihrer (Sputniks) Checkliste beginnen, insbesondere in Bezug auf die Greiferposition und die Nadelstangenhöhe.
Ja, im Oktober habe ich auch die Tabelle der Untertypen gepostet. Darin ist vermerkt, dass E1 nur mit der begrenzten Nadelstärke 110 und den Garnen NM 65/2 oder NM 70/3 spezifiziert ist. (Ich habe etwas Schwierigkeiten, diese Garnbezeichnungen zu interpretieren.) Ich habe hier keine eindeutige Antwort darauf erhalten, ob dies eine ernsthafte Einschränkung darstellt. Ich habe die Fadenspannung der beiden in Reihe geschalteten Fadenspannungsregler gemessen, die problemlos bis zu 15 N liefern (ich habe sie auch gereinigt und überprüft).
Ich habe jedoch Vorversuche bis Nadelstärke 160 und Garnstärke Tex 205 durchgeführt. Diese deuten darauf hin, dass es mit Garnstärke Tex 135 möglich sein sollte, was ich benötige. Ich hoffe daher, dass dies keine größeren Probleme verursachen wird.
Nun zu einigen weiteren Fragen:
Die Pinolschraube, die die Nadel hält, ist ziemlich abgenutzt: Ich habe die Nadel bereits einmal nicht fest genug angezogen, wodurch sie heruntergerutscht ist und die Nähmaschine leicht hätte beschädigen können. Glücklicherweise habe ich es schnell bemerkt. Deshalb mache ich mir etwas Sorgen, ob zukünftige Benutzer die Nadel korrekt anziehen können. Sie ist ca. 3 mm lang und hat einen Durchmesser von 3,25 mm (sie hat also kein normales Millimetergewinde). Ist es einfach, ein solches Ersatzteil zu finden? Handelt es sich um dieselbe Schraube, die auch in anderen Dürkopp-Adler-Nähmaschinen verwendet wird? In der Teileliste wird sie als „Gewindestift“ bezeichnet 291105. Es wäre wahrscheinlich gut, wenn diese Schraube mit einem Inbusschlüssel bedienbar wäre.
Ich habe auch versucht, den Nähfußdruck wie hier gezeigt zu messen: Zuerst ist die Einstellschraube für den Nähfuß auf minimalen Druck eingestellt. Hier heben sich beide Füße bei einem Zug von 10,6 kg und senken sich bei einem Zug von 7,2 kg wieder ab. Der Unterschied ist auf die Reibung der Nähfußbewegung zurückzuführen, der Durchschnittswert liegt hier jedoch bei 8,9 kg. Wenn ich die Schraube auf maximalen Druck einstelle, erhalte ich einen Druck von 22 kg. Für mich ist das ein sehr hoher Druck, da Haushaltsnähmaschinen typischerweise 1,2 kg haben und einige sogar bis zu 2,5 kg eingestellt werden können – dazu habe ich ein kurzes Video gemacht:
https://youtu.be/YG2CS_Oc3lU
Die Serviceanleitung gibt jedoch Folgendes an: Kann ich die 4 kg hier als Richtwert verwenden?
Grüß, Viggo
Sie heben die ersten Seiten der Serviceanleitung hervor, die ich gestern tatsächlich gelesen habe. Sie sind sehr wichtig für das Verständnis des restlichen Anleitung. Die angegebenen Hilfsmittel zur Überprüfung der Nähmaschine wurden von den Vorbesitzern nicht weitergegeben. Welchen Durchmesser hat der Stahlstift zur Positionierung (5 mm?)?
Ansonsten werde ich mit Ihrer (Sputniks) Checkliste beginnen, insbesondere in Bezug auf die Greiferposition und die Nadelstangenhöhe.
Ja, im Oktober habe ich auch die Tabelle der Untertypen gepostet. Darin ist vermerkt, dass E1 nur mit der begrenzten Nadelstärke 110 und den Garnen NM 65/2 oder NM 70/3 spezifiziert ist. (Ich habe etwas Schwierigkeiten, diese Garnbezeichnungen zu interpretieren.) Ich habe hier keine eindeutige Antwort darauf erhalten, ob dies eine ernsthafte Einschränkung darstellt. Ich habe die Fadenspannung der beiden in Reihe geschalteten Fadenspannungsregler gemessen, die problemlos bis zu 15 N liefern (ich habe sie auch gereinigt und überprüft).
Ich habe jedoch Vorversuche bis Nadelstärke 160 und Garnstärke Tex 205 durchgeführt. Diese deuten darauf hin, dass es mit Garnstärke Tex 135 möglich sein sollte, was ich benötige. Ich hoffe daher, dass dies keine größeren Probleme verursachen wird.
Nun zu einigen weiteren Fragen:
Die Pinolschraube, die die Nadel hält, ist ziemlich abgenutzt: Ich habe die Nadel bereits einmal nicht fest genug angezogen, wodurch sie heruntergerutscht ist und die Nähmaschine leicht hätte beschädigen können. Glücklicherweise habe ich es schnell bemerkt. Deshalb mache ich mir etwas Sorgen, ob zukünftige Benutzer die Nadel korrekt anziehen können. Sie ist ca. 3 mm lang und hat einen Durchmesser von 3,25 mm (sie hat also kein normales Millimetergewinde). Ist es einfach, ein solches Ersatzteil zu finden? Handelt es sich um dieselbe Schraube, die auch in anderen Dürkopp-Adler-Nähmaschinen verwendet wird? In der Teileliste wird sie als „Gewindestift“ bezeichnet 291105. Es wäre wahrscheinlich gut, wenn diese Schraube mit einem Inbusschlüssel bedienbar wäre.
Ich habe auch versucht, den Nähfußdruck wie hier gezeigt zu messen: Zuerst ist die Einstellschraube für den Nähfuß auf minimalen Druck eingestellt. Hier heben sich beide Füße bei einem Zug von 10,6 kg und senken sich bei einem Zug von 7,2 kg wieder ab. Der Unterschied ist auf die Reibung der Nähfußbewegung zurückzuführen, der Durchschnittswert liegt hier jedoch bei 8,9 kg. Wenn ich die Schraube auf maximalen Druck einstelle, erhalte ich einen Druck von 22 kg. Für mich ist das ein sehr hoher Druck, da Haushaltsnähmaschinen typischerweise 1,2 kg haben und einige sogar bis zu 2,5 kg eingestellt werden können – dazu habe ich ein kurzes Video gemacht:
https://youtu.be/YG2CS_Oc3lU
Die Serviceanleitung gibt jedoch Folgendes an: Kann ich die 4 kg hier als Richtwert verwenden?
Grüß, Viggo
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Re: Dürkopp 291 für offene Werkstatt
Lieber Viggo,
nach dem ich Dich schon die ganze Zeit, wie auch alle anderen hier Duze (per Du Anrede), würde ich mich sehr freuen wenn Du mich auch Duzen würdest.
Ich habe mit dieser Maschine selbst das Problem vieles dabei nicht zu verstehen. Deshalb habe ich mich auch ziemlich zurückgehalten in der Hoffnung dass berufenere hier weiterhelfen können. Leider war das bisher nicht der Fall.
Ich kenne von Dürkopp nur wenige Maschinen wirklich gut, für einige habe ich die Kurse in Bielefeld besucht.
Die Klasse 291 kenne ich nur von meinen Kunden wo ich einige Male um Hilfe gebeten wurde ... das ist aber auch schon über 30 Jahre her.
Von Adler, Pfaff oder Juki kenne ich viele Maschinen viel besser weil ich da längere Zeit bei deren Generalvertretungen gearbeitet habe. Dadurch sind mir natürlich viele Grundlagen bekannt, die aber bei dieser Dürkopp nur teilweise weiterhelfen.
Bei Adler oder Pfaff gibt es Abstufungen für welches Material die Unterklasse konstruiert und ausgestattet ist.
Z.B. meine Pfaff 138-6/21 BS ist eine Maschine für leichtes bis mitteschweres Material und für Stoff optimiert.
A = leichtes Material ... B = leicht bis mittelschwer ... C = noch etwas schwerer ... S = Stoff ... L = Leder usw.
Früher gab es einen Greifer für AS und einen vermutlich einen für AL ... dann gab es Greifer für BS und BL ... dann gab es Greifer für Cs und CL ... usw.
Irgendwann wurde die Vielfalt aus ökonomischen Gründen etwas reduziert ... und deshalb z.B. in meine B Maschine wahlweise nach Zufall entweder ein A oder ein C Greifer eingebaut. Ähnlich war es auch bei Adler und vielen anderen Firmen, weshalb ich bei Adler oft mit 10 unterschiedlichen Greifern zu einem neuen Kunden gefahren bin, weil ich nicht wusste was der Kunde für eine Unterklasse hat/benötigt.
Ich hab jetzt länger gesucht, die Teileliste und Anleitungen studiert und finde nirgends einen Hinweis darauf wie das bei Dürkopp funktioniert.
Ich weiß aber, das ein unpassender Greifer zu wenig Platz für den Faden bietet was zu Problemen führt und das die Gegenspitzen für Stoff und Leder normalerweise unterschiedlich sind.
Deshalb habe ich mich bisher auch nicht dazu geäussert, weil ich es einfach nicht weiß.
Was ich weiß ist das der Greifer leichtgängig und richtig eingestellt sein muss, nicht zu sehr ausgeschlagen/abgenutzt und das ALLE Stellen mit Fadenkontakt spiegelglatt sein sollten.
Das Abstecken mit einem Stift/Bohrer/Durchschlag habe ich einige Male gemacht, kann mich aber an den Durchmesser nicht mehr erinnern. Ich glaube ich habe das mit einem Durchschlag gemacht, was ein rundes Mass vermuten lässt und 5mm könnte gut sein. Ausprobieren was reinpasst.
Was die Nadelschraube angeht wird die vermutlich bei vielen Dürkopp Maschinen gleich sein und möglicherweise auch bei vielen Adler und Pfaff Maschinen. Vielleicht könne wir über Google schon etwas finden, wenn nicht in einem Nähmaschinengeschäft fragen. Ich kann auch bei meiner Dürkopp einmal schauen was da für eine Nadelschraube eingebaut ist und ob die mit meinen Pfaff Schrauben kompatibel ist. Wichtig ist das es sich um eine Nadelschraube handeln sollte weil die vorne gehärtet sind damit sie nicht vom runden Nadelkolben eingedrückt werden und dann nach wenigen Nadelwechseln nicht mehr richtig halten.
Die Angabe mit dem Nähfussdruck erscheint mir auch schon wieder sehr seltsam, weil wir bei Adler und Pfaff immer gesagt haben das es am besten für die Maschine ist mit möglichste geringem Nähfussdruck zu arbeiten. wenn es zu wenig ist merkt man es ohnehin gleich.
Ich würde in diesem Fall die erwähnten 21mm Abstand ausprobieren.
Auf jeden Fall darauf achten das alles ausreichend mit dem in der Bedienungsanleitung angegebenen Esso Spinesso 10 oder einem möglichst gleichwertigen unlegierten Spindelöl. Das gleich Öl wird auch bei Adler als "Eigenmarke" verkauft.
Ich persönlich würde als erstes versuchen die Maschine mit guten 30er Fäden auf normalem Stoff mit 4 Lagen perfekt zum laufen zu bringen. Das erscheint mir durchaus realistisch. Wenn da mindestens 50 Meter mit gewünschter Höchstgeschwindigkeit perfekt funktionieren, kannst Du ja mit dickeren Fäden und stärkeren Materialien weiter experimentieren.
Falls es Probleme gibt auch einmal einen anderen Faden und eine andere Nadel probieren. Die Nadel sollte so dick sein, dass sie eingefädelt am Faden hängend von alleine nach untern rutscht. Natürlich muss auch das Loch im Transporteur gross genug dafür sein. Bei Fäden kommt oft vor das eine Farbe besser und eine andere schlechter funktioniert. Auch zu alte Fäden können problematisch sein. Auch darauf achten das die Unterfadenspule in Ordnung, sauber und gleichmässig fest gewickelt ist.
Ich wünsche Dir auf Jeden Fall ein gutes Gelingen und hoffentlich auch ein wenig Freude beim ausprobieren!
Liebe Grüsse vom Sputnik
P.S.: Was ich noch gefunden habe:
Serviceanleitung Seite 11 - Punkt 6. ein 5mm dicker Stift
Wegen dem Fussdruck vermute ich das es bei voller Geschwindigkeit notwendig sein könnte den Druck auf maximal zu stellen.
Die Nadelstangenhöhe ist auf Seite 40 abgebildet - Wenn die Greiferspitze auf Nadelmitte steht soll von Spitze Unterkante bis Öhr Oberkante 1,4mm Abstand sein.
Das Gewinde der Nadelhalteschraube hat einen Durchmesser von 3,25mm und eine Steigung von 36 G ... bei Klasse 291 eine 4mm lange Madenschraube, bei Klasse 245 ein 5mm langes Gewinde + ein kleiner Kopf
nach dem ich Dich schon die ganze Zeit, wie auch alle anderen hier Duze (per Du Anrede), würde ich mich sehr freuen wenn Du mich auch Duzen würdest.
Ich habe mit dieser Maschine selbst das Problem vieles dabei nicht zu verstehen. Deshalb habe ich mich auch ziemlich zurückgehalten in der Hoffnung dass berufenere hier weiterhelfen können. Leider war das bisher nicht der Fall.
Ich kenne von Dürkopp nur wenige Maschinen wirklich gut, für einige habe ich die Kurse in Bielefeld besucht.
Die Klasse 291 kenne ich nur von meinen Kunden wo ich einige Male um Hilfe gebeten wurde ... das ist aber auch schon über 30 Jahre her.
Von Adler, Pfaff oder Juki kenne ich viele Maschinen viel besser weil ich da längere Zeit bei deren Generalvertretungen gearbeitet habe. Dadurch sind mir natürlich viele Grundlagen bekannt, die aber bei dieser Dürkopp nur teilweise weiterhelfen.
Bei Adler oder Pfaff gibt es Abstufungen für welches Material die Unterklasse konstruiert und ausgestattet ist.
Z.B. meine Pfaff 138-6/21 BS ist eine Maschine für leichtes bis mitteschweres Material und für Stoff optimiert.
A = leichtes Material ... B = leicht bis mittelschwer ... C = noch etwas schwerer ... S = Stoff ... L = Leder usw.
Früher gab es einen Greifer für AS und einen vermutlich einen für AL ... dann gab es Greifer für BS und BL ... dann gab es Greifer für Cs und CL ... usw.
Irgendwann wurde die Vielfalt aus ökonomischen Gründen etwas reduziert ... und deshalb z.B. in meine B Maschine wahlweise nach Zufall entweder ein A oder ein C Greifer eingebaut. Ähnlich war es auch bei Adler und vielen anderen Firmen, weshalb ich bei Adler oft mit 10 unterschiedlichen Greifern zu einem neuen Kunden gefahren bin, weil ich nicht wusste was der Kunde für eine Unterklasse hat/benötigt.
Ich hab jetzt länger gesucht, die Teileliste und Anleitungen studiert und finde nirgends einen Hinweis darauf wie das bei Dürkopp funktioniert.
Ich weiß aber, das ein unpassender Greifer zu wenig Platz für den Faden bietet was zu Problemen führt und das die Gegenspitzen für Stoff und Leder normalerweise unterschiedlich sind.
Deshalb habe ich mich bisher auch nicht dazu geäussert, weil ich es einfach nicht weiß.
Was ich weiß ist das der Greifer leichtgängig und richtig eingestellt sein muss, nicht zu sehr ausgeschlagen/abgenutzt und das ALLE Stellen mit Fadenkontakt spiegelglatt sein sollten.
Das Abstecken mit einem Stift/Bohrer/Durchschlag habe ich einige Male gemacht, kann mich aber an den Durchmesser nicht mehr erinnern. Ich glaube ich habe das mit einem Durchschlag gemacht, was ein rundes Mass vermuten lässt und 5mm könnte gut sein. Ausprobieren was reinpasst.
Was die Nadelschraube angeht wird die vermutlich bei vielen Dürkopp Maschinen gleich sein und möglicherweise auch bei vielen Adler und Pfaff Maschinen. Vielleicht könne wir über Google schon etwas finden, wenn nicht in einem Nähmaschinengeschäft fragen. Ich kann auch bei meiner Dürkopp einmal schauen was da für eine Nadelschraube eingebaut ist und ob die mit meinen Pfaff Schrauben kompatibel ist. Wichtig ist das es sich um eine Nadelschraube handeln sollte weil die vorne gehärtet sind damit sie nicht vom runden Nadelkolben eingedrückt werden und dann nach wenigen Nadelwechseln nicht mehr richtig halten.
Die Angabe mit dem Nähfussdruck erscheint mir auch schon wieder sehr seltsam, weil wir bei Adler und Pfaff immer gesagt haben das es am besten für die Maschine ist mit möglichste geringem Nähfussdruck zu arbeiten. wenn es zu wenig ist merkt man es ohnehin gleich.
Ich würde in diesem Fall die erwähnten 21mm Abstand ausprobieren.
Auf jeden Fall darauf achten das alles ausreichend mit dem in der Bedienungsanleitung angegebenen Esso Spinesso 10 oder einem möglichst gleichwertigen unlegierten Spindelöl. Das gleich Öl wird auch bei Adler als "Eigenmarke" verkauft.
Ich persönlich würde als erstes versuchen die Maschine mit guten 30er Fäden auf normalem Stoff mit 4 Lagen perfekt zum laufen zu bringen. Das erscheint mir durchaus realistisch. Wenn da mindestens 50 Meter mit gewünschter Höchstgeschwindigkeit perfekt funktionieren, kannst Du ja mit dickeren Fäden und stärkeren Materialien weiter experimentieren.
Falls es Probleme gibt auch einmal einen anderen Faden und eine andere Nadel probieren. Die Nadel sollte so dick sein, dass sie eingefädelt am Faden hängend von alleine nach untern rutscht. Natürlich muss auch das Loch im Transporteur gross genug dafür sein. Bei Fäden kommt oft vor das eine Farbe besser und eine andere schlechter funktioniert. Auch zu alte Fäden können problematisch sein. Auch darauf achten das die Unterfadenspule in Ordnung, sauber und gleichmässig fest gewickelt ist.
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P.S.: Was ich noch gefunden habe:
Serviceanleitung Seite 11 - Punkt 6. ein 5mm dicker Stift
Wegen dem Fussdruck vermute ich das es bei voller Geschwindigkeit notwendig sein könnte den Druck auf maximal zu stellen.
Die Nadelstangenhöhe ist auf Seite 40 abgebildet - Wenn die Greiferspitze auf Nadelmitte steht soll von Spitze Unterkante bis Öhr Oberkante 1,4mm Abstand sein.
Das Gewinde der Nadelhalteschraube hat einen Durchmesser von 3,25mm und eine Steigung von 36 G ... bei Klasse 291 eine 4mm lange Madenschraube, bei Klasse 245 ein 5mm langes Gewinde + ein kleiner Kopf
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dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)
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Re: Dürkopp 291 für offene Werkstatt
Ich benutze Google Translate, wenn ich hier schreibe, und korrigiere den Text anschließend noch etwas. Im Dänischen verwenden wir auch „Du“ und „De“, die dem deutschen „Du“ und „Sie“ entsprechen. Google Translate übersetzt „Du“ jedoch mit „Sie“ im Deutschen. Daher liege ich nicht immer richtig. Sowohl in Dänemark als auch in deutschsprachigen Ländern stimme ich zu, dass sich der Sprachgebrauch hier verändert hat.
Ich bin dankbar für alle Informationen, die ich bekommen kann, da ich mit dieser etwas komplizierten Nähmaschine noch nicht vertraut bin. Es ist interessant zu wissen, dass es viele verschiedene Greifer für diese Nähmaschine gibt.
Die Nadelschraube ist beim dänischen Nähmaschinenhändler vorrätig und kostet etwa 4 Euro – also kein Problem.
Ich war heute wieder in der Werkstatt, was neue Fragen und einige Klärungen mit sich brachte.
Dies sind Ø5-mm-Stifte, die zur Justierung verwendet werden.
Die höchste Position der Schraube beträgt 21,5 mm, was den geringsten Nähfußdruck von 8,9 kg ergibt. Das ist sehr nah an den 21 mm, die in der Serviceanleitung angegeben sind. Ich werde versuchen, weitere Informationen darüber zu erhalten, was hier normal ist – siehe auch den anderen Thread.sputnik hat geschrieben: ↑Samstag 7. Februar 2026, 21:57 Die Angabe mit dem Nähfussdruck erscheint mir auch schon wieder sehr seltsam, weil wir bei Adler und Pfaff immer gesagt haben das es am besten für die Maschine ist mit möglichste geringem Nähfussdruck zu arbeiten. wenn es zu wenig ist merkt man es ohnehin gleich.
Ich würde in diesem Fall die erwähnten 21mm Abstand ausprobieren.
Ich habe die Oberflächenglätte des Stahls am Fadenheber, Greifer, Gegenstück sowie an den oberen und unteren Transporteurzähnen um die Nadel herum geprüft und für gut befunden. Es fehlen jedoch noch einige Stellen. Die Höhe des Greiferbodens beträgt, wie vorgesehen, 17,7 mm unterhalb der Stichplatte.
Die Nadelstange wurde um ca. 0,5 mm nach unten verstellt. Die Greiferstrebe wurde etwas vorverlegt, was einem Abstand von ca. 2 mm zur Nadelspitze entspricht.
Dies führte jedoch zu keiner sichtbaren Verbesserung des Problems, dass der Faden leicht am Gegenspitze hängt.
Stimmen Sie zu, dass Sie die Greiferpositionierung mit zwei Schrauben durch diese Öffnung einstellen, wie hier gezeigt (die Abbildung in der Servicesanleitung ist etwas unscharf)? Die Schrauben in diesem Gear waren glücklicherweise gut mit Öl benetzt. Ein Schraubendreher wurde modifiziert, um gut in diese Öffnung zu passen und auch die Einstellschraube für die Nadelstangenhöhe zu bedienen.
Laut Anleitung befindet sich die Greiferspitze in Position A mittig vor der Nadel. Hier sollte die Nadel 2 mm höher als in der niedrigsten Position. Ich habe gemessen und nur 1,88 mm gemessen. Ich habe diese Abweichung jedoch nicht korrigiert, da eine Justierung – soweit ich das beurteilen kann – das Problem verschlimmern würde. Wäre es tatsächlich problematisch, beispielsweise auf 1,7 mm zu justieren?
Hier ist ein Bild des Greifers und des Gegenspitze: Wie ist das Gegenspitze an diesem Greifer befestigt? Drei Schrauben halten einen halben Ring fest. Klemmt der Ring das Gegenspitze tatsächlich ein und fixiert es? Ich frage mich, ob sich das Gegenspitze durch Lösen der drei Schrauben etwas nach rechts verschieben ließe. Könnte es Ihrer Meinung nach Probleme beim Lösen der Schrauben und der anschließenden Montage geben?
Die Bewegung des Fadenhebels ist synchron mit der Bewegung der Nadelstange, und diese Bewegungen lassen sich nicht gegeneinander einstellen. Das ist normal bei Nähmaschinen, und auch hier ist es so – richtig?
Grüß, Viggo
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Re: Dürkopp 291 für offene Werkstatt
Der Greifer soll nach Anleitung 2mm Schlingenhub haben (was mir etwas wenig erscheint). Ich würde das einmal genau so einstellen.
Stimmt die Greiferhöhe?
Hast Du schon versucht den Fadenregulator zu verstellen? (Punkt 23 - Fadenanzugsfeder und Fadenregulator)
Stimmt die Fadenanzugsfeder?
Passt die Greiferschmierung?
Spannungen + Spannungslüftung?
Nach meinem Verständnis (Teileliste) ist die Gegenspitze mit einer Schraube fix (nicht einstellbar) befestigt.
Was macht die Maschine jetzt eigentlich oder macht sie nicht?
Kannst Du auf 4 Lagen Stoff mit einem 70er Faden einwandfrei nähen?
Auch mit einem 30er Faden?
Die Bewegung des Fadenanzughebels muss mit der vom Greifer benötigten Fadenmenge zusammenpassen und ist nicht verstellbar.
Grüsse vom Sputnik
Stimmt die Greiferhöhe?
Hast Du schon versucht den Fadenregulator zu verstellen? (Punkt 23 - Fadenanzugsfeder und Fadenregulator)
Stimmt die Fadenanzugsfeder?
Passt die Greiferschmierung?
Spannungen + Spannungslüftung?
Nach meinem Verständnis (Teileliste) ist die Gegenspitze mit einer Schraube fix (nicht einstellbar) befestigt.
Was macht die Maschine jetzt eigentlich oder macht sie nicht?
Kannst Du auf 4 Lagen Stoff mit einem 70er Faden einwandfrei nähen?
Auch mit einem 30er Faden?
Die Bewegung des Fadenanzughebels muss mit der vom Greifer benötigten Fadenmenge zusammenpassen und ist nicht verstellbar.
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Re: Dürkopp 291 für offene Werkstatt
Ich werde das versuchen. Aber ich werde wahrscheinlich auch 1,7 mm ausprobieren.
Ja, ich habe die im Servicehandbuch angegebenen 17,7 mm überprüft.
Das habe ich noch nicht überprüft. Sicherheitshalber habe ich den Greifer manuell geschmiert.
Ja, er funktioniert einwandfrei.
Stimmt. Ich hatte gar nicht an die Explosionszeichnung gedacht.
Ich habe bisher hauptsächlich mit 20er-Garn und in 6 Lagen LKW-Plan genäht. Ich weiß von anderen Nähmaschinen, dass die 6 Lagen LKW-Plan recht anspruchsvoll sind und beispielsweise eine recht hohe Fadenspannung (normalerweise 10 N) erfordern. Die richtige Balance wird hier mit 13 N vor dem Fadenhebel erreicht. Ich habe es auch einmal mit 40er- und 15er-Faden versucht. Bei 40er-Faden habe ich das Problem mit dem Gegenspitze nicht untersucht. Das werde ich also noch ausprobieren. Ich werde es auch mit etwas leichteren Materialien wie 4-lagigem Stoff versuchen, wie Sie vorgeschlagen haben. Mit 30er-Garn habe ich es noch nicht probiert. Hier sind ein paar Fotos, auf denen die weißen Fäden mit 15er und 40er Faden zu sehen sind. An einigen Stellen musste die Fadenspannung allerdings noch nachjustiert werden. Unten: Ansonsten näht die Nähmaschine meiner Meinung nach einwandfrei und liefert gute Ergebnisse. Nur dieses Klicken des Gegengspitze stört mich etwas.
Ja, es gibt noch einiges zu überprüfen – auch aufgrund deines vorherigen Beitrags – und ich werde morgen wahrscheinlich noch einmal in der Werkstatt vorbeischauen.
Grüß, Viggo
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Re: Dürkopp 291 für offene Werkstatt
Ich habe heute einige Tests bezüglich des Problems mit dem Gegenspitze am Greifer durchgeführt.
Zuerst habe ich auf 40er Nähgarn (Tex 70) gewechselt, 120 nadel und mit sechs Lagen LKW-Plan weitergenäht. Das Problem besteht auch hier mit dem dünneren Faden, genau wie mit 20er Faden. Da das Faden hier etwas dünner ist, ist das Geräusch zwar nicht ganz so laut, aber immer noch deutlich hörbar. Die Nadel bewegt sich deutlich aufgrund der hohen Fadenspannung um das Gegenspitze. Ich habe es auch mit drei Lagen Canvas-Stoff versucht, mit dem gleichen Ergebnis. Anschließend habe ich verschiedene Einstellungen der Fadenanzugsfeder ausprobiert – sowohl mit kleinem als auch mit großem Hub und mit kleiner und großer Federkraft. Nichts davon hat etwas geändert.
Auf der Platte, mit der die Fadenspannung reguliert wird, gibt es außerdem eine Einstellung mit einer Skala von 0 bis 5. Diese ändert, wie weit der Fadenhebel den Faden einzieht. Bei hoher Einstellung wird der Faden kürzer, was zu hoher Fadenspannung führt, wenn der Nähfaden nach unten gezogen und am weitesten um die Spulenkapsel gewickelt wird. Normalerweise sollte die Fadenanzugsfeder in diesem Fall nur halb aktiviert sein, und ich stelle sie entsprechend ein. Ich habe aber auch beide Extrempositionen ausprobiert, was das Problem mit dem Gegenspitze nicht behebt.
Nun versuche ich, die Greifertiming zu ändern. Die Maschine befindet sich in Position A, die Greiferspitze wird ca. 4 mm nach vorne bewegt. Gleichzeitig wird die Nadelstange um 0,5 mm nach oben bewegt. Die Nadel befindet sich nun 1,4 mm (nominal 2 mm) über dem Totpunkt, wenn die Greiferspitze vor der Nadel ist. In dieser Position ist das Problem mit dem Gegenspitze vollständig verschwunden. Jetzt versuche ich, die Position halb zurückzufahren, sodass der Greiferspitze in Position A ca. 2 mm über die Nadel hinausragt. Hier ist noch ein Klicken zu hören, aber weniger.
Ich führe nun einige Experimente mit dieser Einstellung und auch mit 20er-Faden durch. Es stellte sich heraus, dass beim schnellen Nähen mit 20 Fäden Stiche fehlen. Wie Sputnik bereits vorhergesagt hatte, verursacht diese Lösung also Probleme. Daher habe ich die Einstellungen wieder auf den vorherigen Stand zurückgesetzt und lediglich die Timing-Anpassung leicht angepasst. Jetzt fehlen keine Stiche mehr, aber das Klicken ist weiterhin zu hören. Immerhin ist das besser als fehlende Stiche.
Es gibt noch ein weiteres Problem mit diesem Gegenspitze, da es etwas locker zu sein scheint – sehen Sie sich dazu dieses 15-Sekunden-Video an:
https://youtu.be/9D2mehe_FUw
Die Schraube, die dieses Gegenspitze fixiert, befindet sich hinter einer Art Abdeckung am Greifer. Ist es relativ schwierig, den Greifer auszubauen und ihn genauer zu untersuchen? Ich finde dazu nichts in der Servicesanleitung. EDIT: Es befindet sich auf seite 36.
Ich habe den Test auch mit Öl am Greifer durchgeführt. Dazu hielt ich ein Blatt Papier daneben und ließ die Maschine eine Minute lang mit 1100 U/min laufen, ohne zu nähen. Dabei war deutlich Öl auf dem Papier zu sehen. Ich bin mir allerdings noch nicht ganz sicher, da ich den Greifer einige Stunden zuvor manuell geölt hatte und es sich um Öl von dort handeln könnte. Daher werde ich den Test später wiederholen.
Ich habe auch versucht, relativ hartes Leder in vier Lagen mit einer Gesamtdicke von 9 mm und mit Garnstärke 20 und Nadelstärke 140 zu vernähen. Die Nähmaschine hat auch dies problemlos bewältigt: Einer der erfahreneren Benutzer in der Werkstatt entdeckte, dass sich in einer kleinen Bibliothek in der Werkstatt eine Bedienungsanleitung für die Nähmaschine befindet, die offenbar vom Vorbesitzer stammt. Sie scheint völlig unbenutzt zu sein, und ich bin anscheinend die erste Person in den letzten 50 Jahren, die sie durchgesehen hat. Die Originalbilder sind von guter Qualität, daher sollte ich versuchen, sie einscannen zu lassen. Die Bilder zeigen die elektronische Steuerung und den alten Stichstellerhandhebel. Die elektronische Steuerung ist aber nicht mit diesem Nähmaschine.
Auf der Rückseite steht:
Wd 1000 . Ausg. 4/84 - Art.-No. 4533640 Printed in West-Germany
Könnte das bedeuten, dass die Ausgabe aus dem Jahr 1984 stammt?
Grüß, Viggo
Zuerst habe ich auf 40er Nähgarn (Tex 70) gewechselt, 120 nadel und mit sechs Lagen LKW-Plan weitergenäht. Das Problem besteht auch hier mit dem dünneren Faden, genau wie mit 20er Faden. Da das Faden hier etwas dünner ist, ist das Geräusch zwar nicht ganz so laut, aber immer noch deutlich hörbar. Die Nadel bewegt sich deutlich aufgrund der hohen Fadenspannung um das Gegenspitze. Ich habe es auch mit drei Lagen Canvas-Stoff versucht, mit dem gleichen Ergebnis. Anschließend habe ich verschiedene Einstellungen der Fadenanzugsfeder ausprobiert – sowohl mit kleinem als auch mit großem Hub und mit kleiner und großer Federkraft. Nichts davon hat etwas geändert.
Auf der Platte, mit der die Fadenspannung reguliert wird, gibt es außerdem eine Einstellung mit einer Skala von 0 bis 5. Diese ändert, wie weit der Fadenhebel den Faden einzieht. Bei hoher Einstellung wird der Faden kürzer, was zu hoher Fadenspannung führt, wenn der Nähfaden nach unten gezogen und am weitesten um die Spulenkapsel gewickelt wird. Normalerweise sollte die Fadenanzugsfeder in diesem Fall nur halb aktiviert sein, und ich stelle sie entsprechend ein. Ich habe aber auch beide Extrempositionen ausprobiert, was das Problem mit dem Gegenspitze nicht behebt.
Nun versuche ich, die Greifertiming zu ändern. Die Maschine befindet sich in Position A, die Greiferspitze wird ca. 4 mm nach vorne bewegt. Gleichzeitig wird die Nadelstange um 0,5 mm nach oben bewegt. Die Nadel befindet sich nun 1,4 mm (nominal 2 mm) über dem Totpunkt, wenn die Greiferspitze vor der Nadel ist. In dieser Position ist das Problem mit dem Gegenspitze vollständig verschwunden. Jetzt versuche ich, die Position halb zurückzufahren, sodass der Greiferspitze in Position A ca. 2 mm über die Nadel hinausragt. Hier ist noch ein Klicken zu hören, aber weniger.
Ich führe nun einige Experimente mit dieser Einstellung und auch mit 20er-Faden durch. Es stellte sich heraus, dass beim schnellen Nähen mit 20 Fäden Stiche fehlen. Wie Sputnik bereits vorhergesagt hatte, verursacht diese Lösung also Probleme. Daher habe ich die Einstellungen wieder auf den vorherigen Stand zurückgesetzt und lediglich die Timing-Anpassung leicht angepasst. Jetzt fehlen keine Stiche mehr, aber das Klicken ist weiterhin zu hören. Immerhin ist das besser als fehlende Stiche.
Es gibt noch ein weiteres Problem mit diesem Gegenspitze, da es etwas locker zu sein scheint – sehen Sie sich dazu dieses 15-Sekunden-Video an:
https://youtu.be/9D2mehe_FUw
Die Schraube, die dieses Gegenspitze fixiert, befindet sich hinter einer Art Abdeckung am Greifer. Ist es relativ schwierig, den Greifer auszubauen und ihn genauer zu untersuchen? Ich finde dazu nichts in der Servicesanleitung. EDIT: Es befindet sich auf seite 36.
Ich habe den Test auch mit Öl am Greifer durchgeführt. Dazu hielt ich ein Blatt Papier daneben und ließ die Maschine eine Minute lang mit 1100 U/min laufen, ohne zu nähen. Dabei war deutlich Öl auf dem Papier zu sehen. Ich bin mir allerdings noch nicht ganz sicher, da ich den Greifer einige Stunden zuvor manuell geölt hatte und es sich um Öl von dort handeln könnte. Daher werde ich den Test später wiederholen.
Ich habe auch versucht, relativ hartes Leder in vier Lagen mit einer Gesamtdicke von 9 mm und mit Garnstärke 20 und Nadelstärke 140 zu vernähen. Die Nähmaschine hat auch dies problemlos bewältigt: Einer der erfahreneren Benutzer in der Werkstatt entdeckte, dass sich in einer kleinen Bibliothek in der Werkstatt eine Bedienungsanleitung für die Nähmaschine befindet, die offenbar vom Vorbesitzer stammt. Sie scheint völlig unbenutzt zu sein, und ich bin anscheinend die erste Person in den letzten 50 Jahren, die sie durchgesehen hat. Die Originalbilder sind von guter Qualität, daher sollte ich versuchen, sie einscannen zu lassen. Die Bilder zeigen die elektronische Steuerung und den alten Stichstellerhandhebel. Die elektronische Steuerung ist aber nicht mit diesem Nähmaschine.
Auf der Rückseite steht:
Wd 1000 . Ausg. 4/84 - Art.-No. 4533640 Printed in West-Germany
Könnte das bedeuten, dass die Ausgabe aus dem Jahr 1984 stammt?
Grüß, Viggo
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Zuletzt geändert von Flickflak am Mittwoch 11. Februar 2026, 10:20, insgesamt 2-mal geändert.
Pfaff 30, Pfaff 11, Köhler VS, Gritzner 1, Vesta ?, Singer 201k, Singer 66k, Singer 48k
Singer 237, Bernina 910, Husqvarna Viking 6010
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Re: Dürkopp 291 für offene Werkstatt
Hallo Viggo,
Mein Interesse an deinen Messungen sind noch immer sehr groß. Weil ich an meine Maschine nicht so ran gehe, kann ich auch nicht viel dazu sagen.
Die Gegenspitze ist bei meinem Greifer schon immer abgebrochen. Die Reparatur würde mehr kosten als der Kaufpreis war. Die Maschine näht und ich bin damit zufrieden.
Der Rest der Gegenspitze ist bei mir am Greifer aber auch locker. Zufall? Oder muss die locker sein...
Grüße Jürgen
Mein Interesse an deinen Messungen sind noch immer sehr groß. Weil ich an meine Maschine nicht so ran gehe, kann ich auch nicht viel dazu sagen.
Die Gegenspitze ist bei meinem Greifer schon immer abgebrochen. Die Reparatur würde mehr kosten als der Kaufpreis war. Die Maschine näht und ich bin damit zufrieden.
Der Rest der Gegenspitze ist bei mir am Greifer aber auch locker. Zufall? Oder muss die locker sein...
Grüße Jürgen
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Flickflak
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Re: Dürkopp 291 für offene Werkstatt
Danke für deinen Kommentar, Jürgen.
Ich glaube langsam, dass es hier um die Gegen-mir-Spitze geht
Schön zu hören, dass die Maschine auch ohne diese Spitze gut funktioniert.
Grüß, Viggo
Ich glaube langsam, dass es hier um die Gegen-mir-Spitze geht
Grüß, Viggo
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Re: Dürkopp 291 für offene Werkstatt
Die Gegenspitze ist mit einer Schaube befestigt. Diese Schraube muss gut angezogen sein, die Gegenspitze darf nicht wackeln!
Wenn die jetzt wackelt wird vermutlich dort der Faden eingezwickt!
Alle Teile mit Fadenberührung (Spitze, Gegenspitze, Spulenkapsel, Kapselunterteil, Stichplatte, Spule, Nadelschutz) müssen perfekt glatt sein!
Die Unterkanten von Spitze und Gegenspitze müssen zuletzt in Fadenabzugsrichtung poliert werden.
Normalerweise saugt der Greifer durch die hohe Drehzahl (Zentrifugalwirkung) Öl vom Docht in der Greiferwelle in die Greiferbahn.
Durch die reduzierte Drehzahl wird zu wenig Öl angesaugt. Also bitte alle 1/2 Stunde Laufzeit ein Tropfen Öl in die Greiferbahn.
Dsa geht sehr gut und feinfühlig mit einer Injektionsspritze mit stumpfer Spitze.
Wenn die in Ölspritze der Lade liegt einen Korken aufstecken damit das Öl nicht ausläuft.
Die Bremsfeder soll die Spule nur ganz leicht abbremsen ... so wenig das man es kaum merkt wenn man am Faden zieht. Mehr braucht man nur bei hoher Drehzahl.
Die Unterfadenspannung so gering wie (für ein sauberes Nahtbild) möglich einstellen. Die Spulenkapsel soll am hägenden Faden nach unten rutschen.
Das Kapselunterteil muss sich ganz leicht und gleichmässig im Greifer drehen lassen.
In der Nadelstangentiefstellung soll die Nadelspitze den Nadelschutz berühren ohne die Nadel wegzubiegen. erst den Greifer und die Nadelstange einstellen, dann erst den Nadelschutz.
Dann auf 4 Lagen Stoff probieren. Dazu den Fadenregler in Mittelstellung, die Oberfadenspannung so gering wie möglich und die Fadenanzugsfeder kontrollieren.
Wenn die Naht am Stoff, mit vollem Tempo einige Meter einwandfrei funktioniert kannst Du die Plane probieren.
Dazu wirst Du für ein schönes Nahtbild die Oberfadenspannung leicht erhöhen müssen (so wenig wie möglich - nur soviel wie notwendig).
Dann den Fadenregler und die Fadenanzugsfeder kontrollieren/nachstellen.
Damit sollte ein sauberes Nahtbild erreichbar sein.
Wenn das alles passt kannst Du auch dickeren Faden und ein Paar Lagen mehr Plane probieren.
Herzliche Grüsse vom Sputnik
Wenn die jetzt wackelt wird vermutlich dort der Faden eingezwickt!
Alle Teile mit Fadenberührung (Spitze, Gegenspitze, Spulenkapsel, Kapselunterteil, Stichplatte, Spule, Nadelschutz) müssen perfekt glatt sein!
Die Unterkanten von Spitze und Gegenspitze müssen zuletzt in Fadenabzugsrichtung poliert werden.
Normalerweise saugt der Greifer durch die hohe Drehzahl (Zentrifugalwirkung) Öl vom Docht in der Greiferwelle in die Greiferbahn.
Durch die reduzierte Drehzahl wird zu wenig Öl angesaugt. Also bitte alle 1/2 Stunde Laufzeit ein Tropfen Öl in die Greiferbahn.
Dsa geht sehr gut und feinfühlig mit einer Injektionsspritze mit stumpfer Spitze.
Wenn die in Ölspritze der Lade liegt einen Korken aufstecken damit das Öl nicht ausläuft.
Die Bremsfeder soll die Spule nur ganz leicht abbremsen ... so wenig das man es kaum merkt wenn man am Faden zieht. Mehr braucht man nur bei hoher Drehzahl.
Die Unterfadenspannung so gering wie (für ein sauberes Nahtbild) möglich einstellen. Die Spulenkapsel soll am hägenden Faden nach unten rutschen.
Das Kapselunterteil muss sich ganz leicht und gleichmässig im Greifer drehen lassen.
In der Nadelstangentiefstellung soll die Nadelspitze den Nadelschutz berühren ohne die Nadel wegzubiegen. erst den Greifer und die Nadelstange einstellen, dann erst den Nadelschutz.
Dann auf 4 Lagen Stoff probieren. Dazu den Fadenregler in Mittelstellung, die Oberfadenspannung so gering wie möglich und die Fadenanzugsfeder kontrollieren.
Wenn die Naht am Stoff, mit vollem Tempo einige Meter einwandfrei funktioniert kannst Du die Plane probieren.
Dazu wirst Du für ein schönes Nahtbild die Oberfadenspannung leicht erhöhen müssen (so wenig wie möglich - nur soviel wie notwendig).
Dann den Fadenregler und die Fadenanzugsfeder kontrollieren/nachstellen.
Damit sollte ein sauberes Nahtbild erreichbar sein.
Wenn das alles passt kannst Du auch dickeren Faden und ein Paar Lagen mehr Plane probieren.
Herzliche Grüsse vom Sputnik
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Und sehen wir uns nicht in dieser Welt
dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)
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Re: Dürkopp 291 für offene Werkstatt
Zum Fadenspannungsmessen:
Man bekommt bei jedem Einschulungskurs bei Dürkopp eine Federwaage geschenkt damit man nach einer Generalüberholung mit kompletter Demontage nach dem Zusammenbau der Maschine leichter wieder eine Grundeinstellung findet. Man bekommt aber auch gleich dazu gesagt das man die Maschine anschliessend, wie bereits beschrieben auf das Material des Kunden einstellen muss. Das können dann durchaus auch doppelt oder halb so hohe Spannungswerte sein.
Beim wechseln zwischen Stoff und Leder/dick oder dünn müssen IMMER die Spannungen, Fadenanzugsfeder und Fadenregler nachgestellt werden.
Ich habe mir gerade das letzte Video nochmals angesehen. Kann es sein dass der gesamte Greifer locker ist? Das darf natürlich auch nicht sein.
Man bekommt bei jedem Einschulungskurs bei Dürkopp eine Federwaage geschenkt damit man nach einer Generalüberholung mit kompletter Demontage nach dem Zusammenbau der Maschine leichter wieder eine Grundeinstellung findet. Man bekommt aber auch gleich dazu gesagt das man die Maschine anschliessend, wie bereits beschrieben auf das Material des Kunden einstellen muss. Das können dann durchaus auch doppelt oder halb so hohe Spannungswerte sein.
Beim wechseln zwischen Stoff und Leder/dick oder dünn müssen IMMER die Spannungen, Fadenanzugsfeder und Fadenregler nachgestellt werden.
Ich habe mir gerade das letzte Video nochmals angesehen. Kann es sein dass der gesamte Greifer locker ist? Das darf natürlich auch nicht sein.
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