Fadenspannung justieren für Bauschgarn Mauser Overlock
Re: Fadenspannung justieren für Bauschgarn Mauser Overlock
Wenn der Transporteur zweiteilig ist, sollte sie Differenzialtransport haben.
Bei deiner ist noch Hebelei vorhanden die bei meiner fehlt.
Grüße Heinrich
Bei deiner ist noch Hebelei vorhanden die bei meiner fehlt.
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Das Wichtigste ist zu wissen, was das Wichtigste ist.
Re: Fadenspannung justieren für Bauschgarn Mauser Overlock
Grüße Heinrich
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- Berit
- Edelschrauber

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Re: Fadenspannung justieren für Bauschgarn Mauser Overlock
Mit über 100 Jahre alt meinst du meine Mauser? Hast du Bezugsquellen für die Ersatzteile? Oder Namen von Firmen dazu? Das wäre ja gut zu wissen.sputnik hat geschrieben: ↑Sonntag 8. März 2026, 19:51
Das ist der Grund warum auch heute noch uralte Maschinen wie die Willcox & Gibbs Superlock für solche Aufgaben verwendet werden. Diese Maschine ist auch bereits über 100 Jahre alt ... aber man bekommt bei fast allen Firmen die Nachbauteile herstellen immer noch alle wesentlichen Teile (Stichplatten, Transporteure, Greifer, etc.) neu zu kaufen.
Viele Grüße, Berit
Mundlos Victoria, Kl. 79M, 90, 99, Singer 15, 128, 66, 221, 319K, 670G, Pfaff Kindernähmaschine, Pfaff A, B, R, 11, 30, 31, 103, 130, 145, 230, 260, 360, 1211, Phoenix Automatic 283, Bernina 117-K, Mauser 31-3, Riccar 343
Re: Fadenspannung justieren für Bauschgarn Mauser Overlock
@ Berit -> Nein, ich meinte die Superlock wegen ihrer speziellen Eigenschaften und Qualitäten (Zentralschmierung mit Ölpumpe, während des Nähens verstellbarer Differentialtransport, etc.). Es ist fast unglaublich wieviele Teile für diese über 100 Jahre alte Maschine noch erhältlich sind.
Zu Deiner Mauser:
Diese Maschinen stammen Konstruktionsmässig vom Anfang des 20. Jhdt.
Die gab es von Singer, von Mauser, von Adler und vermutlich noch von 20 anderen Firmen welche mir jetzt nicht einfallen.
Das waren noch sehr einfach aufgebaute Maschinen mit einer Dochtschmierung und deshalb auch sehr begrenzter Geschwindigkeit.
Es gab zwar unzählige Unterklassen (von Singer fast hundert !) für unterschiedliche Einsatzbereiche, aber auch die mit Differentialtransport waren nur in sehr geringem Ausmaß verstellbar (z.B. von 1:1 bis 1:1,1). Deshalb wurden sie auch relativ schnell von späteren zenrtalgeschmierten Maschinen abgelöst, welche teilweise auch einen etwas grösseren Differentialtransport-Verstellbereich boten. Allerdings sind diese Einstellbereiche bis heute weit vom Einstellbereich einer normalen Haushaltsoverlock entfernt, da es sich bei Industriemaschinen immer noch um Spezialmaschinen für EINEN EINZIGEN Aufgabenbereich handelt. Dafür gibt es eben viele Unterklassen, z.B. mit nur positivem Differentialtransport, oder nur negativem, oder mit zusätzlichem verstellbaren Obertransport .... usw..
Aufpassen mit Ersatzteilen! Die Maschinen sehen zwar am ersten Blick nahezu identisch aus, aber alle Hersteller haben wieder ihre eigenen Gewinde verwendet!
Ausseredem war es damals Aufgrund der damals möglichen Fertigungstoleranzen notwendig einen neu gekauften Greifer erst einzupassen und häufig auch zu biegen. Bei diesen Maschinen wurde der Greifer ausgeglüht, gebogen, geschliffen, poliert, ausprobiert, oft nochmals gebogen ... etc ... und am Schluss wieder einsatzgehärtet und fertig bearbeitet. Und wenn man Pech hat kann man am nächsten Tag mit einem nächsten neuen Greifer nochmals von vorne beginnen weil man an einer Stelle, für ein bestimmtes Material einen zehntel Millimeter zuviel weggeschliffen hat. Eine Aufgabe die man ohne sehr viel Erfahrung und Wissen gar nicht bewerkstelligen kann. Da ist man mit einem Greifer manchmal einen Tag lang beschäftigt bevor er ordnungsgemäss funktioniert.
Als Nähmaschinenmechaniker hat man mit oft mit Nähmaschinen zu tun die im Lauf der Zeit zu Freunden oder Feinden werden ... wo man jede Woche wieder hinkommt um sie auf einen neuen Stoff einzustellen, weil der blaue Stoff ganz andere Einstellungen braucht als der rote welcher letzte Woche genäht wurde.
Deshalb haben grösserere Firmen auch Hausmechaniker die einen grossen Teil dieser einfacheren Arbeiten übernehmen.
Meine Singer 81 hat zwar einen Differentialtransport, die Verstellmöglichkeit ist allerdings so gering das man davon kaum etwas merkt. Man kann damit auch nichts raffen oder ähnliches.
Im Wesentlichen ein ähnliches System wie bei Schnellnähern. Die Klasse bezeichnet die Grundmaschine ... die Unterklasse die speziellen EIgenschaften/Ausstattungen.
Ich habe z.B. einen Pfaff Schnellnäher mit Unter- Ober- & Nadeltransport bei dem der Untertransport als Differentialtransport während dem Nähen verstellt werden kann, ebenso wie der Obertransport. Zusätzlich hat die Maschine noch eine Kantenbeschneidevorrichtung eingebaut. Diese Maschinen werden bevorzugt z.B. zum Ärmeleinnähen in hochwertigen Hemden/Blusen verwendet, weil man die Transportverhältnisse heute automatisch vom Motor aus steuern kann. Da gibt es dann Sensoren die Markierungen am Stoff erkennen und der Motor steuert die Maschine auf der Armlochunterseite für eine absolut glatte Naht ... ab der ersten Dreieckmarkierung wird der Ärmel eingehalten ... aber der Schlitzmarkierung wird sowohl Ober- als auch Untermaterial eingehalten ... usw. usf..
Das bedeutet eine relativ ungeübte Näherin kann mit nahezu maximaler Geschwindigkeit einen Ärmel perfekt einnähen und die Kante wird gleichzeitig auf das gewünsche Maß beschnitten.
Selbiges gibt es eben heute auch für Overlock ... wo dann noch die Nahtenden automatisch fixiert (Anfangskettel übernäht, Endkettel eingezogen) werden, der überschüssige Kettfaden abgesaugt wird ... usw..
Grüsse vom Sputnik
Zu Deiner Mauser:
Diese Maschinen stammen Konstruktionsmässig vom Anfang des 20. Jhdt.
Die gab es von Singer, von Mauser, von Adler und vermutlich noch von 20 anderen Firmen welche mir jetzt nicht einfallen.
Das waren noch sehr einfach aufgebaute Maschinen mit einer Dochtschmierung und deshalb auch sehr begrenzter Geschwindigkeit.
Es gab zwar unzählige Unterklassen (von Singer fast hundert !) für unterschiedliche Einsatzbereiche, aber auch die mit Differentialtransport waren nur in sehr geringem Ausmaß verstellbar (z.B. von 1:1 bis 1:1,1). Deshalb wurden sie auch relativ schnell von späteren zenrtalgeschmierten Maschinen abgelöst, welche teilweise auch einen etwas grösseren Differentialtransport-Verstellbereich boten. Allerdings sind diese Einstellbereiche bis heute weit vom Einstellbereich einer normalen Haushaltsoverlock entfernt, da es sich bei Industriemaschinen immer noch um Spezialmaschinen für EINEN EINZIGEN Aufgabenbereich handelt. Dafür gibt es eben viele Unterklassen, z.B. mit nur positivem Differentialtransport, oder nur negativem, oder mit zusätzlichem verstellbaren Obertransport .... usw..
Aufpassen mit Ersatzteilen! Die Maschinen sehen zwar am ersten Blick nahezu identisch aus, aber alle Hersteller haben wieder ihre eigenen Gewinde verwendet!
Ausseredem war es damals Aufgrund der damals möglichen Fertigungstoleranzen notwendig einen neu gekauften Greifer erst einzupassen und häufig auch zu biegen. Bei diesen Maschinen wurde der Greifer ausgeglüht, gebogen, geschliffen, poliert, ausprobiert, oft nochmals gebogen ... etc ... und am Schluss wieder einsatzgehärtet und fertig bearbeitet. Und wenn man Pech hat kann man am nächsten Tag mit einem nächsten neuen Greifer nochmals von vorne beginnen weil man an einer Stelle, für ein bestimmtes Material einen zehntel Millimeter zuviel weggeschliffen hat. Eine Aufgabe die man ohne sehr viel Erfahrung und Wissen gar nicht bewerkstelligen kann. Da ist man mit einem Greifer manchmal einen Tag lang beschäftigt bevor er ordnungsgemäss funktioniert.
Als Nähmaschinenmechaniker hat man mit oft mit Nähmaschinen zu tun die im Lauf der Zeit zu Freunden oder Feinden werden ... wo man jede Woche wieder hinkommt um sie auf einen neuen Stoff einzustellen, weil der blaue Stoff ganz andere Einstellungen braucht als der rote welcher letzte Woche genäht wurde.
Deshalb haben grösserere Firmen auch Hausmechaniker die einen grossen Teil dieser einfacheren Arbeiten übernehmen.
Meine Singer 81 hat zwar einen Differentialtransport, die Verstellmöglichkeit ist allerdings so gering das man davon kaum etwas merkt. Man kann damit auch nichts raffen oder ähnliches.
Im Wesentlichen ein ähnliches System wie bei Schnellnähern. Die Klasse bezeichnet die Grundmaschine ... die Unterklasse die speziellen EIgenschaften/Ausstattungen.
Ich habe z.B. einen Pfaff Schnellnäher mit Unter- Ober- & Nadeltransport bei dem der Untertransport als Differentialtransport während dem Nähen verstellt werden kann, ebenso wie der Obertransport. Zusätzlich hat die Maschine noch eine Kantenbeschneidevorrichtung eingebaut. Diese Maschinen werden bevorzugt z.B. zum Ärmeleinnähen in hochwertigen Hemden/Blusen verwendet, weil man die Transportverhältnisse heute automatisch vom Motor aus steuern kann. Da gibt es dann Sensoren die Markierungen am Stoff erkennen und der Motor steuert die Maschine auf der Armlochunterseite für eine absolut glatte Naht ... ab der ersten Dreieckmarkierung wird der Ärmel eingehalten ... aber der Schlitzmarkierung wird sowohl Ober- als auch Untermaterial eingehalten ... usw. usf..
Das bedeutet eine relativ ungeübte Näherin kann mit nahezu maximaler Geschwindigkeit einen Ärmel perfekt einnähen und die Kante wird gleichzeitig auf das gewünsche Maß beschnitten.
Selbiges gibt es eben heute auch für Overlock ... wo dann noch die Nahtenden automatisch fixiert (Anfangskettel übernäht, Endkettel eingezogen) werden, der überschüssige Kettfaden abgesaugt wird ... usw..
Grüsse vom Sputnik
Und sehen wir uns nicht in dieser Welt
dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)
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- Berit
- Edelschrauber

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Re: Fadenspannung justieren für Bauschgarn Mauser Overlock
Danke Sputnik,
Wie immer äußerst interessant!
Ich hatte meine Mauser auf die 1930er Jahre eingeschätzt.
Viele Grüße, Berit
Wie immer äußerst interessant!
Ich hatte meine Mauser auf die 1930er Jahre eingeschätzt.
Viele Grüße, Berit
Mundlos Victoria, Kl. 79M, 90, 99, Singer 15, 128, 66, 221, 319K, 670G, Pfaff Kindernähmaschine, Pfaff A, B, R, 11, 30, 31, 103, 130, 145, 230, 260, 360, 1211, Phoenix Automatic 283, Bernina 117-K, Mauser 31-3, Riccar 343
Re: Fadenspannung justieren für Bauschgarn Mauser Overlock
Ein deutscher Hersteller für Nähmaschinenteile ist die Firma Maier Unitas
-> https://maier-unitas.de/
Da kann man sich auch den aktuellen Katalog
-> https://maier-unitas.de/bekleidungstech ... e/katalog/
als PDF herunterladen und durchsuchen
-> https://maier-unitas.de/media/maier_nae ... 3002043266
Die müssten auf jeden Fall passende Messer für Deine Maschine haben.
Ob die auch an Privatpersonen verkaufen weiss ich nicht (da müsstet Du einmal freundlich anfragen).
Als Vertriebspartner für Deutschland ist die Firma Busche angegeben.
.........
Zum Alter:
Dreissiger Jahre kann schon stimmen. DIe Urkonstruktionen/-klassen waren schon früher ...
einzelne dieser Maschinen (vermutlich hauptsächlich nachgebaute Singer) kannst Du heute in Asien noch neu kaufen
Z.B. -> https://de.aliexpress.com/item/10050054 ... in_prod%3A
Liebe Grüsse vom Sputnik
-> https://maier-unitas.de/
Da kann man sich auch den aktuellen Katalog
-> https://maier-unitas.de/bekleidungstech ... e/katalog/
als PDF herunterladen und durchsuchen
-> https://maier-unitas.de/media/maier_nae ... 3002043266
Die müssten auf jeden Fall passende Messer für Deine Maschine haben.
Ob die auch an Privatpersonen verkaufen weiss ich nicht (da müsstet Du einmal freundlich anfragen).
Als Vertriebspartner für Deutschland ist die Firma Busche angegeben.
.........
Zum Alter:
Dreissiger Jahre kann schon stimmen. DIe Urkonstruktionen/-klassen waren schon früher ...
einzelne dieser Maschinen (vermutlich hauptsächlich nachgebaute Singer) kannst Du heute in Asien noch neu kaufen
Z.B. -> https://de.aliexpress.com/item/10050054 ... in_prod%3A
Liebe Grüsse vom Sputnik
Und sehen wir uns nicht in dieser Welt
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Re: Fadenspannung justieren für Bauschgarn Mauser Overlock
Super! Danke dir sehr!
Viele Grüße, Berit
Viele Grüße, Berit
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