Phoenix 26

Fragen und Antworten zu Nähmaschinen von Phoenix.
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Sebastian.H
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Phoenix 26

#1 Beitrag von Sebastian.H »

Hallo in die Runde,

Ich bin neu hier im Forum und habe mich kurz vorgestellt.

Ich bin Herrenmaßschneider und habe im Laufe der Zeit auf vielen Nähmaschinen gearbeitet; im Atelier hatte ich auch moderne Jukis. Irgendwann bin ich – aufmerksam geworden durch Fachzeitschriften aus den 1930er-Jahren – auf die Phoenix-Maschinen gestoßen. Nachdem ich einmal auf dieser alten Lady gearbeitet habe, war es Liebe auf den ersten Blick, und es zogen weitere ein. Die modernen Maschinen wurden alle ausgetauscht wink Die 26 ist und bleibt meine alltägliche Arbeitsmaschine, die jegliche Arbeitsgänge ohne zu murren übernimmt. Die Patina und Schleifspuren auf der Grundplatte sind beeindruckend. Gerne wüsste ich, was diese Maschine schon alles erlebt hat.

Einziges kleines Manko ist die Spulenkapsel. Im Laufe der Zeit hat der Faden eine ordentliche Furche eingeschliffen, die den Faden ungleichmäßig laufen lässt. Bei Oberbekleidung wie Sakkos, Hosen etc. ist dies weniger schlimm, da es nicht auffällt. Bei Hemden, bei denen jeder Stich wie gemalt aussehen soll, gibt es leider seit einigen Jahren Unregelmäßigkeiten. Leider habe ich seitdem weder eine passende Spulenkapsel noch eine andere 26 gefunden, aus der man diese entnehmen könnte. Die Narbe dieser Spulenkapsel ist extrem dünn und daher gar nicht durch eine andere zu ersetzen.

Vielleicht hat von euch ja jemand Ahnung, in welchen Modellen dieselben Kapseln verwendet wurden; dann könnte ich mich mal auf die Jagd begeben.

Ein Freund von mir ist Uhrmacher und hat sich die Kapsel angeschaut, ob man die Furche herausschleifen könnte. Aber nein – der Zahn der Zeit hat hier schon zu arg genagt.



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Knopp1
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Re: Phoenix 26

#2 Beitrag von Knopp1 »

Hallo Sebastian,
Herzlich Willkommen hier im Forum.

Ob Du uns
a) Bilder von Deiner Spulenkapsel und den verwendeten Spulen zeigen könntest,
b) Maßangaben zu Deinen verwendeten Spulen machen kannst z. B. In Form einer abfotografierten Skitze? Nach Möglichkeit mit einem Messschieber
oder es gibt vielleicht auch Angaben in der dazugehörigen BDA.

Dann können wir Dir eher behilflich sein.
Bei Phoenix gab's unterschiedliche Spulen.
Phoenix,
weder aus der Asche noch aus Arizona,
sondern Nähmaschinenfabrik Baer und Rempel, Bielefeld 1865 - 1968

Makatea
Benutzt Ölkännchen & Pinsel
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Beiträge: 150
Registriert: Montag 4. April 2022, 02:59

Re: Phoenix 26

#3 Beitrag von Makatea »

Könnte Dein Uhrmacherfreund die Furche nicht seitlich erweitern und polieren?

Dann sollte der Faden wieder ungehindert laufen und die Kapsel zumindest noch solange funktionieren, bis sie "durch" ist.

Anschließend könnte er dann auch noch versuchen, die Furche durch hartlöten zu schließen, polieren und dann die ganze Kapsel wieder härten.

Sportlich, aber angesichts der Schwierigkeit, Ersatz zu finden, vielleicht dennoch ein sinnvoller Ansatz...

Sebastian.H
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Re: Phoenix 26

#4 Beitrag von Sebastian.H »

Vielen lieben Dank für eure Antworten!

Gerne mache ich mal richtige Fotos mit Maßangaben etc. Ich dachte bloß, dass ich eine konkrete Ersatzteilsuche in eine anderen Kategorie posten muss. Von daher hatte ich das hier nur angesprochen, aber nicht detailliert aufgeführt.

Bin zur Zeit nicht im Atelier weshalb ich überhaupt die Ruhe hatte, mich endlich mal anzumelden, aber sobald ich wieder vor Ort bin, gibt's Fotos! :)

Ich werde auch Bilder von der Furche machen, damit ihr sehen könnt, was ich meine. Mein Uhrmacher ist ein ziemlich versierter Fuchs, der selber auch viele Restaurationen macht. Ich werde ihn aber noch mal fragen.

Übrigens ist bei allen meinen Phoenixen auch der große Haken, wo der Oberfaden nach der Oberfadenspannung zum Fadengeber geführt wird ebenfalls schon arg tief eingeschnitten. Aber so sauber, dass der Faden nicht dran hängen bleibt. War anscheinend nicht gerade das beste Material, oder man hat nicht damit gerechnet, dass in 90 Jahren immer noch damit gearbeitet wird.

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