Fadenspannung falsch?

Hier können alle Technischen Dinge eingetragen werden, die nicht Marken oder Hersteller spezifisch sind.
Also diese die Technisch in allen Nähmaschinen vom Grundprinzip her gleich sind.
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sputnik
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Re: Fadenspannung falsch?

#11 Beitrag von sputnik »

Sieht unter der Stichplatte recht schmutzig aus ... aber das sollte nicht solche Probleme verursachen.
Mittelteilhalter.jpg
Der Mittelteilhalter muss zum Greifer mindestens 0,7mm Spalt haben ... lässt sich mit einer 70er Nadel überprüfen.
Die Nadel könnte etwas zu dünn für den Faden sein ... vielleicht die nächst dickere probieren. Wenn Du die Nadel herausnimmst und einfädelst soll sie durch ihr Eigengewicht am Faden nach unten gleiten. Was ist das jetzt genau für eine Nadel?
Spulenkapsel.jpg
Die Spulenkapsel sieht gut aus wenn sich die Spule in die richtige Richtung dreht.
Wenn Du die Spulenkapsel am Faden hochhebst soll sie daran hängen und wenn Du dann mit der Hand ein wenig auf-ab ruckelst soll sie immer ein kleines Stückchen nach unten rutschen.

Wenn das passt wird die Obererfadenspannung dazu passend eingestellt.

Auf den Photos sieht es so aus als ob die Unterfadenspannung etwas zu wenig ist ... und die Oberfadenspannung um einiges mehr zu wenig.
Von daher könnte Ashers Theorie stimmen dass der Faden nicht korrekt eingefädelt (zwischen den Spannungsscheiben) ist.

Bitte noch um EIN Photo wo man den Faden von der Spule bis zur Nadel sieht. Mir ist im Moment nicht klar wo da die Spannung und die Fadenanzugsfeder sitzen könnte. Und ein Photo von der gesamten Maschine.

Fuss und Stichplatte sieht OK aus.
Reingen wäre kein Fehler.
In der Greiferbahn sollte ein Tropfen Öl sein.

Mehr fällt mir jetzt dazu nicht ein.

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Asher
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Re: Fadenspannung falsch?

#12 Beitrag von Asher »

du sagst auch, du hättest die Spannung erhöht.
Hast du eine Nähprobe?
Singer: IF, 15 home (-22,K26,-30,41), 15 industrial (15xx,15-31,15-39,15H526), 18-2, VS (VS3, VS3-28 Übergang, 28, 39,128, 127),
29K(1,51,56), 31K36, 32K3, 32H510 drei Typen),34pre,34K2, 45K65, 46K49,48K, 66,78-3, 96(K41,D41), 103,201,216
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Re: Fadenspannung falsch?

#13 Beitrag von raketenmann »

Asher hat geschrieben: Montag 29. Juni 2026, 07:04 du sagst auch, du hättest die Spannung erhöht.
Hast du eine Nähprobe?
Kann ich noch nachholen, habe ich jetzt erstmal nicht gemacht. Die Artista nimmt grundsätzlich für jeden Stich eine geeignete Vorspannung vor. Wenn die Spannung also in der Grundeinstellung für den Geradstich nicht stimmt, dann möchte ich das nicht jedes Mal einzeln korrigieren müssen, sondern dann muss da irgendwo eine Voreinstellung veränder werden, so zumindest meiner Meinung nach....

raketenmann
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Re: Fadenspannung falsch?

#14 Beitrag von raketenmann »

sputnik hat geschrieben: Sonntag 28. Juni 2026, 23:31 Sieht unter der Stichplatte recht schmutzig aus ... aber das sollte nicht solche Probleme verursachen.
Mittelteilhalter.jpgDer Mittelteilhalter muss zum Greifer mindestens 0,7mm Spalt haben ... lässt sich mit einer 70er Nadel überprüfen.
Die Nadel könnte etwas zu dünn für den Faden sein ... vielleicht die nächst dickere probieren. Wenn Du die Nadel herausnimmst und einfädelst soll sie durch ihr Eigengewicht am Faden nach unten gleiten. Was ist das jetzt genau für eine Nadel?

Spulenkapsel.jpg
Die Spulenkapsel sieht gut aus wenn sich die Spule in die richtige Richtung dreht.
Wenn Du die Spulenkapsel am Faden hochhebst soll sie daran hängen und wenn Du dann mit der Hand ein wenig auf-ab ruckelst soll sie immer ein kleines Stückchen nach unten rutschen.

Wenn das passt wird die Obererfadenspannung dazu passend eingestellt.

Auf den Photos sieht es so aus als ob die Unterfadenspannung etwas zu wenig ist ... und die Oberfadenspannung um einiges mehr zu wenig.
Von daher könnte Ashers Theorie stimmen dass der Faden nicht korrekt eingefädelt (zwischen den Spannungsscheiben) ist.

Bitte noch um EIN Photo wo man den Faden von der Spule bis zur Nadel sieht. Mir ist im Moment nicht klar wo da die Spannung und die Fadenanzugsfeder sitzen könnte. Und ein Photo von der gesamten Maschine.

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Danke für die Tipps. Also ein Bild von der Spule bis zur Nadel wäre ein Bild der ganzen Maschine, oder? :-) Habe ich angehängt.

Ja, ich bin einverfstanden, da ist ordentlich Schmutz drin. Ich habe bisher immer schon fast etwas zu neurotisch meine Maschine gereinigt und geölt und habe jetzt mal versucht, da ein wenig nachsichtiger zu werden - und schon wurde ich dabei ertappt :-) Nein, ganz ehrlich: Was da zu sehen ist ist relativ frisch und sicherlich nicht alteingearbeiter Schmutz. Die Maschine wird wirklich regelmässig gereinigt und tendenziell sogar zu oft geölt. Die letzte Revision ist wie gesagt noch nicht so lange her und seither sind nicht viele Betriebsstunden drauf, da dürfte Schmutz oder altes eingedicktes Schmiermittel oder so eigentlich nicht ein Problem sein. Aber natürlich ja - auch dieser Punkt gilt es auszuräumen. Ich werde heute Abend die Maschine nochmals reinigen, schmieren und dann nochmals eine Probe machen.

EDIT: es ist eine 70er Nadel - das dürfte für den Seralon / Metrosene doch absolut in Ordnung sein, oder nicht?

Die Spulenkapsel ist übrigens richtig eingelegt und die Fadenspannung genau wie beschrieben eingestellt, so dass sie nähmlich hält, ausser wenn ich sanft Jojo spiele, dann dreht sie.
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sputnik
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Re: Fadenspannung falsch?

#15 Beitrag von sputnik »

Ich habe gesucht ... aber nur ein englisches Manual gefunden (wie man das ja bei einer schweizer Maschine erwarten kann).
Darin ist aber auch nicht näher beschrieben wie man die Maschine einfädelt. Wozu auch (der Kunde soll die Maschine kaufen und nicht nähen). angry
Fadenlauf.jpg
Ich vermute das der Faden so ähnlich eingefädelt wird. Wenn der Presserfuss oben ist sollte der dann auch korrekt zwischen den Spannungsscheiben liegen. Bitte bei eingefädelter Maschine testen ob sich die Fadenspannung bei Fuss hoch/tief verändert. Falls nicht end Faden hinten festhalten und vorne gespannt/kräftig nach unten ziehen. Gibt es zwischen Fadenspule und Spannung noch Fadenführungen wo nicht eingefädelt ist? Meistens ist da noch eine Vorspannung oder ein Blech mit Löchern.

Ashers Vermutung ist ja das die Spannung nicht öffnet und dadurch der Faden am äusseren Scheibenrand ungebremst drübergleitet (was durchaus plausibel klingt).

Beim unteren Umkehrpunkt sollte eine Feder (die Fadenanzugsfeder) sein.
Wenn Du den Faden bis nach dem Fadenhebel eingefädelt hast, solltest Du bei Fuss unten ein zurückfedern spüren wenn Du am Faden ziehst.

Das Problem mit dem Schmutz ist bekannt. Manches Material staubt/fasert enorm. Du bist entschuldigt! biggrin

Ölverklebte Stellen können zum Problem werden (z.B. wenn dadurch die Spannung nicht korrekt arbeitet).

Wegen der Nadelstärke den Gleittest am hängenden Faden machen. Die Nadel muss am hängenden Faden durch ihr eigenes Gewicht nach unten gleiten.

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bianchifan
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Re: Fadenspannung falsch?

#16 Beitrag von bianchifan »

raketenmann hat geschrieben: Montag 22. Juni 2026, 22:02 nur die auf der Unterseite hat diesen Zickzack Effekt
Dieser Sägezahn ist absolut normal und technisch unvermeidbar!
Es gibt zwei Fäden, die an irgendeiner Stelle nebeneinander her laufen müssen, da sie sich nuneinmal nicht verschmelzen...
Wo und wie stark dieser Effekt in Erscheinung tritt hängt vom System (vertikal/horizontal), der Stoff-Faden-Kombi und der Anzahl der Stfflagen ab, siehe Hummelbrummels QAntwort weiter oben.
Extremste Sichtbarheit gibt es bei der Kombi dicker Faden, dünner Stoff, dort hast Du den Süägezahn beidseitig überdeutlich.
Oder wenn die Maschine im Grenzbereich betrieben wird, 10 oder 12 Lagen Denim auf einer HH-Maschine mit Horizontalsystem - dann grundsätzlich auf der Unterseite;)

Erstmalig aufgefallen ist mir die Geschichte beim Nähen eines dünnen Stoffes mit der geliehenen Koffermaschine meiner Eltern, allerdings auf der Oberseite, bei der das Apollo Horizontalsystem den Unterfaden noch zusätzlich um 90° dreht....

Das einzige, was Du mittels optimierter Spannungseinstellung korrigieren kannst, ist die vertikale Lage der Verschlingung, so dass diese möglichst mittig zwischen Ober- und Unterseite stattfindet.
I.d.R. wird die vorgegebene Unterfadenspannung fast nie angetastet und nur die Oberfadenspannung soweit angepasst, dass die Oberseite möglichst gradlinig ausschaut.

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