Bernina und der Fortschritt
Bernina und der Fortschritt
Nachdem ich heute bereits Schwabenmetz auf seine Frage bezüglich eingeschnittener/zerbröselnder Kunststoff-Fadenösen geantwortet habe das ich soetwas für völlig inakzeptabel halte, bin ich nun auch noch über eine Pressemitteilung vom 6.2.2026 über Bernina gestolpert, in der bekanntgegeben wird das die Endmontage, das letzte schweizer Werk nach Thailand ausgelagert wird. -> https://www.tagesanzeiger.ch/bernina-ve ... 5588669139
Herzliche Grüsse vom Sputnik
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Und sehen wir uns nicht in dieser Welt
dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)
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Re: Bernina und der Fortschritt
Ich kann deinen Beitrag nicht nachvollziehen.
Die Maschine, mit der du ein grundsätzliches Qualitätsproblem von Bernina belegen willst, ist über 25 Jahre alt. Stammt also aus der "guten alten" Zeit wo deiner Behauptung nach die Bernina-Qualität noch in Ordnung war.
Von einer nachlassenden Bernina-Qualität in den letzten Jahren habe ich auch noch nichts gelesen. Hast du weitere Quellen? Das Produkte nach Jahrzehnten Schäden aufweisen ist für mich jedenfalls vollkommen normal.
Und warum soll eine Produktion im Ausland grundsätzlich zu einer schlechteren Qualität führen? Viele Produkte, die früher typisch europäisch waren, werden doch grade in Asien hergestellt, weil die europäische Qualität nachlies.
Dazu passt auch, das du in dem von dir genannten Beitrag gleich mal negativ über Bernina herziehst, ohne die Fakten zu kennen oder auch nur danach zu fragen. Das ist für mich unseriös.
Die Maschine, mit der du ein grundsätzliches Qualitätsproblem von Bernina belegen willst, ist über 25 Jahre alt. Stammt also aus der "guten alten" Zeit wo deiner Behauptung nach die Bernina-Qualität noch in Ordnung war.
Von einer nachlassenden Bernina-Qualität in den letzten Jahren habe ich auch noch nichts gelesen. Hast du weitere Quellen? Das Produkte nach Jahrzehnten Schäden aufweisen ist für mich jedenfalls vollkommen normal.
Und warum soll eine Produktion im Ausland grundsätzlich zu einer schlechteren Qualität führen? Viele Produkte, die früher typisch europäisch waren, werden doch grade in Asien hergestellt, weil die europäische Qualität nachlies.
Dazu passt auch, das du in dem von dir genannten Beitrag gleich mal negativ über Bernina herziehst, ohne die Fakten zu kennen oder auch nur danach zu fragen. Das ist für mich unseriös.
- dieter kohl
- Moderator

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Re: Bernina und der Fortschritt
MrMurphy hat geschrieben: Montag 29. Juni 2026, 13:21 Ich kann deinen Beitrag nicht nachvollziehen.
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Und warum soll eine Produktion im Ausland grundsätzlich zu einer schlechteren Qualität führen? Viele Produkte, die früher typisch europäisch waren, werden doch grade in Asien hergestellt, weil die europäische Qualität nachlies.
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Dazu passt auch, das du in dem von dir genannten Beitrag gleich mal negativ über Bernina herziehst, ohne die Fakten zu kennen oder auch nur danach zu fragen. Das ist für mich unseriös.
die Verlagerung ins Ausland hat nur einen realen Grund :
in EUROPA sind die Arbeitskosten schlicht und einfach zu hoch
mit schlechterer Qualität hat das definitiv absolut nix zu tun
gruß dieter
der mechaniker
der mechaniker
Re: Bernina und der Fortschritt
da ich mittlerweile praktisch alle Haushaltsmaschinen von Bernina (bis ca. 2003) vor mir stehen hatte =
natürlich hat die Qualität nachgelassen =
dass eine 530-730-830-930 einen Verschleiss der Lagerbuchsen hatte = gibts einfach nicht, weil diese so dimensioniert sind, dass sie auch in 50 Jahren noch ihren Dienst tun...
jedoch hatte ich schon mehrere Activas-Artistas-Auroras, bei denen z. B genau diese im Bereich der Greifertreiberansteuerung -da zu knapp dimensioniert- ausgeleiert waren...
bis einschliesslich der 10XX-11XX-12XX-15Xx-16XX Modelle = unmöglich
da war die Welt noch in Ordnung, danach erfolgte leider eine "Gesundschrumpfung", die leider zu Lasten der Langlebigkeit geht...
wer dies ignoriert, wills imho entweder erst garnicht wissen oder kauft bzw. verkauft lieber neue Maschinen, als alte zu reparieren...
Nachhaltigkeit oder Obsoleszenz... ?
natürlich hat die Qualität nachgelassen =
dass eine 530-730-830-930 einen Verschleiss der Lagerbuchsen hatte = gibts einfach nicht, weil diese so dimensioniert sind, dass sie auch in 50 Jahren noch ihren Dienst tun...
jedoch hatte ich schon mehrere Activas-Artistas-Auroras, bei denen z. B genau diese im Bereich der Greifertreiberansteuerung -da zu knapp dimensioniert- ausgeleiert waren...
bis einschliesslich der 10XX-11XX-12XX-15Xx-16XX Modelle = unmöglich
da war die Welt noch in Ordnung, danach erfolgte leider eine "Gesundschrumpfung", die leider zu Lasten der Langlebigkeit geht...
wer dies ignoriert, wills imho entweder erst garnicht wissen oder kauft bzw. verkauft lieber neue Maschinen, als alte zu reparieren...
Nachhaltigkeit oder Obsoleszenz... ?
Re: Bernina und der Fortschritt
Nein, ich habe keine weiteren Fakten darüber.
Ich hatte auch beruflich nichts mit Haushaltsnähmaschinen zu tun.
Ich habe vor langer Zeit gelernt das Bernina tolle Maschinen gebaut hat wie 117, 217 die eindeutige Vorteile gegenüber anderen ähnlichen Maschinen haben.
Diese wurden auch von der Firma Bernina immer als schweizer Ingenieurkunst beworben, was für mich auch nachvollziehbar ist.
Dann war ich wegen der Funlock im www am suchen und habe einen älteren Zeitungsartikel mit einem Interview des früheren Berninachefs gelesen wo er die besonders tolle schweizer Qualität aufgrund des Standortvorteils etc. besonders hervorhebt und war am überlegen ob ich ihm per Mail fragen sollte ob er Kunstoffadenführungen als "besonders tolle schweizer Qualität" betrachtet.
Und auf der Suche nach seiner Mailadresse bin ich dann über den Zeitungsartikel gestolpert, das er mittlerweile nicht mehr der CEO ist und Bernina nichts mehr in Europa produziert.
Damit ist für mich persönlich "die besonders tolle schweizer Qualität" nicht mehr nachvollziehbar.
Das war auch nicht als etwas miesmachen gedacht, sondern einfach meine Trauer über die Tatsache das es Bernina in der alten Form als einen der letzten europäischen Hersteller nicht mehr gibt.
Ich hatte viel mit Firmen wie Juki oder Yamato zu tun und schätze durchaus auch die Qualität vieler asiatischer Maschinen.
Herzliche Grüsse vom Sputnik
Ich hatte auch beruflich nichts mit Haushaltsnähmaschinen zu tun.
Ich habe vor langer Zeit gelernt das Bernina tolle Maschinen gebaut hat wie 117, 217 die eindeutige Vorteile gegenüber anderen ähnlichen Maschinen haben.
Diese wurden auch von der Firma Bernina immer als schweizer Ingenieurkunst beworben, was für mich auch nachvollziehbar ist.
Dann war ich wegen der Funlock im www am suchen und habe einen älteren Zeitungsartikel mit einem Interview des früheren Berninachefs gelesen wo er die besonders tolle schweizer Qualität aufgrund des Standortvorteils etc. besonders hervorhebt und war am überlegen ob ich ihm per Mail fragen sollte ob er Kunstoffadenführungen als "besonders tolle schweizer Qualität" betrachtet.
Und auf der Suche nach seiner Mailadresse bin ich dann über den Zeitungsartikel gestolpert, das er mittlerweile nicht mehr der CEO ist und Bernina nichts mehr in Europa produziert.
Damit ist für mich persönlich "die besonders tolle schweizer Qualität" nicht mehr nachvollziehbar.
Das war auch nicht als etwas miesmachen gedacht, sondern einfach meine Trauer über die Tatsache das es Bernina in der alten Form als einen der letzten europäischen Hersteller nicht mehr gibt.
Ich hatte viel mit Firmen wie Juki oder Yamato zu tun und schätze durchaus auch die Qualität vieler asiatischer Maschinen.
Herzliche Grüsse vom Sputnik
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Lutz Repairguy
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Re: Bernina und der Fortschritt
Bei den heutigen Maschinen sehe ich das anders. Mechanik ist sicher gut, aber kaum noch wartbar. Ok, ich kann nur von einer B480 sprechen, aber vermutlich wird es in den anderen Kategorien nicht viel anders sein. Ich war von der B480 einigemaßen entsetzt. Allein die Anleitung, Stichworte wie 'Nähfußdruck' oder 'Fadenspannung' findet man im Index nicht mal. Auch an vielen anderen Stellen fand ich die Anleitung ziemlich unzureichend. Genauso die Menus an der Maschine, da hat man sich die Beschriftung z.T. gespart, und nun darf man nachschlagen, was die Symbole bedeuten.
Man findet auch überhaupt nichts zu Reparaturen, keine Videos, keine Anleitungen. Ein Service Manual sowieso nicht. Sieht fast so aus, als wenn Bernina das unterbindet. Den Freiarmdeckel kann man hier auf keinen Fall abnehmen. Weder oben noch unten. Was ich wichtig fände, zur Entfernung von Fadenresten. Man muss also beide Gehäuseschalen entfernen. Dann ist der Freiarmdeckel immer noch episch verschraubt.
Ich denke, es wird bei anderen Herstellern nicht viel anders sein, vielleicht mal mehr oder weniger gut gelöst. Du sollst aber eben auf eine Werkstatt angewiesen sein. Ich warte nur noch auf eine Wartungsintervallanzeige, wie beim Auto.
Was sind Eure Erfahrungen dazu?
Re: Bernina und der Fortschritt
Sieht fast so aus, als wenn Bernina das unterbindet. ???
Das ist absolut nichts Neues von Bernina...
seit jeher wurden dort sämtliche SM-PAP-Platinenbestückungen-Servicepunkte usw. usw.
imho vermutlich im Hochsicherheitssafe verwahrt und nach Produktionsende sofort geschreddert...
es gab und gibt absolut Null Unterlagen, die Bernina herausgerückt hat/hatte bzw. herausrücken würde...
eigentlich schon etwas schäbig, dieses Gebaren...
Das ist absolut nichts Neues von Bernina...
seit jeher wurden dort sämtliche SM-PAP-Platinenbestückungen-Servicepunkte usw. usw.
imho vermutlich im Hochsicherheitssafe verwahrt und nach Produktionsende sofort geschreddert...
es gab und gibt absolut Null Unterlagen, die Bernina herausgerückt hat/hatte bzw. herausrücken würde...
eigentlich schon etwas schäbig, dieses Gebaren...

