Mir wird die Sache auch immer schleierhafter.
sputnik, bei Deinem Bild scheint mir die Feder nicht besonders kurz zu sein,
sondern auch mit dem Bügel zu kollidieren oder sagen wir: aufzuliegen.
Ist das eine optische Täuschung?
Ich hatte bei Ashers Maschine den Bügel demontiert.
Mag sein dass die Feder nicht original ist, aber an der Aufnahme für die FAF
ist ja ein Anschlag vorgesehen (der btw nicht verstellbar ist):
die ins Blech gebogene "Nase", die die Feder nie erreicht hat, weil der Bügel im Weg war.
Die 199-6 im NäMa-Verzeichnis hat (als offensichtlich jüngere Maschine) überhaupt keinen Bügel, aber der Rest der Vorspanner- und Federei
ist ziemlich identisch, da sieht man auch den ins Blech gedrückten Anschlag. Die Feder macht allerdings
auch keinen ganz taufrischen Eindruck.
Und die Idee mit dem Bügel als etwas variablen Anschlag kommt mir auch immer seltsamer vor,
denn auf die Art bleibt für die Feder ja kaum noch Weg, um den Faden in der entscheidenden Phase
in Schach (= unter Spannung) zu halten.
Ich werd' aus dem Kram nicht schlau.
Morgen mach ich mal 'n Foto von der 189.
tschö
der gert
Adler 199-6
-
saumseliger
- Schnurkettenwechsler

- Beiträge: 319
- Registriert: Donnerstag 18. Januar 2024, 10:42
- Wohnort: Großraum Köln
Re: Adler 199-6
Adler 48-10, 49-2, 52, 81-80, 189AB
Re: Adler 199-6
also der Farbe nach soll meine 50er, die andere 60er sein.
(Brille putzen hilft, ist genua da, im NäMa beschrieben)
Aber die auf NähMa hat zumindest noch ein Loch, was für festen Bügen sein könnte.
Und die Feder scheint selbe Länge wie meine.
Hier scheint sie auch wie meine zu sein, nur schon unter Spannung:
https://www.naehmaschinentechnik-forum. ... &mode=view
*drankleb*
ich weiss nicht, woher NaMa die Nadelangaben hat,
In der direkten Nennung der 199-6 steht 265, (auch für 199-2, 21, Modell 21G hat 134KK, 105 und 106 haben 287H)
im weißen Handbuch steht (ohne Unterklassenangabe) 265 und 134 KK
im rosanen Handbuch steht (ohne Klassenangabe) 1738 und 1738 AK
ach wie lustig, im weißen Handbuch handschriftlich "umgestellt 134-35, dann "sicher zurückgestellt denn drin Schmetz 100 (134?)", dann noch 135X17.
...und nicht mal klar, ob die Dinger wirklich zu dieser Mühle gehörten
(Brille putzen hilft, ist genua da, im NäMa beschrieben)
Aber die auf NähMa hat zumindest noch ein Loch, was für festen Bügen sein könnte.
Und die Feder scheint selbe Länge wie meine.
Hier scheint sie auch wie meine zu sein, nur schon unter Spannung:
https://www.naehmaschinentechnik-forum. ... &mode=view
*drankleb*
ich weiss nicht, woher NaMa die Nadelangaben hat,
In der direkten Nennung der 199-6 steht 265, (auch für 199-2, 21, Modell 21G hat 134KK, 105 und 106 haben 287H)
im weißen Handbuch steht (ohne Unterklassenangabe) 265 und 134 KK
im rosanen Handbuch steht (ohne Klassenangabe) 1738 und 1738 AK
ach wie lustig, im weißen Handbuch handschriftlich "umgestellt 134-35, dann "sicher zurückgestellt denn drin Schmetz 100 (134?)", dann noch 135X17.
...und nicht mal klar, ob die Dinger wirklich zu dieser Mühle gehörten
Singer: IF, 15 home (-22,K26,-30,41), 15 industrial (15xx,15-31,15-39,15H526), 18-2, VS (VS3, VS3-28 Übergang, 28, 39,128, 127),
29K(1,51,56), 31K36, 32K3, 32H510 drei Typen),34pre,34K2, 45K65, 46K49,48K, 66,78-3, 96(K41,D41), 103,201,216
Claes F
29K(1,51,56), 31K36, 32K3, 32H510 drei Typen),34pre,34K2, 45K65, 46K49,48K, 66,78-3, 96(K41,D41), 103,201,216
Claes F
Re: Adler 199-6
@Sputnik
öhm wir beide liegen richtig.
Die Feder ist tatsächlich etwas länger.
Aber bei genauem Hinsehen fällt auf,
dass deine Feder auch aufzuliegen scheint
öhm wir beide liegen richtig.
Die Feder ist tatsächlich etwas länger.
Aber bei genauem Hinsehen fällt auf,
dass deine Feder auch aufzuliegen scheint
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Singer: IF, 15 home (-22,K26,-30,41), 15 industrial (15xx,15-31,15-39,15H526), 18-2, VS (VS3, VS3-28 Übergang, 28, 39,128, 127),
29K(1,51,56), 31K36, 32K3, 32H510 drei Typen),34pre,34K2, 45K65, 46K49,48K, 66,78-3, 96(K41,D41), 103,201,216
Claes F
29K(1,51,56), 31K36, 32K3, 32H510 drei Typen),34pre,34K2, 45K65, 46K49,48K, 66,78-3, 96(K41,D41), 103,201,216
Claes F
-
saumseliger
- Schnurkettenwechsler

- Beiträge: 319
- Registriert: Donnerstag 18. Januar 2024, 10:42
- Wohnort: Großraum Köln
Re: Adler 199-6
So, Ihr Lieben!
Es war nicht gerade eine schlaflose Nacht, aber ich habe bis zum Augenzufallen den Renters studiert (einbändige Auflage).
Und ich bin auf eine für mich hinreichende Erklärung gekommen, nachdem ich auch noch verschiedene andere Quellen gewälzt habe.
Die Fertigung der 99 (als Vorgängermodell) lief 1953 aus, die der 199 1965.
Die 199 hatte wohl mindestens eine Modellpflege.
Hinweis: der Fadenumlenkbügel an der früheren (Ashers) und der nicht vorhandene im NäMa-Verzeichnis.
Asher hat schon auf das Loch bei der NäMaVz-Maschine hingewiesen.
Ich habe ein Angebot in den Kleinanzeigen gefunden, wo eine 199 mit einer einfachen Fadenspannung
(= Fadenspannungsscheiben und FAF kombinert) angeboten wird.
Hier ist ein Bügel montiert! Aber im Loch und nicht an der Drückerstange.
Die Anleitungen (99, 199) beziehen sich aber immer auf Fadenspannungsplatten mit mehreren Spannungen, sei es für Biesen
oder um für Knopflöcher nicht alles verstellen zu müssen. Hier sind logisch Fadenspannung und FAF getrennt untergebracht.
Daher lassen die den Bügel immer erfolgreich aus, weil die (immer nötige) Umlenkung des Fadens am kleinen Haken vor der Fadenanzugsfeder passiert
(die dann auch andersherum orientiert gewickelt ist).
Damit habe ich für mich eine Erklärung, warum es die Unterschiede gibt.
Inwieweit die Montage des Umlenkbügels an der Drückerstange notwendige Differenzierung
der Ansprache der FAF bringt, oder ob man den einfach bei Ashers Maschine abschrauben könnte:
keine Ahnung.
Und wie versprochen, hier noch ein Bild von meiner 189AB:
Hier ist kein Bügel am Start, aber die Variante mit nur einer Fadenspannung gibt es auch laut Handbuch,
dazu wird einer extra am Gehäuse angeschraubt.
Und @sputnik, Du hast absolut recht: der Grund für all das ist die Fadenanzugsfeder, bzw. ihre angemessene Ansteuerung
und damit die ordnungsgemäße Funktion.
tschö
der gert
PS: Ja, ich weiß, der Faden ist oben rechts nicht zwischen den Scheiben. Wird sofort korrigiert ;-)
Es war nicht gerade eine schlaflose Nacht, aber ich habe bis zum Augenzufallen den Renters studiert (einbändige Auflage).
Und ich bin auf eine für mich hinreichende Erklärung gekommen, nachdem ich auch noch verschiedene andere Quellen gewälzt habe.
Die Fertigung der 99 (als Vorgängermodell) lief 1953 aus, die der 199 1965.
Die 199 hatte wohl mindestens eine Modellpflege.
Hinweis: der Fadenumlenkbügel an der früheren (Ashers) und der nicht vorhandene im NäMa-Verzeichnis.
Asher hat schon auf das Loch bei der NäMaVz-Maschine hingewiesen.
Ich habe ein Angebot in den Kleinanzeigen gefunden, wo eine 199 mit einer einfachen Fadenspannung
(= Fadenspannungsscheiben und FAF kombinert) angeboten wird.
Hier ist ein Bügel montiert! Aber im Loch und nicht an der Drückerstange.
Die Anleitungen (99, 199) beziehen sich aber immer auf Fadenspannungsplatten mit mehreren Spannungen, sei es für Biesen
oder um für Knopflöcher nicht alles verstellen zu müssen. Hier sind logisch Fadenspannung und FAF getrennt untergebracht.
Daher lassen die den Bügel immer erfolgreich aus, weil die (immer nötige) Umlenkung des Fadens am kleinen Haken vor der Fadenanzugsfeder passiert
(die dann auch andersherum orientiert gewickelt ist).
Damit habe ich für mich eine Erklärung, warum es die Unterschiede gibt.
Inwieweit die Montage des Umlenkbügels an der Drückerstange notwendige Differenzierung
der Ansprache der FAF bringt, oder ob man den einfach bei Ashers Maschine abschrauben könnte:
keine Ahnung.
Und wie versprochen, hier noch ein Bild von meiner 189AB:
Hier ist kein Bügel am Start, aber die Variante mit nur einer Fadenspannung gibt es auch laut Handbuch,
dazu wird einer extra am Gehäuse angeschraubt.
Und @sputnik, Du hast absolut recht: der Grund für all das ist die Fadenanzugsfeder, bzw. ihre angemessene Ansteuerung
und damit die ordnungsgemäße Funktion.
tschö
der gert
PS: Ja, ich weiß, der Faden ist oben rechts nicht zwischen den Scheiben. Wird sofort korrigiert ;-)
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Adler 48-10, 49-2, 52, 81-80, 189AB
Re: Adler 199-6
Erstmal kurz und prägnant zu Deinen Forschungsergebnissen:
Klar kann man den Bügel abmontieren.
ABER:
Ich verstehe schon die Not wenn man Orginalteile nicht mehr bekommt ... aber als Mechaniker fertige ich dann selbst eine Feder (was auch ohne Maschinen möglich ist) ... oder kaufe eine ähnliche und passe diese an. Ich habe zuletzt für Federn die für die Pfaff 138 passen ich China für 20Stk ~2,-€ bezahlt. Federdraht (=Klaviersaitendraht) gibt es in Niro oder Stahl in jeder Eisenhandlung zu kaufen. Dann braucht man einen Seitenschneider welcher für Klaviersaitendraht (=piano wire) geeignet ist, weil ein normaler Seitenschneider gleich kaputt ist. Und Rundmaterial (Wickeldorn) zum Aufwickeln des Federdrahts. Der passende Wickeldorn muss kleiner sein als der Wunsch-Innendurchmesser der Feder und wird an einem Ende zu einer kleinen Kurbel gebogen und bekommt am anderen Ende ein kleiner Schlitz eingesägt wo der Federdraht eingehängt wird. Zum Wickeln wird er zwischen zwei Holzklötzen in den Schraubstock eingespannt.
Damit kann man bequem solche Federn nach Wunsch und Maß händisch herstellen, wie das Generationen von Nähmaschinenmechanikern auch gemacht haben.
Hier habe ich noch ein Photo von meiner Pfaff 138 aus den 1960er Jahren in der sich noch die orginale Fadenanzugsfeder befindet.
Diese Fadenanzugsfeder hat in der Stellung auf dem Photo ~0,3mm Abstand zu dem Blechträger ... und in der Mitte noch eine Führungsöse gebogen damit die Fäden dort bleiben und sich nicht so leicht verwickeln/verfangen können.
Alle orginalen Fadenanzugsfeder waren ähnlich präzise gebogen und meistens auch in mehreren Stärken erhältlich.
Alle orginal Adler FAFs welche ich Anfang den 1980er Jahre (bei einer Adler Generalvertretung gesehen/eingebaut) habe waren mit Absicht ähnlich kurz (max 1mm Abstand) wie die meiner Pfaff.
Man muss aber auch den Wunsch perfekt/problemlos zu nähen aber auch als Ganzes betrachten:
Wir verwenden alte Maschinen ... das schmälert die Erfolgsaussicht um 1%
Wir haben gerade nicht die ideale Nadel zur Verfügung ... -1%
Der Faden ist auch schon alt und ausgetrocknet ... -1%
Die Fadenanzugsfeder passt nicht ... -1%
Öl und Vlieseline ist auch gerade aus, die optimale Nähgarnitur, die rauhen Stellen am Greifer, der zu kurze Garnständer zieht leicht schräg ab, eine Fadenführung fehlt auch und die Spannung ist auch nicht ganz sauber, etc. usw.
was bleibt am Schluss noch übrig?
und dann ärgern wir uns warum die ver@&%*#€@&*te Maschine schon wieder nicht ordentlich näht.
Herzliche Grüsse vom Sputnik
P.S.: Was natürlich auch sein kann, das die früheren Teile später irgenwann Einsparungsmassnahmen zum Opfer fielen und irgendwelche anderen eingebaut wurden? Bei der Pfaff 138 wurde ja auch im Lauf der Jahrzehnte immer mehr eingespart ... in den 1950er Jahren gab es noch getrennte Greifer für A, B, C, D und E Ausführung. Einige Jahre später wurde der B-Greifer gestrichen und bei B-Neumaschinen wurde nach Zufall ein A oder C Greifer eingebaut. Wieder einige Jahre später wurde der E Greifer gestrichen, weil es ja bereits die 438er gab ... etc. usw.
Klar kann man den Bügel abmontieren.
ABER:
- Man macht sich in unserem Fall, wenn man sehr unterschiedliche Sachen in kleinen Mengen näht, das Leben wesentlich schwieriger, weil die automatische Materialstärkenkorrektur wegfällt. Dadurch steigt dann die Fehlerhäufigkeit wie Fadenbruch oder unsaubere Spannung.
Bei Industriemaschinen wurden solche "Einrichtungen für Haushaltsmaschinen" weggelassen weil sie unnötig sind. Da wird eine Maschine ihre gesamte Lebensdauer für EINE einzige Naht auf nahezu identischem Stoff benutzt. Da gibt es auch keinen versenkbaren Transporteur oder die FAF Schnellverstellung wie bei den älteren Pfaff Gewerbemaschinen. Ich habe bei einer meiner Exfirmen die Fadenanzugsfeder dann immer (alle zwei-drei Tage) händisch zum Material passend eingestellt. Geht ja je nach Maschine und Übung auch relativ schnell und einfach. Aber möchte ich das zu Hause auch machen müssen/sollen?
- Ausserdem ist die Fadenanzugsfeder trotzdem zu lang und dadurch zu schwach. Die längere Feder hat auch ohne den Umlenkbügel den Nachteil dass der Faden dort leichter verrutscht/verknotet/hängenbleibt. Für die Pfaff 138 (bei der die Feder sehr ähnlich der 199 aussahen) gab es orginal drei unterschiedlich starke Federn um sie an alle Materialien anpassen zu können! Die Feder von der Adler ist (wie auch bei ALLEN anderen Maschinen) so kurz das sie direkt neben dem Halteblech arbeitet. Da ist maximal 1mm Abstand. Durch den extrem langen Hebelweg müsste die Feder doppelt so stark ziehen um die gleiche Wirkung zu erzielen, was wiederum an der Position wo die Feder an der Anschlagfläche aufliegt zu einem wesentlich höheren Verschleiss führt.
Ich verstehe schon die Not wenn man Orginalteile nicht mehr bekommt ... aber als Mechaniker fertige ich dann selbst eine Feder (was auch ohne Maschinen möglich ist) ... oder kaufe eine ähnliche und passe diese an. Ich habe zuletzt für Federn die für die Pfaff 138 passen ich China für 20Stk ~2,-€ bezahlt. Federdraht (=Klaviersaitendraht) gibt es in Niro oder Stahl in jeder Eisenhandlung zu kaufen. Dann braucht man einen Seitenschneider welcher für Klaviersaitendraht (=piano wire) geeignet ist, weil ein normaler Seitenschneider gleich kaputt ist. Und Rundmaterial (Wickeldorn) zum Aufwickeln des Federdrahts. Der passende Wickeldorn muss kleiner sein als der Wunsch-Innendurchmesser der Feder und wird an einem Ende zu einer kleinen Kurbel gebogen und bekommt am anderen Ende ein kleiner Schlitz eingesägt wo der Federdraht eingehängt wird. Zum Wickeln wird er zwischen zwei Holzklötzen in den Schraubstock eingespannt.
Damit kann man bequem solche Federn nach Wunsch und Maß händisch herstellen, wie das Generationen von Nähmaschinenmechanikern auch gemacht haben.
Hier habe ich noch ein Photo von meiner Pfaff 138 aus den 1960er Jahren in der sich noch die orginale Fadenanzugsfeder befindet.
Diese Fadenanzugsfeder hat in der Stellung auf dem Photo ~0,3mm Abstand zu dem Blechträger ... und in der Mitte noch eine Führungsöse gebogen damit die Fäden dort bleiben und sich nicht so leicht verwickeln/verfangen können.
Alle orginalen Fadenanzugsfeder waren ähnlich präzise gebogen und meistens auch in mehreren Stärken erhältlich.
Alle orginal Adler FAFs welche ich Anfang den 1980er Jahre (bei einer Adler Generalvertretung gesehen/eingebaut) habe waren mit Absicht ähnlich kurz (max 1mm Abstand) wie die meiner Pfaff.
Man muss aber auch den Wunsch perfekt/problemlos zu nähen aber auch als Ganzes betrachten:
Wir verwenden alte Maschinen ... das schmälert die Erfolgsaussicht um 1%
Wir haben gerade nicht die ideale Nadel zur Verfügung ... -1%
Der Faden ist auch schon alt und ausgetrocknet ... -1%
Die Fadenanzugsfeder passt nicht ... -1%
Öl und Vlieseline ist auch gerade aus, die optimale Nähgarnitur, die rauhen Stellen am Greifer, der zu kurze Garnständer zieht leicht schräg ab, eine Fadenführung fehlt auch und die Spannung ist auch nicht ganz sauber, etc. usw.
was bleibt am Schluss noch übrig?
und dann ärgern wir uns warum die ver@&%*#€@&*te Maschine schon wieder nicht ordentlich näht.
Herzliche Grüsse vom Sputnik
P.S.: Was natürlich auch sein kann, das die früheren Teile später irgenwann Einsparungsmassnahmen zum Opfer fielen und irgendwelche anderen eingebaut wurden? Bei der Pfaff 138 wurde ja auch im Lauf der Jahrzehnte immer mehr eingespart ... in den 1950er Jahren gab es noch getrennte Greifer für A, B, C, D und E Ausführung. Einige Jahre später wurde der B-Greifer gestrichen und bei B-Neumaschinen wurde nach Zufall ein A oder C Greifer eingebaut. Wieder einige Jahre später wurde der E Greifer gestrichen, weil es ja bereits die 438er gab ... etc. usw.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Und sehen wir uns nicht in dieser Welt
dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)
dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)
Re: Adler 199-6
Servus Gert,
jetzt nochmal zur Funktion und Arbeitsweise der Feder mit den Erklärungen von Wilhelm Renters:
FAF = Fadenanzugsfeder
FAH = Fadenhebel
Wenn der FAH nach oben geht zieht er am Faden und damit den letzten Stich fest.
Dieser Fadenanzug wird auch durch einen möglichst späten Stofftransport unterstützt.
Die Menge des nachgezogenen Faden wird am Greifer auch vom Fadenleitblech beeinflusst.
Die Probleme beim Fadenanzug sind die relativ kurze zur Verfügung stehende Zeit.
Und die Gleichförmigkeit der vom Greifer freigegeben Fadenmenge mit dem FAH zu verbessern gibt es die FAF.
Diese mechanisch nicht vollständig zu erreichende Synchronizität der Fadenmenge wird von der FAF teilweise ausgeglichen.
Der Greifer lässt die riesige Schlinge frei und der FH beginnt den Faden hochzuziehen ... die FAF spannt den Faden ... die Nadel erreicht den Stoff.
Das ist der Punkt wo die FAF ihre Arbeit beenden muss ... wenn sie länger zieht bildet sich bei der im Schlingenhub hochgehenden Nadel keine Schlingenbildung mehr statt und der Stich fehlt oder der Greifer sticht in den Faden.
Durch die Geschwindigkeit dieser Abläufe und die Elastizitär von Faden, Stoff und Gesamtsystem (Stichwort Resonanzfrequenz) gilt die allgemeine Regel: Wenn die Nadelspitze den Stoff erreicht soll die Feder ihren Weg beendet haben. Je nach Umständen und Material kann es dann vorteilhaft/notwendig sein das man die FAF ziehen lässt bis das Nadelöhr im Stoff ist.
Die Härte der FAF ist im wesentlichen nur von Material, Nadel, Faden und Greifer abhängig. Gummi, Planen oder hartes Leder sind sehr herausfordernd. Da kann man sich durch Spezialnadeln welche ein möglichst grosses Einstichloch bei wesentlich dünnerem Nadelschaft mit einer möglichst grossen langen Rille bis in den Kolben hinein helfen. Das hat natülich auch alles seine Grenzen ... die Rille kann nicht dicker als der Nadelschaft werden.
Zur Wirkungsweise des FAH schreibt Renters:
Anmerkung: Es gab auch verschiedene einfache Wegbegrenzungsverstellungen ... aber der Umlenkbügel hat sich als die einfachste & beste Lösung etabliert, da er keinerlei Wissen/Erfahrung der Nähenden erfordert.
Bei aktuellen Industriemaschinen gibt es oft in der Umgebung des FAH verstellbare Fadenführungen welche eine einfache Anpassung an unterschiedliche Materialstärken ermöglichen sollen.
Auf Seite 72 fährt Renters fort:
Die Kürze und Form der orginalen FAFs soll auch helfen dass es z.B. bei Fadenbruch möglichst selten zum verwicklen und verknoten der abgerissenen Fäden und beim Versuch diese zu entfernen zum verbiegen der FAF kommt.
Herzliche Grüsse vom Sputnik
jetzt nochmal zur Funktion und Arbeitsweise der Feder mit den Erklärungen von Wilhelm Renters:
FAF = Fadenanzugsfeder
FAH = Fadenhebel
Wenn der FAH nach oben geht zieht er am Faden und damit den letzten Stich fest.
Dieser Fadenanzug wird auch durch einen möglichst späten Stofftransport unterstützt.
Die Menge des nachgezogenen Faden wird am Greifer auch vom Fadenleitblech beeinflusst.
Die Probleme beim Fadenanzug sind die relativ kurze zur Verfügung stehende Zeit.
Und die Gleichförmigkeit der vom Greifer freigegeben Fadenmenge mit dem FAH zu verbessern gibt es die FAF.
Diese mechanisch nicht vollständig zu erreichende Synchronizität der Fadenmenge wird von der FAF teilweise ausgeglichen.
Der Greifer lässt die riesige Schlinge frei und der FH beginnt den Faden hochzuziehen ... die FAF spannt den Faden ... die Nadel erreicht den Stoff.
Das ist der Punkt wo die FAF ihre Arbeit beenden muss ... wenn sie länger zieht bildet sich bei der im Schlingenhub hochgehenden Nadel keine Schlingenbildung mehr statt und der Stich fehlt oder der Greifer sticht in den Faden.
Durch die Geschwindigkeit dieser Abläufe und die Elastizitär von Faden, Stoff und Gesamtsystem (Stichwort Resonanzfrequenz) gilt die allgemeine Regel: Wenn die Nadelspitze den Stoff erreicht soll die Feder ihren Weg beendet haben. Je nach Umständen und Material kann es dann vorteilhaft/notwendig sein das man die FAF ziehen lässt bis das Nadelöhr im Stoff ist.
Die Härte der FAF ist im wesentlichen nur von Material, Nadel, Faden und Greifer abhängig. Gummi, Planen oder hartes Leder sind sehr herausfordernd. Da kann man sich durch Spezialnadeln welche ein möglichst grosses Einstichloch bei wesentlich dünnerem Nadelschaft mit einer möglichst grossen langen Rille bis in den Kolben hinein helfen. Das hat natülich auch alles seine Grenzen ... die Rille kann nicht dicker als der Nadelschaft werden.
Zur Wirkungsweise des FAH schreibt Renters:
Zur Funktion der FAF schreibt Renters:Zur Stichbildung muß nämlich die Oberfadenschlinge (Nadelfadenschlinge), die beim Aufwärtsgang der Nadel entsteht, erheblich erweitert werden, um den
Schiffchendurchschlupf oder die Spulenkapselumführung (bei Doppelsteppstichnähmaschinen) bzw. die Aufnahme und Ausweitung der Oberfadenschlinge (Nadelfadenschlinge bei Kettenstichnähmaschinen) zu ermöglichen. Nach dem Abwurf der Oberfadenschlinge (Nadelfadenschlinge) muß der ·überflüssige Faden wieder angezogen werden und diese Aufgabe erfüllt der Fadenregler dadurch, daß er den Fadenweg zwischen Oberfadenspannung (Nadelfadenspannung) und Nadelöhr im notwendigen Augenblick verlängert.
Wilhelm Renters, Der Nähmaschinenfachmann 7. Auflg. Seite 38
Anm.: - Renters bezeichnet den FAH als Fadenregler.
Diese Einrichtung ist der Fadenumlenkbügel an der Presserfusstange.Die Fadenanzugsfeder (Fadenregulator)
Bei der Abwärtsbewegung des Fadenreglers wird der Oberfaden 1 o s e. Um zu verhindern, daß die niedergehende Nadel in diesen losen Faden sticht, anderseits aber auch, um eine Zwirbelbildung des Fadens zu verhüten, wird der Oberfaden durch eine Feder (die Fadenanzugsfeder) für kurze Zeit, und zwar bis zu dem Augenblick, in dem die Nadelspitze in den Stoff sticht, leicht angezogen. Hält die Federwirkung länger an, behindert das die ausreichende Schlingenbildung - es können Fehlstiche entstehen.
Damit die Fadenanzugsfeder zeitlich richtig zur Ruhe kommt, ist sie einstellbar. Die Mehrzahl der Greifernähmaschinen hat dazu noch eine Einrichtung, durch die, je nach der Stärke des Nähgutes, die Wirksamkeit der Fadenanzugsfeder automatisch zeitlich richtig aufhört, wenn die Normaleinstellung der Regel entspricht.
Wilhelm Renters, Der Nähmaschinenfachmann 7. Auflg. Seite 71
Anmerkung: Es gab auch verschiedene einfache Wegbegrenzungsverstellungen ... aber der Umlenkbügel hat sich als die einfachste & beste Lösung etabliert, da er keinerlei Wissen/Erfahrung der Nähenden erfordert.
Bei aktuellen Industriemaschinen gibt es oft in der Umgebung des FAH verstellbare Fadenführungen welche eine einfache Anpassung an unterschiedliche Materialstärken ermöglichen sollen.
Auf Seite 72 fährt Renters fort:
Wichtig ist auch die richtige Einstellung der Federspannung. Sie muß zum Nähen starker und harter Stoffe stärker sein als zum Nähen dünner und lockerer Gewebe. Zum Sticken und Stopfen ist ebenfalls nur eine leichte Federspannung erwünscht. Die Mechanik dieser Regulierung ist sehr verschieden. Wilhelm Renters, Der Nähmaschinenfachmann 7. Auflg. Seite 72
Die Kürze und Form der orginalen FAFs soll auch helfen dass es z.B. bei Fadenbruch möglichst selten zum verwicklen und verknoten der abgerissenen Fäden und beim Versuch diese zu entfernen zum verbiegen der FAF kommt.
Herzliche Grüsse vom Sputnik
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Und sehen wir uns nicht in dieser Welt
dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)
dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)
