A, B, C, D sind die Ausführungen & Ausstattungen der Maschine, also welcher Greifer und welche Nähgarnitur (Stichplatte, Transporteur und Nähfuss). In der Anleitung gibts eine Tabelle welche Nadeln und Fäden da verwendet werden können. Eine Maschine in "A" Ausführung kann mit Nadeln #60 & #70 verwendet werden ... dafür ist sie ausgestattet mit einem "A" Greifer, einer "A" Stichplatte, einem "A" Nähfuss und einem "A" Transporteur. Auf der orginal Stichplatte ist dann unten die Teilenummer, ein "A" und "1,0" eingestanzt. Das A sagt uns eben Ausstattung A und das 1,0 sagt uns das das Stichloch einen Durchmesser von 1,0mm hat. Bei B steht auf der Stichplatte dann 1,2 weil das Stichloch 1,2mm Durchmeser hat ... usw.
In der Anfangszeit der 134/138 gabe es für alles Ausführungen spezielle Teile. Die Klasse 138 gab es von A bis F. Also 6 unterschiedliche Greifer für Stoff, 6 anderre unterschiedliche Greifer für Leder und noch zwei Spezialgreifer (der eine war für Gummi, den zweiten weiss ich nicht mehr). In den 1960er Jahren wurden dann unter anderem die B Greifer ersatzlos gestrichen und in die Maschinen mit Ausstattung B kamen nach Zufall was gerade da war hinein, entweder ein A oder ein C Greifer. Später mit dem Aufkommen stärkerer Zick-Zack Maschinen wurden die Ausstattungen E und F komplett gestrichen weil man sagte: Die Kunden sollen sich halt die stärkere (=teurere) Maschine kaufen. und in den 1980er Jahren wurde mit dem selben Argument auch noch die C und D gestrichen.
Das Bild zeigt die Ausführungen der Klasse 138 in der letzten Gebrauchsanleitung vom Herbst 1986:
Klasse 138 Ausführungen 1986.jpg
Bei den Stichplatten konnte man Glück haben und es gab noch grössere, oder Pech und man musste die Löcher mit Schmirgelschnur aufschmirgeln. Bei den Füssen ebenso.
Beim Greifer kann man halt nichts aufschmirgeln ... nur schauen ob man noch wo einen für dickere Fäden findet, oder einen Leder auf Stoff oder vice versa umbauen, oder schauen ob man bei Nachbaufirmen etwas passendes bekommt.
Diese Erscheinungen gab es bei allen Herstellern in unterschiedlicher Ausprägung. Bei Pfaff fand ich persönlich die Entwicklung bei der Klasse 138 ziemlich daneben ... weil die Klasse 438 dann halt ungefähr doppelt soviel gekostet hat. Dann erkläre das einem Kunden dass er sich gefälligst jetzt eine neue doppelt so teure Maschine kaufen sollte

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Ähnliches gab es bei Adler auch ... wo viele Kunden dann lieber mal eine Juki ausprobiert haben, die damals ungefähr die Hälfte gekostet hat.
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Mein Lob auf auf meine 134 mit B Ausstattung bezieht sich eben darauf das die Maschine praktisch neuwertig ist. Äusserst laufruhig und mit grossem Durchgangsraum (was bei meinen grossen Händen sehr angenehm ist) und mit der B Ausstattung feine Stoffe wie auf Schienen näht. Auch bei ganz dünnen und elastischen Stoffen verzieht sich nichts, die Nähte sehen perfekt aus und kein Stich fehlt. Und das auch bei vollen Tempo (bei mir 3200 Stiche/min) und mit <0,5mm Stichlänge.
Bei einer Zick-Zack-Maschine (meine 138er mit C Ausstattung) ist der Stichschlitz bereits so gross dass man solche Nähte einfach nicht mehr so gut nähen kann. Elastisches Material bewegt sich viel zu stark mit der Nadel mit und es entstehen Wellen, Verzug und Stichauslasser.
Ich habe die Maschine vor ein paar Tagen bekommen, gereingt, kontrolliert, geölt und ausprobiert. MIt einem breiten 1,5m langem Streifen dünnem Stoff. Ich lege den unter den Nähfuss und gebe Vollgas ... keine Hand am Stoff ... und die Naht ist am Anfang 2cm neben der Stoffkante und 1,5 weiter am Ende ebenfalls. Kein Verzug, keine Welle, absolut perfekt ... und ich hab mich irre darüber gefreut so eine tolle Maschine zu haben.
Das einzige was ich an der Maschine verändert habe ist der Nähfuss, da war vorher ein nicht richtig passender Nachbaufuss drauf wodurch der Transport nicht mehr ganz optimale war ... und ich habe bei meinen Teilen noch einen orginalen, neuen B Fuss gefunden.
Herzliche Grüsse vom Sputnik
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