Sep hat geschrieben: Samstag 12. September 2026, 17:48
Hallo Dave,
"Schnittmuster mit 3 Keilen vom Profi!"
ich könnte mir vorstellen, dass die Passform ohne die Keile besser wäre.
Aber wenn du figurbetont schneidern willst: je mehr und je kleiner die Einzelteile sind, umso enganliegender kann es werden.
Schließlich wollen wir ja aus einem zweidimensionalen Material ein dreidimensionales Kleidungsstück machen.
Mit den Keilen am Po hättest du sicher ein Alleinstellungsmerkmal.
Ich persönlich liebe weite Kleidung mit viel Platz, auch im Schritt, die mich trotz null Elasthan, nicht in der Bewegung einschränkt, also ein gänzlich anderer Ansatz. Ich drücke dir aber die Daumen auf deinem Weg zu maßgeschneiderten Jeans.
Weiterhin frohes Schaffen.
Sep
Hallo Sep,
und danke für die ironische Anmerkung

, meinst du wahrscheinlich, dass es sich nicht unbedingt um einen Profi gehandelt haben könnte.
Die dienten hier nicht als Abnäher, sondern deuteten Stellen an, wo das Schnittmuster reduziert werden sollte.
Ich bin vorher zu einer ansässigen Schneiderin gegangen, und keine Hilfe bekommen können. Tatsächlich brachte mich diese Korrektur der Passform noch nicht weiter. Ich wollte die "Arsch frisst Hose"-Falten wegschneidern; das ist wirklich kein einfaches Unterfangen, da mein "stabilerer Popo" tatsächlich in jeder Jeans von der Stange "so reagierte", gibt es im 30 Euro-Bereich doch nur Größen bis teilweise 40. Größe 42 gibt es als Massenware kaum zu sehen, Da muss ich schon 30-50 km zu einem Jeansfachgeschäft fahren, wo es dann aber auch keine Hosen unter 100 Euro mehr zu kaufen gibt. Zmindest habe ich in solche Geschäfte stets mit "Kompromisshosen" verlassen können und im Spiegel mein Hinterteil nur bedingt mit Kopfverdrehen sehen können.
Das Bild zu meiner Hose 16 zeigt sehr schön, dass das Hosenbein weit und bequem ist, die Hosengröße 43-44 eigentlich zur Bundweite passensollte, aber die Hose vorne und hinten wirklich nicht gut aussehen. Das wäre auch für eine Arbeitshose zu unbequem. Vielleicht kannst Du mir ja eines deiner opassenden Schnittmuster überlassen. Später veröffentliche ich hier auch mein passendes Schnittmuster.
Mein Popo braucht Größe 43-44, jedoch wird der Rest der Hose dann viel zu groß. Es dauerte eine Weile bis ich erkannte, dass die typischen Bekleidungshersteller (Massenjeans) diesen Figurabweichlern keinen Platz einräumen. Mit großen Oberschenkeln fange ich gar nicht erst an...
Tatsächlich habe ich dieses Anpassungsproblem anders als mit vielen Abnähern lösen können... schlichtweg durch kopieren einer Shorts, die hinten ausgezeichnet passte. Seither experimentiere ich mit der bequemen Breite der Hosenbeine.
Die von mir konstruierte breite und bequeme Hose, die auch am Popo gut aussieht, habe ich geschafft, auch ohne Stretch mit dickem 15 Unzen Jeansstoff. Das macht mich total happy, dass ich nun nicht mehr auf die Stangenware angewiesen bin und darüber hinaus auch nur noch 30 Euro in Deutschland für Stoff ausgeben muss, um die gleiche Qualitä zu bekommen, für die andere Hersteller ab 200 Euro das erste Mal das Maßband in die Hand nehmen.
Ich bin jetzt mein eigener Maßschneider

und das macht mir einen riesen Spaß mit Stoffen und Garnen zu experimentieren. Übrig geblieben ist ein einziger Abnäher wie bei einer klassischen Bundfalte oben am Bund, in die hintere Hosentasche laufend. Das hatte ich bis dahin noch bei keiner klassischen Jeans "gesehen" (später stellte ich fet, dass ich nicht der erste war, der auf diese Idee gekommen ist, weil Maßschneider ständig diese Option oder stattdessen eine "gerundete" Passe (ich glaube Yoke bei der Jeans genannt).
Magst Du denn mal ein paar Hosen von dir zeigen. Es ist bestimmt keine Überraschung, wenn ich sage, dass mich dieses Thema immer mehr interessiert ...
Warum schreibe ich eigentlich soviel in diesem Technikforum, und nicht in einem Forum für Maßschneider oder Jeansenthusiasten?
Weil es immer sehr eng mit dem Nähen im Zusammenhang steht! Und da stelle ich fest, dass meine Nähte allesamt bombenfest halten und ihren Zweck bereits erfüllen.
Bereits bei der alten Singer 316 G stellte ich jedoch fest, dass es mit den überlagernden, wirklich dicken Stoffen zu verschiedensten Schwierigkeinen kam, ebenso wie mit dem Heavy Duty Modell der Haushaltsmaschine, der Singer HD500, die ungefähr so tickt wie die Singer Heavy Duty 4432. Zu dieser Zeit hätte ich lieber mit so einer alten Maschine weiter genäht, fehlte mir doch lediglich das technische, vor allem elektronische Geschick, eine alte Maschine startklar zu bekommen.
Um jetzt noch die schönen geraden Nähte hinzubekommen, suche ich noch 3 - 4 Maschinen. Und ich schwanke noch.
50 Jahre alte klassische, ursprünglich in der Jeansindustrie eingesetzte Maschine, oder eine neumodisch gebrauchte Industriemaschine der Neuzeit?
... habe ich mit den qualitativ hochwertigen Geradeausnähern/ Industriemaschinen von Juki doch so gute Erfahrungen machen können, und nicht nur Welten, sondern Galaxien zwischen meinen Haushaltsmaschinen von Singer (einschließlich der Singer 316 G) und Industrienäher lassen können.
Wunschmaschine a)
JeansBund mit DoppelNaht
zum Annähen vom Bund an die Hose, mit Falteinrichtung und Doppelnadeln, die dann mindestens 3,5 cm auseinander sein sollen (für einen 4 cm Bund).
Hier konnte ich in Videos beispielsweise eine Union Special 35800 DN Armabwärts identifizieren. Die Singer 302 hat nur eine Nadel.
Wunschmaschine b) für
Kappnähte mit automatischem Faltmechanismus mit 2 Nadeln
Union Spescial 35800G Armabwärts?
Wunschmaschine c) Idustrie-
Overlock
Juki 3742
Meine Bernina D800 kommt mit den dicken Stofflagen nicht gut klar.
Wunschmaschine c)
Buttonhole
Reece 101
Singer 99W110