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Re: Sinterlager und Öl
Verfasst: Montag 14. Februar 2022, 10:03
von Berninafan
det hat geschrieben: ↑Sonntag 13. Februar 2022, 23:50
Kleinstes Gebinde sind 20 l zum Preis von gut 1200,- Euro
Mit 20 ml dürften die meisten von uns auskommen. Wenn wir also 1.000 Foristi zusammenbekommen, die jeweils 20 ml abnehmen würden, müsste jeder nur 1,20 plus Porto und Verpackung zahlen
Gruß
Detlef
Ich hatte das gleiche Problem bei meiner Suche nach "Mobil Velocite Oil No.6" für meine Berninas.
Hier habe ich davon 1 Liter bestellt, wenn ich mich richtig erinnere, um die 30 Euro.
https://www.lubefinder.com/
Ich benutze jetzt kein anderes Öl mehr im Haus ...
Ich sehe gerade, dass sie Inzwischen auch 30ml Gebinde anbieten.
Grüße
Andreas
IMG_1832[1].jpg
Re: Sinterlager und Öl
Verfasst: Montag 14. Februar 2022, 16:53
von adler104
Hast Du aber ich in GB bestellt, oder?
https://www.buerklin.com/de/Spezial%C3% ... r/p/12L502
Mein all time favorite Öl ist S-761
Re: Sinterlager und Öl
Verfasst: Montag 14. Februar 2022, 22:14
von Berninafan
Doch, habe ich. Bürklin kommt auch heute nicht bei meiner Suche zum Vorschein.
Aber so ist es ja meistens. Jetzt hab' ich ja auch erstmal genügend für 200 Jahre.
Re: Sinterlager und Öl
Verfasst: Mittwoch 16. Februar 2022, 01:05
von Alex..
Ich habe da eine "Service-Manual" einer Pfaff:
"Maschine reinigen und ölen
...
Gesinterde Lager oder Teile dürfen nicht mit Benzin, Petroleum, Kerodin, Verdünnung, Trichlorethylen etc. gereinigt werden.
Verschmutzte oder verstopfte Sinterlager oder Teile dürfen nur mechanisch durch Abbürsten gereinigt werden. Anschließend werden sie mit BP Energol HLP 46 oder HLP 80 geölt."
Karlsruhe, 8 March, 1994
PH/HTSC
Re: Sinterlager und Öl
Verfasst: Freitag 18. Februar 2022, 22:03
von Alex..
Aber, dass solche Lager "NICHT mit Benzin, Petroleum, Kerosin, Verdünnung, Trichlorethylen etc. gereinigt werden dürfen"
Verschmutzte oder verstopfte Sinterlager oder Teile "nur mechanisch durch Abbürsten gereinigt" ...
und mit "BP Energol HLP 46 oder HLP 80 geölt."
werden dürfen/sollen, dürfet ja wohl immer noch gültigkeit besitzen.
Und dieses genannte Oel ist einfach nur Hydraulikoel, bspw. wie dies was Du in Deine Servobremse beim PKW nachfüllen darfst. Und das ist spottbillig in kleinen Mengen zu erhalten.
Re: Sinterlager und Öl
Verfasst: Freitag 18. Februar 2022, 22:12
von Alex..
https://www.buerklin.com/de/Spezial%C3% ... 6nEALw_wcB
Und auch dieses, dass ist das was die Tonband- Plattenspieler- und Videoschraubern in ihren Motörchen-Lagern auch benutzen, darf verwendet werden.
Re: Sinterlager und Öl
Verfasst: Freitag 18. Februar 2022, 22:25
von js_hsm
Alex.. hat geschrieben: ↑Freitag 18. Februar 2022, 22:03
Aber, dass solche Lager
"NICHT mit Benzin, Petroleum, Kerosin, Verdünnung, Trichlorethylen etc. gereinigt werden dürfen"
Verschmutzte oder verstopfte Sinterlager oder Teile
"nur mechanisch durch Abbürsten gereinigt" ...
und mit
"BP Energol HLP 46 oder HLP 80 geölt."
werden dürfen/sollen, dürfet ja wohl immer noch gültigkeit besitzen.
Und dieses genannte Oel ist einfach nur Hydraulikoel, bspw. wie dies was Du in Deine Servobremse beim PKW nachfüllen darfst. Und das ist spottbillig in kleinen Mengen zu erhalten.
Sorry...wenn ein altes Sinterlager mit (aus welchem Grund auch immer) verharztem Öl verklebt ist muss man es erst spülen und dann wieder mit Öl füllen (Öl aufsaugen lassen).
Hab das mit einer 12xx gemacht die genau dieses Problem hatte. Lösungsmittel mit Pressluft durchgeblasen, dann die Maschine so auf die Seite gestellt das der Lagerring waagerecht ist und immer wieder Öl an den Rand gegeben. Dauert halt

aber funktioniert heute noch.
Re: Sinterlager und Öl
Verfasst: Samstag 19. Februar 2022, 12:02
von inch
Die von Alex.. zitierten Hilfsstoffe Benzin, Petroleum, Kerosin, Verdünnung, Trichlorethylen etc. sind dringen alle tiefer in die Kapillaren des Sinterlagers ein,als das nachfolgende Ersatz-Öl.
Diese Stoffe verbleiben durch ihre tiefere Eindringfähigkeit im Gefüge des Sintermaterials und stören damit die Schmierfähigkeit,bzw. verhindern sie unkontrolliert. Sowohl durch die Vermischung,oder auch eventuelle Verklumpungen und damit Störungen der kapillaren Hydrodynamik.
Es macht also durchaus tieferen Sinn,diese von Alex.. zitierten Hilfsstoffe NICHT zu verwenden.
Sinterlager sind auch nur ein Kompromiss,einerseits billig in der Herstellung (keine Zerspanung),andererseits die Selbstschmier-Eigenschaften (bequem für den Anwender,billig für den Maschinenbauer),mit dem Effekt,das kein Öl an den Seiten austritt und wiederum Dreck ins Lager transportieren kann.
Die vielgerühmten bis zu 100 000 Stunden Lebensdauer können auch je nach Anwendung schnell vergehen. Ein mit,oder auch ohne Öldruck geschmiertes Gleitlager übertrifft die Lebensdauer wesentlich,ist aber nicht so komfortabel,weil es halt den Schmierkreislauf benötigt.
Das Nachschmieren der Sinterlager mit Hydrauliköl wird vermutlich seinen Grund in der Alterungsbeständigkeit und Niedrig-Viskosität haben,dadurch gelangt es besser in die Kapillaren.
Allerdings glaube ich nicht,das ein Sinterlager eines kleinen Motörchens,oder einer Haushaltsnähmaschine wegen einem Tropfen Weißöl kollabiert
Da dürfte der Nutzen wohl überwiegen.
Re: Sinterlager und Öl
Verfasst: Samstag 19. Februar 2022, 19:18
von Alfred
Alex.. hat geschrieben: ↑Freitag 18. Februar 2022, 22:03
Trichlorethylen etc.
ist praktisch bei uns nicht mehr anwendbar
https://www.bgrci.de/praxishandbuch-bau ... lorethylen
Und dieses genannte Oel ist einfach nur Hydraulikoel, bspw. wie dies was Du in Deine Servobremse beim PKW nachfüllen darfst. Und das ist spottbillig in kleinen Mengen zu erhalten.
vermutlich ist Bremsflüssigkeit gemeint
Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch, das heißt, sie nimmt Wasser auf
Re: Sinterlager und Öl
Verfasst: Samstag 19. Februar 2022, 19:27
von Eicher
vermutlich ist Bremsflüssigkeit gemeint
Wenn ja, dann bitte im Auto lassen!
Wo anders gehört das Zeug nirgenswo hin..... Motorrad noch ok.
Auch jedes andere Hydraulick Öl gehört in geschlosene Kreisläufe!