sputnik hat geschrieben: ↑Donnerstag 5. September 2024, 17:26
Bei den Haushaltsmaschinen welche ich bisher gesehen habe stört mich die fehlende Vielseitigkeit und die Qualität gemessen am Preis. Ich durfte mir vor kurzem die Maschine eines Freundes ansehen die aktuell neu ~1000,-€ kostet. Im riesigen Plastikgehäuse gähnende Leere. Die Wellen sind so dünn das man trotz der geringen Drehzahl die Verformung mit freiem Auge sehen kann. Die Antriebskulisse für den Transport ist aus Plastik ... etc ... usw. Orginal war die Fadenanzugsfeder so schwach dass sie sich nicht einmal selbst (ohne Faden) in die Grundstellung bringen konnte (ich hab dann eine aus einem etwas dickeren Federdraht angefertigt).
Ich habe ja schon selbst mit sowas geliebäugelt, aber ich finde den Preis in Relation zur Qualität völlig indiskutabel.
Magst Du uns verraten, welche Maschine dieses windige Innenleben hat?
Im Hobbybereich ist eine Covermaschine bereits eine hochspezialisierte Maschine für einen sehr eingeschränkten Einsatzbereich (dehnbare doppelte oder dreifache Nähte mit einem einem Kettfaden au der Rückseite), auch wenn sie natürlich nicht so spezialisieret ist, wie eine Industriemaschine, die ausschließlich an Nylonstrumpfhosen zum Einsatz kommt, oder eine andere, die nur die Säume vom Bikini nähen muss. Mn kann mit ihr schon eine gewisse Bandbreite an Mterialien verarbeiten, insofern ist sie vielseitiger als Industrimaschinen
Was vermisst Du an Vielseitigkeit bei einer "Haushaltscover"?
(Für die Vielseitigkeit haben wir doch die Haushaltsnähmaschine.)
Aber so, wie ich das verstanden war, war hier nach einem Hobbygerät gefragt.
Ergänzend noch folgender Hinweis:
Achtung!
Zumindest im Hobbybereich werden die Maschinen bei Händlern und Marken nicht immer klar definiert benannt:
Eine Overlock ist eine Overlock.
Eine Covermaschine ist eine Covermaschine
Aber: der Begriff
Coverlock wird manchmal für
Kombimaschinen genutzt, die man wahlweise (durch Umbau) als Overlock oder als Cover benutzen kann, und manchmal für
reine Covermaschinen.
Hier muss man also bei den Funktionen genau hinschaun, um was es geht.
bianchifan hat geschrieben: ↑Mittwoch 4. September 2024, 23:49
... Zudem müssne technisch bedingt spezielle Covernadeln mit einer 2. Fadenrinne verwendet werden. ...
Mach's nicht komplizierter, als es ist.
Meiner Kenntnis nach ist es so:
(moderne) Haushaltsnähmaschinen: 130/705H (in Variationen)
Overlocker: Bedienungsanleitunhg beachten und befolgen!
Manche (z.B. meine Bernette) arbeiten lt. Anleitung mit 130/705H, andere benötigen lt. Anleitung ELx705.
(Wir haben mal in einem Forum festgestellt, dass es Leute gibt, die trotzdem mit 130/705 gute Ergebnisse erzielen, die Maße sind identisch, nur der Nadelaufbau anders. Meiner Meinung nach ist es aber trotzdem eine gute Idee, den laut Anleitung vorgesehenen Nadeltyp zu verwenden, wenn man lieber nähen statt tüfteln möchte.)
Cover: Hier sind mir nur Maschinen bekannt, die (so wie meine Elna) ELx705 mit der anderen Rinne brauchen.
Ich habe das nicht näher erforscht, gehe aber sehr stark davon aus, dass bei Kombimaschinen nur ein Nadeltyptyp erforderlich ist, und man zumindest diesen nicht zwischen Overlocken und Covern wechseln muss. (ELx705)
Daneben ist es natürlich sinnvoll, Nadeln zu verwenden, die zum Stoff passen (verrundete Spitzen für Jersey und Co, um Löcher zu vermeiden.)
LG Hummelbrummel
PS: Es gibt ja verschiedene Vorgehensweisen, wenn man z.B. ein Shirt nähen will.
Schön wird es, wenn man erst alle Nähte schließt, dann die Säume näht. In dem Fall: Erst Overlock, dann Cover. Dazwischen ggf. Umbau, falls man nur eine Maschine für beides hat.
Bei gekauften Sachen sieht man relativ oft, dass erst gecovert wurde und manche Nähte dannach geschlossen. Das geht einfacher, weil Nahtkreuzungen an der Cover besondere Aufmerksamkeit benötigen. Ohne das kann man zeitsparrend einfach so dahinrattern, ein Teil nach dem anderen durch die Maschine jagen.
Hier wäre das Vorgehen z.B. so: eine Schulternaht schließen (Overlock) - Saum oder Bündchen fertig verarbeiten (Cover) - zweite Schulternaht (Overlock) .usw.
Hier wäre mir der Umbau lästig.
Anderes Beispiel: Babybody mit großem Kopfdurchlass: erst die beiden Seiten am Halsauschnitt umnähen oder einfassen (Cover); dann Ärmel annähen (Overlock); dann evtl. (jetzt oder später) Ärmelkanten umnähen oder einfassen (Cover); dann Seitennähte schließen (Overlock); dann Beinkanten umnähen oder einfassen (Cover). ...
... Ohne extreme Platznot würde ich mir keine Kobimaschine holen ...
Je nachdem, was man vorhat, ist übrigens ein Bandeinfasser oder Umschlager eine hübsche Ergänzung zur Cover. Da gibt es aber sehr viele verschiedene Varinaten. Das ist ein anderes, eigenes Thema....