Wenn ich etwas nicht sofort mache, dann kann es dauern, ehe ich mich dransetze.
Und ich muss zugeben, gefühlt ist die Maschine jetzt ein Jahr länger bei mir als in Wirklichkeit!
Ich habe mich nun drangesetzt und die Reparatur nach meinem Plan durchgeführt.
Ein gebrochenes Gussteil hat den Vorteil, daß die Bruchkanten sehr zerklüftet sind, haben also eine große Oberfläche.
Deswegen habe ich eine Klebung mit Sekundenkleber auch bevorzugt. Bei Bakelit ist das das Mittel der Wahl!
Die Wandstärke des Teils ist maximal 3 mm, eher 2,8 mm. Da habe ich der Klebung nur mit Sekundenkleber nicht vertraut.
Einmal mit etwas Hartem dagegenkommen, und ich hätte wieder zwei Teile!
Meine alte Methode, ein Teil mit einem parallelem Blech zu verstärken kam also zum Einsatz!
Das Problem, das Gussteil ist nicht plan. Das Blech zu fest angezogen würde die Klebung brechen lassen.
Außerdem hätte das Blech nur punktuell Kontakt zum reparierenden Teil.
Deswegen habe ich zwischen dem Blech und dem Gussteil Zweikomponentenkleber eingebracht.
Damit habe ich bislang nur einmal etwas produktiv gemacht, und so alt war auch der Kleber. Zumindest ist er haltbar.
Ich habe aber offenbar nicht den schlechtesten erwischt - Uhu endfest 300.
Da wird explizit damit "geworben", daß er bei erhöhter Aushärttemperatur immer fester wird.
Wegen des Sekundenklebers bin ich aber unter 100° C geblieben.
Erhöhte Aushärttemperatur ist aber wohl angebracht!
Vielleicht ist der Kleber nun wirklich zu alt, ich habe vorher einen keinen Test gemacht und das Ganze bei Zimmertemperatur belassen.
Ich behaupte, das Zeugs fühlt sich immer noch kleberig an. Nach Tagen! 12 Stunden sind bei Zimmertemeratur die reguläre Aushärtdauer!
Aber nun Bilder!
1271.jpg
Hier "Anpassübungen", das dünne Teil habe ich bereits mit 1 mm angebohrt.
1312.jpg
Hier, das Gussteil mit Sekundenkleber geklebt, das Blech nur angeschraubt.
Hier das Endergebnis:
1322.jpg
1327.jpg
Der Zweikomponentenkleber ist übrigens - gefühlt - bernsteinhart geworden!
Kleines Nebenszenario!
Ich habe es ja mit Gewinden.
Wenn ich etwas zerlege, dann lege ich die Einzelteile sorgfältig zusammen.
Hier ging mir aber doch die Madenschraube zur Fixierung der Spulerspannung aber leider doch verschütt.
Vielleicht habe ich das Ding auch irgendwo separat aubewahrt, das würde für mich passen, aber nach so langer Zeit. Weg ist weg!
Nach Augenmaß M3.
M3 kann man so durchstecken.
M4 passt nicht hinein.
Also wieder Zollschraube...
In meinen Beständen gesucht und sogar etwas Passendes gefunden!
Aber das Schräubchen wackelte in der Bohrung wie der Milchzahn eines Zehnjährigen.
Hätte aber wohl funktioniert.
Dann fiel mir ein, ich habe mir mal aus China einen M3,5 Satz schicken lassen.
10 € hatte ich nicht erreicht, ab 10 fallen die Versandkosten weg. In diesem Fall machte es Sinn.
Allerdings M3,5???
Lange Rede, kurzer Sinn, der Bohrer, sehr vorsichtig eingeschraubt, passte hervorragend.
Also wieder aus einem passenden Drahtstift eine entsprechende Madenschraube geschnitten.
1321.jpg
Die schwarze ist aus meinem Bestand.
Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, daß Naumann da M3,5 verwendet hat. In meinen Augen eigentlich eine völlig unnütze Größe.
Sehr wahrscheinlich eine zufällige Übereinstimmung wie bei den Singer Rucksackmotorschrauben.
Da passen ja die Skoda M7x1,25.