Guten Morgen
ich möcht mal meine Erfahrungen zum Thema Superhighshank-Füße, Handrad und PU-Riemen teilen ... vielleicht hift's ja ...
Eigentlich habe ich ja eine nicht geringe Auswahl Füße die es zur 138(und 38, 34 ??) gibt ... allerdings hasse ich Einschränkungen.
Einschränkungen hier insoweit, als dass ich nicht einfach im Zweifelsfall und/oder bei Erfordernis einen handelsüblichen Fuß einbauen kann, sondern nur eine begrenzte Auswahl in Super-Highshank habe. Außerdem werden die Füße mit Gold aufgewogen ...
Ich habe dann einfach mal die Drückerstange auf Highshank, also auf Höhe der normalen Industrie-Nähmaschinen-Füße, heruntergesetzt und vorsichtig angefangen zu nähen. Ich habe nämlich einen größeren Fundus an diesen Füßen.
Das funktioniert bei mir ohne Störungen, wie man hier z.B. sehen kann:
https://www.youtube.com/shorts/dOymaD-r7Sk
Außerdem ist mir bei dieser Aktion aufgefallen, dass in der Drückerstange oberhalb der "normalen" Befestigungsbohrung noch eine Bohrung angebracht ist ... das sieht man auch gut in dem Video. Die passt für die Superhighshank-Füße ... und ... bei den Pfaff-Superhighshank-Füßen geht die Nut zur Drückerstangenaufnahme nach unten durch. Dadurch kann ich, auch bei der abgelassenen Drückerstange, im Zweifelsfall die Pfaff Superhighshank Füße ohne weiteren Eingriff einbauen.
Allerdings weiß ich nicht, ob das eventuell auf Dauer nicht so gut für die Mechanik ist ... vielleicht könnt Ihr das mal bewerten?!
Da ich mit dem sinngemäß gleichen Umbau meiner Adler 5-8 gute Erfahrungen gemacht hatte, habe ich auch für die Pfaff 138 eine Vorgelegefunktion, also Speedreducer, eingebaut: gedruckte Riemenscheibe mit 60mm Ø an das original Schwungrad geflanscht und ein großes Antriebsrad oben an der Armwelle gedruckt und eingebaut. Das mit dem Drucken eines größeren Handrades sollte im Zweifelsfall auch kein Problem sein ... müsste man mal testen ob das dauerhaft hält. Ich habe dann auch schon mal mit dem gewünschten Erfolg gedruckte Teile mit 2K-Kunstharz und Bleikugeln gefüllt um Gewicht zu erzeugen. Ich könnte mir vorstellen, dass das im Notfall eine Lösung sein könnte. Meine Druckversion des größeren Antriebsrads hält jedenfalls tapfer durch.
Mit den Speed-Reducing komme ich auf eine Untersetzung von ca. 17:1 ... siehe Viedeo. Da schläft wahrscheinlich die geübte Näherin, der geübte Näher ( das ordnungsgeäße Gendern kapiere ich immer noch nicht), dabei ein, für mich passt das. Im Zweifelsfall könnte ich im vorliegenden Fall die Höchtsumdrehungszahl des Servos noch von den eingestellten 2200 UpM auf 5000 UpM hochdrehen.
Jetzt bin ich zwar aus der Generation wo meine Mutter noch mit Lederriemen genäht hat, finde aber, dass Leder nicht für eine adäquate Kraft- und Drehmomentübertragung bei motorischem Antrieb sorgen kann. Beim Pedalieren kann das funktionieren und auch sinnvioll sein, allerdings bin ich in den Füßen zu grobmotorisch veranlagt. Dadurch wird beim humanmotirischem Antrieb mein Nervenkostüm zu stark beansprucht ...
Also habe ich an der Pfaff 138 einen Servo montiert und verschiedene Elastizitätswerte und Oberflächen von PU-Riemen ausprobiert. Gelandet bin ich bei einem schwarzen Riemen mit glatter Oberfläche. Der kompensiert Ruckartiges im Antrieb mit seiner Elastizitätswerten und hat moderaten Grip (außerdem sieht er für mich besser aus als die Grünen, Blauen, Roten ...). Welche Werte das genau sind, müsste ich im Zweifelsfall nochmal nachgucken .. der Umbau ist schon eine Weile her.
Ich hoffe meine Ausführungen helfen in der Sache weiter.
Beste Grüße
Christoph