Das Zappeln ist weg!
Vielen Dank nochmal für die Einstellanleitung, ohne die hätte ich mich das zerlegen nicht getraut.
Nach längerem davorsitzen und Grübeln kam ich zum Schluss, dass die Drehkräfte welche der Gleitstein auf seine Führung ausübt nur durch die Hülse welche die Welle der Führung (ich taufe sie einfach mal Führungswelle) lagert aufgenommen werden können.
Die Führung darf sich aber nicht bewegen, außer man dreht am Knopf. Also muss die Haftreibung der Welle in ihrer Hülse größer sein als die Kraft mir der der Gleitstein die Führungswelle drehen will.
Da man scheinbar alles an dieser Maschine einstellen kann, evtl auch die Schwergänigkeit der Führungswelle
... also noch mal zerlegen, diesmal weiter.
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Ein Strich auf der Kurvenscheibe genau auf Höhe der Klemmschraube des kleinen Kegelrades vereinfacht hinterher den Zusammenbau erheblich.
Der Ausbau der oberen Zick-Zack Welle war etwas schwieriger da fest reingebappt, aber mit etwas Wärme ging sie auch raus.
Die Hülse ist aus Zink-Druckguss, also eher mit Vorsicht zu handhaben.
Am Hebel H für die Nadelstellung ist die Hülse geschlitzt um den Hebel aufzunehmen, der Schlitz geht aber deutlich tiefer und der Hebel ist mit einer Schraube befestigt.
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Die war aber fest angezogen.
Schraube raus, Hebel raus, Führungswelle rein, schraube rein und fest:
Führungswelle geht deutlich schwerer.
Also am Hebel etwa 5/100 abgeschliffen und den Freistich am Ende des gewindes ebenso weit nachgesetzt.
Alles wieder zusammengesetzt:
Kurz bevor die Schraube ganz fest angezogen war, ging die Welle schön stramm klemmt aber keines Wegs.
Also noch den Rest wieder zusammengesetzt:
Lässt sich sehr schön verstellen und zappelt kein bisschen
Das Knarzen bei sehr langsamen Drehen hat sich in dem Zuge lösen lassen:
Der Lagerdeckel auf der oberen ZZ Welle muss absolut spielfrei zur Gabel hin eingestellt sein. Sonst verkanntet sich die Gabel und es klemmt/knarzt.
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Das ließ sich auch schön reproduzieren, schon 0,05 mm Spiel (Fühlerlehrenblatt zwischen Gabel und Deckel bei der Montage gelegt) führten zuverlässig zum knarzen.
Wenn man beim Zerlegen den Exzenterbolzen mit dem Gleitstein unberührt lässt, ist die Einstellerei hinterher auch schnell gemacht, schließlich hat man dann schon ein groben Fixpunkt und fängt nicht ganz bei Adam und Eva an:
Mit dem Exzenter bei der Nadelstange grob auf die Mitte gestellt
Den Knopf auf 0 und dann die Führungswelle so verdrehen dass den geforderten Geradstich gibt.
Jetzt mit dem Exzenter bei der Nadelstange die Nadel genau in die Mitte stellen.
Wenn vorher alles stimmte und man nicht am Exzenter des Gleitstein drehte passt nun alles wieder.
Vielen Dank für eure Hilfe!