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Re: Pfaff 134 Kondensator ausgelaufen und Schrift teilweise unkenntlich
Verfasst: Montag 27. April 2026, 17:58
von Sep
Achim (js_hsm) hat geschrieben: Montag 27. April 2026, 16:07
Zeichne doch mal nach was Du auf dem vorhandenen noch erkennen kannst.
Aber gerne
IMG_20260427_175253.jpg
Re: Pfaff 134 Kondensator ausgelaufen und Schrift teilweise unkenntlich
Verfasst: Montag 27. April 2026, 18:11
von Achim (js_hsm)
Wohin gehen die Leitungen grün (2x) und rot (2x) genau nach der Lüsterklemme?
PS 15µF ist niemals ein Entstörkondensator. 0.15µF = 150nF ist plausibel
Re: Pfaff 134 Kondensator ausgelaufen und Schrift teilweise unkenntlich
Verfasst: Montag 27. April 2026, 19:13
von Sep
IMG_20260427_185747.jpg
Rot und rot/grün (Die zwei wurden in der Lüsterklemme zusammengeführt) gehen auf die Anschlüsse von N und L, die weiter in den Motor geführt werden.
Grün geht auf das Pedal.
Ich hoffe das hilft zum Helfen.
LG
Sep
Re: Pfaff 134 Kondensator ausgelaufen und Schrift teilweise unkenntlich
Verfasst: Freitag 15. Mai 2026, 10:34
von Sep
Hat sich erledigt.
Mein Dank an alle Nachdenkenden.
Wenn jemand mal so einen lesbaren FRAKO-Kondensator hat, kann er gerne ein Bild einstellen. Vielleicht nützt es noch einem anderen.
LG
Sep
Re: Pfaff 134 Kondensator ausgelaufen und Schrift teilweise unkenntlich
Verfasst: Freitag 15. Mai 2026, 12:21
von sputnik
Generell zu Kondensatoren ...
die üblich Toleranz ist +/-20%
das bedeutet ein neuer Kondensator der mit 2200nF beschriftet ist ... kann einen realen Wert von 1760nF bis 2640nF haben.
Darauf ist natürlich auch jede gute Schaltung ausgelegt.
Die verfügbaren Werte (Normreihen) wurden im Lauf der Zeit geändert und dadurch sind verschiedene alte Werte nicht mehr verfügbar.
Beim genannten Beispiel würde die Schaltung wahrscheinlich auch 1500nF und mit 3300nF noch ordnungsgemäss funktionieren.
Bei Elkos sollte man den Wert ohne elektronische Kenntnisse nicht mehr als doppelt so hoch wie zuvor wählen, weil dann korrespondiernde Bauteile wie vorgeschaltete Dioden/Widerstände Schaden nehmen könnten.
Bei der Spannungsfestigkeit ist ein Wert über der maximal vorhersehbaren Netzspannung langfristig auf jeden Fall zu empfehlen. Wenn die Spannungsfestigkeit höher ist schadet das bei Entstörkondensatoren auf keinen Fall.
Ich tausche z.B. seit meiner Lehrzeit defekte Elkos, wenn möglich fast immer gegen den nächst höheren Kapazitätswert und die nächst höhere Spannungsfestigkeit aus. Das macht sich in normalen Schaltungen nicht bemerkbar ... erhöht aber die Lebensdauer signifikant.
Das weglassen von Kondensatoren kann auch Funkstörungen verursachen. Wenn ich als Elektroniker in der Nacht experimentiere und der hier täglich mehrmals vorbeifliegende Rettungshubschrauber stürzt ab, hätte ich das natürlich wissen müssen und bin mit bis zu mehrjährigen Haftstrafen und Beschlagnahmung meiner kompletten Werkstatt/Ausrüstung bedroht. Beim Behördenfunk werden Funkstörungen automatisch registriert und im Wiederholungsfall kommen Funkmesswägen zum Einsatz die sogar in einer Grosstadt die genaue Wohnungsadresse der Ursache feststellen können.
Herzliche Grüsse vom Sputnik