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Re: Dürkopp 239-125 Fadengreifer

Verfasst: Donnerstag 16. Juli 2026, 14:56
von sputnik
Zur Dürkopp Adler Beschriftung ...

die letzten Klasse 239 wurden laut Klassenliste 1986 gebaut ... da war schon von der Fusionierung die Rede man wusste nur noch nicht wann. Die offizielle Fusionierung war dann 1990. Als ich 1986 oder 1987 das letzte Mal im alten Dürkoppwerk war wurde dort bereits nichts mehr gegossen. Greiferproduktion und Montage waren noch in Betrieb. Aber auch wenn die letzte Maschine 1986 fertig zusammengebaut gewesen wäre dauert es dann ja bei Industriemaschinen oft noch ein paar Jahre bis die verkauft und ausgeliefert werden.

Ich habe jedenfalls unmittelbar nach der Fusionierung viele neue Maschinen gesehen welche bereits mit neuer Beschriftung verkauft wurden, aber sicher schon einige Jahre vorher produziert wurden. Bereits die Gussteile wurden bei Dürkopp mindestens 2 Jahre vor der weiteren Bearbeitung gelagert ... manchmal je nach Auftragslage auch wesentlich länger.
Wann ist also das Produktionsende? Wenn der letzte Gussteil gegossen wird ... oder wenn die letzte Maschine zusammengebaut/verkauft ist ? huh

Bei Dürkopp weiss ich da nichts genaues ... aber bei Porkert und Strobel wurden häufig Maschinen erst 30 Jahre nachdem sie produziert wurden beschriftet und verkauft.
Die Generalvertretungen bekommen natürlich auch die aktuellen Beschriftungen/Abziehbilder ... Industriemaschinen werden ja meistens erst bei Vertretung/Händler montiert, für die Kunden umgebaut und fertig ausgestattet und müssen dann ja auch neu aussehen. Manchmal werden neue Maschinen auch erst bei der Vertretung zusammengebaut, wenn es z.B. beim Hersteller niemanden mehr gibt der das noch machen kann oder die Maschine/Anlage so gross ist dass sie nicht zusammengebaut transportiert werden kann (z.B. Stickautomaten, Webstühle, Zuschnittanlagen).

Herzliche Grüsse vom Sputnik

Re: Dürkopp 239-125 Fadengreifer

Verfasst: Donnerstag 16. Juli 2026, 22:29
von Oliver MK
Naja..."mit Silberbronze überpinselt" ist die nicht, das ist die übliche werksmäßige Hammerschlaglackierung, und die Logos sind Aufkleber. Die ist mal schön genau so ausgeliefert worden.

Ist aber auch alles egal.
Ich hab mal alles eingestellt, vieles stimmte nicht mit den Einstelldaten der Anleitung überein, dann aber auch so im Verbund, dass das vermutlich auch Werkszustand war.
Macht aber nix: der Oberfaden nimmt unregelmäßig Kurs in den Greiferspalt, warum ist mir nicht ersichtlich. Mir gefällt die ganze Mimik nicht. Bei einer minimalen Unregelmäßigkeit kann der Faden gar nicht außen vorbei, der muss in den Spalt rutschen.
Deshalb nochmal die Frage: ist das normal, dass alle Teile, die ins Greifergehäuse kommen, viel Spiel haben?

Grüssle, Oliver

Re: Dürkopp 239-125 Fadengreifer

Verfasst: Donnerstag 16. Juli 2026, 22:37
von Achim (js_hsm)
Wenn es meine wäre würde ich den Kapselhalter an der roten Linie "anpassen" damit der Faden abläuft. QAD
untitled.JPG
P.S. Die Kapselhalter haben meist ein Spiel von ca. 0.5..0.8mm

Re: Dürkopp 239-125 Fadengreifer

Verfasst: Freitag 17. Juli 2026, 07:41
von saumseliger
na, ich guck ja nur aus der ferne.
was mich stutzig macht, ist, dass der lackierer (wer auch immer das war)
die plakette mit der klassenbezeichnung auch mitlackiert hat.

aber Du hast recht, das ist, technisch gesehen, absolut zweitrangig.

der vorschlag von achim scheint mir das naheliegende zu sein, solange
das ding so vorsteht, wird es fäden fangen ...

tschö
der gert

Re: Dürkopp 239-125 Fadengreifer

Verfasst: Freitag 17. Juli 2026, 10:52
von Oliver MK
In der Tat war das auch meine verzweifelte Idee, die linke Nase einfach ein wenig zu kürzen. Schön, das andere das auch so sehen. Ich habs nur gern Original...das muss ja ab Werk so funktionieren.
Ich lass mir die Einheit mal als China-Nachbau einfliegen und guck, ob sich was ändert. Sonst kommt der Schleifer, nützt ja nix.

@Gert: Du bist auf dem Holzweg, Du musst das einsehen tongue Auf der Maschine ist nur eine einzige und fehlerfrei spritzlackierte Farbschicht. Die hat noch der Herr Dürkopp aus sentimentalen Gründen, weils eine der letzten war, persönlich da drauf lackiert. Und die Plakette hat er vorher angenietet, weil einer der in den Achtzigern neu eingestellten jungen Controlling-Schnösel mit fetten Schulterpolstern im Jackett und Fönfrisur ihm vorgerechnet hat, dass das Zeit und 0,5 Gramm Lack spart. Und dann wurde er vom ebenfalls neuen QM gezwungen, den Adler-Aufkleber draufzukleben und ist dann unglücklich gestorben wegen Lebenswerk und so. So könnte das alles passiert sein, Vermutung! dodgy

Grüssle, Oliver

Re: Dürkopp 239-125 Fadengreifer

Verfasst: Freitag 17. Juli 2026, 12:54
von saumseliger
wie gesagt, es ist ja ein nebenkriegsschauplatz.

und Deine erklärung ist einfach zu schlüssig ;-).
warum ich da nicht selbst drauf gekommen bin?
na, ich hatte einfach den controlling-schnösel nicht auf'm schirm.
der erklärt natürlich alles!

scherz beiseite, ich kann's immer noch nicht recht glauben,
aber: Du hast die maschine vor Dir stehen und nicht ich.

pack mal den dremel aus, mach' die nase passend und wenn's dann klappt: herzlichen glückwunsch

tschö

der gert

Re: Dürkopp 239-125 Fadengreifer

Verfasst: Freitag 17. Juli 2026, 13:37
von Achim (js_hsm)
Ausbauen (3 Schräubchen ) und dann schleifen und polieren

Re: Dürkopp 239-125 Fadengreifer

Verfasst: Freitag 17. Juli 2026, 14:08
von sputnik
Für mich sieht das nach nicht passendem oder verbogenen Spulenkapseloberteil aus.
Ich hatte dieses Problem auch schon einmal bei einem Kunden ... kann mich aber an keine Details mehr erinnern.

Das Problem ist bei so alten Maschinen dass man nie weiß was da schon verbastelt wurde.

P.S.: Der Greifer muss zumindest soviel Luft haben dass der dickste Faden durchpasst.