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Re: unbekannte österreichische Schönheit
Verfasst: Montag 30. Oktober 2017, 21:45
von Sewing_Jane
Ach, je - da hatte ich einen kapitalen Denkfehler: Ich hatte angenommen, dass die Materialausdehnung nach allen Seiten erfolgt, d.h. auch in Richtung Mitte des Handrades = kleinerer Durchmesser. Manchmal sollte man halt doch zu Ende überlegen, statt anzunehmen ... Mittels Wärmeausdehnung / Kälteschrumpfung hab' ich schon mal zwei fest verkeilte Gläser wieder auseinander bekommen. Sowas fällt mir immer erst hinterher ein
Und jetzt hab' ich gleich auch noch eine Anschlussfrage: Wie lange muss man das Handrad ca. erwärmen? Wäre Backofen nicht geschickter und leichter händelbar? Hat das echt schon mal jemand gemacht und einen Erfahrungswert? Mangels Kenntnis der Materialzusammensetzung des Handrades kann man das ja nicht ausrechnen ...
Und bevor ich noch einen Denkfehler mache: Das Handrad kann ich doch in jeder Position wieder aufschrumpfen, oder?
Re: unbekannte österreichische Schönheit
Verfasst: Dienstag 31. Oktober 2017, 07:20
von Werdenfelser
Natürlich geht das auch im Backofen. Ich hab da regelmäßig Kugellager oder Getriebegehäuse drin. Aber nur, wenn meine Frau nicht daheim ist...
Etwa 20min bei 150°C sollte völlig ausreichen! Eher weniger Temperatur.
Es sollte dann nur, das Teil, auf das das erwärmte aufgeschrumpft wird, in der Nähe liegt. Wenn du dann erst wieder in den Keller rennen musst, ist das nichts.
Und ja, gleich beim ersten aufsetzen auf die richtige Position achten! Wobei das beim Handrad recht egal sein dürfte.
Re: unbekannte österreichische Schönheit
Verfasst: Dienstag 31. Oktober 2017, 08:35
von duesenberg
Wenn Du das Gegenstück kurz vor dem Aufschrumpfen mit Kältespray behandelst, hast Du ein paar Sekunden zum positionieren gewonnen.
Re: unbekannte österreichische Schönheit
Verfasst: Dienstag 31. Oktober 2017, 09:42
von Fischkopp
Du kannst auch ein wenig danach gehen,ob das Teil sich leicht oder schwer abziehen lässt.Schwer ab = mehr Wärme,leicht ab = weniger Wärme.Die Schwungmasse hat ja zwei Schrauben,da könntest du vorher die Tiefe der Bohrung messen und feststellen ob die Welle angebohrt ist.Wenn nicht,kurz anbohren, dann hast du für später gleich eine Zentrierung.
Re: unbekannte österreichische Schönheit
Verfasst: Dienstag 31. Oktober 2017, 10:01
von det
Ich kenne es so, das die richtige Temperatur erreicht ist, wenn Spucke zischend verdampft. Wohlerzogene Damen nehmen natürlich stattdessen mineralarmes stilles Wasser
Habe ich früher bei den Kurbelwellen- und Getriebelagern der MZ-Motoren genutzt: Kugellager auf die Herdplatte und Kurbelwelle in den Gefrierschrank, dann mit Handschuhen beides hervorholen, schnell arbeiten, Lager fallenlassen und plopp und sitzt bombenfest.
Gruß
Detlef
Re: unbekannte österreichische Schönheit
Verfasst: Dienstag 31. Oktober 2017, 10:49
von Fischkopp
Backofen geht natürlich auch, ich finde aber die einflammigen Kochplatten besser,weil man kann die Arbeiten nach draußen verlegen und hat nicht den Dunst von Fett und Farbresten in der Bude.