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Re: Moriz Jacobi Langschiffmaschine
Verfasst: Sonntag 10. April 2016, 17:36
von Fischkopp
Hallo Helmut,
alles klar,ich parke die Teile erst einmal.
Eine Burg als Zweitwohnsitz voller Nähmaschinen...träum
Moriz Jacobi Langschiffmaschine - Zusammenbau 3
Verfasst: Sonntag 10. April 2016, 17:41
von Hosenkürzer
Schiffchenkorb und -schlitten:
DSCN1726.jpg
DSCN1729.jpg
Die Kurbelzugstange ist manchmal geschraubt, hier ist sie mit Vorsteckstiften befestigt:
DSCN1730.jpg
Ich habe sie beim Ausbau zwar gekennzeichnet (sie passt in beiden Möglichkeiten), habe sie dann aber bewusst andersrum montiert (weniger Spiel).
Teil 4 folgt.
Moriz Jacobi Langschiffmaschine - Zusammenbau 4
Verfasst: Sonntag 10. April 2016, 18:00
von Hosenkürzer
Schiffchenauswerfer - die Befestigungsschraube hat erstaunlicherweise keinen Ansatz.
Man kann sie daher nicht festziehen, sonst ist der Hebel nicht beweglich.
Ich habe sie mit einem Tropfen Loctite Schraubensicherung gesichert - hält hoffentlich (sonst setzt´s Epoxikleber):
DSCN1731.jpg
montiert:
DSCN1745.jpg
Der an der Schiebeplatte angeschraubte Haken bewirkt, daß man sie nur öffnen kann, wenn das Schiffchen in ganz linker Stellung ist:
DSCN1747.jpg
Die Schraube dieses Hakens betätigt den Schiffchenauswerfer, wenn man die Schiebeplatte ganz herauszieht:
DSCN1748.jpg
Teil 5 folgt
Moriz Jacobi Langschiffmaschine - Zusammenbau 5
Verfasst: Sonntag 10. April 2016, 19:06
von Hosenkürzer
Fadenhebel und -anzugfeder:
DSCN1734.jpg
eingebaut (das Einfädeln der Feder ist etwas knifflig):
DSCN1736.jpg
Jetzt kommt die Kopfplatte - zuerst die Fadenspannung (Blattfeder, Spannungsscheiben, Bolzen).
Die Auslösung erfolgt bei diesem Modell manuell durch Drücken auf den Bolzen, der auf der Rückseite des Kopfs herausragt:
DSCN1738.jpg
DSCN1740.jpg
Mit der Justierschraube in der Nadelstange wird der Federweg der Anzugfeder eingestellt.
Der Lederpfropfen, der meistens zwar noch vorhanden aber fast immer völlig vermodert ist, hat hier überhaupt gefehlt. Ich habe ein Stück eines Kabelbinders reingesteckt (bis mir was besseres einfällt):
DSCN1742.jpg
Teil 6 folgt.
Moriz Jacobi Langschiffmaschine - Zusammenbau 6 (Schluß)
Verfasst: Sonntag 10. April 2016, 19:11
von Hosenkürzer
Die Kopfplatte vor der Montage. Auf der Unterseite und in Nadel- und Drückerstange sind die letzten
Ziffern der SN eingeschlagen (Herstellungsjahr vermutlich (!) 1890 - 1900):
DSCN1743.jpg
Das war´s. Danke für Euer Interesse.
lG Helmut
Re: Moriz Jacobi Langschiffmaschine
Verfasst: Montag 11. April 2016, 10:42
von Klaus_Carina
Danke Dir für diese "Anatomie eines Langschiffs"
Re: Moriz Jacobi Langschiffmaschine
Verfasst: Montag 11. April 2016, 11:43
von Lanora
WOW , das du dich getraut hast die Maschine so zu zulegen .......bei meinem Langschiffchen hab ich nicht mehr als unbedingt nötig auseinander genommen

Re: Moriz Jacobi Langschiffmaschine
Verfasst: Montag 11. April 2016, 11:47
von Mr Pfaff
Respekt
Ich hätte mich nicht getraut die Maschine derart zu zerlegen . Woher wusstest du, was wo wie einzustellen war ?
Evtl leg ich mir mal ne billige 30/31 oder so zu , mit der ich das probieren kann.

Re: Moriz Jacobi Langschiffmaschine
Verfasst: Montag 11. April 2016, 13:44
von Hosenkürzer
Hallo Klaus, Bianca, Mr.Pfaff,
normalerweise zerlege ich auch nur, was unbedingt notwendig ist. Da diese Maschine aber derartig verklebt und verharzt war, habe ich mir die Reinigung durch die etwas gründlichere Zerlegung erleichtert.
Neu einzustellen war nur die Transporteurhöhe (standardmäßig so, daß in höchster Stellung der Transporteur etwa die Zähnchenhöhe über die Stichplatte ragt). Sonst ist nur die Stellung der Kurbelscheibe auf der Ständerwelle kritisch, da habe ich mich an die bereits vorhandene Markierung gehalten. Z.B. bei einer DUG - Maschine gibt es viel mehr Einstellmöglichkeiten, aber eine Langschiffmaschine zu zerlegen und zusammenzubauen ist wirklich keine Gehirnchirugie.
Und wenn man nicht weiß, wie man etwas demontieren soll, dann lässt man es eben drauf.
Das Handrad habe ich aus dem Grund nicht runtergenommen.
DSCN1903.jpg
DSCN1904.jpg
Ich nehme zwar stark an, daß der Kupplungsdeckel mit der Klinke auf die Armwelle aufgeschraubt ist (höchstwahrscheinlich Linksgewinde), aber um ihn abzuschrauben hätte ich mir irgendeine Vorrichtung basteln müssen (und die Armwelle irgendwie festhalten). Das war mir zu mühsam und auch nicht notwendig.
@Wolfgang
Das Schiffchen ist genauso lang wie das, das Du mir angeboten hast. Danke Dir trotzdem herzlich!
lG Helmut
Re: Moriz Jacobi Langschiffmaschine
Verfasst: Donnerstag 14. April 2016, 22:58
von HAD
Hallo Helmut,
diesem Respekt kann ich mich nur anschließen, vor allem auch wegen der exakten Recherchen.
Dass die nicht immer so einfach sind, habe ich gerade bei meiner Dürkopp gesehen.
Die Idee mit dem Schellack finde ich gut, denn irgendwie muss auch das blanke Metall an den Lackfehlstellen auf Dauer geschützt werden. Wobei Gusseisen ja von Haus aus nicht so schnell rostet. Ich mag nur keinen Kunstharzlack auf die alten Dinger pinseln. Meine Tochter ist ja gelernte und aktive Geigenbauerin, die wird mir sicher zum Thema Schellack einiges sagen können.
Das Langschiffchenvirus ist sehr ansteckend, Vorsicht!!!
Gruß
Harald