Re: Veritas 8014 ,Nadel schleift an Stichplatte
Verfasst: Dienstag 20. Januar 2026, 21:12
Mein Text war der erste Versuch das zu beschreiben, was Herr Renters im "Nähmaschinenfachmann" schreibt. Deshalb habe ich Herrn Renters Text auch noch eingefügt als ich ihn im Buch gefunden habe. Die Zacken haben ja primär die Funktion den Drehwinkel der Kupplungsschraube zu begrenzen. Gleichzeitig verhindern die Nasen in den Nuten der Hauptwelle das lösen der Schraube durch das Drehmoment des Antriebs. Wenn ich bei der Kayser den Ring um 180° verdreht einlege kann ich die Kupplungsschraube zuschrauben, aber bevor sie richtig fest zu ist steht die kleine Schraube an einer Zacke an. ... Wenn ich dann die Dreizackscheibe um 180° umdrehe kann ich die Kupplungsschraube voll zudrehen ... und die kleine Schraube verhindert nur das ich die Kupplungsschraube zu weit aufdrehen kann.Habe ich nicht ganz verstanden!sputnik hat geschrieben: ↑Dienstag 20. Januar 2026, 01:03
Ich kenne das auch das die Nasenscheibe nicht festgeschraubt wird sondern bei festgezogener Kupplungsschraube nur lose drinnenliegt. Der soll ja nur verhindern dass die Kupplungsschraube zu weit aufgedreht wird. Die Kupplungsschraube drückt normalerweise auf des Ende der Hauptwelle. Wenn sich die Kupplung nicht festziehen lässt wird die Nasenscheibe um 180° verdreht montiert, dann sollte wieder alles passen. Falls nicht ist möglicherweise die Hauptwelle oder das Handrad seitlich verschoben?
Bei verkehrt montierter Scheibe (und damit nicht fest angezogener Kupplungsschraube) ist das Handrad nur leicht gebremst mit der Wellenbuchse verbunden und würde bei Belastung durchrutschen. Durch das umdrehen der Scheibe kann ich die Schraube weiter anziehen (in dem Fall um ~5°) was reicht um das Handrad richtig fest mit der Buchse zu verbinden.
Das "festgezogener" in meinem Text habe ich nach einigen Anpassungen an Herrn Renters Text (z.B. Nasenscheibe
Deshalb muss die Nadelstange ganz oben sein, damit der ans Biegeisen anschliessende Teil der Nadelstange bereits in der Führungsbuchse ist und von dieser gestützt wird.Echt jetzt?sputnik hat geschrieben: ↑Dienstag 20. Januar 2026, 01:03
Zur streifenden Nadel ... bei Stickmaschinen werden die Nadeln zum Greifer durch biegen der Nadelstangen eingestellt. Das funktioniert bei anderen Maschinen auch.
Meinen (an der Stelle geringen) Erfahrungen nach, hat man sofort einen Schwergang, wenn die Nadelstange auch nur wenigst krumm ist!
Bei einer Stickmaschine hat man ja sonst keine Möglichkeit die fertigungsbedingten Toleranzen von vielen Nadeln zum Greifer auszugleichen.
Es geht dabei ja immer nur um maximal 2/10mm an der Nadelspitze, also deutlich unter 1/10mm am Nadelstangenende. Wenn ich die Springstichklinke betätige kann ich die Nadelstange frei verschieben und sehe im kleinen Stichloch sehr gut die korrekte Position.
Ich hab dann später auch manchmal normale Schnellnäher bei Kunden gesehen/eingestellt wo die Nadel nicht exakt dort war wo sie sein sollte und dort ebenfalls die Nadelstangen gebogen (mein Biegeeisen war ja ohnehin in der Werkzeugtasche) was auch problemlos funktioniert hat. Bei zwei Jukis hatte ich vorher Bedenken (hohle dünnwandige Nadelstangen), hat aber auch funktioniert.