Privat irgendwas am Atari ... frag mich nix genaueres ...
Ich habe als ersten Lehrberuf Mitte der 1970er Jahre Büromaschinenmechaniker gelernt. Da haben wir in der Berufsschule Assembler programmieren gelernt. Die Schule hatte zwar keinen Computer ... aber wir lernten sehr ausführlich die Grundlagen. Vor allem Algorithmen, wie Alus (Arithmetische Logik Einheiten) diskret aufgebaut sind, funktionieren und was man damit alles machen kann. Ich habe ja bereits im Volksschulalter (in den 1960er Jahren) meine ersten elektronischen Schaltungen wie Verstärker und ähnliches gebaut und meine ersten Computerbücher gelesen. Dadurch habe ich auch immer sehr leicht und sehr viel dazugelernt, weil es mich halt einfach interessiert hat. Ich hatte damals auch viele Angebote Elektroniker zu lernen, was ich aber nicht wollte weil ich mir doch nicht mein Hobby durch Arbeit verderben wollte.
Nach dem Bundesheer hatte ich viel tolle Jobangebote ... unter anderem von IBM wo ich ~ 10x mehr als bei den Nähmaschinen verdient hätte ... und jobbegleitend Informatik studieren hätte können. Aber wer will schon mit so einer Schnöselfirma wie IBM zu tun haben wo man damals Anzug und Krawatte tragen musste.
Nachdem ich mit meinen alten IBM Rechnern (diskrete Maschinen aus den 1950er Jahren im handlichen Schrankformat) nichts vernünftiges anfangen konnte, hab ich mr dann einen Sinclair ZX81 zugelegt, erweitert was mir möglich war und viel darauf programmiert. Software gab es ja damals praktisch noch fast keine, also war selbst programmieren der Weg zum Ziel. Später kam dann ein Atari ins Haus mit dem schon einiges mehr möglich war, aber für den auch noch kaum brauchbare Software (ausser Spiele) gab.
Für diesen Atari hab ich dann auch mein erstes Graphikprogramm geschrieben. Dann kamen die Comodores, BBCs und ähnliche bei Freunden ... und bei mir der Atari ST. Auf dem hab ich dann richtig viel programmiert und auch viel für die Firma gearbeitet. In der Firma hatte ich einen klassischen IBM (Z80) PC zur Verfügung der praktisch kaum für irgendwas zu gebrauchen war. Am Atari hab ich mich sehr mit dem Omikronbasic beschäftigt das bereits eine sehr mächtige Programmiersprache war, und wo es von der Firma Omikron auch jede denkbare Unterstützung gab. So habe ich es geschafft das der Atari ST mit einer Mischunge aus Omikron Basic, Maschinensprache und allen erdenklichen Tricks (wie die Nutzung des Blitterchips für ausführliche sehr schnelle Datenverschiebungen und ähnliches) bis zum IBM 286 mit Koprozessor, bei vielen meiner Programme (Datenverarbeiten, Statistik, Graphik, Tabellen, Datenbanken ...) immer noch um ein vielfaches schneller war als eben ein IBM PC mit Coprozessor.
Ich habe damals mit vielen Freunden die hauptberufliche Programmierer am PC waren, meistens Informatik studiert hatten und bei grossen Firmen wie Wang, IBM, HP etc. gearbeitet haben um die Wette programmiert (wer schneller Routinen zur Datenverarbeitung [z.B. multidimensionale Datenmatrizen sortieren, auswerten oder multidimensionale magische Quadrate und ähnliche spannende Aufgaben] schafft).
Wenn ich mich recht erinnere waren meine privaten Graphikprogramme zu Beginn meistens selbst gestrickt, weil es auch kaum brauchbares gab. Das erste fertige Programm könnte Tommy CAD gewesen sein? ... In der Firma, am PC hatte ich irgendwelche Programme die eigentlich primär für Textilverarbeitung gedacht waren. Ein Vektorgraphikprogramm um Schnitte zu scannen, zeichnen, gradieren und daraus Schnittlagenbilder zu erstellen und die z.B. an die ersten Gerbercutter weiterzureichen. Und von ZSK hatte ich auch verschiedene Programme wie z.B. das GIS und einige andere. Ein ganz frühes Autocad (ich glaube das hiess damals auch noch anders?) hatte ich auch auf dem Rechner ... aber das habe ich nach Möglichkeit gemieden. Da war die Atari-Software schon weit voraus. Ich hab auch viel mit Netzwerken gemacht und Hard-/Software entwickelt (z.B. die erste Retourstickeinrichtung für ZSK, Lasercutter für Lederverarbeitung, elektronische Pullersteuerungen für Juki oder objektorientierte Schnittstellen für Textilzuschnitt). Nebenbei habe ich dann ja auch Komposition studiert und mich sehr viel mit Musik, Synthesizern, Sampling und elektronischer Musikverarbeitung/-erzeugung beschäftigt. ... und vieles andere mehr
Herzliche Grüsse vom Sputnik