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Re: Unbekannte Fiddle base Nähmaschine
Verfasst: Sonntag 1. März 2026, 14:22
von Noffie
Asumata hat geschrieben: ↑Sonntag 1. März 2026, 14:10
Hallo Noffie!
Du hast das Zitierte aber übersehen, oben habe ich um 1850 angegeben, was sich aber doch auf europäische Länder bezog- kann aber nochmals recherchieren, vielleicht liege ich falsch.

Unter Singer fand ich vor 1880 nichts.
LG
Andrea
... wie bitte?
Asumata hat geschrieben: ↑Sonntag 1. März 2026, 01:53
Ich fand da manch interessantes rund um das Thema.
1826 Röthmuller, ein Österreicher, erhielt das erste Patent (wohl eher ein Privileg damals noch) auf die Herstellung lithografischer Abziehbilder für Oberflächen wie Holz u. Zinn.
Anwendung an Nähmaschinen um 1850. Lithografische Abziehbilder kamen ab ca.1850 in England, Frankreich u. Deutschland auf um Eisenwaren, einschließlich Nähmaschinen mit Verzierungen zu gestalten.
Singer und die Umstellung (1880er Jahre):
Vor den 1880ern wurden Nähmaschinen (auch bei Singer) hauptsächlich in Handarbeit mit Goldlack verziert. Erst ab den 1880n stellte Singer auf gedruckte Wasserschiebebilder um, welche Massenproduktion von reich verzierten Nähmaschinen ermöglicht hat.
1790 hatte der Engländer Thomas Saint ein Patent auf eine Nähmaschine zur Verarbeitung von Leder und Segeltuch erhalten.
Ziviles Patenamt gab es bereits ab 1794. Als laizistische Alternative wurde während der Französischen Revolution (1794) das 'zivile Patenamt' (baptême civil / parrainage républicain) eingeführt. Dieses wurde in den 1930er Jahren von sozialistischen Bürgermeistern wiederbelebt- heute rein symbolischer Charakter ohne rechtliche Verpflichtungen.
Am 10. Februar 1815 erhielt Madersperger in Wien ein österr. kaiserliches Patent (ein sogenanntes Privilegium) für seine Nähmaschine, die sich jedoch nicht vermarkten ließ. Er starb verarmt, wurde bestattet am St. Marxer Friedhof in Wien.
Ab 1850 in Deutschland: Einzelstaatliche Privilegien (kein zentrales Amt).
Ab 1850 in Österreich: k.k. Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Bauten.Ab 1877 Deutschland: Kaiserliches Patentamt (Berlin).
Ab 1899 in Österreich: Österreichisches Patentamt in Wien
LG
Andrea
Re: Unbekannte Fiddle base Nähmaschine
Verfasst: Sonntag 1. März 2026, 18:12
von Asher
Olaf_Larsen hat geschrieben: ↑Sonntag 15. Februar 2026, 22:28
...
Sie hatten die Namen:
Singer Salon SS 1877-1883
Singer Salon A6 1878-1883 (Handmaschine)
Singer Medium 1878-1883
....
hier mal was echt interessantes von ISMACS, wo Singer angeblich nie "fremdgegangen" ist:
https://ismacs.net/singer_sewing_machin ... hines.html
Teil 2:
https://ismacs.net/singer_sewing_machin ... ction.html
Re: Unbekannte Fiddle base Nähmaschine
Verfasst: Sonntag 1. März 2026, 19:53
von AJS Roland
Hallo Olaf,
vielen Dank für Deine Bemühungen.
Ich glaube nicht das es sich um eine Husqvarna Nähmaschine handelt.
Die Ornamente sind zwar sehr ähnlich, aber doch nicht identisch.
Bei allen Husqvarna Langschiff Maschinen die ich bis jetzt gefunden habe
Ist die schmale Schieberplatte vor der Stichplatte kurz gehalten, wie bei den Singer
Maschinen. Bei mir geht dieser Schieber bis Vorderkante Maschinenbett.
Vielleicht könnte der Spuler zur Identifikation helfen.
Gruß, Roland
Re: Unbekannte Fiddle base Nähmaschine
Verfasst: Sonntag 1. März 2026, 19:54
von Olaf_Larsen
Asher, mein "The N. Y. Favorite".
14.jpg
Re: Unbekannte Fiddle base Nähmaschine
Verfasst: Sonntag 1. März 2026, 20:12
von Asher
Olaf, da du offensichtlich Platz für alle möglichen Maschinen hast, kannst gerne vorbeikommen und paar von meinen mitnehmen

Re: Unbekannte Fiddle base Nähmaschine
Verfasst: Dienstag 3. März 2026, 02:23
von Olaf_Larsen
Hallo Roland.
Ich stimme deinen Überlegungen zur langen, schmalen Schieberplatte der Nähmaschine voll und ganz zu. Ich habe die meisten meiner Langschiffchenmaschinen im Archiv durchgesehen und kann keine mit derselben Verzierung finden, außer der von Husqvarna. Meine abgebildete Freja ist ein Modell mit hohem Arm, das von 1891 bis 1925 hergestellt wurde. Eine Frage, die sich stellt, ist natürlich, ob Husqvarna die Nähmaschinen tatsächlich hergestellt hat oder ob sie importiert wurden. Dann könnte es natürlich sein, dass sie die Aufkleber des Lieferanten verwendet haben, und dann muss man nur eine ähnliche Maschine außerhalb Schwedens finden. Wir hätten Zugang zu den Einkaufslisten haben sollen, aber soweit ich weiß, gibt es keine Produktionslisten oder andere Unterlagen in der Fabrik. Hier sind einige Bilder aus dem Husqvarna-Museum.
https://photos.google.com/share/AF1QipP ... hGVGdjbkpB
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
Re: Unbekannte Fiddle base Nähmaschine
Verfasst: Dienstag 3. März 2026, 12:02
von Asher
Danke für die Fotos...
obwohl meine 19E ansich 50er Jahre ist, wurde die "E" erst in den 60ern gebaut?
Ich hab gestern in einem Youtube Video mitbekommen,
dass man die Maschinen durchaus datieren kann