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Re: Adler 153a Einstellung Nähfuß / Nadelstange/Fadenspanner

Verfasst: Freitag 1. Mai 2026, 22:10
von klausla
Ich verstehe natürlich dieses immer und ewige Zeit-Argument vollkommen und auch, wenn jemand sein Schätzchen zum Nähmaschinenladen bringt und dort diese Auskunft erhält. Aber in Foren, wo es um Hobby-Schneiderei und -Bastelei geht, nimmt man doch damit Leuten, die vielleicht (noch) nicht die größten Mechaniker sind, die Motivation, es einfach mal selbst zu probieren. Mit diesem dummen Wirtschaftlichkeits-Argument ist es nämlich auch keinesfalls wirtschaftlich, überhaupt selber zu nähen und zu flicken sondern man geht zum kik und kauft sich seine Klamotten neu. Deswegen ist die Welt ja so wirtschaftlich, wie sie eben ist...
Wenn man die Demontage/Montage der Armwelle bei dieser Maschine, was immer als die größte Herausforderung dargestellt wird, gut vorbereitet (alle Antriebe und Wellenringe lösen und mit Öl so einweichen, daß sie sich mühelos verdrehen und verschieben lassen) und exakt nach Mechanikeranleitung vorgeht (und nicht so dumm wie ich meint, man könne sich die Markierung der verschiedenen Antriebe auf der Armwelle sparen), ist das in 1 Std. problemlos gemacht. Viel mehr Zeit verbringt man mit der Recherche nach geeigneten Ersatzriemen und -Rädern und natürlich müssen die Räder noch auf die 9 bzw. 12,8 mm der Unter- und Armwelle aufgebohrt bzw. gerieben werden, was relativ exakt erfolgen sollte, damit die Fixierung über die Madenschrauben später hinreichend verdrehsicher ist. Und natürlich muß die Unterwelle auch einmal rein und raus, um das Riemenrad zu tauschen. Und ein bißchen Zeit braucht es dann noch, die beiden Wellen miteinander zu synchronisieren, aber es gibt eben zum Glück diese genaue Anleitung. Ich kann daher jedem, der so ein Maschinchen mit zerbröseltem Zahnriemen hat unbedingt empfehlen, es erst mal selbst zu probieren. Mit irgendetwas muß man sich ja schließlich beschäftigen, obwohl es bestimmt wirtschaftlicher ist, am besten gleich in die Kiste zu steigen...