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Re: Informationen zu pfaff 37-9 Freiarm

Verfasst: Montag 18. Mai 2026, 21:01
von Asher
Das Klicken ist wohl der Füßchen-Rücksprung, nachdem er weiter transportiert hat.

Meine kleine Singer 15-39 (leider Flachbett und schwach) gibt ähnliche Geräusche von sich, wenn der transportierende Fuß in Ausgangsposition geht,
nur nicht so scharf

Re: Informationen zu pfaff 37-9 Freiarm

Verfasst: Montag 18. Mai 2026, 21:12
von sputnik
#42 Ungelesener Beitrag von sandermi » Montag 18. Mai 2026, 18:11
...
2. Wurde 1/45 verkauft (in CH), also vermutlich Jan 1945. daher Produktion wohl im Krieg (übrigens, ich habe gelesen dass pfaff und adler dem Reichswirtschaftsministerium untergeordet waren. und das die Hersteller genötigt wurden neben der Herstellung von Kriegsgerät auch untereinander gussformen auszutauschen. vielleicht hat Adler die Formen an Pfaff gegeben / geben müssen? vielleicht war diese Basis zunächst für die 37-9 verwendet worden (da die 37-26 von Adler ja Flachbett) - und dann hat PFAFF nach dem Krieg die Basis behalten und mit der 25-0-9 bestückt - also oben eine Pfaff freiarm drauf, nicht mehr die von adler. im Netzt habe ich gesehen dass die 25-0-9 von Pfaff erst in den 50ern gebaut wurde. das waere definitiv nach der 37-9. was meint ihr? Plausibel? waere natürlich interessant den Fussquerschnitt der 37-9 (mit Aubau Adler) mit der 25-0-9 zu vergleichen (mit Aufbau Paff). wenn diese beiden maschinen den gleichen Fussabdruck haben vom oberen Maschinenteil, dann würde das die Erklärung unterstützen denke ich. ...

Deine Theorie erscheint mir reichlich absurd, zumal Paff und Adler z.B. unterschiedliche Gewinde verwenden.

Was seit dem 19.Jhdt. völlig normal ist das Firmen Maschine zukaufen oder legal/illegal nachbauen. Es gibt ganz viele Maschinen die von ganz vielen Herstellern gebaut wurden und werden. Früher hat man versucht jeden Transport aus Kostengründen zu vermeiden. Jede Vertretung hatte eigene Tischler für Tischplatten und Nähmöbel, eigene Schlosser für Gestelle und ähnliches weil der Transport viel zu teuer gekommen wäre.

Adler/Pfaff/Dürkopp liefern nur die Nähmaschinenköpfe nach Österreich und lassen die Tischplatten und Gestelle von lokalen Schlossern und Tischlern anfertigen. Montiert werden die allermeisten Maschinen ohnehin immer von den regionalen Vertretungen.

Singer hat nach dem Krieg in Österreich Ersatzteile selbst angefertigt weil der Transport von Deutschland zu kompliziert und zu teuer gewesen wäre.

Die einzigen Firmen welche ich kenne und von denen ich weiss das sie sich manchmal mit Produktionskapazitäten ausgeholfen haben waren Dürkopp & Adler.
Aber da waren die alten Werke auch nur einen Katzensprung entfernt und hatten von Anbeginn an ein gutes Verhältnis zueinander und gehörten auch zeitweise zusammen.

Herzliche Grüsse vom Sputnik

Re: Informationen zu pfaff 37-9 Freiarm

Verfasst: Dienstag 19. Mai 2026, 01:30
von mme
Vielleich waren es auch steuerliche Gründe:
https://www.singersewinginfo.co.uk/hist ... oridsdorf/

🙷Im Jahr 1883 errichtete die Singer Company in Floridsdorf bei Wien, Österreich, eine kleine Eisengießerei und ein Montagegebäude. Diese Entscheidung wurde als Reaktion auf eine Steuer getroffen, die 1882 auf importierte Nähmaschinenständer erhoben wurde. Die Steuer basierte auf dem Gewicht, daher war es sinnvoll, die schweren Gusseisenständer mit niedriger Technologie vor Ort herzustellen und gleichzeitig die leichteren, technisch anspruchsvolleren Teile aus der Fabrik in Glasgow zu importieren.

Re: Informationen zu pfaff 37-9 Freiarm

Verfasst: Dienstag 19. Mai 2026, 01:35
von Achim (js_hsm)
Nur waren Pfaff und Adler deutsche Unternehmen ohne Zollschranken dazwischen.