Servus Christoph,
zu dem von Dir eigentlich gefragten
Lagerproblem ...
ich bin zwar noch nicht soo alt dass ich genau weiss wie das meine Vorgänger genau gehandhabt haben ...
aber Nähmaschinenmechaniker und Fahrradmechaniker war in Europa von Anbeginn an meistens ein Kombiberuf.
Bei beiden war es früher üblich offene Lagergehäuse mit losen Kugeln zu befüllen. Ich habe von meinen Vorgängern noch schachtelweise z.B. orginale FAG Lagerkugeln. Davon kosteten früher 5Kg 2,-€ oder so ähnlich.

z.B. ->
https://www.google.com/search?client=fi ... eln+kaufen
Lose Kugellagerkugeln gibt es auch heute noch von fast allen Lagerherstellern in feinen Abstufungen (oft in 1/100mm Abstufungen) günstig zu kaufen.
Bekommt man heute im Onlinehandel ... oder mit verlässlicher Qualität bei "(Kugel)Lagerhändler" oder im technischen Bedarfshandel.
Bei Fahrrädern oder bei konischen Nähmaschinenwellen kann dann das Lager auch mit geringfügig abweichenden Kugeln noch spielfrei eingestellt werden.
Vor dem Einbau sollte natürlich alles sauber sein ... und die Kugeln lassen sich dann mit normalem Radlagerfett erst mal im Gehäuse festhalten. Je nach Konstruktion (beim Fahrrad oft mit Mutter/Gegenmutter oder bei Nähmaschinen auch oft mit konischen Lagerzapfen) lässt sich dann das Lagerspiel optimal einstellen. siehe auch ->
Als Nähmaschinenmechaniker wirft man deshalb auch alte Kugellager kaum weg, sondern sammelt die alten Lagerkugeln falls mal welche verloren gehen etc.
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Ein anderes Problem welches bei der verwendung alter Gestelle/Tischplatten entstehen kann ist das die
alte Tischplatte nicht exakt zur neuen Maschine passt.
Es gab immer schon Tischplatten in Stärken zwischen ~25mm - 60mm ... und natürlich je nach Bedarf von winzig klein bis riesengross.
Bei den Maschinen mit Fusslüftung mittels Kniehebel, muss man dann manchmal bei einem anderen Maschinenkopf oder anderer Tischplattenstärke die Befestigung des Kniehebels ein Stück weit versetzen. Im Normalfall sollte sich Presserfuss mit dem Handhebel lüften lassen ... und wenn man dann den Kniehebel betätig der Fuss noch ein Stückchen weiter heben und dabei der Handhebel wieder nach unten fallen. Damit kann ich mit beiden Händen das Nähgut unter dem gehobenen Fuss perfekt positionieren und festhalten ... und den Fuss mit dem Kniehebel wieder absenken.
Bei der Pfaff 138 gibt es auch orginal mehrere
Presserfusstangen und noch einige andere von ähnlichen Klassen welche sich verwenden lassen. Ich habe bei mir eine 138er Stange mit zwei Gewindelöchern ... und die lässt sich so einstellen dass ich ohne Adapter/Umstellen sowohl hohe als auch niedrige Füsschen verwenden kann.
Falls einmal benötigt bekommt man eine
neue Presserfussfeder beim Büchsenmacher (oft geschenkt) ... man braucht die Glock Gasladefedern nur ein wenig zu kürzen (die müssen z.B. bei Polizei etc. aus Sicherheitsgründen regelmässig getauscht werden weil unter umständen Menschenleben davon abhängen) ... die alten Federn werden normalerweise weggeworfen, lassen sich aber in Nähmaschinen noch jahrzehntelang perfekt verwenden.
Herzliche Grüsse vom Sputnik