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Motor Georgii-Kobold Typ KNW 63
Verfasst: Montag 28. Juli 2025, 18:21
von Janet
Hallo,
ich habe da mal ein Problem … mit ihm hier
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Der Motor brummt, bekommt ständig Strom.
Das bedeutet, er würde durchbrennen, da ja die Bremse fest ist.
Wenn man die Bremse löst, dann läuft er ordnungsgemäss.
Normalerweise wäre richtig, man durch leichtes Betätigen die Bremse löst, lässt sich dadurch die Riemenscheibe mit der Hand drehen. Bei stärkerem Betätigen schalten ersten Kontakte und der Motor bekommt Strom und die Riemenscheibe läuft.
Ich habe den Motor geöffnet und alle Kontakte am Schalter sind geöffnet und theoretisch ist kein Stromfluss möglich, dennoch liegt immer Spannung auf dem Motor an.
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Unter euch ist doch bestimmt jemand, der mir helfen und Tips geben kann, damit ich den Motor zum ordnungsgemäßen Laufen bekomme.
Viele Grüsse Janet
Re: Motor Georgii-Kobold Typ KNW 63
Verfasst: Montag 28. Juli 2025, 20:08
von dieter kohl
vermutlich der Kondensator defekt
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kobold - Frako - kondensator.jpg
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Re: Motor Georgii-Kobold Typ KNW 63
Verfasst: Montag 28. Juli 2025, 21:50
von Janet
Hallo,
Ich hab grad mal gegoogelt, aber bin nicht schlau geworden.
Wie komme ich an so einen Kondensator? Kann mir jemand einen Tip geben?
Danke im Voraus.
Janet
Re: Motor Georgii-Kobold Typ KNW 63
Verfasst: Montag 28. Juli 2025, 23:22
von Wekaha
Selber bauen aus X2- und Y2-Kondensatoren
Re: Motor Georgii-Kobold Typ KNW 63
Verfasst: Donnerstag 19. März 2026, 00:12
von mecanix
N'Abend :)
Habe einen KNW54 Kobold Anlasser Motor, war bei einer Pfaff 138 dabei. Der Motor hatte einen Knallfrosch - also der Kondensator ist platt.
Ich finde, dass dieser Motor absolut geschmeidig läuft und würde ihn gern erhalten. Nach der mechanischen Revision hatte ich auch den Gedanken an Asbest aber es ist gefettetes Rindsleder beim Bremsklötzchen...
Ich möchte den Entstörkondensator nachbauen, weiß aber nicht genau, welche Typen X und/oder Typ Y Kondensatoren passen würden. Ich würde entweder eine kleine Platine machen oder die Teile direkt zusammenlöten (Schaltplan ist ja praktisch auf dem Gehäuse des Kondensators aufgedruckt) und dann mit Epoxydharz vergiessen.
Habe mittlerweile drei Stück von den Kobold Motoren aus Mitte/Ende der 1950er Jahre und alle haben diesen Entstörkondensator. Ich würde gleich mehrere Ersatzteile bauen.
Kann mir jemand bei der Wahl der benötigten Einzelkondensatoren helfen, die für den Bau des Entstörkondensators benötigt werden?
Grüße, Andy
Re: Motor Georgii-Kobold Typ KNW 63
Verfasst: Donnerstag 19. März 2026, 00:28
von Achim (js_hsm)
Grundsätzlich gilt:
Kondensatoren gegen Erde/Gehäuse Y2 Typen
Kondensatoren die "nur" an 230V liegen X2 Typen
Spannungsfestigkeit 300V
Re: Motor Georgii-Kobold Typ KNW 63
Verfasst: Donnerstag 19. März 2026, 13:54
von mecanix
Danke, Achim! Ich bin nun auf dem Weg zum noch existierenden Elektronikladen. Das Ergebnis dieser Aktion lade ich dann hoch, eventuell nützt es anderen Leuten, die ihre Kobold Motörchen erhalten wollen.
Re: Motor Georgii-Kobold Typ KNW 63
Verfasst: Donnerstag 19. März 2026, 21:19
von Makatea
Um Dir preislich eine Orientierung zu verschaffen, kannst Du auch mal bei reichelt.de vorbeischauen,
da kannst Du Dir ne ordentliche Handvoll Kondis bestellen und das Teuerste daran ist immer noch der Versand ;-)
Aber wenn es lokal noch Läden gibt und deren Preise nicht völlig abgehoben sind, ist das natürlich noch besser.
Re: Motor Georgii-Kobold Typ KNW 63
Verfasst: Sonntag 5. April 2026, 20:07
von grossvater
Anderes Thema, gleicher Motor:
Schmieren oder nicht schmieren - das ist meine Frage an euch.
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In der
Betriebsanleitung steht fettgedruckt: NICHT ÖLEN. Doch wenn man weiterliest kommt auf der letzten Seite doch der Satz:
Vor dem Zusammenbau gibt man auf die Lagerzapfen einige Tropfen Öl der Qualilät DTE-miltel-spezial der Deutschen Vakuum-Öl-Geseltschaft. Andere Öle nicht verwenden.
Noch eine letzte Warnung auf dem Boden der Anlasserhaube: NICHT NACHÖLEN.
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Nun bin ich verwirrt. Was kann dieses Spezialöl was mein Öl nicht kann?
LG
Re: Motor Georgii-Kobold Typ KNW 63
Verfasst: Sonntag 5. April 2026, 20:23
von Ärmel
Mein Georgi Kobold unter der Pfaff 138 hatte mal ein raues Geräusch von sich gegeben.
Das Geräusch kam vom vorderen Lagerschild, Riemenscheibe-Seite.
Da ich keine Lust hatte den Motor zu zerlegen, hab ich mehrmals die Ankerwelle am Lagerschild ordentlich geölt.
Plötzlich war das Geräusch weg und der Motor läuft wieder ruhig und immer noch.
Ich würde etwas Öl ran geben, schadet meiner Meinung nach überhaupt nicht.
Grüße Heinrich