Seite 1 von 2

Pfaff 1222e Reversierhebel

Verfasst: Freitag 6. Februar 2026, 18:33
von Geradstich
Ich hab hier Pfaff 1222e: Motor läuft, wohl volle Geschwindigkeit, SEL-Platine. Bruch im Plastikrad, aber der läuft mit minimalen Widerstand durch. Netzschalter ist eien kleiner beleuchteter Kippschalter. Dreht leicht: ich hab sparsam mit leichtem Öl (Spinesso) geschmiert. An einigen Stellen nur mit Petroleum (Shellsol T, wie petrolem aber weniger Geruch). Gelegentlich macht die Stopmatic drei Stiche statt einem, und der Motor riecht nach warmem Öl -- aber schau ich später mal an, gibt sich ja vielleicht auch wenn die Maschine ein wenig genäht hat.

Momentan hänge ich an einem anderen Problem: Der Reversierhebel dreht durch, weil die Schraube fehlt. Also Plastiteil vorhanden, Hebel vorhanden, alles ist eingebaut, aber die kleine Schraube die das Plastikteil an der Achse befestigt fehlt. Ich hab ein Photo des Hebels aus einem eBay-Listing angehängt. Der Hebel scheint zu gehen: wenn ich ein Stück Draht von oben druch Plastik und Achse stecke, Dreht der Hebel sich und die Mechanik fühlt sich nicht irgendwir forciert oder klemmend an.

Was ist das für eine Schraube? Eine M2 10mm "fällt rein", eine M2,5 bringe ich nicht rein, die scheint zu groß. Das Schraubloch ist tief drin, ich kann also nicht freiweg reinstecken und ausprobieren, sondern muß die um Ecken reinzaubern. Wär mir ein Hilfe zu wissen was da reinpasst...

Re: Pfaff 1222e Reversierhebel

Verfasst: Freitag 6. Februar 2026, 19:26
von GerdK
Hallo,
da hast Du recht, die Schraube hat ein ungewöhnliches Maß. Ich habe zufällig eine Schlachtmaschine hier und konnte das nachmessen:
IMG_20260206_191035.jpg
1222 Schraube.JPG
Ich weiß nicht, was für eine Norm das ist. Vielleicht kannst Du auf M2,5 aufbohren oder sogar M3?
Davon abgesehen halte ich es fast für unmöglich, die Schraube da wieder reinzubringen, ohne die Armwelle auszubauen.

Viele Grüße, Gerd

P.S.: Die Originalschraube brauche ich nicht mehr, kann ich Dir im Brief zusenden. Kostet Dich nichts...
Schicke mir in dem Fall Deine Postadresse via PN.

Re: Pfaff 1222e Reversierhebel

Verfasst: Freitag 6. Februar 2026, 20:01
von Geradstich
Vielen Dank für die schnelle Info!
Ich versuch's mal beim Schrauben Preysinger...
Notfalls ausbauen, aufbohren, ja... (kann nicht mal was einfach sein?)

Ich hab die M2 reinbekommen mit einem Schraubenzieher, und die Schraube so halbflexibel mit Heißkleber drangepappt. (Lieber dreißigmal probiert als Armwelle verstellt!) Die M2,5 halt nicht, aber jetzt ist auch klar warum! Hatte schon den Haltering gelöst, das Plastik weggeschoben, und nur in das Gewindeloch in der Achse probiert.

Ah, hier: <https://www.gewindebohrer.de/de/service ... e-din-13-1>
stehen die Daten: M 2,2 -- Kern 1,71, Steigung 0,45, und "Link zu dem Gewindebohrer", "Link zu dem Schneideisen".

Schneideisen 6,75€, 4,80€ Versand. Wär auch ne Option...

Re: Pfaff 1222e Reversierhebel

Verfasst: Samstag 7. Februar 2026, 15:04
von sputnik
Das sieht für mich auf dem Photo aber nach anderer Steigung aus (M2,2 mit 2 G/Mauspfeil zu M2,5 mit 1 1/2 G/Mauspfeil wink ) ... und es könnte sich auch um ein zölliges- oder Nähmaschinengewinde handeln.

Bei metrischem Gewinde müsste M2,2 und M2,5 die gleiche Steigung mit 0,45mm haben.

Herzliche Grüsse vom Sputnik

Re: Pfaff 1222e Reversierhebel

Verfasst: Samstag 7. Februar 2026, 17:14
von GerdK
sputnik hat geschrieben: Samstag 7. Februar 2026, 15:04 Das sieht für mich auf dem Photo aber nach anderer Steigung aus (M2,2 mit 2 G/Mauspfeil zu M2,5 mit 1 1/2 G/Mauspfeil wink ) ... und es könnte sich auch um ein zölliges- oder Nähmaschinengewinde handeln.
Ja, den Eindruck hatte ich auch. Scheint irgendwas Exotisches zu sein...

Viele Grüße, Gerd

Re: Pfaff 1222e Reversierhebel

Verfasst: Samstag 7. Februar 2026, 17:59
von Achim (js_hsm)

Re: Pfaff 1222e Reversierhebel

Verfasst: Sonntag 8. Februar 2026, 09:49
von Geradstich
Die Ersatzteilfee hat mit eine passende Schraube versprochen! Ich messe die aus, bevor ich die einbaue; irgendwo hab ich viellleicht auch zöllige Gewindelehren...

Warum die Einle: Ich wollte aber schauen ob die Maschine überhaupt näht. Ich hab diese Pfaff 1222, und eine Zweite teils ausgeschaltete als Ersatzteillager. (In der Nr. 2 fehlt diese Schraube auch! Wundert mich, warum?) Weil dann schraub ich weiter, oder seh ob das verlorene Zeit ist. Und die steht im Wohnzimmer weil in der Werkstatt ein Alptraum von Nähmaschine steht; da hab ich mich übernommen.

Ich hab im Allerlei dünne Alunieten gefunden. Da hab ich eine reingesteckt. Einmal um zu sehen, wei rum Plastik und Hebel zueinander sthen müssen, zum anderen um zu sehen ob das uberhaupt gängig ist. Das reinstecken geht auch ohne Armwelle ausbauen: Stellring an der Reversierhebel-Achse lösen, Plastikteil und Achse etwas vorziehen (dabei anliegende Hebel anheben), Blumendraht um den Aluniet. Passend hinhalten, Achse passend drehen, reinstecken. (Okay, hab ich oft gemacht bis es passte, ein Geduldsspiel.) Hebel wieder hinterschieben, alle Hebel wieder passend anlegen ans Plastik. Der Niet steckt recht fest im Loch, also: ein paar Meter Probenaht und er hält noch.

Hab mich dann der Stopmatic gewidmet, öfters mal klack, klack, klack bis sie stoppt. (Keine Ahnung wer da geschraubt hat, ab da sind so vielle Schrauben vergnaddelt. Auch leicht zugängliche, völlig normale Schlitzschrauben schauen zerkaut aus. War ne M3 oder M4, Zylinderkopf Schlitz, da fand ich nen neue). Die Achse mit dem Mikroschalter war schwergängig, eine Mischung aus alter Schmiere und Rost? Korrosion? Jedenfalls hat Petroleuem/ Wärme/ (oft) bewegen nix gebracht. Es war in der Buchse Rost oder so... rotbraun, hartnäckig. Es hat halt gedauert bis ich mich getraut hab soweit reinzugehen. (Einstellanleitung ausm Netz hab ich. War trotzdem eien Gedulsspiel, und erst dann Ok wie ich die Rollkupplung mehr Link hab.)

Ahso: hatte gleich die Birne durch ne LED-Birne ersetzt. Dann nach einiger Zeit nachgedacht, und dann wieder die alte Glühbirne rein (auch wenn die schon schwarz wird). Ne alte Maschine profitiert doch von der eingebauten Heizung, die da vorn mal alles gut erwärmt!

Re: Pfaff 1222e Reversierhebel

Verfasst: Sonntag 8. Februar 2026, 11:27
von kleffsche
Geradstich hat geschrieben: Sonntag 8. Februar 2026, 09:49 Hab mich dann der Stopmatic gewidmet, öfters mal klack, klack, klack bis sie stoppt. (Keine Ahnung wer da geschraubt hat, ab da sind so vielle Schrauben vergnaddelt. Auch leicht zugängliche, völlig normale Schlitzschrauben schauen zerkaut aus. War ne M3 oder M4, Zylinderkopf Schlitz, da fand ich nen neue). Die Achse mit dem Mikroschalter war schwergängig, eine Mischung aus alter Schmiere und Rost? Korrosion? Jedenfalls hat Petroleuem/ Wärme/ (oft) bewegen nix gebracht. Es war in der Buchse Rost oder so... rotbraun, hartnäckig. Es hat halt gedauert bis ich mich getraut hab soweit reinzugehen. (Einstellanleitung ausm Netz hab ich. War trotzdem eien Gedulsspiel, und erst dann Ok wie ich die Rollkupplung mehr Link hab.)
Moin,

Dreht der Motor beim Auslösen der Stopmatic denn schnell? Es liest sich so, als würde die überschlagen. Das könnte man einstellen, dafür gibt es ein Potentiometer auf der Platine für die Elektronik.

Weiterhin viel Erfolg mit der 1222.

Re: Pfaff 1222e Reversierhebel

Verfasst: Montag 9. Februar 2026, 08:37
von Geradstich
Mir schien nicht, das der Motor übermäßig schnell lief, hab da keine Erfahrung was richtig ist. Die Stopmatic ging ja erst, nur sporadisch tack-tack-tack statt Stopp. Wie die Maschine länger nähte und wärmer wurde, wurde es schlimmer.

Ich hab dann in der Einstellanleitung nachgeschaut, aufgemacht: die Luft vom Stopp-Haken war viel zu groß. Soll 0,7-1,5 mm "Hebel oben" und, 0,1 mm "Hebel unten", war aber eher drei Millimeter. Und der Schraubenschlitz der Einstellschraube war V-förmig ausgegnaddelt, "da war mal was".

Der Mikroschalter hat dann nach Einstellung nicht immer geschaltet: er wurde nicht zuverlässig fest genug gegen die Nase gedrückt. Ein leichter Tipp mit dem Finger und er stoppte. Wollte schon grob eine zweite Feder reinpfuschen. Ich habe dann alle Hebel von der Achse runter, saubergemacht mit Lösungmittel und Wattestäbchen, Weißöl drauf. Damit wurde es besser. Richtig lief das erst wie ich die "roller clutch pin" #39 weiter nach links gesetzt hab. Mal sehen wie die kalt, warm, und sonstwie läuft.

Wenn das Problem wieder auftaucht, geh ich wohl besser mit Stahlwolle (oder so) durch die Buchse. Die war innen nicht blank beim Einbau... ich wollte aber lieber zu vorsichtig ran als zu forsch.

Re: Pfaff 1222e Reversierhebel

Verfasst: Montag 9. Februar 2026, 10:54
von sputnik
Das was Du bis jetzt geschildert hast klingt für mich nach viel verharztem/verklebtem Öl. Da geht dann alles mögliche schwerer als es sein sollte ... was dann auf Dauer dazu führt dass, wenn Du das erste Mal soweit bist das Du damit richtig nähen willst, der Motor abbrennt weil die Maschine zu schwer geht. Es wäre besser erst einmal das Handrad abzubauen und die Maschine so lange zu putzen, bis sie sich ohne Heizung und Tricks mit zwei Fingern an der Hauptwelle durchdrehen lässt.

Wenn die LED-Birne nicht genug heizt ist was faul im Getriebe. wink

Grüsse vom Sputnik