Ich überlege gerade, ob ich mir eine Singer 411 G hole. Für 50€ könnte ich in der Nähe eine bekommen. Hab schon ein wenig dazu gelesen. Sie kann wohl zusätzlich zu den Zierstichen auch den Kettstich. Und kann wohl mit zwei Nadeln nähen? Hat einer Erfahrungen dazu? Lohnt das? Was mich etwas abschreckt ist, dass die Maschine wohl einen eingebauten Motor hat und die verbauten Kondensatoren ihr theoretisches Lebensende erreicht haben. Lassen sich beim Einbaumotor die Kondensatoren so leicht wechseln, wie bei den Rucksackmotoren? Oder ist das eine Herausforderung. Wen einer von euch die Maschine hat, wie zufrieden seid ihr damit? Ich habe ja von Pfaff schon diverse mit Zierstichautomatik. Sie hat einen gewissen Retro-Charm. Aber ich brauche sie eigentlich nicht wirklich...
LG, Melanie
Singer 411 G
Singer 411 G
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Brother Innov-is 1250, Babylock Enlighten und BLCS 2, Janome 3000CPX
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- det
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Re: Singer 411 G
Hallo Melanie,
der eingebaute Motor ist der Schwachpunkt.
Man kommt praktisch nicht mehr an Ersatz und der Austausch der Kondensatoren ist iirc recht aufwändig.
Ansonsten eine tolle Maschine.
Gruß
Detlef
der eingebaute Motor ist der Schwachpunkt.
Man kommt praktisch nicht mehr an Ersatz und der Austausch der Kondensatoren ist iirc recht aufwändig.
Ansonsten eine tolle Maschine.
Gruß
Detlef
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Naehman
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Re: Singer 411 G
N' Abend,
meine 401G ist eine feine Maschine mit interessanten Features, die mir die Totalüberholung sehr gedankt hat. Es ist nicht sehr übertrieben, wenn ich behaupte, sie fängt an zu drehen, wenn sich auch nur eine Fliege auf ihr Handrad setzt, so leichtgängig ist die Mechanik.
Ich habe sie vor ca. 14 Jahren von E-Motor auf Fußbetrieb umgebaut. Der Grund war, daß ich zu viele Maschinen hier stehen hatte und sie somit sehr dekorativ auf ein Gestell kam, und ich es für sinnvoll hielt, eine Maschine mit sehr vielen Stichen in Reserve zu haben, falls in der Stromversorgung mal schlechte Zeiten kommen, und außerdem wollte ich "irgendwann" mal den Fußbetrieb einüben.
Da es die 401G in zwei Versionen gab, nämlich mit Elektroantrieb als auch mit Fußantrieb, konnte ich einfach den Elektromotor, der ein Kegelrad dreht, herausnehmen und die innere Riemenscheibe einer 401G mit Fußantrieb einsetzen. Das Chassis ist für beide Variationen vorbereitet.
Der nachfolgende Absatz ist keine Erfahrung, nur eine Idee. Aber als ehrgeiziger Antriebs-Konstrukteur (hüstel) habe ich an einer ganz anderen Maschine, einer Pfaff 8, einen Feld-, Wald- und Wiesen-Motor (ich hatte mal ein Konvolut billig ersteigert), untertisch montiert mit einem Holzblock, den Riemen antreiben lassen. Wackelige Konstruktion, aber sie lief. Wenn die 411G ebenso einfach umzurüsten geht wie meine 401G, und wenn man die interne Riemenscheibe des fußbetriebenen Singer-Modells auftreiben kann, ist man nicht verloren, wenn der eingebaute Motor mit dem Kegelrad wirklich unrettbar den Geist aufgibt.
Die 401G sind so tolle und, als mechanische Maschinen, für ihre Zeit fortschrittliche Modelle, daß sie jede Mühe lohnen. Allerdings müssen sie, oder Deine Traum-411G, natürlich in Ordnung sein. Typisch bei praktisch allen uralten Maschinen, die ich mal zwischen hatte, ist z.B., daß das Nähwerk beim Aufspulen des Garns mitläuft, weil sich das Fett, das beim Lösen der Kupplung einen freien Gang erlauben sollte, zu einer harten Masse erstarrt ist, die in der Klebekraft durchaus mit Zweikomponentenkleber konkurrieren könnte. Ähnlich wie mit dem Motor ist es mit antiken Fußpedalen (ich habe längst vergessen, ob die Singer 401-Modelle, dann wohl auch die 411-Modelle eine dafür anfällige Bauart haben). Wenn Du die in Deiner Nähe angebotene noch runterhandeln kannst und sie Dir zeigen können, daß sie zum derzeitigen Zeitpunkt einigermaßen läuft, könnte es sich ja um ein Schnäppchen handeln.
Ein Diagramm des Motors (wohlgemerkt immer noch für die 401G) ist zu finden auf https://de.scribd.com/document/97691512 ... tor-Wiring .
Greetz,
Hannes
Foto der Antriebsscheiben: https://www.directupload.eu/file/d/9197 ... yc_jpg.htm
meine 401G ist eine feine Maschine mit interessanten Features, die mir die Totalüberholung sehr gedankt hat. Es ist nicht sehr übertrieben, wenn ich behaupte, sie fängt an zu drehen, wenn sich auch nur eine Fliege auf ihr Handrad setzt, so leichtgängig ist die Mechanik.
Ich habe sie vor ca. 14 Jahren von E-Motor auf Fußbetrieb umgebaut. Der Grund war, daß ich zu viele Maschinen hier stehen hatte und sie somit sehr dekorativ auf ein Gestell kam, und ich es für sinnvoll hielt, eine Maschine mit sehr vielen Stichen in Reserve zu haben, falls in der Stromversorgung mal schlechte Zeiten kommen, und außerdem wollte ich "irgendwann" mal den Fußbetrieb einüben.
Da es die 401G in zwei Versionen gab, nämlich mit Elektroantrieb als auch mit Fußantrieb, konnte ich einfach den Elektromotor, der ein Kegelrad dreht, herausnehmen und die innere Riemenscheibe einer 401G mit Fußantrieb einsetzen. Das Chassis ist für beide Variationen vorbereitet.
Der nachfolgende Absatz ist keine Erfahrung, nur eine Idee. Aber als ehrgeiziger Antriebs-Konstrukteur (hüstel) habe ich an einer ganz anderen Maschine, einer Pfaff 8, einen Feld-, Wald- und Wiesen-Motor (ich hatte mal ein Konvolut billig ersteigert), untertisch montiert mit einem Holzblock, den Riemen antreiben lassen. Wackelige Konstruktion, aber sie lief. Wenn die 411G ebenso einfach umzurüsten geht wie meine 401G, und wenn man die interne Riemenscheibe des fußbetriebenen Singer-Modells auftreiben kann, ist man nicht verloren, wenn der eingebaute Motor mit dem Kegelrad wirklich unrettbar den Geist aufgibt.
Die 401G sind so tolle und, als mechanische Maschinen, für ihre Zeit fortschrittliche Modelle, daß sie jede Mühe lohnen. Allerdings müssen sie, oder Deine Traum-411G, natürlich in Ordnung sein. Typisch bei praktisch allen uralten Maschinen, die ich mal zwischen hatte, ist z.B., daß das Nähwerk beim Aufspulen des Garns mitläuft, weil sich das Fett, das beim Lösen der Kupplung einen freien Gang erlauben sollte, zu einer harten Masse erstarrt ist, die in der Klebekraft durchaus mit Zweikomponentenkleber konkurrieren könnte. Ähnlich wie mit dem Motor ist es mit antiken Fußpedalen (ich habe längst vergessen, ob die Singer 401-Modelle, dann wohl auch die 411-Modelle eine dafür anfällige Bauart haben). Wenn Du die in Deiner Nähe angebotene noch runterhandeln kannst und sie Dir zeigen können, daß sie zum derzeitigen Zeitpunkt einigermaßen läuft, könnte es sich ja um ein Schnäppchen handeln.
Ein Diagramm des Motors (wohlgemerkt immer noch für die 401G) ist zu finden auf https://de.scribd.com/document/97691512 ... tor-Wiring .
Greetz,
Hannes
Foto der Antriebsscheiben: https://www.directupload.eu/file/d/9197 ... yc_jpg.htm
