Phoenix 249
Verfasst: Mittwoch 18. März 2026, 10:13
Hallo zusammen,
ich möchte euch meine Phoenix 249 vorstellen!
Meine Maschine stammt aus dem Jahr 1953 und läuft bei mir ohne Motor – ganz bewusst. Ich arbeite sehr gerne mit Tretantrieb, da mir die fein dosierbare Geschwindigkeit deutlich präziser erscheint. Für meine Zwecke als Herrenschneider brauche ich keine hohen Drehzahlen, sondern Kontrolle, und genau das liefert die Maschine zuverlässig.
Was ich an der 249 besonders schätze: Sie ist klar für die Herrenschneiderei konzipiert. Viele klassische Handarbeitstechniken lassen sich erstaunlich gut imitieren, was sie für mich im Atelier extrem wertvoll macht. Insgesamt ein sehr solides, durchdachtes Arbeitstier.
Nun zu meiner Beobachtung bzw. Frage an diejenigen, die diese Maschine besitzen:
Ist es bei euren Maschinen auch so, dass die Nadel nie exakt mittig steht? Bei meiner weicht sie minimal ab. Ich führe das auf die Zweinadel-Konstruktion zurück, bin mir aber nicht sicher. Da ja beide Nadeln auch noch auf der Nadelstange verschoben werden können, bin ich der Meinung, es wurde dabei nicht bedacht, eine von beiden minimal zu versetzen, so dass eine wirklich mittig sitzen kann. Ich habe noch eine 49 (leider ohnne Schnurkette), die nur eine Nadel hat und die sitzt exkat in der Mitte.
Ich habe die Maschine komplett zerlegt, gereinigt und neu geschmiert. Alle Teile wirken gerade und unbeschädigt, nichts deutet auf einen Verzug hin. Natürlich wäre ein alter Stoß denkbar – allerdings hat ein Kollege mit derselben Maschine exakt das gleiche Phänomen.
Interessant ist auch: In dieser leicht versetzten Nadel- „Mittelstellung“ ergibt sich ein hervorragendes gerades Stichbild. Wenn ich die Nadel jedoch nach links verstelle, näht sie minimalen Zickzack – nicht dramatisch, aber sichtbar. Ich habe bereits verschiedene Justagen ausprobiert, konnte das aber nicht vollständig beheben.
Abgesehen davon bin ich absolut begeistert von der Maschine. Persönlich würde ich sie sogar jederzeit der Pfaff Schwester vorziehen – vor allem wegen des (für mein Empfinden) besseren Transports. Aber wie so oft ist das vermutlich auch Geschmackssache.
Liebe Grüße
Sebastian
ich möchte euch meine Phoenix 249 vorstellen!
Meine Maschine stammt aus dem Jahr 1953 und läuft bei mir ohne Motor – ganz bewusst. Ich arbeite sehr gerne mit Tretantrieb, da mir die fein dosierbare Geschwindigkeit deutlich präziser erscheint. Für meine Zwecke als Herrenschneider brauche ich keine hohen Drehzahlen, sondern Kontrolle, und genau das liefert die Maschine zuverlässig.
Was ich an der 249 besonders schätze: Sie ist klar für die Herrenschneiderei konzipiert. Viele klassische Handarbeitstechniken lassen sich erstaunlich gut imitieren, was sie für mich im Atelier extrem wertvoll macht. Insgesamt ein sehr solides, durchdachtes Arbeitstier.
Nun zu meiner Beobachtung bzw. Frage an diejenigen, die diese Maschine besitzen:
Ist es bei euren Maschinen auch so, dass die Nadel nie exakt mittig steht? Bei meiner weicht sie minimal ab. Ich führe das auf die Zweinadel-Konstruktion zurück, bin mir aber nicht sicher. Da ja beide Nadeln auch noch auf der Nadelstange verschoben werden können, bin ich der Meinung, es wurde dabei nicht bedacht, eine von beiden minimal zu versetzen, so dass eine wirklich mittig sitzen kann. Ich habe noch eine 49 (leider ohnne Schnurkette), die nur eine Nadel hat und die sitzt exkat in der Mitte.
Ich habe die Maschine komplett zerlegt, gereinigt und neu geschmiert. Alle Teile wirken gerade und unbeschädigt, nichts deutet auf einen Verzug hin. Natürlich wäre ein alter Stoß denkbar – allerdings hat ein Kollege mit derselben Maschine exakt das gleiche Phänomen.
Interessant ist auch: In dieser leicht versetzten Nadel- „Mittelstellung“ ergibt sich ein hervorragendes gerades Stichbild. Wenn ich die Nadel jedoch nach links verstelle, näht sie minimalen Zickzack – nicht dramatisch, aber sichtbar. Ich habe bereits verschiedene Justagen ausprobiert, konnte das aber nicht vollständig beheben.
Abgesehen davon bin ich absolut begeistert von der Maschine. Persönlich würde ich sie sogar jederzeit der Pfaff Schwester vorziehen – vor allem wegen des (für mein Empfinden) besseren Transports. Aber wie so oft ist das vermutlich auch Geschmackssache.
Liebe Grüße
Sebastian