Pfaff 230 Automatic gängig machen
Verfasst: Samstag 9. Mai 2026, 12:45
Hallo,
ich nenne es absichtlich „gängig machen“ weil eine eigentliche Restaurierung nicht nötig zu sein scheint. Seit vorgestern bin ich Besitzer und hoffentlich bald auch Benutzer einer Pfaff 230.
Ich hatte sie von der Tochter der Erstbesitzerin gekauft, nur 30 km von hier. Seit zehn Jahren stand die Maschine unbenutzt, aber trocken und warm. Der Holzschrank ist in einem guten Zustand, kaum Kratzer oder Flecken. Die Maschine soll 1957 gekauft worden sein, ohne Motor. Ein Rucksackmotor Efka wurde später montiert. Es klebt ein Händleretikett „Chr.Schweizer Göppingen“ auf der Maschine und bei Nähwelt Schweizer in Göppingen habe ich jetzt auch den Lederriemen bestellt. Der alte war ca. 10 cm zu kurz.
Das Probenähen mit Motor funktionierte auf Anhieb, wobei das Pedal allerdings einen ungewohnt langen Leerweg hatte. Zum Schluß war es dann aber möglich, die Maschine langsam oder schneller laufen zu lassen. Aber das kann im Gegensatz zu heute damals Standard gewesen sein?
Ebenfalls beim Probenähen stellte sich heraus, dass der ZZ- Wähler und auch der dazu gehörige Hebel (man kann damit wählen, ob die Nadel beim ersten Stich links oder rechts einsetzt, können digitale Maschinen heute das eigentlich auch?) war blockiert.
Am neuen Standort Wohnzimmerfenster Südseite konnte ich dann mit dem Fön eine gewisse Beweglichkeit herstellen; drei vorsichtige Spritzer WD 40 erledigten dann den Rest. Wobei der Hebel immer noch nicht so leicht läuft, wie ich das in einem Video gesehen habe. Es sieht so aus, als ob an der Vorderseite Metall auf Metall läuft (mit vermutlich Schmutz dahinter), wenn man den Hebel bewegt. Man kann das Bedienelement abschrauben, das habe ich bisher nicht gewagt in der Sorge, dass mir dann etwas entgegenfällt und dadurch eine größere Baustelle eröffnet wird. Was meint ihr dazu?
Grundsätzlich ist mein Eindruck, dass die Maschine im Prinzip in Ordnung ist, aber stellenweise verharzt. Das Reibrad für das Aufspulen des Unterfadens scheint noch das originale zu sein und hat wohl noch etwas an Nutzungsdauer vor sich. Der Keilriemen zum Motor sieht noch sehr gut aus. Die Schnurkette sieht auch gut aus, aber ich stelle hier vorsichtshalber ein Foto davon ein mit der Bitte um Meinungen dazu.
Die Birne für das Nählicht funktioniert nicht, wobei durch den Motor die eigentliche Steckdose für den 230V-Anschluß blockiert ist und nach meinem Eindruck keine Spannung bekommen kann.
Grundsätzlich: Reicht es, wenn ich die zugänglichen Stellen reinige (Petroleum oder WD 40?) und dann öle, oder soll etwas vorher demontiert werden?
Was den Fußantrieb angeht, habe ich vor, die Lager mit Kugellagerfett abzuschmieren. Darüber habe ich bisher keine Angaben gefunden, Gibt es dazu Meinungen?
Für den Rucksackmotor ist eine Betriebsanleitung dabei. Darin ist auch beschrieben, wie man die Kohlen kontrolliert. Wenn ich soweit bin, werde ich in einem gesonderten Faden die Anleitung mit Fotos hier zur Verfügung stellen.
Soweit erst einmal mit Grüßen von der Ostseeküste
ich nenne es absichtlich „gängig machen“ weil eine eigentliche Restaurierung nicht nötig zu sein scheint. Seit vorgestern bin ich Besitzer und hoffentlich bald auch Benutzer einer Pfaff 230.
Ich hatte sie von der Tochter der Erstbesitzerin gekauft, nur 30 km von hier. Seit zehn Jahren stand die Maschine unbenutzt, aber trocken und warm. Der Holzschrank ist in einem guten Zustand, kaum Kratzer oder Flecken. Die Maschine soll 1957 gekauft worden sein, ohne Motor. Ein Rucksackmotor Efka wurde später montiert. Es klebt ein Händleretikett „Chr.Schweizer Göppingen“ auf der Maschine und bei Nähwelt Schweizer in Göppingen habe ich jetzt auch den Lederriemen bestellt. Der alte war ca. 10 cm zu kurz.
Das Probenähen mit Motor funktionierte auf Anhieb, wobei das Pedal allerdings einen ungewohnt langen Leerweg hatte. Zum Schluß war es dann aber möglich, die Maschine langsam oder schneller laufen zu lassen. Aber das kann im Gegensatz zu heute damals Standard gewesen sein?
Ebenfalls beim Probenähen stellte sich heraus, dass der ZZ- Wähler und auch der dazu gehörige Hebel (man kann damit wählen, ob die Nadel beim ersten Stich links oder rechts einsetzt, können digitale Maschinen heute das eigentlich auch?) war blockiert.
Am neuen Standort Wohnzimmerfenster Südseite konnte ich dann mit dem Fön eine gewisse Beweglichkeit herstellen; drei vorsichtige Spritzer WD 40 erledigten dann den Rest. Wobei der Hebel immer noch nicht so leicht läuft, wie ich das in einem Video gesehen habe. Es sieht so aus, als ob an der Vorderseite Metall auf Metall läuft (mit vermutlich Schmutz dahinter), wenn man den Hebel bewegt. Man kann das Bedienelement abschrauben, das habe ich bisher nicht gewagt in der Sorge, dass mir dann etwas entgegenfällt und dadurch eine größere Baustelle eröffnet wird. Was meint ihr dazu?
Grundsätzlich ist mein Eindruck, dass die Maschine im Prinzip in Ordnung ist, aber stellenweise verharzt. Das Reibrad für das Aufspulen des Unterfadens scheint noch das originale zu sein und hat wohl noch etwas an Nutzungsdauer vor sich. Der Keilriemen zum Motor sieht noch sehr gut aus. Die Schnurkette sieht auch gut aus, aber ich stelle hier vorsichtshalber ein Foto davon ein mit der Bitte um Meinungen dazu.
Die Birne für das Nählicht funktioniert nicht, wobei durch den Motor die eigentliche Steckdose für den 230V-Anschluß blockiert ist und nach meinem Eindruck keine Spannung bekommen kann.
Grundsätzlich: Reicht es, wenn ich die zugänglichen Stellen reinige (Petroleum oder WD 40?) und dann öle, oder soll etwas vorher demontiert werden?
Was den Fußantrieb angeht, habe ich vor, die Lager mit Kugellagerfett abzuschmieren. Darüber habe ich bisher keine Angaben gefunden, Gibt es dazu Meinungen?
Für den Rucksackmotor ist eine Betriebsanleitung dabei. Darin ist auch beschrieben, wie man die Kohlen kontrolliert. Wenn ich soweit bin, werde ich in einem gesonderten Faden die Anleitung mit Fotos hier zur Verfügung stellen.
Soweit erst einmal mit Grüßen von der Ostseeküste