Am besten Du nimmst die Spannung komplett heraus. Das ist eine kleine Schraube 152 auf meinem Bild. Je nach Maschine kommt die von oben, unten, rechts oder links. Wenn sie von links kommt muss man erst den Stirndeckel abschrauben.
Hinter dem Stirndeckel sieht man dann auch den Hebel 6645 ... der muss frei beweglich sein (darf nicht durch verharztes Öl festkleben).
Wenn die kleine Schaube locker ist, sollte sich die "Spannungsnuss" herausnehmen lassen.
Falls das nur ein Stückchen weit geht dann muss die kleine Schraube noch etwas weiter gelockert werden.
Jetzt siehst Du ob es bei Deiner Maschine die kleine Schraube 624 in der Spannungsnuss gibt oder nicht.
Falls es diese Schraube gibt hält sie den Spannungsbolzen fest. Falls es sie nicht gibt ist hinten auf dem Spannungsbolzen ein Gewinde mit dem der Bolzen in die Nuss eingeschraubt ist.
Das alles brauchst Du aber nur um die Fadenanzugsfeder zu wechseln oder einzustellen,
was bei Dir vermutlich aber nicht notwendig ist.
Trotzdem eine Vorwarung:
Der Spannungsbolzen ist in der Mitte (am Ende des Schlitzes wo der Faden drüberläuft) gehärtet. Deshalb muss man aufpassen das er dort nicht bricht!
Das kann passieren wenn man den Schlitz bei der eingeschraubten Version zum demontieren benutzt oder wenn er zusammengebogen war und man versucht ihn wieder gerade zu biegen. In solchen Fällen VORSICHTIG (nur mit Schonbacken im Schraubstock im Bereich ohne Schlitz) aufschrauben ... oder VORSICHTIG (nur mit vorher bis ans Gewindeende aufgeschraubter Spannungsmutter) aufbiegen.
Falls die Stifte schwergängig (verklebt/falsch/verbogen) sind ... den hinteren Lüftungsstift mit einer Zange herausziehen und mit einem dünnen Draht den dünnen Stift nach vorne herausdrücken. Der dünne Stift ist orginal häufig am vorderen Ende flachgedrückt.
Dann kann man die Teile mit Petroleum/Lampenöl/Kaltreiniger waschen und wieder zusammenbauen.
Manchmal kommt es vor das bereits jemand einen verlorenen Bolzen durch einen anderen ersetzt hat der nicht passt und deshalb schwer geht. Oder einen Bolzen durch einen weicheren ersetzt hat, welcher sich dann am Ende flachdrückt oder ähnliches.
Beide Bolzen sind orginal relativ hart und an den Enden leicht verrundet. Wenn der dünne zu scharfkantig ist (z.B. ein Stück Klaviersaitendraht mit Seitenschneider abgezwickt) zerstört das die Stegscheibe. Wenn sich die Bolzen frei bewegen lassen ist alles OK. Bei meiner Version ist innen noch eine kleine Feder aufgesteckt welche den dicken Bolzen bremst damit er beim zusammenbauen der Spannung nicht so leicht verlorengeht.
Wenn Die Nuss mit dem Spannungsbolzen und der Fadenazugsfeder gut aussieht (die Feder federt leicht gegen den Anschlag) ... kommen der dünne Lüftungsstift in die Bohrung, die Spannungssscheiben auf den Bolzen (die sollten sauber und glatt sein) ... die Stegscheibe, Spannungsfeder und die Spannungsmutter.
Jetzt sollte die Spannung wieder so ähnlich aussehen wie links oben auf dem Bild ... und sich mit dem dicken Lüftungsstift von hinten gedrückt, lüften (= Scheiben auseinander) lassen.
Jetzt kann man die ganze Spannung in das Loch im Gehäuse einbauen und mit der kleinen Schraube wieder befestigen.
Dabei wird
durch verdehen der gesamten Spannung der Weg der Fadenanzugsfeder eingestellt.
Die Fadenanzugsfeder muss ihren Weg beenden wenn die Nadelspitze zum Stoff kommt (allerspätestens wenn das Öhr auf Stichplattenhöhe ist).
Und die
Spannungslüftung wird durch hinein/herausziehen der gesamten Spannung eingestellt.
Wenn der Presserfuss unten ist müssen die Scheiben zuzammenpressen ... wenn der Fuss oben ist müssen die Scheiben gelüftet (= locker) sein.
MERKE:
VORSICHT ist die Mutter des Spannungsbolzen.
Die Stifte können leicht wegrollen/runterfallen!
Falls Du bei einem Händler etwas bestellen/besorgen musst:
Ich habe für den Notfall gerne eine Fadenanzugsfeder, Stegscheibe und den dünnen Lüftungsstift in Reserve.
Gutes Gelingen !
Herzliche Grüsse vom Sputnik