3607 hat geschrieben: Sonntag 30. August 2026, 18:54
Frage: baust du eigentlich gebrochene Plättchen - wenn noch beide Hälften da sind oder wenn nur ein kleines Stück abgebrochen ist - auch wieder mit ein?
Es kommt darauf an!
Zuviele dieser Plättchen sollten natürlich nicht fehlen, und zuviele zerbrochene sollten auch nicht in die Röhren kommen.
Wie immer! Man sollte die Funktion verstehen, dann weiß man i.d.R. auch, was man tun kann, sollte oder muss.
Je stärker die Plättchen aneinandergedrückt werden, desto mehr nimmt der Widerstand der Säule(n) ab!
Das ist das Prinzip dieser Anlasser!
Dieses Konstrukt ist wesentlich robuster als aufgewickelter Konstantandraht, der mal eben reißen kann!
Von den Bagat Anlassern kenne ich das jedenfalls!
Was ich vergessen habe: der U118 ist mir WESENTLICH lieber als der U131, den ich mechanisch eher nervig finde!
Cols hat geschrieben: Sonntag 30. August 2026, 20:02
Ich denke, dass die kleinen Nippel am vorderen Ende des Widerstandes, sind das die Kohlen?
Ja, das ist ein massiveres, speziell geformtes Teil aus Kohle!
Cols hat geschrieben: Sonntag 30. August 2026, 20:02
Wie kann ich den diese Nippel demontieren, dass da Unterlegscheiben hinpasssen?
Wenn Du den Bügel zwischen den Säulen losschraubst, dann kannst Du die Säulen herausnehmen.
Aber Vorsicht! Die Kohleplättchen fallen sehr leicht heraus und sind empfindlicher gegen Zerbrechen als Eierschalen!
Entscheidend ist, daß die äußeren Kohle"nippel" noch geügend herausschauen, auch wenn man etwas dagegen drückt!
Vielleicht kannst Du Dir die Demontage sparen und hast den Anlasser nur falsch zusammengebaut. Da würde ich fast darauf wetten!
Das von mir markierte Teil (in meinem ersten Post hier) kann man an den "Flügel" in Richtung dieser Nippel biegen und verändert so die Charakteristik des Anlassers!
Cols hat geschrieben: Sonntag 30. August 2026, 20:15
Ist das korrekt?
Nein!
Die Feder kommt ein Stücl weiter nach vorne - siehe Bild!
IMG_0748_.jpeg
Im "Deckel" ist eine Rundung, welche dann auch in die Feder gesetzt wirde.
Solltest Du Schwierigkeiten mit dem Zusammenbau haben, dann mache ich gerne Fotos, naja so gerne nicht, weil ich dann einen meiner U-118 auseinandernehmen müsste.
Du hast das Metalldingens auch nicht korrekt in den Anlasser getan, Weiter vorne ist so ein Gebilde, das wie ein Knick im Bakelit ausschaut. Dort kommen die Zacken des Metalldingens hinein.
Dann nimmst Du den Anlasser in die rechte Hand, drückst mit dem Zeigefinger leicht auf die mit dem blauen Pfeil markierte Stelle, so das die Flügel des Metalldingens auch leicht gegen die Kohle"nippel" drücken.
Die Feder befindet sich in der von mir beschriebenden Position!
Mit der linken Hand führst Du den Deckel so heran, das die Feder in die Rundung im Deckel geht und dieser "Dorn mit Bogen" dort hineinragt, wo Du Deinen rechten Zeigefinger hast.
Über diesen Bogen drückt man das Metalldingens je mehr gegen die Kohlenippel, je stärker man das Pedal betätigt!
Sobald Du das ganze einigermaßen zusammengeführt hast, kannst Du den Zeigefinger entfernen, das Metalldingens macht dann gerne "Klonk" sitzt dann aber, wenn Du es richtig gemacht hast, korrekt, so daß Du Deckel und Anlasserunterteil zusammenführen und die Achse wieder einführen kannst.
Vergess die Schraube nicht aus dem Anlasser (rechts) zu schütteln, sonst kannst Du die Prozedur noch einmal üben!
