Biesolt und Locke Wettina Medium
Verfasst: Donnerstag 26. April 2018, 15:42
Hallo alle Altertümchen Freunde,
ich habe neben meiner Elefantenjagd auch noch nach echten, seltenen Oldies Ausschau gehalten und bin mit einer Wettina Medium hergestellt ca. 1900 fündig geworden. Zwar hatte ich zum ersten Mal bei ebay richtig Probleme, weil dem Verkäufer das Versteigerungsergebnis von 3,52€ plus 10€ Porto zu niedrig war und er den Kauf nach Bezahlung illegal einfach rückkgängig gemacht hat. Meine Drohungen ein Fass aufzumachen, haben ihn dann aber doch zum Einlenken gebracht. Er schien auch etwas einfach gestrickt zu sein. Leider ist die schöne alte Haube, die dabei war beim schlecht verpackten Transport völlig zerlegt worden und sehr wurmstichig.
Die Maschine ist eine Wumme, so groß hatte ich mir die nicht vorgestellt. Die bis zu 118 Jahre Benutzung sind ihr durch das abgenutzte Dekor schon anzusehen, wobei das sächsische Staatswappen schön erhalten ist. Sie war auch kaum verharzt, mit Schiffchen und ein paar Spulen und ließ sich sofort wieder nach einer ersten Ölung einsetzen. Technisch ist sie sehr ähnlich wie zeitgleiche Gritzner-Schwingschiffchenmaschine konstruiert, auch mit Rückwärtsgang. Sogar die Schiffchen sind austauschbar. Wobei die Feststellung der Stichlänge mit einer Rändelschraube auf der Rückseitehinter dem Handrad etwas ungewöhnlich ist.
Ich habe ihr eine China Handkurbel der Singer-Bauart verpasst, damit lässt sie sich gut benutzen, auch wenn die Kurbelgetriebe nicht gerade Präzisionsarbeit sind. Gab es eigentlich eine Norm für den Abstand Hauptwelle/Handradmitte und Befestigungsschiene samt Gewindebohrung? Dieses Maß scheint seit Singer um. 1870 bis ca. in die 1970er Jahre gkeich geblieben zu sein. Nur die Gewinde variieren. Die Befestigungsschiene war noch unbenutzt mit Schutzkappe aus Gusseisen. Also war es vorher eine Trampelmaschine.
Anbei ein paar erste Fotos vom Kauf, weitere folgen
Grüße
Harald
ich habe neben meiner Elefantenjagd auch noch nach echten, seltenen Oldies Ausschau gehalten und bin mit einer Wettina Medium hergestellt ca. 1900 fündig geworden. Zwar hatte ich zum ersten Mal bei ebay richtig Probleme, weil dem Verkäufer das Versteigerungsergebnis von 3,52€ plus 10€ Porto zu niedrig war und er den Kauf nach Bezahlung illegal einfach rückkgängig gemacht hat. Meine Drohungen ein Fass aufzumachen, haben ihn dann aber doch zum Einlenken gebracht. Er schien auch etwas einfach gestrickt zu sein. Leider ist die schöne alte Haube, die dabei war beim schlecht verpackten Transport völlig zerlegt worden und sehr wurmstichig.
Die Maschine ist eine Wumme, so groß hatte ich mir die nicht vorgestellt. Die bis zu 118 Jahre Benutzung sind ihr durch das abgenutzte Dekor schon anzusehen, wobei das sächsische Staatswappen schön erhalten ist. Sie war auch kaum verharzt, mit Schiffchen und ein paar Spulen und ließ sich sofort wieder nach einer ersten Ölung einsetzen. Technisch ist sie sehr ähnlich wie zeitgleiche Gritzner-Schwingschiffchenmaschine konstruiert, auch mit Rückwärtsgang. Sogar die Schiffchen sind austauschbar. Wobei die Feststellung der Stichlänge mit einer Rändelschraube auf der Rückseitehinter dem Handrad etwas ungewöhnlich ist.
Ich habe ihr eine China Handkurbel der Singer-Bauart verpasst, damit lässt sie sich gut benutzen, auch wenn die Kurbelgetriebe nicht gerade Präzisionsarbeit sind. Gab es eigentlich eine Norm für den Abstand Hauptwelle/Handradmitte und Befestigungsschiene samt Gewindebohrung? Dieses Maß scheint seit Singer um. 1870 bis ca. in die 1970er Jahre gkeich geblieben zu sein. Nur die Gewinde variieren. Die Befestigungsschiene war noch unbenutzt mit Schutzkappe aus Gusseisen. Also war es vorher eine Trampelmaschine.
Anbei ein paar erste Fotos vom Kauf, weitere folgen
Grüße
Harald