Transportable Industriemaschine
Verfasst: Sonntag 9. Mai 2021, 21:35
Hallo an alle,
ich darf mich kurz vorstellen:
Ich lese schon seit einiger Zeit im Hintergrund mit, bin aber selbst noch ziemlicher Neuling auf dem Gebiet Nähen und Nähmaschinen.
Vor rund einem Monat habe ich eine alte Rast und Gasser ZZ500 von Grund auf restauriert (inklusive Aufarbeitung aller Holzelemente und Motortausch) und eingestellt und hatte riesigen Spaß daran.
Ich habe jetzt meine ersten Nähprojekte damit verwirklicht und die Maschine läuft ausgezeichnet, da ich aber gerne Outdoorsachen nähe müssen öfters mehrere Lagen dickes Gurtband vernäht werden und das möchte ich der armen Maschine erstens nicht antun und zweitens geht mir der Raum unter dem Nähfüßchen langsam aus ;)
Daher habe ich jetzt ein etwas gewagtes neues Projekt in Planung und wollte die Spezialisten hier erst um Ihre Meinung fragen bevor ich starte.
Da ich nicht den Platz habe um einen Maschine inkl. Tisch aufzustellen, würde ich gerne eine Industriemaschine von ihrem Tisch befreien und ähnlich der ZZ500 mobil machen.
In der engeren Auswahl für das Projekt stehen die Pfaff 138, als auch die Adler 199.
Zu den beiden Maschinen hätte ich noch ein paar kleine Fragen:
• Bei der Pfaff sollen in einigen Modellen Nylonzahnräder verbaut sein, welche genau das sind konnte ich aber bisher noch nicht rausfinden, gibt es dazu vllt Infos?
• In der Übersichtstabelle aus dem Pfaff Manual ist ersichtlich welche Unterklassen es gibt, ich habe auch rausgefunden, dass einige für leichte und andere für mittlere bis schwere Stoffe optimiert wurden, aber eine Referenz dazu fehlt mir auch noch.
• Die Pfaff ist mir aufgrund der verbauten Königswelle und der Optik etwas sympathischer, die Gewichtsangabe von 19kg kommt mir aber etwas niedrig vor. Kann das jemand bestätigen?
• Gegen die Adler spricht abgesehen vom Gewicht aus meiner Sicht auch nicht viel, im Nähmaschinenverzeichnis wird sie sehr gelobt und der Zahnriemen dürfte auch ein haltbares Element sein. Hat die Maschine auch Nylonzahnräder verbaut?
• welche der beiden würdet ihr eher empfehlen?
Einige werden jetzt vermutlich berechtigterweise vllt eine ganz andere Maschine mit 2 oder sogar 3-fach Transport empfehlen, aber ich möchte nicht auf ZZ verzichten und die Maschinen die ich kenne die alles können sind um einiges schwerer.
Meine Hauptbedenken zum Projekt sind folgende:
• Das Gewicht: Adler laut Nähmaschinenverzeichnis 24kg, Pfaff 138 laut einigen Angaben hier im Forum ca 19kg, inkl. Holzunterbau und Motor käme whs doch einiges zusammen, das Ziel ist <30kg
• Die Motorisierung: die klassischen unterm Tisch montierten Motoren fallen natürlich weg, der Motor müsste vermutlich ähnlich wie bei Haushaltsmaschinen hinter der Maschine positioniert werden. Die handelsüblichen Rucksackmotoren liefern jedoch vermutlich nicht genügend Kraft. Hat jemand eine Idee was geeignet und über ein Pedal ansteuerbar wäre?
Ich habe Zugang zu einer Drehbank und einer Fräse, daher könnte ich Anbauteile selbst herstellen und ggf. die Übersetzung eines schwächeren Motors ändern, damit er kraftvoller aber langsamer arbeitet.
Das Projekt soll primär Spaß machen, ich restauriere und konstruiere gerne und arbeite gerne feinmechanisch, dementsprechend muss am Ende keine Maschine rauskommen die in einer Schneiderei stehen könnte, sondern einfach nur eine die mit dickeren Stoffen etc. funktioniert und „transportabel“ genug ist um sie von A nach B zu tragen. Da ich noch keine vergleichbaren Projekte entdeckt habe, vermute ich, dass ich möglicherweise einen Aspekt noch nicht bedacht habe, ich bin für alle Einwände und Vorschläge dankbar.
Ich freue mich auf eure Antworten, vielen Dank schon mal und schönen Abend!
ich darf mich kurz vorstellen:
Ich lese schon seit einiger Zeit im Hintergrund mit, bin aber selbst noch ziemlicher Neuling auf dem Gebiet Nähen und Nähmaschinen.
Vor rund einem Monat habe ich eine alte Rast und Gasser ZZ500 von Grund auf restauriert (inklusive Aufarbeitung aller Holzelemente und Motortausch) und eingestellt und hatte riesigen Spaß daran.
Ich habe jetzt meine ersten Nähprojekte damit verwirklicht und die Maschine läuft ausgezeichnet, da ich aber gerne Outdoorsachen nähe müssen öfters mehrere Lagen dickes Gurtband vernäht werden und das möchte ich der armen Maschine erstens nicht antun und zweitens geht mir der Raum unter dem Nähfüßchen langsam aus ;)
Daher habe ich jetzt ein etwas gewagtes neues Projekt in Planung und wollte die Spezialisten hier erst um Ihre Meinung fragen bevor ich starte.
Da ich nicht den Platz habe um einen Maschine inkl. Tisch aufzustellen, würde ich gerne eine Industriemaschine von ihrem Tisch befreien und ähnlich der ZZ500 mobil machen.
In der engeren Auswahl für das Projekt stehen die Pfaff 138, als auch die Adler 199.
Zu den beiden Maschinen hätte ich noch ein paar kleine Fragen:
• Bei der Pfaff sollen in einigen Modellen Nylonzahnräder verbaut sein, welche genau das sind konnte ich aber bisher noch nicht rausfinden, gibt es dazu vllt Infos?
• In der Übersichtstabelle aus dem Pfaff Manual ist ersichtlich welche Unterklassen es gibt, ich habe auch rausgefunden, dass einige für leichte und andere für mittlere bis schwere Stoffe optimiert wurden, aber eine Referenz dazu fehlt mir auch noch.
• Die Pfaff ist mir aufgrund der verbauten Königswelle und der Optik etwas sympathischer, die Gewichtsangabe von 19kg kommt mir aber etwas niedrig vor. Kann das jemand bestätigen?
• Gegen die Adler spricht abgesehen vom Gewicht aus meiner Sicht auch nicht viel, im Nähmaschinenverzeichnis wird sie sehr gelobt und der Zahnriemen dürfte auch ein haltbares Element sein. Hat die Maschine auch Nylonzahnräder verbaut?
• welche der beiden würdet ihr eher empfehlen?
Einige werden jetzt vermutlich berechtigterweise vllt eine ganz andere Maschine mit 2 oder sogar 3-fach Transport empfehlen, aber ich möchte nicht auf ZZ verzichten und die Maschinen die ich kenne die alles können sind um einiges schwerer.
Meine Hauptbedenken zum Projekt sind folgende:
• Das Gewicht: Adler laut Nähmaschinenverzeichnis 24kg, Pfaff 138 laut einigen Angaben hier im Forum ca 19kg, inkl. Holzunterbau und Motor käme whs doch einiges zusammen, das Ziel ist <30kg
• Die Motorisierung: die klassischen unterm Tisch montierten Motoren fallen natürlich weg, der Motor müsste vermutlich ähnlich wie bei Haushaltsmaschinen hinter der Maschine positioniert werden. Die handelsüblichen Rucksackmotoren liefern jedoch vermutlich nicht genügend Kraft. Hat jemand eine Idee was geeignet und über ein Pedal ansteuerbar wäre?
Ich habe Zugang zu einer Drehbank und einer Fräse, daher könnte ich Anbauteile selbst herstellen und ggf. die Übersetzung eines schwächeren Motors ändern, damit er kraftvoller aber langsamer arbeitet.
Das Projekt soll primär Spaß machen, ich restauriere und konstruiere gerne und arbeite gerne feinmechanisch, dementsprechend muss am Ende keine Maschine rauskommen die in einer Schneiderei stehen könnte, sondern einfach nur eine die mit dickeren Stoffen etc. funktioniert und „transportabel“ genug ist um sie von A nach B zu tragen. Da ich noch keine vergleichbaren Projekte entdeckt habe, vermute ich, dass ich möglicherweise einen Aspekt noch nicht bedacht habe, ich bin für alle Einwände und Vorschläge dankbar.
Ich freue mich auf eure Antworten, vielen Dank schon mal und schönen Abend!
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