WEITERE FOTOS
13.jpg
14.jpg
15.jpg
Bei dem Abmontieren der verschiedenen Teilen halfen diverse Informationen, die ich im Forum gefunden habe.
z.B. fand ich den Hinweis, dass beim Schieben des linken Plättchens, das Schiffchen mitgeht.
Dies half mir zu begreifen wofür das lose längliche Teil, das ich unter dem Bett fand nachdem ich die Plättchen gängig gemacht hatte, gedacht war, und ich verstand wozu die kleine Schraube bei dem Plättchen da war
Zum Glück gab es in der Maschine ein Schiffchen, eine Spule und ein Füßchen.
Nur das Spulergummi fehlte und es gab auch keine Nähnadeln.
Aber weiterhin Dank einige präsizen Infos im Forum konnte ich den fehlenden Spulergummi besorgen und ich habe auf Ebay einige 339 Nadeln gefunden.
UNTERGESTELL
Als die Maschine wieder zusammen montiert und lauffähig war, habe ich versucht sie auf meinem Gußeisengestell zu platzieren.
Es geht aber nicht ohne weiteres weil das Flachbett ca. 2 cm tiefer ist als bei späteren Maschinen.
Darüberhinaus, wegen der hübsch dekorierten Riemenführung, geht der Riemen vorn fast senkrecht nach unten, also auch anders als bei anderen Maschinen.
Ich muss mir noch eine Lösung einfallen lassen, wie ich die Öffnung des Untergestells bearbeite, damit die Maschine so platziert werden kann, dass der Riemen senkrecht vorn nach unten geht.
Ich glaube, es ist möglich, wenn ich die vordere Holzplatte des Gestells entferne (und mit anderen Scharnieren abmontierbar mache) und irgendwelchen Stützen einbaue, worauf die Maschine liegen kann.
Ich habe dennoch das Rad gespannt und trotz Reibung des Riemens gegen die Führung, konnte ich die Maschine schön mit dem Fußpedal laufen lassen.
Es war eine wahre Freude zu sehen, dass die alte Maschine nach einem vermutlich sehr langem Schlaf einwandfrei und geschmeidig laufen konnte
SYNCHRONISATION
Nachdem die Maschine laufen kann würde ich gern ein paar Nähversuche machen.
Aber genau an dem Punkt komme ich nicht weiter und ich wäre sehr dankbar für Hilfestellung.
Das Problem ist, dass der Oberfaden den Unterfaden nicht nach oben zieht.
Ich vermute, dass es im Wesentlich mit 3 Faktoren zu tun hat:
Das Einfädeln des Unterfadens
Die Position der Nähnadel
Irgendwelchen Synchronisationseinstellungen bei dem Zusammenmontieren der Frontplatte
Der Oberfaden
Beim Reinigen der lustigen Oberfaden-Drahtführung habe ich ihn gebrochen aber ich konnte relativ leicht eine neue basteln mit Eisendraht.
Dabei haben diverse Fotos oder Filme auf Youtube geholfen.
Ich würde sagen, die Führung des Oberfadens ist ziemlich unproblematisch.
Der Unterfaden
Da scheint es mir deutlich komplexer zu sein.
Obwohl ich mehrere Beschreibungen gefunden habe, sei es als Film, als Bilder oder als Text, fand ich heraus, dass sie nicht alle 100% übereinstimmen.
1. Das Führen des Fadens auf der linkem Seite (wenn die Spitze nach unten ist) ist unproblematisch
2. Das überqueren des Fadens und das Einlegen unter das Spannplätchen auch
3. Aber danach ist es mir nicht 100% klar
Letztendlich habe ich es versucht wie hier in den Bildern beschrieben:
https://www.naehmaschinentechnik-forum. ... 70e1b94c41
Siehe die 2 letzten Bildern die mit dem Einfädeln zu tun haben:
Das heißt, dass nachdem der Faden auf der anderen Seite des Schiffchens angelangt ist, wird er herausgezogen und kommt aus der Rille heraus.
Nadel und Nadelposition
Zunächst gehe ich davon aus, dass ich die richtige Nadeln besorgt habe.
Sie haben eine lange Rille auf einer Seite (das Nadelöhr sieht auf dieser Seite größer aus) und eine kurze Rille auf dem anderen Seite (das Nadelöhr sieht kleiner aus), die Nadeln sind rund, haben keine Kolbenverdickung und sind 41 mm lang.
Die Nadel kann entlang der länglichen schmalen Aushölung an der Nadelstange unten festgeklemmt werden.
Auch wenn die Nadel nicht wirklich komplett in die Aushölung reingeht, scheint die Platzierung richtig zu sein, weil die Nadel dann genau über das Loch in der Stichplatte reingehen kann.
Allerdings weiss ich nich auf welcher Höhe die Nadel positioniert werden muss.
Auf der Nadelstange oben befindet sich eine horizontale Markierung.
Ich habe versucht die Anweisungen, die auf die Eiserne Mamsell (
http://www.eiserne-mamsell.de/technik-ls.html) zu finden sind, zu befolgen aber sie sind mir ehrlich gesagt nicht 100% klar.
Daraus konnte ich nur interpretieren, dass wenn die Nadelspitze das Bett erreicht, die Markierung bündig sein sollte mit dem oberen Teil der Frontplatte.
Ich bin mir aber nicht sicher, dass ich das richtig verstanden habe.
Darüberhinaus, habe ich nicht herausgefunden, ob beim wieder zusammenbau der Frontplatte, die Nadelstange eine bestimmte Position einehmen muss um die Synchronisation zu gewährleisten.
Ich bemerkte nur, dass je nachdem wie ich die Teile einlegte (ich weiss aber nicht genau wie) nach dem festschrauben der Frontplatte, die Stange etwas Spiel hatte.
Ich war also schon mal froh die Frontplatte so zusammen zu montieren, dass kein Spiel entstand, allerdings wie ich das aber bewältigt habe, ist mir nicht klar.
Egal wie hoch oder wie tief ich die Nadel positioniere, der Unterfaden wird nicht gegriffen.
Also falls jemand etwas darüber Bescheid weiss, würde ich mich um weitere Infos freuen.
PATINA ODER DREMEL?
Nachdem ich die Maschine so weit vom Rost befreit hatte, dass sie leichtgängig war, habe ich angefangen bei einigen Teilen die Roststellen, die mit WD40 nicht entfernt werden konnten, mit dem Dremel zu entfernen.
Es geht natürlich ganz gut wenn man vorsichtig ist, und manche Teile können sogar manchmal danach fast wie neu aussehen
Aber das ist schon eine extrem langwierige und delikate Arbeit und ich würde gern wissen wie eure Meinungen darüber sind.
Eine Maschine mit Patina und die Spuren der Zeit soweit belassen, dass sie den Betrieb nicht stören oder (wie bei manchen Auto-Oldtimer) alles so weit wie möglich wie neu aussehen zu lassen?
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.