Gritzner GU-K -Motorschaden?

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Sara_
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Gritzner GU-K -Motorschaden?

#1 Beitrag von Sara_ »

Hallo zusammen,

habe vor kurzem für relativ wenig Geld eine Gritzner GU-K angeboten bekommen, an der ich natürlich nicht vorbei kam.

Nun hab ich es auch endlich mal geschafft, das Schätzchen zu reinigen und neu zu ölen.
Die ersten Stiche und Zierstiche hat sie wunderbar genäht, dann hat sich leider das Pedal verabschiedet (die Plastikhalterung war wohl vorher schon porös und ist dann ganz gebrochen weshalb nun die Feder und die Schrauben seitlich nicht mehr halten).

Übergangsweise habe ich daher ein Pedal von einer Pfaff mit ähnlichen "Werten" (lediglich 50 Ohm weniger) angeschlossen (hab mir dafür extra Rat von nem Elektroniker geholt). Ging auch kurzzeitig, dann sprang aber der Motor nicht mehr wirklich von selbst an bzw. brauchte einen Schubser am Handrad. Jetzt dreht er sich gar nicht mehr.

Hat einer von euch ein Idee, woran das liegen könnte?
Einen Knall gab es keinen, daher rechne ich nicht damit, dass ein Kondensator geplatzt ist. Eher war da ein wenn auch nur leicht "schleifendes" Geräusch..
Hab ich eventuell den Motor mit dem anderen Pedal abgeschossen?

Fänds schade wenn die Maschine nicht mehr zu retten wäre, sie ist sonst wirklich in einem tollen Zustand.


Danke für eure Hilfe und liebe Grüße!
Sara

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js_hsm
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Re: Gritzner GU-K -Motorschaden?

#2 Beitrag von js_hsm »

Im günstigsten Fall sie es die Kohlen und im schlimmsten Fall eine durchgebrannte Wicklung.

Gruß, Achim
Der Maschinen(um)bauer
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Sara_
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Re: Gritzner GU-K -Motorschaden?

#3 Beitrag von Sara_ »

Hallo Achim, danke für deine Antwort!
Dann hoffe ich mal, dass es "nur" die Kohlen sind. Gibt es da eine Anleitung zur GU-K? Und welche Kohlen brauche ich da genau?
Und kann, vorausgesetzt sie läuft dann wieder, das Pfaff-Pedal weiter genutzt werden oder sollte ich lieber schauen, dass ich ein Originales der GU-K herbekomme?

LG Sara

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js_hsm
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Re: Gritzner GU-K -Motorschaden?

#4 Beitrag von js_hsm »

Zeig mal Photos der Fußanlasser inkl.Typenschild wenn vorhanden.
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ahu
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Re: Gritzner GU-K -Motorschaden?

#5 Beitrag von ahu »

Sara_ hat geschrieben: Freitag 15. November 2024, 13:06
.... Und kann, vorausgesetzt sie läuft dann wieder, das Pfaff-Pedal weiter genutzt werden oder sollte ich lieber schauen, dass ich ein Originales der GU-K herbekomme?

LG Sara
alsoooo....

jetzt könnte man sich doch fragen, ob Du den Spruch "... einmal reichte aber noch nicht..." schon mal gehört hast?

War das denn nicht schlimm genug, das da jetzt noch mehr zu überholen ist, als nur das GU-K - Pedal? Stell dir vor, du kriegst den Motor wieder flott - würdest Du das Pfaff-Pedal echt wieder anschließen wollen? sad sad sad

Ich würde eher versuchen, das Pedal-Gehäuse zu retten, man kann gewisse Kunststoffe ja sogar schweißen... oder die Bruchstücke zur Not mit dünnem Träger-Blech zusammenzu-schrauben/ -nieten...

neugierhalber würde ich gerne detaillierte Bilder vom "Objekt der Zerstörung" sehen, andere hier vielleicht auch, schon um was draus lernen zu können...

Grüße, ahu
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js_hsm
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Re: Gritzner GU-K -Motorschaden?

#6 Beitrag von js_hsm »

ahu hat geschrieben: Freitag 15. November 2024, 16:53 jetzt könnte man sich doch fragen, ob Du den Spruch "... einmal reichte aber noch nicht..." schon mal gehört hast?
Nu man hösch (Du weißt ja schon was das heißt !
ahu hat geschrieben: Freitag 15. November 2024, 16:53 War das denn nicht schlimm genug, das da jetzt noch mehr zu überholen ist, als nur das GU-K - Pedal? Stell dir vor, du kriegst den Motor wieder flott - würdest Du das Pfaff-Pedal echt wieder anschließen wollen? sad sad sad
Warum nicht wenn die technischen Daten passen (und das ist sehr wahrscheinlich) ?

Gruß, Achim
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ahu
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Re: Gritzner GU-K -Motorschaden?

#7 Beitrag von ahu »

Uuuups,

ist wahrscheinlich eine rheinländische Redewendung, deren genaue Bedeutung mir nicht geläufig ist, evtl. svw "immer mit der Ruhe..."?

Mein Text fiel mir eben so ein, weil sie ja selbst noch eine Wiederholung in Betracht zieht, obwohl doch das Ergebnis eigentlich abschreckend genug sein müsste...

Im Kontext kannst Du aber sehen, das es eben nicht böse gemeint war, ODER???

mx

Desweiteren schreibt sie ja, das der Ohm-Wert eben nicht der gleiche war... ich fühle mich da immer etwas ans Tanken erinnert: das E5, oder das Super+ kann am Kleinwagen immer getankt werden, aber am Biturbo-Boliden sparen, indem man sich E10 einfüllt???

Das eine geht, wird nie auffallen - das andere kann tödlich sein...
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Re: Gritzner GU-K -Motorschaden?

#8 Beitrag von ahu »

js_hsm hat geschrieben: Donnerstag 14. November 2024, 20:20 Im günstigsten Fall sie es die Kohlen und im schlimmsten Fall eine durchgebrannte Wicklung.

Gruß, Achim
Tja....

vielleicht hat sie aber auch durch das weiter laufen lassen erst die eine Wicklung gelyncht, und dann partiell mit Handrad solange "probiert", bis die nächste Wicklung auch "das Zeitliche segnete"...
Sara_ hat geschrieben: Donnerstag 14. November 2024, 12:41
.... Ging auch kurzzeitig, dann sprang aber der Motor nicht mehr wirklich von selbst an bzw. brauchte einen Schubser am Handrad. Jetzt dreht er sich gar nicht mehr...
Ich fürchte sowieso, das die Kohlen nicht allzuviel damit zu tun haben, sie leiten doch nur Strom auf den Kollektor und halten normalerweise jahrelang... was könnte an ihnen so flott kaputtgehen bei nur wenigen Prozent Abweichung von der originalen Ohm-Zahl? huh

Liebe Sarah, hältst Du uns trotzdem auf dem Laufenden? Danke...
Zuletzt geändert von ahu am Freitag 15. November 2024, 20:49, insgesamt 1-mal geändert.
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claude
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Re: Gritzner GU-K -Motorschaden?

#9 Beitrag von claude »

Das Thema hatten wir schonmal in großer Ausführlichkeit:

https://www.naehmaschinentechnik-forum. ... php?t=2655

Da sollten eigentlich keine Fragen offen bleiben ...

Sara_
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Re: Gritzner GU-K -Motorschaden?

#10 Beitrag von Sara_ »

Vielen Dank für eure Antworten!
Meine Frage mit dem Pedal bezog sich ja eher darauf, ob es überhaupt gefahrlos möglich ist (zwangs mangelnder Alternative, das von ELTE ist ja momentan hinüber), muss die Maschine ja dann irgendwie testen. Bzw ob mein Problem überhaupt am Pedal liegen kann. Oder ob es am Pedal liegt und ich lassen sollte. Dass ich den Motor nicht endgültig in den Orbit schießen möchte, ist glaub klar, will die Maschine ja noch nutzen können und nicht nur als Deko :D daher wende ich mich ja an euch :)

Anbei mal ein Bild der Bruchstelle.
Auch der "Knubbel" am Trittbrett war gebrochen, diesen konnte ich aber wieder ankleben.
Bei der Bruchstelle am Pedal selbst fehlt ein Kunststoffteil, ich nehme aber an dass dies schon vorher gefehlt hat (hab zumindest nichts mehr gefunden).
Falls jemand Tipps hat, wie sich das reparieren lässt, gerne melden!
Sekundenkleber (auch in Verbindung mit Panzertape zur Stabilisierung) hat schon mal nicht funktioniert.

Die Daten der Pedale hab ich euch auch mal angehängt. Hatte mir dazu extra Rat geholt bevor ich es angeschlossen hab. Ansonsten lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.

Werde mir auf jeden Fall mal das von Claude verlinkte Thema dazu anschauen.

LG Sara
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