Anker DZ - Brillengreifer und Fadenspannung
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Anker DZ - Brillengreifer und Fadenspannung
Vorab: Ich weiß, das meiste, was ich im Folgenden schreibe, steht in der Bedienungsanleitung bzw. erschließt sich einem mit etwas Erfahrung oder Nachdenken. Aber für all diejenigen, die wie ich noch nicht soviel Erfahrung mit dem Brillengreifer haben, beschreibe ich im Folgenden kurz meine Probleme und wie die DZ und ich dann letzten Endes doch Freunde wurden.
Der Motorkondensator war schon vor einiger Zeit getauscht, jetzt wartete die DZ auf die Reinigung, Ölen und erste Nähversuche. Letztere scheiterten grandios mit großem Gewölle des Unterfadens. Bisweilen dotzte die Nadel auch beim Abwärtshub auf einen Widerstand im Greiferbereich.
Problem Fadenspannung
Der Oberfaden hatte zu wenig Spannung, weil ich es versäumt hatte, den Faden hinter (!) der kleinen Konusscheibe herzuführen (siehe roter Pfeil). Die fehlende Unterfadenspannung entstand ebenfalls durch eine Unachtsamkeit. Ich hatte es versäumt, den Faden durch ein kleines Loch in der Spulenkapsel zu führen. Dadurch rutschte der Faden immer wieder unter der Stahlfeder der Kapsel raus und hatte viel zu wenig Spannung. (roter Pfeil) Dass die Nadel aufsetzte, lag daran, dass sich die Spulenkapsel beim Schließen der schräg stehenden Klappe drehte und nicht mehr in der Führung saß. Dadurch drehte sich die Spulenkapsel mit der Greifer und verursachte so die Blockade. Besser setzt man die Spulenkapsel senkrecht in den Greifer ein mit den beiden Ausbuchtungen nach oben und schließt dann die Klappe vorsichtig, während man die Kapsel mit einem länglichen Gegenstand fixiert.
Also so besser nicht einlegen sondern so Diese Schraube dient der Justage der Greiferkapsel, verändert durch Neigung um ein paar Grad das Spiel zwischen Spule und Greifer.
Der Motorkondensator war schon vor einiger Zeit getauscht, jetzt wartete die DZ auf die Reinigung, Ölen und erste Nähversuche. Letztere scheiterten grandios mit großem Gewölle des Unterfadens. Bisweilen dotzte die Nadel auch beim Abwärtshub auf einen Widerstand im Greiferbereich.
Problem Fadenspannung
Der Oberfaden hatte zu wenig Spannung, weil ich es versäumt hatte, den Faden hinter (!) der kleinen Konusscheibe herzuführen (siehe roter Pfeil). Die fehlende Unterfadenspannung entstand ebenfalls durch eine Unachtsamkeit. Ich hatte es versäumt, den Faden durch ein kleines Loch in der Spulenkapsel zu führen. Dadurch rutschte der Faden immer wieder unter der Stahlfeder der Kapsel raus und hatte viel zu wenig Spannung. (roter Pfeil) Dass die Nadel aufsetzte, lag daran, dass sich die Spulenkapsel beim Schließen der schräg stehenden Klappe drehte und nicht mehr in der Führung saß. Dadurch drehte sich die Spulenkapsel mit der Greifer und verursachte so die Blockade. Besser setzt man die Spulenkapsel senkrecht in den Greifer ein mit den beiden Ausbuchtungen nach oben und schließt dann die Klappe vorsichtig, während man die Kapsel mit einem länglichen Gegenstand fixiert.
Also so besser nicht einlegen sondern so Diese Schraube dient der Justage der Greiferkapsel, verändert durch Neigung um ein paar Grad das Spiel zwischen Spule und Greifer.
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- det
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Re: Anker DZ - Brillengreifer und Fadenspannung
Ich lege die Spulenkapsel in die Klappe und ziehe leicht den Unterfaden zu mir, während ich die Klappe schließe. Dann liegt die Spulenkapsel richtig.willi_the_poo hat geschrieben: ↑Donnerstag 17. April 2025, 17:47 Dass die Nadel aufsetzte, lag daran, dass sich die Spulenkapsel beim Schließen der schräg stehenden Klappe drehte und nicht mehr in der Führung saß. Dadurch drehte sich die Spulenkapsel mit der Greifer und verursachte so die Blockade. Besser setzt man die Spulenkapsel senkrecht in den Greifer ein mit den beiden Ausbuchtungen nach oben und schließt dann die Klappe vorsichtig, während man die Kapsel mit einem länglichen Gegenstand fixiert.
Also so besser nicht einlegen
Gruß
Detlef
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Re: Anker DZ - Brillengreifer und Fadenspannung
Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht... Danke für den Hinweis. Das funktioniert auch - und sogar ohne Hilfsmittel. Wobei ich darauf achten muss, dass die Klappe auch wirklich eingerastet ist. Sonst schlackert die Kapsel zu sehr und gerät wieder aus der Führung. Die DZ scheint in der Hinsicht eine kleine Diva zu sein. Ich kann mich nicht erinnern, dass meine Lada 132 mit Brillengreifer so anspruchsvoll war.
Aber wenn alles so ist, wie es sein soll, näht sie einwandfrei und ziemlich leise. Nur der Greifer rasselt ein bisschen. Und eine Schönheit ist sie allemal. Finde ich zumindest.
- det
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Re: Anker DZ - Brillengreifer und Fadenspannung
Hallo willi,
und nicht zu vergessen, dass Fadeineinschläge, wie sie beim (Pfaff-) Doppelumlaufgreifern immer wieder vorkommen, hier kein Thema sind.
Er heißt ja auch Non-bloc Greifer.
Das Klappern kann man verringern, in dem man iirc den Greiferblock etwas verschiebt, aber zu eng ist halt auch doof.
Gruß
Detlef
und nicht zu vergessen, dass Fadeineinschläge, wie sie beim (Pfaff-) Doppelumlaufgreifern immer wieder vorkommen, hier kein Thema sind.
Er heißt ja auch Non-bloc Greifer.
Das Klappern kann man verringern, in dem man iirc den Greiferblock etwas verschiebt, aber zu eng ist halt auch doof.
Gruß
Detlef
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Re: Anker DZ - Brillengreifer und Fadenspannung
Nö. Die DZ ist in dieser Hinsicht anders einstellbar.willi_the_poo hat geschrieben: ↑Donnerstag 17. April 2025, 17:47 ...
Diese Schraube dient der Justage der Greiferkapsel, verändert durch Neigung um ein paar Grad das Spiel zwischen Spule und Greifer.
...
Zuerst feilt man sich ein Werkzeug (Blechschnipsel)
Dann löst man die Kontermutter.
Nun kann man die Brille abnehmen. Hier erkennt man, dass der Abstand Brille-Greifer über eine Rändelmutter einstellbar ist.
Hier noch mal die Übersicht der beteiligten Justageelemente.
Hat nicht jeder Brillengreifer. Einstellbar für die aktuelle Nähsituation, das hat was.
Gruß
Marco
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Re: Anker DZ - Brillengreifer und Fadenspannung
Abstand und Neigung sind je eine Dimension.
Die Rändelmutter sitzt eher spielfrei auf dem Gewinde als die Schlitzmutter. Also gibt die Rändelmutter in Verbindung mit dem Gewinde den Anstellwinkel der Brille zu dem Klappenblech vor. D.h. man stellt zuerst die Neigung auf "parallel". Dann den Abstand der Brille zu dem Greifer soweit reduzieren, auf das der Faden gerade so ohne merkliche Bremswirkung den Greifer passieren kann. Oder man lässt viel Luft, dann rappelt es halt mehr. Insofern kein Feintuning.
Klassisch mit dicker Schraube, Gewindebolzen mit Arretierungsmutter eher etwas für den Fachmann.
Hier nur ein (einfaches) Werkzeug. Mutter etwas lockern, an Rändelmutter drehen, Mutter wieder fest. Passt? Wenn nicht, Prozedur wiederholen. Aber vom Gefühl fast laienbedienbar. Ob das so als Feature gedacht war?
Gruß
Marco
Die Rändelmutter sitzt eher spielfrei auf dem Gewinde als die Schlitzmutter. Also gibt die Rändelmutter in Verbindung mit dem Gewinde den Anstellwinkel der Brille zu dem Klappenblech vor. D.h. man stellt zuerst die Neigung auf "parallel". Dann den Abstand der Brille zu dem Greifer soweit reduzieren, auf das der Faden gerade so ohne merkliche Bremswirkung den Greifer passieren kann. Oder man lässt viel Luft, dann rappelt es halt mehr. Insofern kein Feintuning.
Klassisch mit dicker Schraube, Gewindebolzen mit Arretierungsmutter eher etwas für den Fachmann.
Hier nur ein (einfaches) Werkzeug. Mutter etwas lockern, an Rändelmutter drehen, Mutter wieder fest. Passt? Wenn nicht, Prozedur wiederholen. Aber vom Gefühl fast laienbedienbar. Ob das so als Feature gedacht war?
Gruß
Marco