Pfaff-Steppfuss 46682 - Varianten und Verwendung

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Haegar
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Pfaff-Steppfuss 46682 - Varianten und Verwendung

#1 Beitrag von Haegar »

Nach meiner Neuvorstellung ist noch viel passiert lol … so musste ich vorletztes Wochenende eine Freundin aus Kassel "evakuieren", nachdem der ICE dort gestrandet war angry … bot mir aber trotz des Wetters die Chance, noch eine weitere 138, eine "Opfer" 138 und eine 134er einzusammeln wink Die 138er hatte das Hauptproblem, dass sie wohl 134-35 Nadeln braucht (damit näht sie zumindest), wohl auch noch ein wenig Liebe und Öl, die Fadenspannung sollte gecheckt werden rolleyes , die 134 hatte das Problem, dass jemand die Lüfterhebel-Zugstange (63044) so zerbombt hatte, dass sie insbesondere unten an der Welle schliff boewu zum Glück nicht lange gelaufen. Den Hebel von der "Opfer 138" verbaut, alles läuft prima shy

Mir wurde dann nahe gelegt, doch den Steppfuss 46682 zu verwenden, gekauft, nur um noch am gleichen Abend festzustellen, dass die Nadelposition Mitte diesen Fuss an meiner 138 nicht zulässt boewu ... also alles umgebaut auf die 134er. Festgestellt, dass der Geradnäher doch sehr viel stressfreier gerade näht :lol27: insbesondere bei dem doofen etaProof 400.

ABER, wenn man einmal anfängt - kennt hier jeder, oder angel Also fuhr ich gestern im Schein der Polarlichter eine 234 vom Jadebusen holen, sehr fein auf Servo umgerüstet, mit dem zugehörigen neueren Tisch … und alles in bestem Zustand sd … dazu kam noch eine weitere "Opfer 234", sowie einiges mehr an "Resten". Von NULL auf SECHS Pfaffs in unter vier Wochen mx

Jetzt aber zur Frage: Kann mir irgendwer die Unterschiede beim Steppfuss 46682 erläutern?
  • ich habe hier einen neu gekauften 46682 (vermutlich Nachbau, weil ohne Pfaff drauf)
  • einen 46682 C 2.0
  • einen 46682 2.2
Mir ist klar, dass Pfaff z. B. in der Bestandteile-Liste schreibt "Bei Bestellung Ausf. A;B oder C angeben" aber leider nicht, was das für Konsequenzen hat? Kann ich also einen "46682 C 2.0" auch auf einem Transporteur / Stichplatte "B" oder gar "A" verwenden? Oder ist es eher umgekehrt, weil der Transporteur "A" flacher und weniger aggressiv ist, brauche ich einen Fuß "2.2"?


Btw. auch schön in echt zu sehen, die 134 war mit 26272 / 26271C ausgerüstet, das ist beides KLASSE C bzw. für die 463, wie da die Unterschiede sind light
Pfaff 138-6 (schwarz), Bernina B530, Bernette Overlock

sputnik
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Re: Pfaff-Steppfuss 46682 - Varianten und Verwendung

#2 Beitrag von sputnik »

A,B & C sind die Ausführungen für unterschiedliche Materialstärken.
Davon sind Stichplatte, Presserfuss, Greifer und Transporteur betroffen.

Bei der 138er kann man
Ausführung A ist für feines Material und kann Nadeln bis maximal Stärke 70 nutzen
Ausführung B für mittleres Material mit Nadelstärke 80-100

Theoretisch kann man alles verwenden solange genug Platz für Nadel und Faden vorhanden und der Greifer für die Fadenstärke geeignet ist.
Mischen ist aber natürlich ungünstig.
Wenn das Stichloch zu klein oder zu gross ist, kann es sein das die Maschine nicht mehr schön näht bzw. Stiche auslässt.
Ebenso problematisch ist Stoff mit einem Ledergreifer oder umgekehrt.
Bei Transporteur und Stichplatte muss die Breite der Reihen zusammenpassen und die Zähne sind auch dem Material angepasst.

Ich weiss nicht was und wofür die Füsse sind ... aber 2.2 und 2.0 sind die Angaben für Stichlochgrösse bzw Schlitzbreite bei Fuss und Stichplatte.
Für die 138er sind die viel zu gross.

Wenn Du uns verräts um welche Maschinenklasse und Unterklasse es sich handelt und uns Photos von den betreffenden Teilen, Füssen zeigst kann man vielleicht genaueres dazu sagen.

Grüsse vom Sputnik
Und sehen wir uns nicht in dieser Welt
dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)

Haegar
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Re: Pfaff-Steppfuss 46682 - Varianten und Verwendung

#3 Beitrag von Haegar »

Guten Morgen,
sputnik hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 23:56 A,B & C sind die Ausführungen für unterschiedliche Materialstärken.
Davon sind Stichplatte, Presserfuss, Greifer und Transporteur betroffen.
Stichplatten, Transporteur waren mir bisher bewusst, bekannt, Nähfuß so nicht, auch wenn es eigentlich logisch ist, weil es die Gegenstelle zu dem Transporteur ist.

sputnik hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 23:56 Mischen ist aber natürlich ungünstig.
Wie eingangs ggf. ein wenig zu anekdotisch geschrieben, habe ich mittlerweile 6 PFAFFs hier stehen. Schon nach den ersten 3 angefangen, mir eine Exceltabelle zu schreiben, was mit welcher Kombi kam usw. und da schon gemerkt, dass die Vorbesitzer wild gepuzzelt haben oder so -boewu- … und bisher habe ich mir die Greifer noch gar nicht angeschaut. Nachdem aber nähen soweit klappt und i. d. R. das Stichbild gut / zufriedenstellend ist, mach ich das Faß lieber nicht auch noch auf.

sputnik hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 23:56 Bei Transporteur und Stichplatte muss die Breite der Reihen zusammenpassen und die Zähne sind auch dem Material angepasst.
Wie oben geschrieben, DAS kann ich mir hier live und in farbe anschauen, ich habe hier von A bis C alles liegen. Das C Set (26271C) in der 134 zerrt schon mächtig am Stoff dodgy


sputnik hat geschrieben: Dienstag 20. Januar 2026, 23:56 Ich weiss nicht was und wofür die Füsse sind ... aber 2.2 und 2.0 sind die Angaben für Stichlochgrösse bzw Schlitzbreite bei Fuss und Stichplatte.
Für die 138er sind die viel zu gross.

Wenn Du uns verräts um welche Maschinenklasse und Unterklasse es sich handelt und uns Photos von den betreffenden Teilen, Füssen zeigst kann man vielleicht genaueres dazu sagen.
Es mag im Eingangsposting zu viel Anekdote gewesen sein angel aber bzgl. des Postings geht es ausschließlich um den Steppfuss 46682 und ausschließlich um die Verwendung in den Geradnähern, also die 138er sind hier thematisch komplett raus!


Pfaff 134-0-6 (6 380 445): 26272 A 1,6 (laut Teileliste Stichplatte für Kl. 463) und 26271C (Transporteur Kl. 463 schwer) - wie DAS zusammenpasst, keine Ahnung, läuft aber

Pfaff 234K-6BS (7 668 645): 26096 B (Stichplatte zu 26095 UKl. 6/1) und 26095 B t=1,5 (Transporteur Sägezahnung UKl. 6/1) wirkt also soweit authentisch stimmig für mich - wobei ich mit dem "S" in dem "BS" nicht fündig werde

Pfaff 234K-6B (6 935 732): 26096 A-1,4 (Stichplatte zu 26095 UKl. 6/1) und 26095B (aber OHNE t=1,5 - Transporteur Sägezahnung UKl. 6/1) hier wurde scheinbar A und B gemischt, steht aber eher als "Opfermaschine" hier, 2-3 Teile fehlen da schon


Den ersten 46682 habe ich mir für die 138er gekauft, da passte er aber nicht - ODER die Nadelstange steht mittig nicht richtig? Könnte hier aber sein, weil bei der 138er wurden (vom Profi!) 6mm ZZ-Teile verbaut, obwohl sie nur 4mm hat! Aber hier nicht Thema!

Dieser erste 46682 ist nur damit beschriftet
IMG_5524.jpeg
und arbeitet mit der oben genanten 134er Kombi gut zusammen.

Die Pfaff 234K-6BS kam mit "PFAFF 46882 C2.0" und die Pfaff 234K-6B mit "PFAFF 2.2" - beide wirken auf mich authentisch, also kein Nachbau oder so.

Größe, Abmessung usw. wirken mit bloßem Auge gleich, ggf. muss ich Messschieber auspacken, um 0,x mm Unterschiede zu erkennen. Was mich halt irritiert, dass auf dem einen "C2.0" steht und auf dem anderen nur "2.2" ohne Buchstabe.
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Pfaff 138-6 (schwarz), Bernina B530, Bernette Overlock

sputnik
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Re: Pfaff-Steppfuss 46682 - Varianten und Verwendung

#4 Beitrag von sputnik »

Ob die Teile Orginal oder Nachbau sind ist egal wenn sie passen. Alle Nähmaschinenhersteller haben selbst solche Teile auch oft von den guten "Nachbaufirmen" zugekauft wenn die Stückzahlen für eine eigene Produktion zu gering waren. Manchmal fand auch ein Orginalteil nicht den Weg ins Altmetall und wurde versehenlich ausgeliefert. wink

Ich verwende bei meiner 138er eine 1.2 Nähgarnitur (Stichplatte und Fuss) was vermutlich der B Ausstattung entspricht.
Es passen aber natürlich auch Teile von anderen Pfaff Modellen. Welche davon aber sinnvoll verwendbar sind ist eine andere Frage.

Was die Passgenauigkeit angeht kann natürlich bei alten Maschinen immer etwas leicht verbogen oder abgenützt sein. Grundsätzlich kann man die Presserfussstange in der Höhe verstellen und auch ein wenig verdrehen. Manchmal ist auch nur Schmutz das Problem. Vermutlich sind Teile für 6mm Überstichbreite leichter zu bekommen weil die 4mm Ausführung vergleichsweise selten war. Günstiger für ein perfektes Nähergebins ist aber immer eine zum Material passende Nähgarnitur.

Falls Du die Presserfusstange verstellst, die sollte um etwa 1mm tiefer nach unten gehen als es für den Fuss erforderlich ist, wenn sie mit dem Handhebel angehoben ist sollte die Spannung gelüftet sein und wenn man dann mit dem Kniehebel weiterhebt sollte der Handhebel von alleine wieder zurückfallen.

Wichtig ist auch Leichtgängigkeit und eine gute Feder. Es gab unterschiedliche Ausführungen mit einer oder mit zwei Federn.

Herzliche Grüsse vom Sputnik
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