Pfaff 1222e Reversierhebel

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Geradstich
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Re: Pfaff 1222e Reversierhebel

#11 Beitrag von Geradstich »

Okay, dann also: mit Petroleum bzw. Shellsol T großzügig "schmieren", ohne Last drehen lassen mit Motor bis sich der Schmodder löst, evtl nochmal spülen, ablaufendes Lösungsmittel auffangen damit der harzige Schmodder raus ist. Trocknen lassen, dann zart ölen.

Momentan dreht sie sich leicht am Handrad, aber nicht "mit zwei Fingern an der Welle"-- aber: der Motor ist im Eingriff.

Ich hab Spinesso (wasserdünn), unspezifiziertes Nähmaschinenöl, Weißöl in etwas dickflüssiger ausm Chemiehandel, und Gleitbahnöl VG 32 (nehm ich für so Gabeln und Excenter her, weil das nicht so leicht abläuft). Würde zu Spinesseo oder Weißöl tendieren...

Geradstich
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Re: Pfaff 1222e Reversierhebel

#12 Beitrag von Geradstich »

Das sieht für mich auf dem Photo aber nach anderer Steigung aus (M2,2 mit 2 G/Mauspfeil zu M2,5 mit 1 1/2 G/Mauspfeil wink ) ... und es könnte sich auch um ein zölliges- oder Nähmaschinengewinde handeln.
Bei metrischem Gewinde müsste M2,2 und M2,5 die gleiche Steigung mit 0,45mm haben.
Der Briefbote brachte gestern Post von der Ersatzteilfee! Dankeschön!

Also: ziemlich sicher (99%ig) M2,2 x 10mm Zylinderkopf Schlitz.

Das Gewinde ist 10 mm lang, Durchmesser 2,2x mm mit der Bügelmeßschraube. Ich komme auf 22 Gewindegänge (Photo) -- wär 0,45er Steigung.
Gewindelehren hab ich nur 0,4 und 0,5, und die zölligen waren alle auch nicht richtig passend, auch die 3/32" nicth (wobei ich das bei den feinen Gewinden schwierig fand, und die Lehren sind alt und leicht angerostet, das macht es schwerer).

Ich bin heute zum Schraubenhändler, "einmal M2,2 x 10 Zylinderkopf". Der hatte keine da (bzw das System zeigte einen Bestand von "1", die war aber nicht auffindbar) -- er bekommt sie auch nicht rein. Aber er hat Muttern und Schrauben in M2,3 da, könnte ja auch sein? Ausprobieren! Eine Mutter M2,3 auf diese Pfaff-Mystery-Schraube geht drauf, ist aber spürbar locker, auf eine Schraube M2,3 spürbar fester. "Vergleichen sie das auch selber, diese kleine Gewinde haben oft viel Spiel in der Passung." Also ne 2,3er Mutter auf eine 2,2er Schraube wär ja irgendwie gegangen, aber andersrum nie, noch dazu ist das Gewindeloch tief in der Maschine, dreht sich gerne weg, und so kann ich die Schraube nur hinhalten und drehen, bis sie hoffentlich irgendwann greift.
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Geradstich
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Re: Pfaff 1222e Reversierhebel

#13 Beitrag von Geradstich »

Erstmal die Schraube reingezaubert: Eine Schlinge mit Blumendraht um die Schraube, an den Reversierhebel, und mit Hin-und-her, viel Geduld und vorsichtigem langem Schraubenzieher reingeschraubt.

Dann die Maschine mit Shellsol (Paraffin) "geölt", 10 Minuten ganz langsam laufen lassen, dann 10 Minuten schneller, usw. Dreht die zu schwer, oder zu schnell? Eine App, die anhand einer weißen Marke und der Handy-Kamera die Drehzahl ermittelsoll erwies sich als nutzlos.

Ich hab mal einen alten Drehzahlzähler vom Müll gerettet, also gesucht, und an die Maschine gehalten, bzw. den Dreikant in das Schraubloch des Handrads, und die Zeit gestoppt: Drehzahl über 1200 U/min bei Vollgas, ca. 200-240 U/min auf Stopmatic. SEL-Steuerung, und gemessen nach 5 Minuten Vollgas, wie es in der Anleitung steht --- und damit zu schnell.

Runterdehen war ein fummeliges Geduldsspiel. Mit einer Echtzeitanzeige und isoliertem Schraubenzieher von unten wär das schneller eingestellt gewesen! Jetzt ist die Stopmatic deutlich gemütlicher, bei ~120 U/min, und Vollgas bei ~900 U/min.

Ein leichtes Tack-tack-tack das nur bei dem längsten Geradstich und dem längsten ganz-breitem Zickzack auftaucht (keine Nadel, keine Spulenkapsel, keine Stichplatte, kein Fuß, aber es tackert immer noch leicht) ist jetzt auch fast weg. Mal sehen ob das morgen noch da ist...

Bilder vom Drehzahl-Zähler: Vorderseite und Rückstellknöpfe.
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Geradstich
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Re: Pfaff 1222e Reversierhebel

#14 Beitrag von Geradstich »

Ein leichtes Tack-tack-tack das nur bei dem längsten Geradstich und dem längsten ganz-breitem Zickzack auftaucht (keine Nadel, keine Spulenkapsel, keine Stichplatte, kein Fuß, aber es tackert immer noch leicht) ist jetzt auch fast weg. Mal sehen ob das morgen noch da ist...
Im unteren Bereich geöffnet (also Transporteur und da bei der Elektronik) und bei langsam laufender Maschine geschaut. Ich konnte die Quelle vom Geräusch nicht genau finden. Ich hab rumgedrückt, mit einen Schraubenzieher, um zu sehen wo es herkommt und wann es aufhört. Etwas mehr Öl an die bewegten Stellen, und kurz daruaf den Überschuss aufgenommen.

Irgendwann was es weg: entweder hab ich eine verharzte Stelle gelöst. Oder eventuell hat ein Arm die Box von der Elektronik bei maximaler Einstellung berührt und "tack" gemacht: an der Box ist eine Plastiköse zur Befestigung halb weggenackst. Ich hab die Halteschrauben gelöst, die Box zentriert, und damit ist mehr Luft zwischen Arm und Box. Läuft jetzt leicht und ruhig:-)

Diese Maschine wurde früher von jemandem bearbeitet, der nur einen einzigen verbogenen Phasenprüfer als Schraubenzieher hatte: das sind sehr viele Schraubenschlitze ausgefranst, zergnaddelt, und voller Grate und Haken. Sogar die Schrauben für die Anschiebetisch-Federn sind vergnaddelt! Ey, muß das sein?

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