Ist meine Spulenkapsel gerissen?

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Hummelbrummel
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Re: Ist meine Spulenkapsel gerissen?

#11 Beitrag von Hummelbrummel »

Irgendwie habe ich die Info übersehen, um welche Pfaff es hier eigentlich überhaupt geht.
Fände ich ganz interessant, zu wissen.
Mein Blog –> https://hummelbrummel.blogspot.com
Blogthemen rund um die Nähmaschine hier entlang –> https://hummelbrummel.blogspot.com/sear ... hmaschinen

sputnik
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Re: Ist meine Spulenkapsel gerissen?

#12 Beitrag von sputnik »

@ Hummelbrummel -> Um eine Pfaff 118 -> https://www.naehmaschinentechnik-forum. ... &hilit=118
Die Klasse 118 wurde als Nachfolger der Klasse 138 eingeführt und verwendet dieselben Greifer und Spulenkapseln.

Das sind die normalen Spulenkapseln wie bei ganz vielen Pfaff Schnellnähern.

@ Agavenschreiner -> Was ich noch nicht ganz verstehe ob da auch die Nähgarnituren (Stichplatte/Transporteur) von der 138er passen? Laut Teileliste gibt es für die 118 auch welche die genauso aussehen.
Die Teileliste ist für mich ein wenig unverständlich ... sie meint man muss für die Bestellung mmer die genaue Ausführung der Maschine und der anderen Teile angeben.
Was macht man wenn man die nicht weiss? Für mich sieht der Schlitz in der jetzigen Stichplatte nach Ausführung "A" aus ... aber es steht auch nichts drauf wie es bei den 138er Teilen meistens war.

Jedenfalls hab ich die neue rechteckige Stichplatte auch schon unter 30,-€ im Internet gesehen.
Die Spulenkapseln gibt im Doppelpack für unter 10,-€.
Und Greifer und Stichplatte für die 138er für unter 30,-€. Da würde ich Dich aber vorher um Photos bitten ob bei der Maschine die notwendigen Gewinde im Guss vorhanden sind. In der Teileliste sind sie abgebildet.

Wie dick ist die aktuelle Stichplatte eigentlich?

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agavenschreiner
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Re: Ist meine Spulenkapsel gerissen?

#13 Beitrag von agavenschreiner »

Laut Teilenummer ist der Greifer von einer Maschine mit 10mm Überstichbreite.
Dafür könnte ich für 30 ,-Euro eine neue Spulenkapsel mit passender Teilenummer bekommen....
20260404_163943.jpg
Meine Spulenkapsel sieht auch nicht aus wie im Teilekatalog, die hat so eine Ausklinkung (siehe Zeichnung).
Meine sueht aus wie in der Bedienungsanleitung mit Schlitz und Bohrung.
Ich tendiere dazu, die Spulenkapsel passend zu meinem Greifer zu kaufen......
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Meine Maschinen sind:
PFAFF Ambition 620
PFAFF 118
Bernette 334DS by Bernina

Makatea
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Re: Ist meine Spulenkapsel gerissen?

#14 Beitrag von Makatea »

DUG-Spulenkapseln für die 138, 130, 230, 260 sowie deren Freiarm- und sonstigen Varianten
sowie die häßlichen Nachfolger mit Reibradantrieb bis hin zu den heutigen Plastebombern von Pfaff sind nach meiner Erfahrung absolut identisch und
völlig unabhängig von der Überstichbreite für gut fünf Euro im Doppelpack bei Aliexpress in brauchbarer Qualität verfügbar.

Wo da das Problem trotz eventuell variabler Ausführung bei der Kompatibilität liegen sollte, die Sputnik ins Gespräch brachte, würde mich aber schon im Detail interessieren.

Eigentlich erscheint es ebensowenig zielführend wie notwendig,
für dieses extrem weit verbreitete Greifersystem irgendwelche nicht universell kompatiblen Spulenkapseln zu konstruieren...

sputnik
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Re: Ist meine Spulenkapsel gerissen?

#15 Beitrag von sputnik »

Ich habe unter anderem viele Jahre bei einer Pfaff Vertretung gearbeitet ... und diese Spulenkapseln bisher noch nie in natura oder in einem Katalog für Nachbauteile gesehen.
Deshalb meine Bedenken wenn ich dann lese was bei der Maschine alles nicht funktioniert.
Ich kann zu dieser Spulenkapsel nichts weiter sagen weil ich sie nicht kenne.

Die "orginal" Pfaff Spulenkapseln gab es (vor langer Zeit im Nachbau) überall fast geschenkt (Verkaufspreis unter 5,-€)
Für ZSK haben wir von den nachgebauten Pfaff Kapseln immer mindestens 100Stk bestellt ... da kostete eine im Einkauf unter 1,-€.

Wenn ich dann lese da die Kapsel irgendwie unrund aussieht/läuft und gebrochen ist, stellt sich für mich die Frage wie weit eine Reparatur mit kleben sinnvoll sein könnte, wenn man passende Kapseln für deutlich unter 10,- bekommt.

Aber es darf jeder mit seiner Maschine machen was er möchte ... auch wenn ich es manchmal nicht verstehe. biggrin

Um das Photo vom Greifer hatte ich gebeten, weil ich den Eindruck hatte das der irgendwie auch nicht wie der orginale Greifer aussieht, was Agavenschreiner ja bereits bestätigt hat. Die nächste Frage für mich wäre dann passen die Spulen? Ich kann bei mir eine Brotherspule reingeben die wenn ich die Kapsel in der Hand halte scheinbar perfekt passt ... und wenn ich sie im Greifer einsetze sind 10 Stiche perfekt und die nächsten 10 unbrauchbar weil sich die Spannung dauernd verändert. Die Spulen sind am ersten Blick nicht zu unterscheiden.

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Re: Ist meine Spulenkapsel gerissen?

#16 Beitrag von adler104 »

Was für eine Stichweite hat denn die 118? Vermutlich 10mm, oder? Da wird die Standard Pfaff Kapsel wohl in den Greifer passen aber nicht mit der 10mm Stichweite (im ZZ) klarkommen (10mm ZZ braucht einen größeren Ausschnitt an der Spulenkapsel als 6mm oder 5mm).

Na ja, Zeichnungen können mal etwas abweichen, zumal zwei Nummern zu einem Bild angegeben sind - Teilenummer goggeln und:

https://www.silacsew.com/de/shop/16714- ... ani-134941

https://www.ebay.de/itm/194314181856

https://armastore.eu/91-163-263-91-pfaf ... ith-spring

https://www.hood.de/i/spulenkapsel-fuer ... 367256.htm

Ich täte die bei Hood kaufen wink
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Re: Ist meine Spulenkapsel gerissen?

#17 Beitrag von sputnik »

Es handelt sich um eine Pfaff 118-6/21BX6N.
Die hat 6mm Überstichbreite und laut Teileliste genau denselben Greifer und Spulenkapsel wie meine 138er aus den 1960er Jahren.
Für die Unterklassen mit 10mm Überstichbreite gibt es andere Greifer und Spulenkapseln.

Deshalb ja auch mein Hinweis das es eben Nachbaugarnituren mit Greifer, Transporteur und Stichplatte für unter 30,-€ gibt. Auf irgendeiner Abbildung sieht es auch so aus als ob in der Grundplatte beide Gewinde, also für die eckige und die runde Stichplatte vorhanden sind.
Die Hirose HPF134 Greifer, welche auch ZSK verbaut, haben bei meinen Kunden auch im 3-Schichtbetrieb problemlos über 10 Jahre gehalten und die gibt es für unter 20,-€.

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Re: Ist meine Spulenkapsel gerissen?

#18 Beitrag von adler104 »

ich deute die Nummer im Greifer als 10mm Greifer

Siehe Bild 1 hier:
https://www.naehmaschinentechnik-forum. ... 19#p172319

Auszug aus Teilelliste
Bild1.jpg
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Re: Ist meine Spulenkapsel gerissen?

#19 Beitrag von sputnik »

Ja ... das ist völlig korrekt ... und das eckige Kästchen mit Nr. 10 sagt uns das es sich um die Nummer für 10mm Überstich handelt.
Und darüber hast Du die Nummer mit dem eckigen Kästchen mit Nr. 6 für 6mm Überstich.
Und was die Kästchen aussagen steht am Anfang der Teileliste beschrieben.
und welche Überstichbreite die Maschine hat sagt uns die Unterklassenliste.

Ich finde die Teilisten nach diesem Schema extrem unübersichtlich.

Eine Anweisung aus der Teileliste: "Geben sie bei der Bestellung die Unterklasse und die Ausführung der damit zusammengehörigen Teile an".
Wie soll das bei einer gebrauchten Industriemaschine funktionieren, wenn nicht einmal auf der Stichplatte Ausführung "A" oder "B" ersichtlich ist?
Wie soll das der Eigentümer feststellen?
Bei den alten Maschinen war die Ausführung bei den Stichplatten auf der Unterseite eingeschlagen.
https://www.naehmaschinentechnik-forum. ... 28#p170828
Nähprobleme bei meiner PFAFF 118

#1 Beitrag von agavenschreiner » Dienstag 3. März 2026, 20:37
Hallo ihr Lieben,

ich habe jetzt mein erstes Nähprojekt an meiner 118-6/21BX6N. ...
Pfaff 118 Unterklassen.jpg

Deshalb auch immer meine Bitte nach Photos, damit klar ist ob die Teile überhaupt miteinander funktionieren können.
Die Maschine kam anfang der 1980er Jahre auf den Markt ... wer weiss was da alles umgebaut wurde und welche Teile da zusammenpassen oder nicht.
Bei den 138er war das kompliziert aber nachverfolgbar. Bei der Maschine soll ich in drei unterschiedlichen Listen suchen was ich brauche und dann dazuschreiben was genau alles eingebaut ist, was aber auf den Teilen teilweise nicht mehr ersichtlich ist. boewu

Ich habe von diesen Pfaff Spulenkapseln ~10 unterschiedliche Versionen.
Die ganz alten hatten keine Unterfadenführung nach der Spannungsfeder und keine Bremsfederausnehmungen.
Dann kamen die ersten mit einem winzigen Loch in der Verschlusschiebernut, welches niemand benutzt hat weil es äusserst besch*** einzufädeln war.
In dieses Loch wurden dann später bei einzelnen Varianten die "Ringelschwanz/Spiralen" eingesetzt (welche auch bei ZSK verwendet werden).
etc ... usw
Es gab auch geschraubte Bemsfedern welche aber nicht lange verwendet wurden.
Viele Ausführungen haben unterschiedlich geformte Fadenleitformen/Ausnehmungen um den Platz für den Überstich / Fadenanzug an den Fadenhebelantrieb / Fadenlage zwischen Stichloch und Greifer/Spulenkapsel anzupassen.

Und was mir absolut unklar ist:
Unterschied.jpg
huh

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