Aus welchem BJ stammt die SINGER made in Wittenberge?
Aus welchem BJ stammt die SINGER made in Wittenberge?
Liebe Nähmaschinen-Freunde,
meine Tochter (13) hat von Bekannten eine SINGER geschenkt bekommen. Gestern abend haben wir sie aus der Versenkung geholt undf etwas gereinigt bzw. Politur aufs Holz getan. Aus welchem Jahr stammt die Maschine? Soweit ich recherchieren konnte, steht das "C" für den Produktionsstandort Wittenberge und dass dort alle Unterlagen im Zuge des 2.WK. vernichtet worden sind, aber dass ihr einiges schon in Erfahrungen bringen konntet welche Nr. für was steht.
Könnt ihr mir helfen? Bzw. gibt es noch die Möglichkeit die hart gewordenen bzw. gerissenen Lederteile kaufen zu können? Gibt es so etwas wie einen Ersatzteilemarkt und Bedienungsanleitungen?
Dank im Voraus!
LG Sabine aus MV von der Küste
meine Tochter (13) hat von Bekannten eine SINGER geschenkt bekommen. Gestern abend haben wir sie aus der Versenkung geholt undf etwas gereinigt bzw. Politur aufs Holz getan. Aus welchem Jahr stammt die Maschine? Soweit ich recherchieren konnte, steht das "C" für den Produktionsstandort Wittenberge und dass dort alle Unterlagen im Zuge des 2.WK. vernichtet worden sind, aber dass ihr einiges schon in Erfahrungen bringen konntet welche Nr. für was steht.
Könnt ihr mir helfen? Bzw. gibt es noch die Möglichkeit die hart gewordenen bzw. gerissenen Lederteile kaufen zu können? Gibt es so etwas wie einen Ersatzteilemarkt und Bedienungsanleitungen?
Dank im Voraus!
LG Sabine aus MV von der Küste
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Hummelbrummel
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Re: Aus welchem BJ stammt die SINGER made in Wittenberge?
Hallo Sabine,
über das genaue Baujahr kann ich dir nichts sagen, aber diese Maschinen wurden laut Nähmaschinenverzeichnis auch schon (vor) 1910 gebaut.
Es handelt sich um eine Singer 66 (erkennbar unter anderem an der liegenden Unterfadenpule, in die auch moderne Plastikspulen für den Apollogreifer passen sollten).
Es gibt eine ältere Bauform, bei der die Greiferregion ein bisschen anders gestaltet ist, und die Füßchen von hinten festgeschraubt werden (so eine nenne ich mein eigenen) und eine jüngere, wo die Füße von der Seite festgeschraubt werden.
Erste Informationen darüber er findest Du hier: https://www.naehmaschinenverzeichnis.de ... 0er-jahre/
Ansonsten lassen sich hier im Forum mit dem Suchwort Singer 66 oder in der Singer-Rubrik verschiedene Informationen finden, auch mit Links, unter anderem darüber, wie man den Ölfilz austauscht, etc.
Viel Spaß mit der Maschine!
PS. Ist in den Schubladen und/oder in dem nach vorne ausklappbaren Mittelfach Zubehör?
Nachtrag: Übrigens hab ich auf so einer ähnlichen Maschine mit 11 Jahren die ersten Sachen genäht. So im Rückblick muss ich sagen, dass das ein super Einstieg war, zumal die Maschine eigentlich fast nichts krumm nimmt. Nur zwei Sachen sind wichtig: dass die Drehrichtung stimmt (Beinkoordination) und dass die Nadel am Ende einer Naht in der richtigen Position - ziemlich weit oben - ist (das kriegt man ins Gefühl, und lässt sich auch mit dem Handrad leicht korrigieren).
über das genaue Baujahr kann ich dir nichts sagen, aber diese Maschinen wurden laut Nähmaschinenverzeichnis auch schon (vor) 1910 gebaut.
Es handelt sich um eine Singer 66 (erkennbar unter anderem an der liegenden Unterfadenpule, in die auch moderne Plastikspulen für den Apollogreifer passen sollten).
Es gibt eine ältere Bauform, bei der die Greiferregion ein bisschen anders gestaltet ist, und die Füßchen von hinten festgeschraubt werden (so eine nenne ich mein eigenen) und eine jüngere, wo die Füße von der Seite festgeschraubt werden.
Erste Informationen darüber er findest Du hier: https://www.naehmaschinenverzeichnis.de ... 0er-jahre/
Ansonsten lassen sich hier im Forum mit dem Suchwort Singer 66 oder in der Singer-Rubrik verschiedene Informationen finden, auch mit Links, unter anderem darüber, wie man den Ölfilz austauscht, etc.
Viel Spaß mit der Maschine!
PS. Ist in den Schubladen und/oder in dem nach vorne ausklappbaren Mittelfach Zubehör?
Nachtrag: Übrigens hab ich auf so einer ähnlichen Maschine mit 11 Jahren die ersten Sachen genäht. So im Rückblick muss ich sagen, dass das ein super Einstieg war, zumal die Maschine eigentlich fast nichts krumm nimmt. Nur zwei Sachen sind wichtig: dass die Drehrichtung stimmt (Beinkoordination) und dass die Nadel am Ende einer Naht in der richtigen Position - ziemlich weit oben - ist (das kriegt man ins Gefühl, und lässt sich auch mit dem Handrad leicht korrigieren).
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- GerdK
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Re: Aus welchem BJ stammt die SINGER made in Wittenberge?
Hallo Sabine,
Ledertreibriemen für die Maschine gibt es bei vielen Anbietern zu kaufen. Du musst nur schauen, dass der gekaufte Riemen nicht zu kurz ist (zu lang ist natürlich kein Problem, man kann ihn auf Länge abschneiden). Es muss i.d.R. ein Loch für die Klammer hineingebohrt werden. Das geht recht gut mit einer dicken, über einer Kerze auf Rotglut erhitzten Nähnadel, die man in einer Zange festhält. Stinkt gewaltig, aber das Loch schrumpft danach nicht mehr.
https://www.ebay.de/itm/296035188469?mk ... d_source=1
Wahrscheinlich muss das "Gummirad" für den Spuler erneuert werden. Den alten abnehmen, Schnurstärke (also den Durchmesser des "Gummis") und Innendurchmesser messen und z.B. hier (oder woanders) bestellen:
https://www.o-ring-stocks.eu/de/o-ring- ... 5KEALw_wcB
Viele Grüße, Gerd
P.S.: Eine Bedienungsanleitung ist bei ISMACS zu finden, allerdings nur in englischer Sprache, bei der deutschen BA gibt es irgendwelche Copyright-Probleme:
https://ismacs.net/singer_sewing_machin ... manual.pdf
Ledertreibriemen für die Maschine gibt es bei vielen Anbietern zu kaufen. Du musst nur schauen, dass der gekaufte Riemen nicht zu kurz ist (zu lang ist natürlich kein Problem, man kann ihn auf Länge abschneiden). Es muss i.d.R. ein Loch für die Klammer hineingebohrt werden. Das geht recht gut mit einer dicken, über einer Kerze auf Rotglut erhitzten Nähnadel, die man in einer Zange festhält. Stinkt gewaltig, aber das Loch schrumpft danach nicht mehr.
https://www.ebay.de/itm/296035188469?mk ... d_source=1
Wahrscheinlich muss das "Gummirad" für den Spuler erneuert werden. Den alten abnehmen, Schnurstärke (also den Durchmesser des "Gummis") und Innendurchmesser messen und z.B. hier (oder woanders) bestellen:
https://www.o-ring-stocks.eu/de/o-ring- ... 5KEALw_wcB
Viele Grüße, Gerd
P.S.: Eine Bedienungsanleitung ist bei ISMACS zu finden, allerdings nur in englischer Sprache, bei der deutschen BA gibt es irgendwelche Copyright-Probleme:
https://ismacs.net/singer_sewing_machin ... manual.pdf
Re: Aus welchem BJ stammt die SINGER made in Wittenberge?
Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten. In der Maschine ist lediglich ein Ausroller (denke aus DDR-Zeiten, da auch VEB ZIttau-Garn dabei liegt).
Mein Mittelfach lässt sich nicht nach vorne klappen oder gibt es da einen Trick?
Kann man auch die Singer 66 Bedienungsanleitungen die es viel auf eBay Kleinanzeigen zu versorgen gibt, nutzen?
Wie die hier:
https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/ ... ium=social
Mein Mittelfach lässt sich nicht nach vorne klappen oder gibt es da einen Trick?
Kann man auch die Singer 66 Bedienungsanleitungen die es viel auf eBay Kleinanzeigen zu versorgen gibt, nutzen?
Wie die hier:
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Hummelbrummel
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Re: Aus welchem BJ stammt die SINGER made in Wittenberge?
Im Prinzip und im Großen und Ganzen: JaGlöckchen hat geschrieben: Donnerstag 30. April 2026, 20:40
Kann man auch die Singer 66 Bedienungsanleitungen die es viel auf eBay Kleinanzeigen zu versorgen gibt, nutzen?
Wie die hier:
https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/ ... ium=social
Wie gesagt, es gab leicht unterschiedliche Varianten, und es könnte natürlich sein, dass ihr genau die erwischt, die auf eine andere exakt passt. Aber das sind wirklich nur Kleinigkeiten, die sich mit ein bisschen gesunden Menschenverstand selbst erklären. (Also zum Beispiel, sieht man ja, ob der Fuß von hinten oder von der Seite festgeschraubt wird.)
Mit der Klappe gehe ich morgen mal gucken, ob es da einen Trick gibt.
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Hummelbrummel
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Re: Aus welchem BJ stammt die SINGER made in Wittenberge?
Hier noch die versprochenen Bilder. Ich habe zwei solche Singerschränke.
Meine 66 wohnt in einem mit sechs Schubladen. Da gibt es vorne einfach eine Schublade zum Rausziehen.
Die 15 wohnt in einem Schrank mit zwei Schubladen, der deinem recht ähnlich sieht. Da lässt sich das Fach nach vorne ausklappen. Also einfach drunter fassen und ankippen.
Nachtrag: wobei mir gerade auffällt, dass bei eurem Schrank keine Abdeckplatte dabei ist. Ist also doch noch ein anderes Modell.
Meine 66 wohnt in einem mit sechs Schubladen. Da gibt es vorne einfach eine Schublade zum Rausziehen.
Die 15 wohnt in einem Schrank mit zwei Schubladen, der deinem recht ähnlich sieht. Da lässt sich das Fach nach vorne ausklappen. Also einfach drunter fassen und ankippen.
Nachtrag: wobei mir gerade auffällt, dass bei eurem Schrank keine Abdeckplatte dabei ist. Ist also doch noch ein anderes Modell.
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