Singer 432g will nicht mehr

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Kitty_K
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Singer 432g will nicht mehr

#1 Beitrag von Kitty_K »

Ich halte hier mal die Fehlersuche fest, vielleicht hat jemand Gedanken zum Kollektor.
Als ich sie vor ein paar Jahren kaufte, war der Greifer völlig mit Flusen zugesetzt und sie brauchte Öl. Als ich nach dem Reinigen und Ölen mit ihr arbeitete, lief sie unter Summen immer schwieriger an, sie roch - nicht verschmort, eher „elektrisch“.
Sie stand jetzt eine Weile, weil ich anderes zu tun hatte und jetzt kann ich mich kümmern. Ich habe sie vor ein paar Tagen gestartet, sie machte einen Stich, danach summte sie nur noch, wenn ich auf den Anlasser trat.
Das Problem hatte sie auch mit einem anderen Anlasser. Mit ausgebautem Handrad/Getriebe dreht die Welle noch, aber mit wenig Power und erst, nachdem ich die Maschine auf den Rücken gelegt habe. (Das Licht flackerte auch beim auf den Rücken legen, vielleicht ist auch noch irgendwo ein lockerer Draht.)
Mein Mann hat den Motor rausgeklopft, der Kollektor hat Spuren, die sich nicht so einfach wegputzen lassen. Die Kohlen sehen mE ok aus.

Ich habe aber vor dem Entfernen des Motors viel mit WD40 rumgeschweinert und die ganze Maschine sieht innen so aus, als hätte sie von mir vor der ersten Nutzung vor ein paar Jahren zu viel Öl bekommen.

Morgen gehen wir zusammen auf Fehlersuche, ich habe ein paar nicht ganz so invasive Schritte ausgelassen. (Kaputte Kabel oder Stecker z.B.)
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sputnik
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Re: Singer 432g will nicht mehr

#2 Beitrag von sputnik »

Ich habe mit solchen Motoren nicht viel Erfahrung, kann mich aber auch nicht erinnern jemals so deutlich schwarz und glänzend bei einem Kollektor gesehen zu haben. Wenn die richtigen Kohlen eingebaut sind würde ich auf defekte Funkenlöschkondensatoren tippen. Meine Empfehlung erst mal Handrad runter und schauen dass sich die Maschine mit zwei Fingern an der Hauptwelle durchdrehen lässt. Dann den Kollektor etwas säubern und den Motor wieder zusammenbauen und schauen ob die Maschine läuft. Wenn möglich dabei auf den Kollektor schauen ob da starke Funkenbildung zu sehen ist. Es kann natürlich auch sein dass der Motor bereits verschieden ist, was bei Schwergang der Maschine häufig vorkommt.

Ich wünsche Euch auf jeden Fall ein Gutes Gelingen !

Herzliche Grüsse vom Sputnik
Und sehen wir uns nicht in dieser Welt
dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)

Wabbe
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Re: Singer 432g will nicht mehr

#3 Beitrag von Wabbe »

Hallo Kitty,
leider habe ich Deinen Beitrag hier erst jetzt gesehen. Aber falls sowas noch mal auftritt:
Mein erster Test wäre, den Motor mal abgekoppelt leer laufen zu lassen, um zu prüfen, ob es selbst schwergängig ist oder die angetriebene Mechanik.
Wenn der Motor selbst leicht dreht, sucht man als nächstes, ob in der Maschine der obere oder der unterer Antriebsstrang schwergängig ist, indem man die beiden entkoppelt und separat testet, usw.
Und In Vorpommern gibt es einige Reparaturcafés, z.B. in Greifswald und in Stralsund. Vielleicht kennt sich da jemand mit Nähmaschinen aus.
Beste Grüße -- Wabbe

uu4y
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Re: Singer 432g will nicht mehr

#4 Beitrag von uu4y »

defekte Funkenlöschkondensatoren ?
bei einem Wechselstrommotor ?
diese Löschkondis gibts imho nur bei Kollektor-Gleichstrommotoren, da Wechselstrommotoren
durch die 50-fache Stromumkehrung p/sek selbstverlöschend sind...
die in Wechselstrommotoren verbaute Kondis sind i. d. R. reine Netz- oder/und Funk- Entstörkondis...
...und wenn ein Kollektor bei einem Wechselstrommotor zu stark "feuert", liegt es praktisch immer
an einer -oder auch mehreren- zu niederohmig (Windungsschluss) oder zu hochohmig(Unterbruch) gewordenen Rotorwicklung/en... heul = Motor tot heul

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HusPfaSing
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Re: Singer 432g will nicht mehr

#5 Beitrag von HusPfaSing »

Interessant!!

Beifügen möchte ich noch:

Der Motor hat schön eng eingeklemmt einen Entstör-Kondensator verbaut, der sich altersbedingt zerlegt, bei mir ist er sogar explodiert!

Dabei hat er das um ihn herum verbaute Blech verbogen und den Motor so komplett still gelegt. Nach dem mühsamen entfernen des aufgedunsenen Kondensators und zurückbiegen des Blechs, hat der Motor (ohne Kondensator) wieder anstandslos funktioniert.

Seit dem entferne ich in weiser Voraussicht den Kondensator, bevor er explodiert!
Aktuell im Einsatz:
2 x Pfaff 1229, 1071, Coverlock 4.0, Elna Carina TSP für unterwegs.
Sammelstücke (weniger und weniger):
Singer 431G/Elna 1 (110/220V mit Motorbremse), Junior/Keller Perfecta Kl 28 L/Clemens Müller Stella/Mewa Freia mit Brillengreifer.

Ramses
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Re: Singer 432g will nicht mehr

#6 Beitrag von Ramses »

uu4y hat geschrieben: Freitag 8. Mai 2026, 09:41 defekte Funkenlöschkondensatoren ?
bei einem Wechselstrommotor ?
Ja!
Darfst Du ruhig glauben!

Die Drehfreqeunz des Motors und damit die "Funkenfrequenz" hat mit der Netzfrequenz nichts zu tun!
Ohne Kondensator macht so ein Motor mächtig Feuer und stört den Rundfunk!

Ach so! Bei solchen Motoren ist gerne mal der Rotor bzw. dessen Wicklung hinüber.
Schlechtes Anlaufen, seltsam brummender Lauf sind typische Anzeichen.

Wabbe
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Re: Singer 432g will nicht mehr

#7 Beitrag von Wabbe »

Handelt es sich bei dem Motor um einen KN-6b? Der war bei mir auch mal kaputt und ist wohl kaum zu bekommen. In der Maschine ist auch zu wenig Platz für einen "normalen" Einbaumotor.
HusPfaSing hat geschrieben: Freitag 8. Mai 2026, 22:54 Interessant!!

Beifügen möchte ich noch:

Der Motor hat schön eng eingeklemmt einen Entstör-Kondensator verbaut, der sich altersbedingt zerlegt, bei mir ist er sogar explodiert!

Dabei hat er das um ihn herum verbaute Blech verbogen und den Motor so komplett still gelegt. Nach dem mühsamen entfernen des aufgedunsenen Kondensators und zurückbiegen des Blechs, hat der Motor (ohne Kondensator) wieder anstandslos funktioniert.

Seit dem entferne ich in weiser Voraussicht den Kondensator, bevor er explodiert!

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