Hallo zusammen,
Ich habe eine Fortron Stickmaschine des Typs 87.305 erhalten, also von Ende der 80er Jahre. Bild habe ich noch keins zur Hand, sorry, muss erst noch eins machen. Der verstorbene Vorbesitzer hatte gemäss Auskunft seiner Tochter damit früher kommerziell gestickt, jetzt war aber die Steuerung dazu nicht mehr auffindbar. Was damit geschehen ist ist nicht bekannt, ich weiss allerdings auch nicht, ob ich diese vorsintflutliche Steuerung noch hätte einsetzen können.
Es gibt ja viele Selbstbauprojekte von Stickmaschinen und mit dem gesamten sehr soliden mechanischen Aufbau dieser Maschine inklusive Bernina-Maschinenkopf habe ich da sicher schon eine gute Basis, allerdings würde es doch helfen, wenn sich jemand mit diesen Teilen auskennen würde und noch die eine oder andere Info geben könnte. Den Hersteller gibt es noch und ich habe dort schon angefragt wegen Unterlagen, um im Papierarchiv suchen zu gehen verlangen sie allerdings €150 ohne dass man genau weiss, was genau gefunden werden wird. Dafür habe ich auf der einen Seite aufgrund des Aufwands schon gewisses Verständnis, wegen des unsicheren Ertrags ist es aber für mich doch viel.
Ich kenne mich mit CNC-Maschinen etwas aus aber nicht mit Stickmaschinen, deshalb habe ich mich beispielsweise bei der genaueren Inspektion gewundert, dass an den Achsen keine Endschalter vorhanden sind (jedenfalls habe ich nichts dergleichen gefunden). Normalerweise muss jede CNC-Maschine die Achsen referenzieren können und normalerweise bzw. traditionell geht das nur über Endschalter oder Absolutwertgeber wie Glasmassstäbe. Heute gibt es Systeme, die stattdessen die Stromaufnahme des Schrittmotors überwachen; da diese steigt, wenn der Schlitten gegen den Anschlag fährt, wird damit der Endanschlag erkannt. Aber dass es das damals schon gab denke ich eher nicht. Funktioniert das bei Stickmaschinen allenfalls generell anders? Da meist je nach Auftrag andere Stickrahmen verwendet werden und dann ja nicht über deren Rand hinausgefahren werden darf könnte ich mir das auch vorstellen.
Viele Grüsse
Martin
Fortron Stickmaschinen - kennt sich damit jemand aus?
Re: Fortron Stickmaschinen - kennt sich damit jemand aus?
Ich hatte mich daran schon einige Male versucht und jedes Mal gewonnen ... weil ich dann eine neue ZSK oder Brother verkauft habe.
Fortron war eine der ersten Maschinen mit elektronischer Steuerung. Da die Elektronik damals noch nicht so rasen schnell war haben sie den Weg mit der ZIck-Zack Maschine gewählt. Die Maschinen waren nur zum Monogrammsticken geeignet und die Schriftarten waren auf Eproms gebrannt. Die Eproms waren natürlich gegen Auslesen geschützt und gingen mit der Zeit kaputt. Wenn die Kunden ersatz brauchten waren die extrem teuer. Mit ende der 1980er Jahre verschwand die Firma dann komplett ... und die wenigen verbleibenden Kunden kauften mit Freude eine Brother oder ZSK.
Ich hätte sogar ein paar alte funktionierende Maschinen geschenkt bekommen, wollte mir das aber nicht antun.
Ich weiss auch nicht wie gut sich die Bernina als Stickmaschine eignet?
Ich hatte mir schon einmal überlegt aus alten Zangsköpfen eine Stickmaschine zu bauen. Die hatten immerhin schon eine Springsticheinrichtung und hätten sich sogar auf Mehrnadel und Fadenabschneider umbauen lassen. Das war mir dann aber auch zu mühsam und ich hab meine letzten alten Zangs, welche keiner mehr wollte, bei Schrotthändler abgeliefert.
Zur Endschalterfrage: Ich hatte bis Anfang der 2000er Jahre mit Stickautomaten (Zangs, ZSK, Tajima, Melco, Brother und einige andere) zu tun aber ich habe noch keine Stickmaschine mit Endschaltern gesehen.
Bei den alten Maschinen hatte man ein Anleitungsblatt vom Puncher mit Ausdruck des Musters, dem Startpunkt und diversen Daten wie Farbwechsel, Applikationsstopps, etc.. Heute haben die Maschinen einen Bildschirm wo man sich das ansehen kann.
Nur zu Deiner Info: In China bekommt man neue professionelle Einkopf Mehrnadelautomaten für unter 2.000,-€
Die kleine Brother die ich früher in der Firma stehe hatte und mit der ich durchaus geliebäugelt hätte, kostet mittlerweile ~8.000,- was mir zum spielen viel zu teuer wäre.
Herzliche Grüsse vom Sputnik
P.S.: Ich dachte Fortron gibts gar nicht mehr? Zumindest hatte ich das von einigen Kunden so gehört.
Fortron war eine der ersten Maschinen mit elektronischer Steuerung. Da die Elektronik damals noch nicht so rasen schnell war haben sie den Weg mit der ZIck-Zack Maschine gewählt. Die Maschinen waren nur zum Monogrammsticken geeignet und die Schriftarten waren auf Eproms gebrannt. Die Eproms waren natürlich gegen Auslesen geschützt und gingen mit der Zeit kaputt. Wenn die Kunden ersatz brauchten waren die extrem teuer. Mit ende der 1980er Jahre verschwand die Firma dann komplett ... und die wenigen verbleibenden Kunden kauften mit Freude eine Brother oder ZSK.
Ich hätte sogar ein paar alte funktionierende Maschinen geschenkt bekommen, wollte mir das aber nicht antun.
Ich weiss auch nicht wie gut sich die Bernina als Stickmaschine eignet?
Ich hatte mir schon einmal überlegt aus alten Zangsköpfen eine Stickmaschine zu bauen. Die hatten immerhin schon eine Springsticheinrichtung und hätten sich sogar auf Mehrnadel und Fadenabschneider umbauen lassen. Das war mir dann aber auch zu mühsam und ich hab meine letzten alten Zangs, welche keiner mehr wollte, bei Schrotthändler abgeliefert.
Zur Endschalterfrage: Ich hatte bis Anfang der 2000er Jahre mit Stickautomaten (Zangs, ZSK, Tajima, Melco, Brother und einige andere) zu tun aber ich habe noch keine Stickmaschine mit Endschaltern gesehen.
Bei den alten Maschinen hatte man ein Anleitungsblatt vom Puncher mit Ausdruck des Musters, dem Startpunkt und diversen Daten wie Farbwechsel, Applikationsstopps, etc.. Heute haben die Maschinen einen Bildschirm wo man sich das ansehen kann.
Nur zu Deiner Info: In China bekommt man neue professionelle Einkopf Mehrnadelautomaten für unter 2.000,-€
Die kleine Brother die ich früher in der Firma stehe hatte und mit der ich durchaus geliebäugelt hätte, kostet mittlerweile ~8.000,- was mir zum spielen viel zu teuer wäre.
Herzliche Grüsse vom Sputnik
P.S.: Ich dachte Fortron gibts gar nicht mehr? Zumindest hatte ich das von einigen Kunden so gehört.
Zuletzt geändert von sputnik am Dienstag 12. Mai 2026, 21:06, insgesamt 2-mal geändert.
Und sehen wir uns nicht in dieser Welt
dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)
dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)
Re: Fortron Stickmaschinen - kennt sich damit jemand aus?
tolle Geräte... nur bei 85 Kg steht die schnell mal im Keller...und der Nachbar unbter mir hat oben und unten ein Lüftungsloch im Zimmer 
Singer: IF, 15 home (-22,K26,-30,41), 15 industrial (15xx,15-31,15-39,15H526), 18-2, VS (VS3, VS3-28 Übergang, 28, 39,128, 127),
29K(1,51,56), 31K36, 32K3, 32H510 drei Typen),34pre,34K2, 45K65, 46K49,48K, 66,78-3, 96(K41,D41), 103,201,216
Claes F
29K(1,51,56), 31K36, 32K3, 32H510 drei Typen),34pre,34K2, 45K65, 46K49,48K, 66,78-3, 96(K41,D41), 103,201,216
Claes F
Re: Fortron Stickmaschinen - kennt sich damit jemand aus?
Meinst Du die Fortron?
Ich hab da nie was tolles dran gefunden. Riesengross, nur für Monogramme, Schweineteuer, kein brauchbares Service, keine bezahlbaren Ersatzteile.
Ich fand das mit den Epromkasetten extrem fies den Kunden gegenüber.
Wir hatten bei Adler und anderen Maschinen auch Epromkasetten, aber die waren nicht geschützt ... und wenn ein Kunde eine neue brauchte gabs die ende der 1980er fast geschenkt weil die Hardware ja fast nichts mehr kostete. Ich hab für einige Kunden sogar Kasetten mit Umschalter für 16 Programme gebaut, damit sie sich das umstecken ersparen. So hat man dann auch zufriedene Kunden die gerne wiederkommen wenn sie etwas brauchen.
Herzliche Grüsse vom Sputnik
Ich hab da nie was tolles dran gefunden. Riesengross, nur für Monogramme, Schweineteuer, kein brauchbares Service, keine bezahlbaren Ersatzteile.
Ich fand das mit den Epromkasetten extrem fies den Kunden gegenüber.
Wir hatten bei Adler und anderen Maschinen auch Epromkasetten, aber die waren nicht geschützt ... und wenn ein Kunde eine neue brauchte gabs die ende der 1980er fast geschenkt weil die Hardware ja fast nichts mehr kostete. Ich hab für einige Kunden sogar Kasetten mit Umschalter für 16 Programme gebaut, damit sie sich das umstecken ersparen. So hat man dann auch zufriedene Kunden die gerne wiederkommen wenn sie etwas brauchen.
Herzliche Grüsse vom Sputnik
Und sehen wir uns nicht in dieser Welt
dann sehen wir uns in Bielefeld! (Udo Lindenberg)
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Re: Fortron Stickmaschinen - kennt sich damit jemand aus?
ah ok, danke für die Info
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29K(1,51,56), 31K36, 32K3, 32H510 drei Typen),34pre,34K2, 45K65, 46K49,48K, 66,78-3, 96(K41,D41), 103,201,216
Claes F
29K(1,51,56), 31K36, 32K3, 32H510 drei Typen),34pre,34K2, 45K65, 46K49,48K, 66,78-3, 96(K41,D41), 103,201,216
Claes F

