Pfaff 138-6/21 BS - Nadeln

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Achim (js_hsm)
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Re: Pfaff 138-6/21 BS - Nadeln

#11 Beitrag von Achim (js_hsm) »

sputnik hat geschrieben: Montag 3. August 2026, 21:37 Die Nadelstange in der Maschine ist eindeutig eine für Rundkolbennadeln wie 134 oder 438.
Beide, 134 und 438, haben 2,00mm Kolbendurchmesser.
Sorry, aber es wurden auch 138er mit Nadekstange für 130/705H
ausgeliefert excla
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sputnik
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Re: Pfaff 138-6/21 BS - Nadeln

#12 Beitrag von sputnik »

Ja klar ... aber die waren unten abgesetzt und hatten seitlich eine Nut eingefräst und haben die Nadel dann mit einem übergestülpten Klemmring festgehalten (ähnlich den Haushaltsmaschinen).

Wenn Du in die Rundkolbennadelstange eine 130er einsetzt drückt die Schraube ziemlich genau auf die Kante zur Fläche.
Deshalb ja auch mein Verdacht das dadurch das Loch beleidigt wurde, weil die 438er und die 134er exakt den gleichen Kolbendurchmesser haben.

Die 138er Nadelstange für die Haushaltsnadeln war sehr ähnlich (oder sogar gleich?) der Klasse 130.

Und die Nadelstange auf Selmas Photo ist auch keine orginale Pfaff 138 Nadelstange, weil die orginale einen Federdrahtring zur Fadenführung hatte. wink

Die Maschine von Selma ist aus den 1960er Jahren. Da war für Hauhaltsnadeln diese Nadelstange verbaut:
Flachkolben-Nadelstange Kl.138 neue Ausführung.jpg
Da ist auch der austauschbare Federdraht für die Fadenführung verbaut.

Die älteren 138er (~1945-1955) hatten die Halter wie die 130er:
Flachkolben-Nadelstange Kl.130.jpg


Die ganz alten Biesennadelstangen-Einzelnadelköpfe für Kl.130 + 138 waren für Flach & Rundkolbennadeln gebaut. DIe hatten innen ein keilförmiges Klemmteil:
Biesennadelsstangenkopf für Flach+Rundkolbennadeln (Kl.130 ...).jpg


Ab den 1960er Jahren gab es für die Biesennadelstange mit Wechselköpfen nur mehr einen Kopf für 134/418er Nadeln (2mm) ... und einen anderen für 1738 Nadeln.
Davon hab ich keine Abbildung gefunden ... einen davon hab ich orginal von Pfaff gekauft.

Nadelstangen gab es mindestens zwei Ausführungen mit gefrästem Schlitz für Flachkolben ... andere mit gebohrten Löchern für Rundkolben 134/438 ... und auch eine Rundkolben für 1738er welche aber nach Auskunft des Lagerleiters von Pfaff nirgends erwähnt wird weil das ohnhin jeder weiss. wink

Auf der Suche nach diesen Abbildungen habe ich aber jetzt eben in diversen Manuals und Teilelisten noch ~10 andere Ausführungen von Nadelstangen und Nadelstangenköpfen gesehen von denen ich die meisten noch nie orginal gesehen habe (wo aber 130 oder 138 dabeistand bzw. in deren Publikationen).

Herzliche Grüsse vom Sputnik
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Achim (js_hsm)
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Re: Pfaff 138-6/21 BS - Nadeln

#13 Beitrag von Achim (js_hsm) »

RoterNagel hat geschrieben: Mittwoch 29. Juli 2026, 12:02 Meine Oma hatte noch welche mit 134 (R), die sind aber eindeutig kürzer und der Kolben oben passt auch nicht:
Kann es sein das nur die Klemmschraube nicht weit genug herausgedreht ist weil vorher versucht wurde eine 130/705H mit Flachkolben auf diesem zu klemmen ?
Gruß, Achim

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Re: Pfaff 138-6/21 BS - Nadeln

#14 Beitrag von wrought_iron »

Achim (js_hsm) hat geschrieben: Dienstag 4. August 2026, 02:07
RoterNagel hat geschrieben: Mittwoch 29. Juli 2026, 12:02 Meine Oma hatte noch welche mit 134 (R), die sind aber eindeutig kürzer und der Kolben oben passt auch nicht:
Kann es sein das nur die Klemmschraube nicht weit genug herausgedreht ist weil vorher versucht wurde eine 130/705H mit Flachkolben auf diesem zu klemmen ?
... zum Beispiel ...
Aber was mir gerade noch auffällt: Der Optik nach zu urteilen hat die in allen drei Fotos dargestellte vermeintliche 438 KK einen kleineren Kolbendurchmesser als die rechts daneben abgebildeten ...
Tatsache ist aber, dass alle drei dargestellten Nadeltypen, nämlich 438 KK, 134 (R) und 130 705 H, gemäß der Daten einen 2 mm Kolben haben.
Daraus ergibt sich, dass wenn die 134 wie beschrieben nicht passt, dann gäbe es folgende Möglichkeiten:
1. es ist eine Nadelstange für 130 705 H eingebaut
2. es ist eine Nadelstange für 130 B eingebaut
Bei 1. lässt sich das feststellen indem man eine 130 705 H in korrekter Nadelrichtung (Nadelkehle von der Bedienseite weg, Fadenrille zur Bedienseite) einsteckt und versucht die Nadel bei fast festgezogener Klemmschraube zu drehen. Das sollte nicht möglich sein, weil die Abflachung am Kolben das verhindert. Sollte sich die Nadeln allerdings drehen lassen, dann müsste auch eine 134 passen und Achims Ansatz wäre wahrscheinlich ...
Bei 2. passen ausser der 130 B definitiv keine der dargestellten Nadeln.
Allerdings vermute ich durch o.g. optischen Eindruck begründet, dass die abgebildete vermeintliche 438 KK gar keine 438 sondern eine 130 B ist.
Zur Lösung des Rätsels würde weiterbringen, wenn Du mal die Kolbendurchmesser der in Deinen Fotos dargestellten Nadeln misst. Wenn es Unterschiede im Kolbendurchmesser gibt, stell dann mal fest, welcher Durchmesser denn nun in in die Nadelstange passt.
Man muss nämlich nicht immer davon ausgehen, dass in dem Nadelheftchen auch drin ist was draufsteht ...
Beste Grüße
Christoph


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wrought_iron
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Re: Pfaff 138-6/21 BS - Nadeln

#15 Beitrag von wrought_iron »

RoterNagel hat geschrieben: Mittwoch 29. Juli 2026, 12:02 Meine Oma hatte noch welche mit 134 (R), die sind aber eindeutig kürzer und der Kolben oben passt auch nicht:
Ich vergaß bei meinem vorherigen Beitrag:
Die konstruktive Länge ist bei allen Nadeltypen 33,9 mm von OK Kolben bis Ör. Eine etwas unterschiedliche Gesamtlänge kann durch unterschiedliche Nadelstärken und/oder Spitzentypen begründet sein. Das tut aber Nichts zur Funktion.
Beste Grüße
Christoph


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Re: Pfaff 138-6/21 BS - Nadeln

#16 Beitrag von sputnik »

Das meinte ich ja zuvor auch schon ... habs aber vielleicht nicht deutlich genug geschrieben. Wer weiss was in den Päckchen drinnen ist? Oder was damit passiert ist.
Anhand von den Photos ist das schwer zu beurteilen.

Wie Christoph (wrought_iron) auch schon anmerkte ... System 134 & 438 sind identisch bis auf die minimalst längere/kürzere Spitze.
Beide haben 2,00mm Kolbendurchmesser ... auf 1/100mm genau.

Ich wurde früher oft von meinen Kunden gebeten die Nähmaschinenladen auszumisten. Da findet man unter anderem:
Nadeln wo es unverständlich ist wo die herkommen, weil es in der Firma mit 100 Nähmaschinen keine gibt und gegeben hat wo solche Nadeln verwendet werden können.
Nadeln die verrostet sind
Nadeln die verbogen/beschädigt sind
Nadeln mit verbogenen Kolben! (selten aber doch)
Nadeln in falscher oder ohne Verpackung ... die alte Verpackung war kaputt ... aber es ist ja noch eine leere da wo ich die Nadeln reingeben kann ... angry
etc. .....

Wenn so Verpackungswechsel nicht GROSS ANGESCHRIEBEN sind kann sich nach Jahren wohl niemand mehr daran erinnern.
Mit einer falschen Nadel kann man auch ein eben neu genähtes Teil zerstören!

Ich weiss das ... ich sag jedem: alte/kaputte Nadeln sofort wegwerfen. ... und vergesse manchmal selbst darauf. sad
Das letzte Mal hab ich meine creative absolut perfekt eingestellt. biggrin
Lange probegenäht bevor ich die letzten Gehäuseteile montiert habe.
Als ich fertig war und nochmal probiere lässt sie Stiche aus ... huh
Alo nochmal um dann alles kontrolliert und eingestellt ...
um nach dem dritten mal Einstellen draufzukommen das die alte verbogene Nadel noch auf dem Tisch herumlag ... und ich nur deshalb zweimal unnötig (aber mit grösst möglicher Sorgfalt wink ) alles neu eingestellt habe. heul

So ist das wenn man Dinge die man weiss nicht konsequent umsetzt. wink

Übrigens ... was ich gerade wieder einmal ganz toll finde ... im Zuge dieses Themas hab ich mir einige meiner Nadeln angesehen ... und wieder einmal wahrgenommen dass es von Schmetz Verpackungen gibt welche eine "Lupenfunktion" für die Nadelbeschriftung integriert haben. ... EINFACH GENIAL !
Schmetz Lupe.jpg
Hilft aber leider bei falschen Nadeln oft auch nicht weiter, weil ja nur "Schmetz" und die Stärke am Kolben eingestempelt ist.

P.S.: Das sammeln von Nadeln in alten Nadelschachteln/-päckchen/-säckchen hat den Sinn das man sich nicht im MIstübel wo die Stoff- und Fadenreste reinkommen die Finger zersticht wenn z.B. mal eine (Unter)Fadenspule hineingefallen ist.
Manchmal gibt es sehr gewissenhafte Menschen welche dann jede Nadel die sie getauscht haben (weil sie nicht mehr gut näht) in ein leeres Päckchen stecken. Alle gleich herum bis das Päckchen voll ist ... in die Papiersäckchen passen viele Nadeln hinein. Niemand der dass nicht weiss kann ahnen das es sich um lauter noch aber schlecht nähende Nadeln handelt ! Ich hab dann bei Ausmistaktionen immer nachgefragt und gehört: Ja die können weg ... die sind kaputt.
Am besten das andere Päckchen/Müllpäckchen GROSS UND EINDEUTIG BESCHRIFTEN !
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Zuletzt geändert von sputnik am Mittwoch 5. August 2026, 12:06, insgesamt 2-mal geändert.
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RoterNagel
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Re: Pfaff 138-6/21 BS - Nadeln

#17 Beitrag von RoterNagel »

Danke für all eure Antworten. heart
Achim (js_hsm) hat geschrieben: Mittwoch 29. Juli 2026, 17:25
RoterNagel hat geschrieben: Mittwoch 29. Juli 2026, 16:40 Woran erkenne ich denn, dass die Nadeln nicht passen? Also wenn sie auf die Spulenkapsel kommen ;-) aber da gibt es sicher noch mehr Erkennungsmerkmale?
Greifer_Nadeleinstellung_Doppelumlaufgreifer.png
Ich hatte am Wochenende versucht die Nadeln zu testen, dabei ist mir aufgefallen, dass meine Spulenkapsel oben verdeckt ist und ich nicht sehen kann wann der Greifer bei der Nadel ist...
Screenshot 2026-08-05 105656.png
saumseliger hat geschrieben: Freitag 31. Juli 2026, 08:27 aber eins ist mir aufgefallen, in Deiner aufzählung der potenziell möglichen nadeln ist eine diskrepanz:
die 130B fällt aus dem rahmen: sie hat einen deutlich dünneren schaft, mit 1,63mm.
Die Nadelvariante 130B hab ich aus der Anleitung. Keiner der Nadeln die ich hier habe entsprechen dem.
saumseliger hat geschrieben: Freitag 31. Juli 2026, 08:27 alle anderen nadeln sind nicht gleich, aber die wirklich relevanten daten:
schaftdicke (2mm) und länge vom kolbenanfang bis zum öhr (33,9mm) sind identisch.
sie unterscheiden sich nur in der kolbenlänge (kk= kurzer kolben) oder in der länge
der spitze, faktoren, die sich auf die nahtbildung eigentlich kaum auswirken sollten.
will heißen, eine naht sollte eigentlich mit allen möglich sein.
Genau solche Infos habe ich gebraucht. Ich hatte irgendwie online nicht die richtigen Infos gefunden. Hab mir jetzt aus festen Lederresten eine Vorrichtung zusammengeklebt, die einen 2mm breiten Spalt hat und bei 33,9mm (zumindest nah dran) aufhört. Wenn ich ne Nadel rein bekomme und das Öhr oben an der Kante sichtbar ist, sollte die Nadel von der Länge passen :)

Und ja, bis letzte Woche habe ich mir Nadeln noch nie so genau angesehen. Und konnte die einzelnen Eigenschaften auch noch nicht deren Funktion zuordnen. Es ist schon fast verrückt/gefährlich wie wenig man wissen muss, um irgendwie eine Nähmaschine zu bedienen.

sputnik hat geschrieben: Sonntag 2. August 2026, 08:52 Zum Ledernähen ist ein grosser wegklappbarer Rollfuss meistens empfehlenswert.
Ich hatte bisher nur über Obertransportfüße nachgedacht und war mir nicht sicher, ob man das überhaupt bei der Maschine nachrüsten kann. An die Rollfüße hab ich irgendwie nie gedacht. Hast du zufällig ne Empfehlung für einen Rollfuss?

Das die Maschine Rundkolbennageln nimmt, wusste ich. Ich war mir hauptsächlich nicht sicher, warum ich nie mehr als 5cm Leder genäht bekomme bevor ich ne Nadel abbreche. Aber ich glaube ich sollte einen separaten Beitrage erstellen. Die Nadeln scheinen ja nicht im allgemeinen das Problem zu sein. Dann bin ich wieder bei Lederdicke, Faden, Fadenspannung und Nähmaschinenfuss angekommen. Was ich am Anfang mit der Fadenspannung gekämpft habe, glaubt mir keiner...
wrought_iron hat geschrieben: Sonntag 2. August 2026, 05:51 Da ich mich im Wesentlichen mit Leder beschäftige, gab es natürlich auch schon Tests zu möglichen Nadelstärken. Ich verwende in der Pfaff 138 Nadeln bis Nm 130 in Bekleidungsleder, z.B. für Ziernähte. Getestet geht bei genauer Einstellung auch noch 150, das ist aber nicht zu empfehlen.

Einiges wurde von weiteren Forumsmitgliedern bereits beschrieben und erklärt. Ich habe das nur nochmal aufgegriffen um es nicht aus dem Zusammenhang zu reissen.
Ich hoffe ich konnte weiterhelfen.
Ja, das hat geholfen. Und mich auf eine Idee gebracht. Ich schreib dir mal ne PN.

Als ehemalige völlig "naive" Hobbynäherin hatte ich mich nie mit den Fachbegriffen beschäftigt. Hat vielleicht auch nicht geholfen, dass meine Oma früher in der Schneiderei Probleme halt gelöst hat anstelle mir zu erklären woran es lag. Und ich das 12 Jahre alt war :lol27:

sd
Danke euch :)
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Liebe Grüße,
Selma

uu4y
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Re: Pfaff 138-6/21 BS - Nadeln

#18 Beitrag von uu4y »

wenns auch nicht grad direkt zum Thema gehört... =
für verbogene, abgebrochene, gebrochene, verbrauchte Nadeln und Nadelreste (und auch anderen scharfkantigen magnetischen Kleinschrott) besitze ich eine Magnetschale, wie sie auch für die Autoreparatur bei Kleinteilen verwendet wird;
wenn ich sie leere, nehme ich einen langen Streifen Tesapack und drehe in auf die Klebeseite um;
auf diese Klebefläche lege ich dann alle Teile und wickle sie danach mehrfach so gut ein, dass sich niemand mehr dran stechen kann... ...und dann ab damit (in die Metallschrottkiste oder den Haushaltsmüll)... lol

sputnik
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Re: Pfaff 138-6/21 BS - Nadeln

#19 Beitrag von sputnik »

Ja ... eh klar ... Ich hab für den Zweck eine transparente Überschachtel von den blauen Nadelpäckchen in der Lade von der 138er. Magnetschale ist halt zu gross für die Nähmaschinenlade. Früher (als ich auch als Photograph gearbeitet habe) hatte ich auch einmal eine Zeitlang eine Filmdose für den Zweck in der Schublade.
Wichtig ist nur das man die alten Nadeln irgenwie kennzeichnet.

Zu dem Rollfuss:

DIe gibt es in drei unterschiedlichen Grössen. Ich hab die grösste Grösse weil ich eine Zeitlang interessehalber Taschnerwaren (Ausweistaschen, Schreibmappen, Kalenderhüllen etc.) genäht habe. Da kamen nur gerade Nähte vor und das gefiel mit mit dem grössten am besten. Ich kann mir vorstellen das es für kleinere Sachen mit viel Kurven mit einem kleineren besser sein könnte. Ich denke das ist aber reine Geschmacks- und Gewöhnungssache.

z.B. -> https://de.aliexpress.com/item/4000714149297.html

Damit das Leder besser rutscht habe ich die Stichplatte mit Teflonfolienresten von meinen Kunden beklebt.

z.B. -> https://de.aliexpress.com/item/1005012261127731.html

Und um schneller & gleichmässiger zu nähen habe ich mir einen wegklappbaren Kantensetzer mit einer Rolle montiert.
Kantensetzer mit Rolle.jpg
Wenn Du uns verrätst was Du nähen möchtest bekommst Du sicher noch mehr gute Tips wie man was machen kann.

Greifer 138.jpg
Zu Deiner Frage bezüglich Greifereinstellung kontrollieren:

Hauptschalter ausschalten !

Pesserfuss abschrauben
Stichplatte abschrauben
Transporteur abschrauben
Mittelteilhaltefinger (von unten) abschrauben
Spulenkapsel entfernen

Jetzt musst Du den Greifermittelteil am Zäpfchen festhalten und kannst die Maschine in die Position drehen das die Greiferspitze genau hinter der Nadel steht. Diese Position nennt sich "Schlingenhub" oder wie Achim sie häufig für die Laien nennt "Rendevouspunkt". Der Schlingenhub ist die Höhe, um welche sich die Nadelstange vom tiefsten Punkt ihrer Bewegung bis zu dieser Position in die Höhe bewegt hat. In dieser Position sollte zwischen Nadel und Greiferspitze 0,05mm Abstand sein. Da man das schlecht sehen kann, setzt man eine neue Nadel ein, dreht die Maschine in diese Position und drückt die Nadel gegen die Greiferspitze. dabei sollte eine möglichst geringe Bewegung der Nadel sichtbar sein. Die Greiferspitze soll die Nadel nicht berühren.

Bei dieser Gelegenheit schaut man ob beim Greifer alles sauber ist und ob irgendwo scharfe/rauhe Stellen/Kerben sichtbar sind wo der Faden hinkommt. Im Zweifelsfall, z.B. fährt man mit dem Fingernagel über diese Stellen um sicher zu sein das da nichts rauh ist/hängenbleiben kann.
Wenn der Greifer perfekt glatt ist montiert man wieder das Haltestück für den Mittelteil ... das soll dann 0,7mm Abstand zum Greifermittelteil haben. Das lässt sich am einfachsten mit einer Nadel in Stärke 70 überprüfen (die muss da noch durchpassen). Dann montiert man den Transporteur und die Stichplatte und schaut das der Transporteur nirgends an der Stichplatte streift.

Wenn die Maschine lange gestanden ist einmal alles gut ölen ... und mit einem Putzlappen/Probefleck unter dem Fuss stehen lassen. Bevor man zu nähen beginnt ... näht man dann ein kleines Stück auf dem Putzlappen und wischt das restliche Öl ab. Den Probefleck kann man auch zum Einstellen der Spannungen verwenden ... dann sollte der aber aus neutralem Stoff, mindestens zweilagig und gross genug zum nähen sein. Bei mir sind das meistens Streifen mit ~ 20cm x 50cm aus alter Bettwäsche, Stoffreste, Hosenstoff oder ähnlichem. Der Greifer soll dann alle ~ 2Std einen Tropfen Öl bekommen. Ich verwende dazu gerne eine Injektionsspritze mit stumpfer Nadel. Zum Schmieren nur Nähmaschinenöl verwenden (kein Auto oder sonstwas Öl).

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