Veritas, lässt sich nicht mehr steuern
Veritas, lässt sich nicht mehr steuern
Bei meiner Maschine kontte ich bisher per Fußpedal die Nähgeschwindigkeit einigermaßen Steuern. Wenn ich jetzt Gas gebe, kommt erst lange keine Reaktion, dann ruckt es ein bisschen im Motor und erst wenn ich voll durchtrete rattert der Motor los wie verrückt. So kann ich natürlich nicht nähen. Ich habe alles geölt, den Riemen begutachtet, das stimmt alles. Nun traue ich mich aber nicht an den Motor. Vielleicht liegt es auch am Anlasser? Kann man als Laie an dem Anlasser was machen? Es ist ein ASEL Typ U-118/1, der Motor ist Tour 2, die Maschine eine Veritas mit 8 Programmen - ganz simpel.
Kann mir hier jemand Tipps geben? Danke
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Re: Veritas, lässt sich nicht mehr steuern
Jetzt habe ich den Anlasser auseinandergenommen. Ein Kontakt war verrußt. Ich habe es gesäubert und wieder zusammengebaut, jetzt gibt es dieses stuckernde Brummen beim vorsichtigen Drücken nicht mehr, es rattert aber erst bei Vollgas los. Ich fürchte es wird irgendwie mit der Beweglichkeit der Kontakte an den Widerständen zu tun haben, kann man das beeinflussen? Muss ein neuer Anlasser her? Gibt es solche Widerstände zu kaufen?
- Achim (js_hsm)
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Re: Veritas, lässt sich nicht mehr steuern
Zeig uns bitt Bilder vom offenen Anlasser
Gruß, Achim
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Re: Veritas, lässt sich nicht mehr steuern
Bei vollständig heruntergedrücktem Pedal wird der Anlasser über das im Deckel befindliche federnde Blech überbrückt, der Anlasserwiderstand ist dann also nicht mehr aktiv; der Gesamtwiderstand um 0 herum!Cols hat geschrieben: Sonntag 30. August 2026, 09:44 Jetzt habe ich den Anlasser auseinandergenommen. Ein Kontakt war verrußt. Ich habe es gesäubert und wieder zusammengebaut, jetzt gibt es dieses stuckernde Brummen beim vorsichtigen Drücken nicht mehr, es rattert aber erst bei Vollgas los. Ich fürchte es wird irgendwie mit der Beweglichkeit der Kontakte an den Widerständen zu tun haben, kann man das beeinflussen? Muss ein neuer Anlasser her? Gibt es solche Widerstände zu kaufen?
Wenn der Anlasser nun gar nicht mehr regelt, dann hast Du am wahrscheinlichsten den Anlasser falsch zusammengebaut. Die U-118* sind etwas tricky.
Diese Anlasser lassen sich aber gut reparieren/justieren!
Man kann das mit Pfeil markierte Teil entsprechend biegen: Wenn das auch nicht ausreicht, dann sind evtl. die Kohleplättchen verschlissen. Die Dinger werden heiß und oxidieren dann halt mit der Zeit weg.
In solchen Fällen lege ich zwischen die Plättchen eine oder mehrere Unterlegscheiben passender Größe.
Da dieses Modell zwei Säulen mit Kohleplättchen hat, sollte man auch darauf achten, daß beide einigermaßen symmetrisch sind.
M.E. sind die Säulen in Reihe geschaltet.
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Re: Veritas, lässt sich nicht mehr steuern
An so einem Anlasser bin ich auch schon Mal fast verzweifelt.
Müsste dendefekten Kondensator wechseln, hatte aber beim Zerlegen nicht aufgepasst wie die Kontaktwippe und die Feder positioniert waren. Habe das Teil bestimmt 4-5 Mal auseinandergenommen bis ich die Sache wieder richtig hatte.
Kohleplättchen musste ich auch auffüllen.
Müsste dendefekten Kondensator wechseln, hatte aber beim Zerlegen nicht aufgepasst wie die Kontaktwippe und die Feder positioniert waren. Habe das Teil bestimmt 4-5 Mal auseinandergenommen bis ich die Sache wieder richtig hatte.
Kohleplättchen musste ich auch auffüllen.
Gruß Karl-Josef
Re: Veritas, lässt sich nicht mehr steuern
Wenn man weiß, worauf es ankommt, dann ist es aber ein Kinderspiel!
Ich weiß nicht, wann ich das Teil das letzte Mal nicht auf Anhieb richtig zusammengebracht habe.
Als Erschwernis kommt bei diesem Teil allerdings, daß wenn man es geöffnet hat, sich nichts mehr an seinem Platz befindet!
Ich weiß nicht, wann ich das Teil das letzte Mal nicht auf Anhieb richtig zusammengebracht habe.
Als Erschwernis kommt bei diesem Teil allerdings, daß wenn man es geöffnet hat, sich nichts mehr an seinem Platz befindet!
Re: Veritas, lässt sich nicht mehr steuern
Hallo Ramses,
ich hab auch noch so ein Teil hier liegen, welches ich einem jungen Elektroniker zum Wechseln des Kondi´s mit gab....
jetzt habe ich die Teile und Plättchen in der Tüte liegen....und noch keine Lust gehabt, mich ran zu setzen.
Frage: baust du eigentlich gebrochene Plättchen - wenn noch beide Hälften da sind oder wenn nur ein kleines Stück abgebrochen ist - auch wieder mit ein?
Grüße, Jürgen
ich hab auch noch so ein Teil hier liegen, welches ich einem jungen Elektroniker zum Wechseln des Kondi´s mit gab....
jetzt habe ich die Teile und Plättchen in der Tüte liegen....und noch keine Lust gehabt, mich ran zu setzen.
Frage: baust du eigentlich gebrochene Plättchen - wenn noch beide Hälften da sind oder wenn nur ein kleines Stück abgebrochen ist - auch wieder mit ein?
Grüße, Jürgen
Re: Veritas, lässt sich nicht mehr steuern
Anbei ein Foto. Ich hatte im Netz eine gute Montageanleitung gefunden, so dass ich schon denk, dass ich es richtig wieder zusammen gesetzt habe. Ich denke, dass die kleinen Nippel am vorderen Ende des Widerstandes, sind das die Kohlen? Nicht mehr genügend beweglich sind oder vielleicht auch zu kurz? Am rechten war an dem Kontaktblech viel Staub drauf. Man siehr es im Bild noch etwas.
Wie kann ich den diese Nippel demontieren, dass da Unterlegscheiben hinpasssen?
Wie kann ich den diese Nippel demontieren, dass da Unterlegscheiben hinpasssen?
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Re: Veritas, lässt sich nicht mehr steuern
Und so hatte ich es zusammengesetzt. Die Feder kommt dann im Deckel in den runden Nippel. Ist das korrekt?
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Re: Veritas, lässt sich nicht mehr steuern
Es kommt darauf an!3607 hat geschrieben: Sonntag 30. August 2026, 18:54 Frage: baust du eigentlich gebrochene Plättchen - wenn noch beide Hälften da sind oder wenn nur ein kleines Stück abgebrochen ist - auch wieder mit ein?
Zuviele dieser Plättchen sollten natürlich nicht fehlen, und zuviele zerbrochene sollten auch nicht in die Röhren kommen.
Wie immer! Man sollte die Funktion verstehen, dann weiß man i.d.R. auch, was man tun kann, sollte oder muss.
Je stärker die Plättchen aneinandergedrückt werden, desto mehr nimmt der Widerstand der Säule(n) ab!
Das ist das Prinzip dieser Anlasser!
Dieses Konstrukt ist wesentlich robuster als aufgewickelter Konstantandraht, der mal eben reißen kann!
Von den Bagat Anlassern kenne ich das jedenfalls!
Was ich vergessen habe: der U118 ist mir WESENTLICH lieber als der U131, den ich mechanisch eher nervig finde!
Ja, das ist ein massiveres, speziell geformtes Teil aus Kohle!Cols hat geschrieben: Sonntag 30. August 2026, 20:02 Ich denke, dass die kleinen Nippel am vorderen Ende des Widerstandes, sind das die Kohlen?
Wenn Du den Bügel zwischen den Säulen losschraubst, dann kannst Du die Säulen herausnehmen.Cols hat geschrieben: Sonntag 30. August 2026, 20:02 Wie kann ich den diese Nippel demontieren, dass da Unterlegscheiben hinpasssen?
Aber Vorsicht! Die Kohleplättchen fallen sehr leicht heraus und sind empfindlicher gegen Zerbrechen als Eierschalen!
Entscheidend ist, daß die äußeren Kohle"nippel" noch geügend herausschauen, auch wenn man etwas dagegen drückt!
Vielleicht kannst Du Dir die Demontage sparen und hast den Anlasser nur falsch zusammengebaut. Da würde ich fast darauf wetten!
Das von mir markierte Teil (in meinem ersten Post hier) kann man an den "Flügel" in Richtung dieser Nippel biegen und verändert so die Charakteristik des Anlassers!
Nein!
Die Feder kommt ein Stücl weiter nach vorne - siehe Bild! Im "Deckel" ist eine Rundung, welche dann auch in die Feder gesetzt wirde.
Solltest Du Schwierigkeiten mit dem Zusammenbau haben, dann mache ich gerne Fotos, naja so gerne nicht, weil ich dann einen meiner U-118 auseinandernehmen müsste.
Du hast das Metalldingens auch nicht korrekt in den Anlasser getan, Weiter vorne ist so ein Gebilde, das wie ein Knick im Bakelit ausschaut. Dort kommen die Zacken des Metalldingens hinein.
Dann nimmst Du den Anlasser in die rechte Hand, drückst mit dem Zeigefinger leicht auf die mit dem blauen Pfeil markierte Stelle, so das die Flügel des Metalldingens auch leicht gegen die Kohle"nippel" drücken.
Die Feder befindet sich in der von mir beschriebenden Position!
Mit der linken Hand führst Du den Deckel so heran, das die Feder in die Rundung im Deckel geht und dieser "Dorn mit Bogen" dort hineinragt, wo Du Deinen rechten Zeigefinger hast.
Über diesen Bogen drückt man das Metalldingens je mehr gegen die Kohlenippel, je stärker man das Pedal betätigt!
Sobald Du das ganze einigermaßen zusammengeführt hast, kannst Du den Zeigefinger entfernen, das Metalldingens macht dann gerne "Klonk" sitzt dann aber, wenn Du es richtig gemacht hast, korrekt, so daß Du Deckel und Anlasserunterteil zusammenführen und die Achse wieder einführen kannst.
Vergess die Schraube nicht aus dem Anlasser (rechts) zu schütteln, sonst kannst Du die Prozedur noch einmal üben!
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