Singer 66: Spulenkapsel rausnehmen, aber wie?

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Hummelbrummel
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Singer 66: Spulenkapsel rausnehmen, aber wie?

#1 Beitrag von Hummelbrummel »

Hallo in die Runde,

die Maschine, um die es geht, stammt wohl aus Schottland, Baujahr 1913.
In der dazugehörigen Anleitung steht nichts davon, wie man die Spulenkapsel entnimmt, um darunter sauber zu machen.

In einer englischen Anleitung gibt es eine Beschreibung, die ich jedoch nicht ganz gut verstehe. (S.23ff)

http://ismacs.net/singer_sewing_machine ... manual.pdf

Diese Nase, unter die man mit dem Finger greifen soll, scheint bei meiner bombenfest zu sitzen.
Möglicherweise wurde dieser Mechanismus aber auch erst später eingeführt - die Maschine in der englischen Anleitung hat im Gegensatz zu meiner ja auch auch schon den Rückwärtsgang.

Weiß das zufällig jemand?

Der Maschinenschrank war zwar unglaublich verdreckt, aber die Maschine selbst läuft smart und leicht.
Nadel rein, Garn einfädeln, losnähen, alles prima.
Daher habe im Moment nicht vor, sie mehr als absolut nötig zu zerlegen. Ein bisschen unter der Spulenkapsel putzen wäre aber natürlich ganz nett, wenn es nicht allzuviel Mühe macht.

Viele Grüße
Hummelbrummel
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Re: Singer 66: Spulenkapsel rausnehmen, aber wie?

#2 Beitrag von GerdK »

Hallo Hummelbrummel,
wenn ich das richtig verstanden habe, muss man diesen kleinen Hebel aus der Nut heben und nach links drehen. Danach kann man das Spulenlager mit leichter Drehung und Kippung herausheben.
SINGER 66-1.JPG
Das wird wahrscheinlich alles festgebacken sein vom Schmodder der Zeiten.
Der Wiedereinbau ist etwas kompliziert beschrieben. Ich denke, man schaut sich beim Ausbauen besser an, wie das Ding gesessen hat und baut es dann genau so wieder ein.

Viele Grüße, Gerd
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Hummelbrummel
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Re: Singer 66: Spulenkapsel rausnehmen, aber wie?

#3 Beitrag von Hummelbrummel »

Hallo Gerd,

so ungefähr hatte ich mir das auch vorgestellt, aber das Ding sitzt wirklich bombenfest.
Und das ist bis jetzt das erste und einzige, was an dieser Maschinen bombenfest sitzt.

Diese Nase, die man heraushebeln soll, geht bei meiner Maschine auch nicht so weit nach links, dass man mit Finger oder Fingenagel darunter fassen könnte.
Ich habe versucht, von vorne mit einem Schraubenzieher drunterzuhebeln, aber es fühlt sich "festgeschraubt" an.

Daher frage ich mich, ob das bei diesem älteren/früheren Modell nicht doch anders gelöst gewesen sein könnte, zumal es in meiner deutschen Anleitung ja auch nicht erwähnt wird.

(Wobei mir bewusst ist, dass sich "festgefressen" durchaus genauso anfühlen kann.)

Die Schraube, die man keinesfalls lösen soll (QQ) zeigt Spuren früherer Schraubendrehereinsätze.

Aber wenn ich das in der englischen Anleitung richtig verstanden habe, macht man sich das Greifertiming kaputt, wenn man die löst. Das will ich natürlich nicht.
Vielleicht liest hier ja noch jemand mit, der diesen Jahrgang schon mal auf der Schrauberbank hatte.
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det
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Re: Singer 66: Spulenkapsel rausnehmen, aber wie?

#4 Beitrag von det »

Nicht auf der Schrauberbank, aber im Nähtisch, wo sie hingehört. Da der Tisch in der letzten Ecke steht, muss ich den Weg dorthin freischaufeln, dann kann ich mal nachschauen. Habe Geduld!
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Re: Singer 66: Spulenkapsel rausnehmen, aber wie?

#5 Beitrag von Hummelbrummel »

Danke.
Ich übe mich gerne in Geduld, denn das hat absolut keine Eile.
Du kannst dann, wenn es soweit ist, ja unten auf "zitieren" klicken, dann bekomme ich eine Benachrichtigung und sehe es sofort.

LG Hummelbrummel
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Re: Singer 66: Spulenkapsel rausnehmen, aber wie?

#6 Beitrag von det »

Hallo,
habe gerade mal geschaut. Meine 66 ist auch alt und ohne Rückwärtsgang, S/N habe ich mir nicht notiert.
Da ist der Finger OO aber ÜBER der Schraube, die die Feder hält, so wie auf der Zeichnung 21 in der Anleitung.
Eventuell hat da ein "Experte" mal kreativ repariert?

Gruß
Detlef
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Re: Singer 66: Spulenkapsel rausnehmen, aber wie?

#7 Beitrag von Hummelbrummel »

Hallo Detlef,

danke für's Nachschaun.

Ich vermute, ich habe tatsächlich ein noch älteres Modell, quasi ein Brückenfossil.

Die "Nase" liegt so tief, dass sie eigentlich nicht über der Federplatte gelegen haben kann.
Und die Maschine funktioniert und näht eine schöne Naht.


In der englischen Anleitung sieht man 2 Schauben oder eine Schraube und eine ein Niete, so genau ist das nicht zu erkennen.
Die Schraube, die man keinesfalls lösen darf, ist genau neben dem Auswerfehebel.

Meine hat auf dieser Fläche nur eine Schraube und die ist viel weiter hinten in der Maschine.

Ich vermute, wenn man die Nase wie angegeben anhebt, "dreht sie über dieser wichtigen Schraube QQ, durch die das Metallteil fixiert bleibt.".
Ich kann das nicht besser beschreiben. Und bei meiner gibt es diese Dreh-Fixierung nicht.

In einem anderen Forum habe ich noch ein Foto gefunden:
https://www.hobbyschneiderin24.net/foru ... klasse-66/

Hier sind gar keine Schraubenschlitze mehr da, um niemanden in Versuchung zu führen. Die "QQ" hat so kleine Einbuchtungen für ein Spezialwerkzeug.

Wenn ich mal ganz viel Ruhe habe, dann schaue ich, wie weit ich von außen mit Putzen komme, bzw., ob ich die Mechanik verstehe und mich dann doch mal traue, die ominöse Schraube zu lösen. Leiderhabe ich im Moment nicht die Muße dazu.

LG Hummelbrummel
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Re: Singer 66: Spulenkapsel rausnehmen, aber wie?

#8 Beitrag von GerdK »

Hallo Hummelbrummel,
wenn man sich die "Fig. 21 und 22" in der GA anschaut, dann sieht das so aus als wenn man die Schraube quasi mit verschiebt beim Verdrehen des (angehobenen) Bügels. Sie steht in Fig. 21 vorne und in Fig. 22 hinten rechts.
Ob da vielleicht eine Feder unter der Schraube ist?
Egal. Lt. GA muss man den Abstand zwischen Spulenkapsel und Spulenkapselhalteklammer neu einstellen ("clearance"), wenn man die Schraube gelöst hat. Das ist sicher keine übermäßig schwierige Aufgabe. Ob man die Schraube aber herausdrehen kann, ist unsicher (verklebt/verharzt/festgefressen?).

Viele Grüße, Gerd

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Re: Singer 66: Spulenkapsel rausnehmen, aber wie?

#9 Beitrag von det »

Hallo nochmal,
GerdK hat geschrieben: Montag 14. Dezember 2020, 14:15wenn man sich die "Fig. 21 und 22" in der GA anschaut, dann sieht das so aus als wenn man die Schraube quasi mit verschiebt beim Verdrehen des (angehobenen) Bügels. Sie steht in Fig. 21 vorne und in Fig. 22 hinten rechts.
Jepp, isso.

Hier mal Fotos meiner 66 (grrr, das Foto mit der S/N ist unscharf und die Maschine steht 3 km entfernt), eine C1xxxxxx:
IMG_20201214_130415.jpg
IMG_20201214_130442.jpg
Gruß
Detlef
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Re: Singer 66: Spulenkapsel rausnehmen, aber wie?

#10 Beitrag von inch »

Hummelbrummel hat geschrieben: Sonntag 13. Dezember 2020, 11:12 Diese Nase, unter die man mit dem Finger greifen soll, scheint bei meiner bombenfest zu sitzen.
Möglicherweise wurde dieser Mechanismus aber auch erst später eingeführt - die Maschine in der englischen Anleitung hat im Gegensatz zu meiner ja auch auch schon den Rückwärtsgang.

Viele Grüße
Hummelbrummel
Ich habe mal nachgeschaut,wenn die Nadelstange oben steht,läßt sich der Hebel leicht nach oben drücken und nach vorn schwenken.
Auf deinem Foto sieht es so aus,als ob dieser Blechstreifen extra aufgeschraubt wurde,um den Hebel zu halten (Bastelei). Ich würde genau diese Schraube abschrauben und mir dann das "Darunter" angucken. An "QQ" hängt das sicherlich nicht.
Слава Україні!
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